In Ecuador ist der Name des deutschen Forschers Theodor Wolf allgegenwärtig: Straßen, Vulkane und sogar eine Insel tragen seinen Namen. Selbst der kleinste Tintenfisch der Welt wurde ihm zu Ehren benannt – der Octopus wolfi. Eine Familie vor Ort blickt stolz auf diesen berühmten Vorfahren und seine vermeintlich glanzvolle Geschichte. Doch rund hundert Jahre nach Wolfs Tod kommen bislang unbekannte Details ans Licht. In Deutschland finden sich keinerlei Hinweise darauf, dass Wolf seine in Ecuador geborenen Kinder je erwähnt hat. Diese Leerstelle in der Familiengeschichte wirft neue Fragen auf und bringt die Nachkommen dazu, ihre eigene Herkunft und Identität zu hinterfragen. Die Auseinandersetzung mit dem Schweigen des Vorfahren stellt das überlieferte Selbstbild der Familie auf eine harte Probe.