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Comic Rezension Supergirl – Einfach super?!

Comic-Review: "Supergirl – Einfach super?!"

Comic-Review: "Supergirl – Einfach super?!"
0 Kommentare - So, 16.08.2026 von MJ-GPJ
Supergirl einmal ganz anders: Mariko Tamaki erzählt Kara Danvers als Teenagerin zwischen Selbstzweifeln, Freundschaft und der Frage, wer sie eigentlich sein möchte. Ein ruhigerer Superheldencomic, der sich vor allem an eine jüngere Zielgruppe richtet.

Supergirl gehört seit Jahrzehnten zum festen Inventar des DC-Universums und der Film Supergirl wird von einer Reihe Comicveröffentlichungen begleitet. Dabei gibt es immer wieder Versuche, die Figur aus dem üblichen Superhelden-Korsett herauszulösen. Genau das macht Mariko Tamaki mit Supergirl: Einfach super?! aus dem Jahr 2021. Die kanadische Autorin und Künstlerin ist für Geschichten bekannt, die sich stark mit Identität, Jugend und gesellschaftlichen Themen beschäftigen. Diese Kara hier ist daher auch nicht die Supergirl-Version, die im aktuellen Film zu sehen ist, sondern eine eigenständige Interpretation der Figur.

Supergirl – Einfach super?! - Inhalt

Kara Danvers lebt mit ihren Eltern auf einer Farm in einem kleinen US-Städtchen. Sie geht zur Highschool, hat mit ihren Freundinnen Jen und Dolly Spaß, muss sich mit den üblichen Problemen eines Teenagers herumschlagen und fühlt sich manchmal ziemlich unsicher. Nur eines wissen die anderen nicht: Kara kam als kleines Kind mit einer außerirdischen Rakete auf die Erde. Sie besitzt Superkräfte und kann fliegen.

Als ein Erdbeben Karas Heimatstadt erschüttert, lässt sich ihr Geheimnis allerdings nicht länger verbergen. Plötzlich interessieren sich auch skrupellose Wissenschaftler für das Mädchen mit den außergewöhnlichen Fähigkeiten. Kara muss herausfinden, wer sie wirklich ist und welchen Platz sie in dieser Welt einnehmen möchte.

Bild 1:Comic-Review: "Supergirl – Einfach super?!"
© Panini Comics

Kritik

Tamaki nimmt sich dafür viel Zeit. Die Geschichte handelt vor allem von Freundschaft, Erwachsenwerden, Selbstzweifeln und Identität. Kara wird dabei ausgesprochen menschlich dargestellt. Gerade das macht den Comic interessant, denn trotz ihrer Kräfte bleibt sie zunächst vor allem ein Mädchen, das seinen Platz in der Welt sucht.

Auch Joëlle Jones findet für diese junge Kara einen sehr passenden Stil. Ihre Figuren wirken klar und lebendig, und gerade Karas Mimik trägt viel dazu bei, dass ihre Unsicherheit und ihre Entwicklung nachvollziehbar werden. Gleichzeitig bleibt das Ganze farbenfroh und leicht, ohne dass die Zeichnungen dabei zu verspielt wirken. Jones hat ihren eigenen Stil und der kann durchaus gefallen.

Für ältere männliche DC-Leser ist der Band inhaltlich wohl zunächst ungewohnt. Wer vor allem große Action, Superheldenprügeleien und kosmische Bedrohungen erwartet, bekommt hier etwas anderes. Dafür richtet sich der Band sehr deutlich an eine jüngere Leserschaft, insbesondere an Leserinnen, die sich vielleicht stärker in einer solchen Coming-of-Age-Geschichte wiederfinden.

Und genau darin liegt dann auch die Stärke des Comics. Superheldengeschichten müssen nicht immer nur von Weltrettung und großen Schlachten handeln. Gerade für jüngere Leser kann es spannend sein, eine Heldin zu begleiten, die neben ihren Superkräften auch ganz normale Sorgen hat. Dieser Band hat uns besser gefallen, als Supergirl 1 und kann durchaus den Einstieg in das Supergirl Universum bilden.

Fazit:

Supergirl: Einfach super?! ist ein sympathischer und schön gezeichneter Comic, der eine andere Seite von Kara Danvers zeigt. Die Geschichte ist ruhiger und persönlicher als viele klassische Superheldenabenteuer und richtet sich klar an eine jüngere Zielgruppe. Für diese dürfte der Band ausgesprochen gut funktionieren.

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