
Mit qualitativ fragwürdigen Videospielverfilmungen und trashigen Splattern wie House of the Dead, Far Cry oder BloodRayne wurde er bekannt, dieses Jahr schlug sein politisch aufgeladener Actionthriller Citizen Vigilante mit Armie Hammer große Wellen in den Medien: Uwe Boll und seine Werke sind jedem Filmkenner ein Begriff. Nun hat der aus Nordrhein-Westfalen stammende Regisseur, sicherlich zur Überraschung vieler, eine Fortsetzung zu eben jenem Streifen auf Social Media ankündigt, welcher wohl 2027 erscheinen wird.
2027 pic.twitter.com/RU4Y6u0eDc
— uwe boll (@BollFILMS) August 4, 2026
Alles begann mit der Schlagzeile, dass die FSK die Freigabe für das Heimkino in gleich zwei Anläufen ablehnte, woraufhin Boll eine angebliche politische Zensur öffentlich ansprach und damit eine hitzige Diskussion über Kunstfreiheit und Jugendschutz im Netz lostrat. Dabei wurde der Film, anders als von ihm behauptet, nie wirklich verboten, da die Siegel der FSK nicht verpflichtend für den Vertrieb sind.
Ausschlaggebend für die fehlende Freigabe ab 18 war die in Citizen Vigilante gezeigte, verherrlichende Form der Selbstjustiz, auch gegen Migranten, während der von Hammer gespielte Ex-Polizist, der den Rechtsstaat überzeugend ablehnt, teilweise sogar zum eigenen Aktivwerden aufrief. Später wurde der komplette Film noch von Elon Musk persönlich auf X für 48 Stunden kostenlos zur Verfügung gestellt, was die mediale Reichweite natürlich nur noch vergrößerte.
Die Kinoauswertung durch die FSK für Citizen Vigilante erfolgte im Juli dann regulär, sodass der Film ab 18 in den Lichtspielhäusern gezeigt wurde. Die Heimkinofreigabe ist allerdings immer noch nicht vergeben, sodass man vermutlich eine andere Fassung einreichen muss, um die Anforderungen des Jugendschutzes zu erfüllen oder auf ausländische Vertriebswege, wie den österreichischen Markt, setzt.
Sicher ist wohl, dass ein Citizen Vigilante 2 mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder für Diskussionen sorgen wird.
