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Angst essen Seele auf (1974)

Ein Film von Rainer Werner Fassbinder mit Brigitte Mira und El Hedi ben Salem

Kinostart: 05. März 197493 Min.FSK12Drama, Romantik
Meine Wertung
Ø MJ-User
Mein Filmtagebuch
Angst essen Seele auf Bewertung

Angst essen Seele auf Inhalt

Zur Außenseiterkaste der Gastarbeiter zählt Ali, ein junger Marokkaner. Die ältere Emmi und Ali begegnen einander in einer Ausländerkneipe, wagen einen linkischen Tango und gehen zu Emmi nach Hause. Dann heiraten sie. Und das Gerede ist groß…

Cast & Crew

Wer ist der Regisseur von Angst essen Seele auf und wer spielt mit?

OV-Titel
Ali - Fear Eats the Soul
Format
2D
Der Film erhielt die FSK-Freigabe "Freigegeben ab zwölf Jahren".
Zur Filmreihe Dem Himmel so fern gehören ebenfalls Was der Himmel erlaubt (1955) und Dem Himmel so fern (2002).
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2 Kommentare
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
27.05.2021 22:52 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 14.233 | Reviews: 156 | Hüte: 506

Kameraeinstellungen und Szenenbilder der emotionalen und sozialen Einsamkeit.

Meine Bewertung
Bewertung

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
07.05.2021 22:31 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 1.968 | Reviews: 35 | Hüte: 176

Die BRD 1974: Rainer Werner Fassbinder zieht aus, die Deutschen vom Rassismus zu befreien.

Ich bin (noch) kein Spezialist für die neue deutsche Welle, die Antwort auf die Nouvelle Vague, aber dieser Film zählt nicht umsonst zu den Highlights. Fassbinder bastelt sich eine absichtlich konstruierte, oder besser konfrontative, Beziehung zwischen einer älteren deutschen Putzfrau und einem deutlich jüngeren marokkanischen Gastarbeiter, um mal so richtig Vorurteile und gesellschaftliche Scheinheiligkeiten bloß zu stellen. Die Szenen sind oft so direkt, böse und ins unangenehme gestreckt, dass man dem Film einen gewissen sarkastischen Humor nicht absprechen kann. Einziger Vorwurf, subtil ist das ganze nicht, hier bewegt sich Fassbinder eher in der Gesellschaft mit von Trier und Konsorten. Schauspielerisch auf absoluter Höhe und auch gekonnt inszeniert. So benutzt Fassbinder regelmäßig Perspektiven, welche eine beobachtende Perspektive (die Gesellschaft) einnimmt, oder die Charaktere komplett einengt. Angenehmerweise endet das ganze nicht auf einer einseitigen Note, sondern nimmt die Komplexität einer Beziehung am Ende komplett in den Fokus.

Amüsant und positiv sind noch diverse Kommentare von Fassbinder zu verbuchen, zum Beispiel der offene Rassismus der Kinder, die selber halb polnisch sind und sogar Kinder eines Zwangarbeiters. Am Ende wird dann doch alles auf die Hautfarbe reduziert und ungern reflektiert. Aber genau für Leute, die gerne reflektieren, ist dieser Film Gold, wenn auch manchmal echt unangenehm.

Im Rahmen der 70er Retrospektive werde ich mich dann wohl auch mal an Welt am Draht und Die Ehe der Maria Braun machen. Neben anderen...

Meine Bewertung
Bewertung

“Ich bin der große Verräter. Es darf keinen größeren geben!“

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