Als James Gunn und Peter Safran Anfang 2023 ihre große Roadmap für das neue DC Universe präsentierten, sollte damit eine neue Ära beginnen. Filme, Serien und bekannte wie unbekanntere Figuren sollten Teil eines langfristig geplanten gemeinsamen Universums werden.
Jetzt folgt allerdings der nächste herbe Rückschlag. Wie Entertainment Weekly zuerst berichtet, befinden sich gleich zwei der ursprünglich angekündigten DC-Projekte nicht mehr in aktiver Entwicklung: die Serie Waller mit Viola Davis und das Wonder Woman-Prequel Paradise Lost.
DC Studios has put two TV projects on hold: The Amanda Waller series with Viola Davis and the "Wonder Woman" prequel show “Paradise Lost.”
— Variety (@Variety) August 12, 2026
• Both series are no longer in active development. It should be noted that neither project was ever ordered to series.
• "Waller" would… pic.twitter.com/nL7mjPUV0Z
Dabei ist die Nachricht für Fans von Amanda Waller besonders bitter. Viola Davis sollte erneut die kompromisslose Regierungsagentin spielen, die bereits im alten DC-Filmuniversum und in Peacemaker - Frieden um jeden Preis eine wichtige Rolle innehatte. Auch Paradise Lost klang ambitioniert: Die Serie sollte auf Themyscira spielen und die Welt der Amazonen lange vor der Geburt von Wonder Woman erkunden.
Wichtig ist allerdings: Offiziell handelt es sich nicht zwingend um endgültige Absagen. Waller ist bei HBO nicht mehr in aktiver Entwicklung, bleibt aber offenbar bei DC Studios grundsätzlich im Rennen. Auch Paradise Lost wurde zurückgestellt und könnte theoretisch irgendwann wieder aufgegriffen werden. Eine Serienbestellung hatten beide Projekte ohnehin nie erhalten.
Wie viel ist von James Gunns ursprünglichem Plan noch übrig?
Der Zeitpunkt könnte kaum ungünstiger sein. Nach dem schwachen Abschneiden von Supergirl an den Kinokassen wird ohnehin darüber diskutiert, ob das neue DCU nach dem erfolgreichen Start mit Superman bereits seinen ersten massiven Dämpfer erlebt hat (Safrans Stellungnahme dazu könnt ihr hier lesen). Dass nun ausgerechnet weitere Projekte auf Eis gelegt werden, dürfte diese Diskussion weiter anheizen.
Natürlich wäre es voreilig, deshalb schon das Ende des DC Universe auszurufen. Mit Lanterns, Man of Tomorrow und Clayface und weiteren Produktionen stehen weiterhin wichtige Projekte an. Und gerade die Tatsache, dass DC Studios Projekte offenbar nicht um jeden Preis produziert, könnte auch als Qualitätskontrolle verstanden werden.
Was meint ihr: Nur normale Kurskorrekturen während der Entwicklung, oder gerät das neue DCU tatsächlich langsam ins Wanken?
