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MJ-Spieletipp

Der MJ-Spieletipp: Wild, Wilder, Monster Hunter!

Der MJ-Spieletipp: Wild, Wilder, Monster Hunter!
2 Kommentare - Fr, 28.02.2025 von Moviejones
Wir präsentieren euch den MJ-Spieletipp und haben uns für euch in die gefährliche Wildnis getraut und "Monster Hunter Wilds" zum Spiel der Woche gekührt.
Der MJ-Spieletipp: Wild, Wilder, Monster Hunter!

Monster Hunter Wilds (PC, PS, Xbox)

Willkommen Jäger, es ist wieder so weit! Die Jagd ist eröffnet! Nachdem Monster Hunter Worlds 2018 die Marke mit dem Sprung auf den PC und seiner verbesserten Zugänglichkeit zu ganz neuen Erfolgen verholfen hatte, war das für die Switch und später auch andere Konsolen und PC portierte Monster Hunter Rise eher ein Schritt zurück gewesen. Statt groß und episch war hier alles eher auf den kurzen Spaß für zwischendurch ausgelegt. Doch mit dem neuen Monster Hunter Wilds versucht man den 2018 eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Zum ersten Mal erwartet euch eine echte Open World, vorbei die Zeiten mit einem Hub und unterschiedlichen Arealen. Wer möchte, kann die ganze Wilds-Welt nun direkt am Stück erkunden. Im neuen Teil geht es dafür mit eurem Flugschiff in den Westen, dort treibt der "weiße Geist" sich herum und sorgt für Unruhe. Zusammen mit anderen Jägern ist es eure Aufgabe hinter das Geheimnis der Flora, Fauna und bösen Monster zu kommen, die in den neuen Arealen ihr Unwesen treiben.

Die Story ist wenig überraschend, nur Mittel zum Zweck und wer weiß, was er tut und nicht lange fackelt, ist auch spätestens nach 10h im Endgame von Monster Hunter Wilds angekommen. Dann hat man aber auch nur seinen Zeh kurz ins Wasser getaucht, wer schwimmen will, ist ohne Probleme 50-100h und mehr beschäftigt. Zwar versprach Capcom einen deutlich größeren Storyfokus, aber davon ist relativ wenig zu spüren. Die Geschichte bleibt eher simpel und zweckdienlich. Wir fanden sogar die Ausgestaltung in Worlds etwas besser gelungen. Gerade für Neueinsteiger wäre es schön gewesen, wenn Capcom den Jagden und der Welt etwas mehr Bedeutung beigemessen hätte durch eine entsprechende Handlung. Doch Mittel zum Zweck bedeutet nicht zwangsläufig schlecht und im Mittelpunkt steht letztlich ihr im Kampf mit großen Monstern. Hier punktet Monster Hunter Wilds vor allem, denn kein Teil der Reihe war bisher so schön anzusehen. Erneut erwartet euch eine breite Palette an abgedrehten Monstern, die aus sehr vielen neuen und alten Bekannten besteht. Für die Zeit nach dem Release könnt ihr euch schon jetzt auf Neuzugänge freuen und irgendwann wird es sicherlich auch die obligatorische Erweiterung mit noch mehr Kloppvieh geben.

Monster Hunter Wilds bringt eine Reihe Veränderungen mit sich. Durch die offene Welt gestalten sich die Jagden dynamischer, da ihr nicht mehr zum Hub zurückmüsst, um eine neue Jagd zu starten. Hinzu kommen die veränderbaren Regionen. Jedes Gebiet in Monster Hunter Wilds hat drei Wetterarten, die sich sowohl optisch als auch spielerisch unterscheiden können und auch andere Monster bieten. Damit ihr schnell zu den gewünschten Orten kommt, gibt es entweder die Schnellreise, oder ihr rast auf euren Saikrii durch die Gegend. Diese Reitvögel sind flink und ersetzen die aus Monster Hunter Rise bekannten Palamutes. Die Saikrii greifen zwar nicht in die Kämpfe ein, bieten dafür aber die Möglichkeit unterwegs zwischen euren zwei Waffensets zu wechseln, damit ihr euch an neue Situationen anpassen könnt. Ebenfalls hilft euch eine Klaue dabei, schnell unterwegs Materialien zu sammeln, ohne ständig hinlaufen zu müssen. Zwar gibt es keine neuen Waffenarten, dafür haben alle 14 Waffen neue Movesets bekommen und spielen sich dadurch teilweise anders.

Doch am Kernspiel ändert sich nichts. Euer Ziel ist es der tollste Monsterjäger überhaupt zu werden und da ihr auch in Monster Hunter Wilds keine XP sammelt und somit nur durch Waffen und Ausrüstung stärker werden könnt, gilt es viel Material zu farmen und Monster zu erlegen, um neue Rüstungen und Waffen zu bauen, die euch immer mehr in die Lage zu versetzen, auch die gefährlichsten Monster zu jagen. Und da jedes Rüstungsset mehrere Teile besitzt, jede Waffenart zig verschiedene Ausprägungen hat, werdet ihr sehr lange unterwegs sein, um euer Wunschset fertigzustellen.

Enttäuscht hat uns Monster Hunter Wilds vor allem in den Bereichen echten spielerischen Neuerungen, Multiplayerkomfort und Performance. Ein oder zwei neue Waffengattungen wären schön gewesen und auch dieses Mal schafft es Capcom nicht einen zugänglichen Multiplayer zu basteln, wenn man einfach nur mit 1-2 Freunden auf die Jagd gehen will. Es gelingt und man findet sich rein, aber es fühlt sich immer etwas sperrig an. Auch die Performance auf dem PC bleibt wieder ein Kritikpunkt. Zwar ist es nicht so schlimm wie zum Release von Dragons Dogma 2 letztes Jahr, aber die RE Engine scheint nicht für diese großen Welten geeignet zu sein, auch wenn die Ergebnisse oft wunderschön aussehen. Wer aber nicht zwangsläufig die höchsten Grafikeinstellungen haben möchte, wird mit mittleren Einstellungen dennoch ein tolles Bild und flüssiges Gameplay bekommen. Ebenfalls unschön ist die DLC Politik zum Release. Zwar handelt es sich vor allem um kosmetische Items, aber so mancher Änderungsgutschein für eure Figuren gehört eigentlich in ein Spiel und nicht hinter eine Paywall.

Doch sieht man einmal von den Punkten ab, dann ist Monster Hunter Wilds das mit Abstand schönste Monster Hunter aller Zeiten geworden und vor allem der gleichzeitige Release auf allen Plattformen ist die richtige Entscheidung. Es versucht sowohl Fans der Reihe als auch neue Spieler zu erreichen und das wird sicherlich gelingen. Es ist ein Spiel, was uns von nun an einige Jahre begleiten wird und wir sind überaus gespannt, was Capcom für die Zeit nach dem Release so plant. Bis zu den über 90 großen Monstern aus dem Vorgänger ist es ein weiter wilder Weg.

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2 Kommentare
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DeKay1980 : : Moviejones-Fan
02.03.2025 13:43 Uhr
0
Dabei seit: 12.06.15 | Posts: 428 | Reviews: 0 | Hüte: 14

Endlich!

Bin schon wieder voll drin und jage mich bereits durch den Hochrang.

Da zieht die Schwierigkeit zwar etwas an, bleibt aber noch hinter World. Da kam der Meisterrang ja auch erst mit Iceborne dazu. Bis dahin heißt es weiter jagen, Waffen und Rüstungssets optimieren und wappnen für das was kommt. Und es wird kommen.

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Tim : : King of Pandora
28.02.2025 12:59 Uhr
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Dabei seit: 06.10.08 | Posts: 3.148 | Reviews: 192 | Hüte: 89

Hab Monster Hunter seit PS2-Tagen und Teil 1 verfolgt, kam nie an diese Reihe ran, bis Monster Hunter World erschien. Das hat mich vollständig abgeholt, auch wenn ich Iceborne immer im ersten Drittel versagt hab. Aber das Spiel hat mich begeistert. Rise war dafür einen totale Enttäuschung, fühlte sich wie ein Rückschritt an. Hoffe das Wilds nun eine ähnliche Entwicklung wie Worlds durchmacht und noch viele schöne Monster bekommt. 29 sind Stand jetzt natürlich nicht doll, vergleicht man das mit den 90 aus Worlds/Iceborne.

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