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Der Hörbuch / Hörspiel Thread

MrBond | 10.11.2016
Nach einer kleinen Suche, stelle ich fest, dass es noch keinen Thread mit diesem Thema gibt. Wieso ist das interessant? Für mich sieht der Alltag so aus: Da ich tagsüber arbeite und am Wochenende entweder Familie, oder Sport meine vollste Aufmerksamkeit genießt, bleibt für`s Lesen nicht all zu viel Zeit. Ich komme gerade einmal dazu, die Tageszeitung, oder diverse wissenschaft... weiterlesen

Nach einer kleinen Suche, stelle ich fest, dass es noch keinen Thread mit diesem Thema gibt. Wieso ist das interessant? Für mich sieht der Alltag so aus: Da ich tagsüber arbeite und am Wochenende entweder Familie, oder Sport meine vollste Aufmerksamkeit genießt, bleibt für`s Lesen nicht all zu viel Zeit. Ich komme gerade einmal dazu, die Tageszeitung, oder diverse wissenschaftliche Literatur zu studieren, aber darüber hinaus fehlt einfach die Zeit.

So habe ich Hörbücher für mich entdeckt. Im Auto von und zur Arbeit gibt es eine Menge Autobahn-Stunden (pro Wochen) zu überbrücken und unsere Radiosender sind jetzt auch nicht so der Brüller. Hörbücher gibt es zu fast jedem aktuellen "Bestseller" - so auch zu so manchem Buch, welches verfilmt wird, oder wurde.

Teilweise sind die (Vor-)Lesungen langweilig, manchmal aber auch sehr gut. Der Marsianer, gelesen von Richard Barenberg, war eins der Hörbücher, die richtig Spaß machten. Barenberg konnte den trockenen Humor wunderbar rüber bringen.

Seid ihr auch schon auf den Geschmack gekommen? Was hört ihr so? Was war super umgesetzt, was war eher mit der Begeisterung von Hausstaub aufgenommen?

Ich hoffe auf viel Beteiligung und Kommentare in diesem Thread... smile

Was denkst du?
115 Kommentare
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
20.09.2019 20:34 Uhr | Editiert am 20.09.2019 - 20:41 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.106 | Reviews: 180 | Hüte: 406

The Stand - Kapitel 75-77

Hier wird ersichtlich, dass die Zeitspanne der Geschehnisse in "The Stand" circa die gleiche Länge beträgt wie Frans Schwangerschaft, der Roman beginnt und endet quasi mit der Schwangerschaft bzw. der Geburt. Durch diese Parallele verdeutlicht King, dass es sich hier um das Sich Entwickeln, das Heranwachsen und die Geburt eines neuen menschlichen Lebens handelt. Beeinflusst von natürlichen Komplikationen (verkehrte Lage des Babys) und künstlich-lebensoptimierenden Eingriffen (Kaiserschnitt).

Dabei spielt King mit der Frage, ob das Baby, das neue menschliche Leben, überlebt oder nach kurzem Kampf an den Folgen von Captain Trips (der Virus) stirbt. In jedem Fall ist es das Produkt von Krankheit (Vater Jesse) und Immunität (Mutter Fran), so wie auch die allgemeinen Geschehnisse in "The Stand" ein Produkt von Krankheit und Immunität darstellen. Ansonsten bleibt die Frage offen, ob die Menschen als Gesellschaft nun tatsächlich ein besseres Leben führen oder wieder in alte Denkmuster zurückfallen werden.

Ich habe es oben bewusst offen gelassen. In der Freien Zone gibt es mehrere Schwangere, die nach und nach niederkommen. Bei den Kindern eines kranken (toten) und eines immunen Elternteils ist es möglich, dass das Immunsystem der Babys erfolgreich gegen Captain Trips ankämpfen und die Grippe überwinden kann. So auch im Bezug auf Frans Baby, das die Krankheit überlebt. Die Kinder von zwei immunen Elternteilen sind automatisch ebenfalls immun.

Durch die Geburt der immunen und überlebenden Kinder schließt sich also der Kreis von Tod und Leben. Passenderweise heißt das darauf folgende Kapitel auch "Der Kreis schließt sich", nachdem der Titel des ersten Kapitels "Der Kreis öffent sich" lautete. Allerdings deutete King in einem früheren Kapitel bereits an, dass der Tod des Mannes in Schwarz nicht sicher ist, hier könnte also noch alles anders kommen.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
24.09.2019 18:01 Uhr | Editiert am 24.09.2019 - 18:02 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.106 | Reviews: 180 | Hüte: 406

The Stand - Epilog

So, ich bin nun durch mit dem Hörbuch <3
Kurz zurückgescrollt, ich begann mit dem Hörbuch exakt vor drei Monaten am 24. Juni.

Der kurze Epilog rundet die Geschichte perfekt ab und mit Kenntnis des zentralen Leitmotivs, welches King im "Der Dunkle Turm"-Zyklus und insbesondere dessen Ende verhandelt, ist der Epilog nochmal passender. "The Stand" fügt sich wunderbar in das King-Multiversum ein.

Ka ist ein Rad, der Mann in Schwarz wird wie Roland Deschain "wiedergeboren" und beginnt von vorn. Nun trifft er zu unbestimmter Zeit in einem Tropengebiet auf Mitglieder eines Naturvolks und möchte sie in die Zivilisation führen.


Als nächstes werde ich mir wohl eines der folgenden King-Werke vornehmen:
- Brennen muss Salem
- Shining
- Todesmarsch
- Cujo
- Menschenjagd
- Friedhof der Kuscheltiere

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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Dream : : Moviejones-Fan
22.10.2019 20:25 Uhr
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Dabei seit: 16.03.17 | Posts: 119 | Reviews: 0 | Hüte: 10

Willkommen in Night Vale

Ich bin normalerweise jemand der Bücher lieber selbst liest und höre normalerweise nur Hörspiele/Hörbücher die einzig in diesem Medium existieren. Doch durch Zufall bin ich af "Willkommen in Night Vale" gestoßen und muss sagen, gerade als Hörbuch hat es mich begeistert. Vielleicht liegt es daran, dass das Buch auf einem amerikanischen Podcast beruht. Jedenfalls funktioniert das Konzept des klassischen Hörbuches abgewechselt durch kleine "Lokalradio-Passagen" wirklich gut.

Zum Inhalt kann ich nur sagen ... es ist verrückt. Unheimlich Verrückt. Das ist wirklich herzlich erfrischend und sticht dadurch aus dem Fantasy-Mystery EIinheitsbrei heraus. Mir fehlen die Worte um die Verückheit von Night Vale zu verdeutlichen. Daher greife ich auf Worte zurück, die ich in den unendlichen Weiten des Internets gefunden habe und diese einzigartige Welt perfekt beschreiben:

"its like Stephen King and Neil Gaiman started building a town in The Sims and then just ... Left it running. For Years."

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
23.10.2019 17:43 Uhr | Editiert am 23.10.2019 - 17:56 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.106 | Reviews: 180 | Hüte: 406

Ich habe jetzt mit "Friedhof der Kuscheltiere" (gelesen von David Nathan) angefangen.

Kenner oder allgemein King-Leser dürften wohl wissen, dass das Fundament des Romans Stephen Kings realem Leben entstammt. 1979 dozierte er für ein Jahr an der Universität von Maine und wohnte währenddessen mit seiner Frau und ihren zwei kleinen Kindern in einem Haus an einer dicht befahrenen Straße, im Wald befand sich ein Friedhof namens "Pet Sematary", auf dem Kinder ihre Haustiere begruben, die auf der Straße überfahren wurden. So auch die Katze seiner Tochter, nachdem diese auf der Straße zu Tode kam. King beschreibt das im Vorwort des Romans im Detail und erläutert, wie er das im Roman fortgesponnen hat, aufgrund des starken Bezugs zu seinen persönlichen Erlebnissen hält er "Pet Sematary" für seine furchtbarste Geschichte, diejenige, welche ihn am meisten verängstigt.


Als Horrorroman beginnt "Pet Sematary" in Anbetracht der Tatsache, dass man aufgrund des Vorwortes (und/oder der Filmadaption, aber das spielt hier ja keine Rolle) genau weiß, was geschehen wird, auch schon ziemlich vielversprechend und unangenehm.

Als ob das Haus bzw. das Grundstück an der Straße das Unglück automatisch heraufbeschwören würde, tun sich beide Kinder ausgerechnet beim alltäglichen Spielen weh, während die Eltern auf den Möbel-LKW warten. Das geschieht also bereits, bevor die Familie überhaupt eingezogen ist, sie hat das Haus sogar noch nicht einmal betreten. Die ältere Tochter Ellie fällt von einer Reifenschaukel auf einen Stein und verletzt sich dabei leicht am Knie, der jüngere Sohn Gage wird beim Herumtollen auf dem Rasen von einer Biene in den Hals gestochen. Wie oben erwähnt etwas Alltägliches - etwas, das einem Kind zu jeder Zeit geschehen kann, die allermeisten von uns werden sich beim Spielen als Kind sicherlich des Öfteren leicht verletzt haben. Vor dem Hintergrund, dass Gage von einem LKW überfahren werden wird, verdeutlicht diese Alltäglichkeit die Gefährlichkeit des Ortes, ein verängstigendes Gefühl.

Bezeichnenderweise reagiert der Vater Louis als Arzt im Fall von Ellies Knieverletzung überlegt, kontrolliert und fachkompetent, während er sich im Fall von Gages Bienenstich panisch und inkompetent verhält. Nur der hinzutretende, alteingesessene und alte Nachbar Jud behält hier die Ruhe, kann Gage helfen und den Bienenstich einer ärztlichen Routine gleichkommend behandeln.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
26.10.2019 11:50 Uhr | Editiert am 26.10.2019 - 11:55 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.106 | Reviews: 180 | Hüte: 406

Friedhof der Kuscheltiere

Ich habe zuletzt die Passage gehört, in der Jud die Familie Creed zum Friedhof führt, Tochter Ellie dort mit dem Tod als Ende des Lebens konfrontiert und als Folge des Bewusstwerdens in Louis Armen anfängt zu weinen. Nun streiten sich Louis und Rachel aufgrund ihrer unterschiedlichen Ansichten über die (Un)Natürlichkeit des Todes und inwiefern man Kinder damit als Eltern konfrontieren sollte.

Wie ich es schon in meinem Kurzreview zu "Antichrist" erwähnte, muss ich auch hier wieder an meinen Bruder denken.
Mein Bruder durchlief in seiner Kindheit eine Phase, in der er tagelang weinend im Bett lag, weil ihm bewusst wurde, dass am Ende des Lebens jeder Mensch sterben muss. Seitdem fragte ich mich, wie sich dieses Bewusstwerden für meinen Bruder wohl angefühlt haben mag, Lars von Trier gab mir mit "Antichrist" eine Antwort. Er konfrontiert den Zuschauer auf mehreren Ebenen mit dem Tod, nur wer den Tod als Bestandteil des Lebens akzeptiert, kann wahrhaftig leben.

Ähnliches brodelt auch in "Friedhof der Kuscheltiere" unter der Oberfläche, ich bin wie gesagt noch eher am Anfang des Romans/Hörbuchs, mit großer Wahrscheinlichkeit wird das noch hervorbrechen. Jedenfalls kann ich jetzt schon sagen, dass King die Thematik zwar mit noch mehr Detailreichtum und Charakterdrama verhandelt, die 1989er Verfilmung das bis hierhin aber ebenfalls gut umgesetzt hat.
Ein Zitat aus meinem Review: "Familiärer Verlust, Trauerbewältigung, die erste Begegnung und Auseinandersetzung mit dem Tod im Kindesalter, ins Erwachsenenalter verschleppte Kindheitstraumata und Schuldgefühle. Psychologischer Horror, der harmlos erscheinend mit einer toten Katze seinen Anfang nimmt und sich dann im Verlauf der Handlung unnachgiebig und grausig unter die Haut bohrt."
Einiges davon wird im Roman/Hörbuch natürlich erst später Thema sein.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
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MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
31.10.2019 17:57 Uhr | Editiert am 31.10.2019 - 18:00 Uhr
1
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.106 | Reviews: 180 | Hüte: 406

Friedhof der Kuscheltiere

Während einer Passage beschreibt King sowohl Churchs Veränderung nach dessen Wiederkehr von den Toten als auch die Auswirkungen von Gages Viruserkrankung, diese metaphorische Gleichsetzung fungiert als furchterregendes Foreshadowing im Bezug auf Gages Unfallstod sowie dessen eigene Wiederkehr, King gibt dem Leser/Hörer damit einen ersten deutlichen und bitteren Vorgemack auf die kommenden Geschehnisse.

Gage befindet sich während der Viruserkrankung in seinem halbbewussten, gefühlt halbtoten Geisteszustand, sein Körper fühlt sich fiebrig-heiß an, er verliert die Kontrolle über seinen Körper und erstickt in Folge dessen beinahe an seinem eigenen Erbrochenen. Das alles trifft nahezu 1:1 auch auf Church zu , nur war er eben tatsächlich tot. Auf dem Weg zurück scheint er Teile seiner Selbst verloren zu haben, so mangelt es ihm an der für Katzen typischen, eleganten Körperbeherrschung, er bewegt sich tölpelhaft und darüberhinaus langsam, als würde auch er sich in einem halbbewussten Zustand befinden. Darüberhinaus fühlt sich sein Körper ebenfalls ekelerregend heiß und fiebrig an.


Abseits davon feiere ich es allgemein, wie humorvoll King Gages kindliches Verhalten beschreibt. Seine Neugier und seine Proteste, sein Gebrabbel während des Lernprozesses des Sprechens, sein Ziehen an Louis Haaren und Ohren oder am Schwanz der Katze, sein Waschen mit dem Müsli und als Running Gag sein Faible dafür, alles Mögliche zu essen^^ Und jetzt im Bezug auf oben thematisierte Passage sein gesagtes "Schön, schön" als Vorankündigung, dass er nun erbrechen wird. Auch wenn die Situation an sich überhaupt nicht schön oder lustig ist, musste ich dabei stets lachen laughing

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
01.11.2019 17:48 Uhr | Editiert am 01.11.2019 - 18:02 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.106 | Reviews: 180 | Hüte: 406

Friedhof der Kuscheltiere

Ich höre gerade den Zukunftsausblick, der von Gages Tod und der Leichenschau handelt. Ich habe selten etwas so Niederschmetterndes gehört, im Auto hätte ich das vorhin beinahe abgebrochen.

25 Personen sagten dem Vater Louis bei der Begrüßung, Gottes Wege seien unergründlich. Zwölf Personen sagten, Gage sei jetzt bei den Engeln. Ich bin religiösem Glauben gegenüber sehr aufgeschlossen, sowas regt mich dann aber schon auf und löst leichte Übelkeit aus.

32 Personen sagten, wenigstens sei er schnell gestorben und hätte keine Qualen erleiden müssen. Was natürlich stimmt, in Anbetracht des Todesfalls aber nichts zur Sache tut, den Trauernden nicht weiterhilft und die Trauer nicht mindert. Das könnte man Unwissenheit oder Taktlosigkeit nennen, es zeugt aber wenigstens von einer einigermaßen rationalen Beileidsbekundung und fußt nicht auf religiösem Unsinn oder Kitsch.

@RolandDeschain, danke für den Hut!

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
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MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
12.11.2019 16:46 Uhr | Editiert am 12.11.2019 - 17:32 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.106 | Reviews: 180 | Hüte: 406

Friedhof der Kuscheltiere

Ich bin jetzt mit dem Hörbuch durch, das Finale hat mich emotional und psychisch nochmal mitgenommen. Weniger wegen der schrecklichen und grausamen Einzelheiten, sondern weil alles - auch zuvor Geschehenes - als schreckliche und grausame Gesamteinheit wie ein Crescendo auf Louis und mich als Hörer niederging (ohne David Nathan als Sprecher hätte das wohl weniger eine solche Wirkung gehabt). Dadurch wird der Einfluss des Todes geliebter Menschen und der Trauer auf den menschlichen Geist (abermals) in vollem Ausmaß herausgearbeitet.

Ich würde "Friedhof der Kuscheltiere" jetzt nicht zu Kings besten Werken zählen, es ist ohne Frage aber ein gutes, (psychologischen) Horror sowie das Beobachten menschlicher Seelenlandschaften und Abgründe beherrscht King perfekt.

King-Multiversum-Theorie: Kings Beschreibungen des übernatürlichen, magischen Charakters des "Indianerfriedhofs", seines Einflusses auf den menschlichen Geist (lockt ihn an, "ernährt" sich vom menschlichen Kummer) und des Charakters der wiederbelebten Menschen (Projektion von Geheimnissen, Ängsten und Traumata, Nutzen von Vulgärsprache), lassen mich zu der Vermutung kommen, dass dort ein mächtiges, dunkles Wesen ähnlich wie Es leben könnte. Passend dazu (zumindest im Hörbuch) wird das Personalpronomen "es" im Zusammenhang mit dem "Indianerfriedhof" und dessen Folgen von David Nathan des Öfteren wie ein Eigenname ausgesprochen.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
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RolandDeschain : : Moviejones-Fan
12.11.2019 18:03 Uhr | Editiert am 12.11.2019 - 18:04 Uhr
0
Dabei seit: 17.04.15 | Posts: 77 | Reviews: 0 | Hüte: 3

@luhp92

ich würde sogar soweit gehen und sagen dass auf dem Friedhof so etwas wie ein Orakel lebt, so eines wie Roland damit "Kontakt" hatte.
Und bei deiner Theorie des wiederbelebten Charakters, denke ich an Jake und seine Zerrissenheit.

Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste, und der Revolvermann folgte ihm.

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
12.11.2019 22:24 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.106 | Reviews: 180 | Hüte: 406

@RolandDeschain

Ja, eine Art Orakel könnte das auch sein, da hast du Recht.

An den innerlich zerrissenen Jake erinnern mich die wiederbelebten Menschen aber nicht. Jake ist ja nicht bösartig und zudem fehlt bei den Wiederkehrern die parallelweltliche Schizophrenie. Man erfährt allerdings natürlich auch nichts über das Innenleben der Wiederkehrer, so genau kann man das also nicht sagen.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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