
Der zweite Kinofilm unter der Leitung von James Gunn und Peter Safran bei DC Studios ist mit einem verhaltenen Box-Office-Ergebnis gestartet. Supergirl spielte in Nordamerika rund 38 Millionen Dollar am Startwochenende ein und landete damit hinter Toy Story 5 auf Platz zwei der US-Kinocharts.
Laut Branchenberichten blieb das Einspielergebnis damit deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück, die teilweise bei über 50 Millionen Dollar lagen. Das Produktionsbudget des Films wird auf rund 170 bis 186 Millionen Dollar geschätzt, hinzu kommen erhebliche Marketingkosten. International spielte der Film weitere rund 30 Millionen Dollar ein, sodass sich das weltweite Startwochenende auf etwa 68 Millionen Dollar beläuft.
In einem Statement hat Peter Safran, Co-CEO von DC Studios, die Enttäuschung nicht beschönigt. „Auch wenn Supergirl unsere Box-Office-Erwartungen nicht erfüllt hat, ist der Film nur ein Bestandteil einer größeren, langfristigen Strategie bei DC Studios, an der wir weiterhin festhalten und von der wir überzeugt sind.“, wird der Manager zitiert. Safran betonte, dass ein einzelner Filmstart nichts an der langfristigen Neuausrichtung des DC-Universums ändere.
Supergirl basiert auf der gleichnamigen Comic-Reihe und rückt Kara Zor-El in den Mittelpunkt, die hier als deutlich reifere und komplexere Version der Heldin dargestellt wird als in früheren Adaptionen. Milly Alcock, bekannt aus House of the Dragon, übernimmt die Titelrolle. Regie führte Craig Gillespie (Cruella, I, Tonya).
Der Kinostart erfolgte zudem zu einem schwierigen Zeitpunkt. Das familienfreundliche Toy Story 5 dominierte das Wochenende und lockte ein breites Publikum in die Kinos. Gleichzeitig erhielt Supergirl gemischte Kritiken sowie ein B- CinemaScore von den Zuschauern, was auf eine eher durchschnittliche Mundpropaganda hindeutet.
Für DC Studios markiert der Film den zweiten großen Kinostart nach Superman unter der neuen Führung von Gunn und Safran. Seit ihrer Übernahme im Jahr 2022 verfolgen die beiden eine umfassende Neuausrichtung des DC-Universums, die auf eine kohärente Erzählweise über Filme, Serien und Animationen hinweg setzt.
Trotz des enttäuschenden Starts hält Safran an diesem Kurs fest. Er betrachtet Supergirl als Teil einer größeren Strategie, die nicht von kurzfristigen Box-Office-Ergebnissen abhängig gemacht werden solle. Der langfristige Aufbau eines zusammenhängenden Universums habe weiterhin höchste Priorität.
Branchenbeobachter diskutieren derweil, welche Auswirkungen das Ergebnis auf die Zukunft von Gunn und Safran haben könnte – insbesondere im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount/Skydance. Nach bisherigen Berichten soll sich der künftige Verantwortliche David Ellison jedoch offen gegenüber der aktuellen Ausrichtung zeigen.
Ob Supergirl in den kommenden Wochen durch starke Legs noch Boden gutmachen kann, bleibt abzuwarten.
Wie bewertet ihr den Start von Supergirl? Handelt es sich um einen einmaligen Ausrutscher des neuen DCU oder bereits um ein Warnsignal für die kommenden Produktionen? Diskutiert gerne im Forum mit und teilt eure Einschätzung.
