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Spider-Man - Brand New Day

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Endlich wieder ein guter MCU... Einheitsbrei!

Spider-Man - Brand New Day Kritik

Spider-Man - Brand New Day Kritik
0 Kommentare - 07.08.2026 von Luis345
In dieser Userkritik verrät euch Luis345, wie gut "Spider-Man - Brand New Day" ist.
Spider-Man - Brand New Day

Bewertung: 2.5 / 5

Das ist also der „beste MCU-Spider-Man-Film“, der die Kritiker hierzulande und in Übersee direkt wieder aus dem Häuschen springen ließ. Mittlerweile ist das alles nicht mehr zu erklären. Das hier? Der Sprung von der filmischen Bankrott-Erklärung, welche die vorige Trilogie darstellte, zum gewohnten MCU-Einheitsbrei reicht für hervorragende Wertungen und Box-Office-Rekorde?

Ja, das hier ist „der Beste“ unter den neuen Spider-Man-Filmen, die dem MCU angehören. Aber das ist weder schwer, noch kann man das als Lob ansehen, wenn man weiß und zugibt, von wo wir kommen. Sogar die meisten Fans der vorigen Trilogie geben mittlerweile zu, dass diese Filme inhaltlich und visuell nicht gerade gut waren. Und dann reicht ein geradeso ausreichendes Standard-Produkt aus, um gleich wieder in blinde Liebe zu verfallen.

Trailer zu Spider-Man - Brand New Day

„Spider-Man: Brand New Day“ ist ein okayer, maximal mittelmäßiger Film. Marginal der Beste aus der Reihe. Mehr nicht. Dieselben Autoren verstehen es nach wie vor nicht, einen halbwegs guten Film zu schreiben, dazu sind sie einfach nicht in der Lage. Ja, es ist etwas mehr Spider-Man, es ist etwas mehr New York, es gibt endlich ein paar Schwing-Szenen durch besagte Kulisse. Aber man sollte sich nichts vormachen. Das kommt nicht mal annähernd an die alten Filme von Tobey und Andrew heran.

Der Film bemüht sich sichtlich. Der Regisseur und die Autoren versuchen, ein paar bekannte Beats aus den alten Filmen zu implementieren. Mehr jedoch nicht und nichts davon kann auf ganzer Strecke überzeugen. Der Film trägt nun mal die ganzen Altlasten der Trilogie zuvor mit sich. Und deswegen prallt auch alles, was emotional sein möchte, hoffnungslos ab. Das Beziehungsdreieck aus Peter, MJ und Ned war eben nie interessant.

Auch Regisseur Destin Daniel Cretton, der zuletzt mit „Shang-Chi“ eigentlich einen visuell und inszenatorisch ganz ansprechenden Film abgeliefert hatte, rafft sich für „Brand New Day“ nur zum Abliefern kaum unterscheidbarer Standard-Kost auf. Natürlich sieht es besser aus als alles, was zuvor John Watts verbrochen hat. Aber an dieser Stelle habe ich tatsächlich ein wenig mehr erwartet. Auch die Actionsequenzen stechen keineswegs heraus oder werden im Spider-Man-Kosmos in Erinnerung bleiben. Leider ist das allermeiste ziemlich vergessenswert.

Das Storygerüst an sich ist da noch am besten. Trotz viel Beiwerk und MCU-Quatsch fühlt sich die Geschichte endlich mal verhältnismäßig klein und intim an, so wie es sich für Spider-Man gehört. Spider-Man und Peter Parker sind endlich der Fokus, auch wenn das dann durch den Einsatz von Jean Grey und das erzwungene X-Men-Build-up fast wieder ruiniert wird. Wenn man an der Stelle einfach mal einen normalen Spider-Man-Antagonisten genommen hätte. Aber wahrscheinlich konnten das die Autoren nicht, ansonsten hätte es wieder eine Hintergrundgeschichte mit Tony Stark geben müssen.

Fairerweise muss man sagen, dass der Punisher und Hulk ganz gut in die Geschichte passen, die dieser Film versucht zu erzählen. Klar, natürlich ist das wieder der random MCU-Aufschlag. Spider-Man kann einfach nicht allein agieren. Aber so, wie sie die Figuren einsetzen, passt es. Allerdings darf man nie zu viele Fragen stellen, ansonsten würde man sich schnell wundern, wie Professor Hulk aus „Endgame“ plötzlich wieder einen Rückschritt ins Jahr 2008 gemacht hat. Erklärt wird das natürlich alles nicht. Aber hey, es ist der alte Hulk, bitte applaudieren!

Dafür macht der Punisher tatsächlich Spaß. Die Beigabe von Black Widow 2.0 ist dagegen wieder völlig sinnfrei und aus der Luft gegriffen. Hauptsache MCU-Referenzen an allen Ecken und Enden. Wenn man rein auf die bekannteren Spider-Man-Figuren schaut, tritt da ansonsten nur der Scorpion auf. Und das ist dann in der Summe schon etwas traurig. Sie können es einfach nicht sein lassen. Es macht einen fast schon wieder wütend, wenn man die eigentlich vernünftigen Zutaten sieht.

Insgesamt ist „Brand New Day“ höchstens einen halben oder einen ganzen Punkt besser als „Homecoming“. Und mit den beiden anderen völlig verkorksten Filmen muss man diesen gar nicht erst vergleichen. Dieser Film ist die Definition von „Note: Ausreichend“. Der Film hat sich bemüht, nicht scheiße zu sein. Das reicht offenbar wieder für die besten Kritiken des Jahres aus. Nicht mehr nachvollziehbar.

Spider-Man - Brand New Day Bewertung
Bewertung des Films
510

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