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Unsane - Ausgeliefert gesehen am  
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Unsane - Ausgeliefert (2018)

Ein Film von Steven Soderbergh mit Claire Foy und Juno Temple

Kinostart: 29. März 201898 Min.FSK16Drama, Horror, Thriller
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Ø MJ-User
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Unsane - Ausgeliefert Inhalt

Eine junge Frau verlässt ihre Heimatstadt, um ihrer belastenden Vergangenheit zu entfliehen und beginnt einen neuen Job. Als sie jedoch unfreiwillig in einer psychiatrischen Einrichtung festgehalten wird, wird sie mit ihrer größten Angst konfrontiert - aber ist sie real oder nur ihre Einbildung? Da anscheinend niemand bereit ist, ihr zu glauben und die Behörden ihr nicht helfen können oder wollen, muss sie sich mit ihren Ängsten direkt auseinandersetzen.

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Cast & Crew

Wer ist der Regisseur von Unsane - Ausgeliefert und wer spielt mit?

OV-Titel
Unsane
Format
2D
Box Office
14,29 Mio. $
Der Film erhielt die FSK-Freigabe "Freigegeben ab sechzehn Jahren".
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Was denkst du?
3 Kommentare
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StevenKoehler : : Muggel
23.10.2018 08:37 Uhr
0
Dabei seit: 26.07.18 | Posts: 395 | Reviews: 204 | Hüte: 0

@ZSSnake

Ich habe grundsätzlich nichts dagegen, wenn man ein Experiment macht, aber ich fand die Kamera billig und nicht gut umgesetzt, egal ob man es mit iPhone gefilmt hat oder nicht. Es wird sich an der Meinung nichts bei mir ändern.

Des Weiteren fand ich die Story doch extrem schwach und klein, was bekanntlichermaßen nichts mit der Kamera zu tun hat. Ich habe in meiner Review ein paar Fragen gestellt, die im Film nicht beantwortet werden. Ich meinte mit Ecken und Kanten nicht die Kamera, wie sich aus meinem Satz es auch herleiten lässt, sondern es ist die Geschichte gemeint.

Gut 1,5 Millionen $ Budget ist im Filmgeschäft nicht einmal ein Hauch eines Budgets, aber das hat auch nicht wirklich etwas mit der Story zu tun, denn das Drehbuch wird vorher geschrieben.

Es gibt auch einen deutschen Film, der teilweise mit einem iPhone gedreht wurde und das fand ich auch gut umgesetzt, da es auch zu der Atmosphäre passte. Der Film heißt "Halt auf freier Strecke".

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
23.10.2018 00:02 Uhr | Editiert am 23.10.2018 - 00:08 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 7.251 | Reviews: 138 | Hüte: 334

@ StevenKoehler:

Zunächst mal ist ja im Film durchgehend die geistige Gesunheit der Protagonistin im Zweifel, wodurch stets alles Gesehene relativ ist. Das Finale unterminiert zudem alles was geschehen ist und macht nochmal klar: Du weißt nicht, was "real" ist und was ihrer Angst vor dem Stalker entsprang. Das alles wird gestützt von der Kameraarbeit des Films, der - hätte man sich mit dem Gesehenen beschäftigt, bevor man ne Review daherschreibt, wüsste man das auch - vollständig auf einem iPhone gefilmt wurde.

Soderbergh hatte in einem Interview zum Release mal (sinngemäß) gesagt, dass ihn die Möglichkeiten der Technik und des Machbaren immer interessierten und er es probieren wollte, ob es möglich ist einen Film komplett auf diese Weise mit der iPhone-Kamera zu filmen. Außerdem wurde ihm danach zugute gehalten, dass dieses "Experiment" viele angehende Filmemacher inspirieren könnte, es auch zu probieren. Dadurch erklärt sich dann auch der sonderbare Look des Films und die teilweise fehlende Tiefe im Bild. Die iPhone-Kamera hat eben so ihre Beschränkungen. Trotzdem fühlt sich der Film grade durch diesen Kniff beinahe wie ein Film aus der Pionierzeit des Kinos an, als die Technik noch sehr beschränkt war und man oft nur eine Kamera zur Verfügung hatte.

Soll nicht heißen, dass dadurch alles Gold ist was glänzt, aber grade die mit dieser Kamera erzielte Unmittelbarkeit und Intensität, die durch Foys herausragende Performance gestützt werden, machen den Film durchaus zu etwas Besonderem. Die stetige Balance zwischen Irrsinn und Realität, dazu der durchgehende Zweifel an dem was man sieht, obwohl jedes Bild eben so direkt und real wirkt - all das lässt dieses Werk mit einem Minibudget von 1,5 Millionen $ sehr experimentell wirken. Dass man dementsprechend die Ecken und Kanten eben NICHT rund gemacht hat, könnte man dem Film kaum höher anrechnen, da er dadurch viel von seiner Identität und Intensität eingebüßt hätte.

Letztlich ist es ein ungewöhnlicher und, gemessen an den Bedingungen, großartig gefilmter Film mit cleveren Ideen, der gekonnt mit der persönlichen Wahrnehmung der Realität spielt und durch den Look auch stets eine Subjektivität mitbringt, die andere Filme gerne vermissen lassen. Vielleicht nicht Soderberghs bester, aber einer der mit Abstand kreativsten Filme die ich dieses Jahr sehen durfte. Von mir gibts übrigens 8/10

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
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StevenKoehler : : Muggel
22.10.2018 23:03 Uhr
0
Dabei seit: 26.07.18 | Posts: 395 | Reviews: 204 | Hüte: 0

"Unsane - Ausgeliefert" erzählt eine interessante Geschichte, aber leider hat diese Ecken und Kanten, die leider nicht rund gemacht werden. Die Idee, dass jemand unschuldig in die Psychiatrie eingewiesen wird, ist gut, aber das verdrängt er nach einer Weile komplett in den Hintergrund und erzählt etwas anderes, was man hätte viel besser aufbauen können. Aber nein, der Film nimmt stets den Weg, der am wenigsten aneckt, aber man hat dies auch schon nicht rund erklärt. Woher weiß derjenige, dass sie in der Klinik festgehalten wird? Warum kann man Kameras so einfach ausschalten? Woher weiß er, dass sie umgezogen ist oder wo die Mutter wohnt? Alles dies und viel mehr wird einfach nicht erzählt. Im Gegenteil, die Story fällt leider recht Mager aus und er zieht sich streckenweise extrem in die Länge.

Die schauspielerischen Leistungen gehen gerade noch so in Ordnung, aber es wäre deutlich mehr drin gewesen. Die Kamera ist billig gehalten und auch die Bewegungen der Kamera sind selten recht flüssig. Es kommt einen so vor, als wenn kein Mensch die Kamera bedient hätte oder man hat einfach nur die Kamera irgendwo platziert, um ruhige Bilder zu bekommen, aber das ist nicht einfallsreich. Die Musik ist auch nur auf das einfachste herunter gebrochen. Klar, schafft er es zum Schluss etwas Spannung aufzubauen, aber nur, weil man die drastischen Szenen nicht vorher gesehen hat.

Der Trailer hat mehr versprochen gehabt. Ich kann Ihnen "Unsane - Ausgeliefert" nicht empfehlen.

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