"Han Solo" ist nicht allein: Mitten im Dreh gefeuerte Regisseure

Und raus bist du!

"Han Solo" ist nicht allein: Mitten im Dreh gefeuerte Regisseure

0 Kommentare - Sa, 01.07.2017 von R. Lukas - Ron Howard soll "Han Solo" retten, und das drei Wochen vor regulärem Drehende. Aber auch anderswo flogen Regisseure schon während der Produktion.

"Han Solo" ist nicht allein: Mitten im Dreh gefeuerte Regisseure
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Gefeuert zu werden, ist immer doof. Das können wir hier mal festhalten, und es gilt auch und ganz besonders für Filmregisseure, die all ihr Herzblut und ihre Zeit in ein Projekt gesteckt haben, nur um dann ihren Hut nehmen zu müssen  - danke und tschüss! Meistens passiert so was noch vorm Produktionsstart. Richtig bitter ist es dagegen, wenn die Dreharbeiten schon laufen. Kommt sehr viel seltener vor, aber es kommt vor.

Gerade erst traf es Phil Lord und Christopher Miller, die beim Han Solo-Film durch Ron Howard ersetzt wurden, nachdem sie kurz vor Drehschluss gehen mussten. Schwacher Trost: Sie sind nicht die ersten, denen es so ergangen ist, und werden sicher nicht die letzten sein. Wenn ein Studio das Vertrauen in den Regisseur verliert und die Reißleine zieht, muss eben jemand anders her, um den Film ins Ziel zu bringen. Und wenn es auf den letzten Drücker ist. Wir stellen euch weitere Fälle dieser Art vor - Regisseure, die während des Drehs rausgeworfen wurden!

Das zauberhafte Land

Kaum zu glauben, dass ein Filmklassiker wie Das zauberhafte Land ein derart turbulente Produktion hinter sich hat. Norman Taurog, Regisseur Nr. 1, musste früh für Richard Thorpe (Nr. 2) weichen. Der flog nur zwei Wochen später, da Produzent Mervyn LeRoy mit seiner Arbeit unzufrieden war. George Cukor (Nr. 3) rückte nach und wurde ebenfalls nach wenigen Wochen durch Victor Fleming (Nr. 4) abgelöst, der den Großteil des Films drehte, ehe er Cukor auch bei Vom Winde verweht (gleich mehr dazu) ablöste. King Vidor (Nr. 5) und LeRoy selbst (Nr. 6) brachten es schließlich zu Ende. Puh!

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Vom Winde verweht

Das zauberhafte Land führt uns direkt zu Vom Winde verweht, einem anderen Klassiker mit holpriger Entstehungsgeschichte. George Cukor, der dafür Oz verließ, hatte den Film zwei Jahre lang vorbereitet, wurde aber nach gerade mal drei Drehwochen vor die Tür gesetzt. Auslöser soll ein Machtkampf mit Produzent David O. Selznick gewesen sein, und auch Hauptdarsteller Clark Gable hatte was gegen ihn. Victor Fleming nahm Cukors Platz ein und führte fortan Regie. Allerdings war er nicht der letzte Regisseur: Wegen Erschöpfung musste Fleming kurzzeitig pausieren, solange sprang Sam Wood ein.

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Spartacus

Man vergisst leicht, dass Spartacus tatsächlich ein Stanley Kubrick-Film ist, bringt man Kubrick doch eher mit anderen Meisterwerken in Verbindung. War es auch nicht immer: Ursprünglich saß Anthony Mann auf dem Regiestuhl, den Hauptdarsteller Kirk Douglas aber nicht wollte. Douglas glaubte nicht, dass er der richtige Mann für den Job ist, und schrieb in seiner Autobiografie, Mann habe sich vom Cast (mit Stars wie Tony Curtis oder Laurence Olivier gespickt) und der Größe des Projekts einschüchtern lassen. Nach nur einer Woche im Dreh kam das Aus, und Kubrick nahm die Zügel in die Hand.

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Fear and Loathing in Las Vegas

Terry Gilliam kam bei Fear and Loathing in Las Vegas erst relativ spät zum Zuge, vorher war Alex Cox, der auch das Drehbuch geschrieben hatte, der zuständige Regisseur. Dessen Rauswurf hatte mehrere Gründe: Er verstand sich weder mit Hauptdarsteller Johnny Depp noch mit Hunter S. Thompson, dem Autor der Romanvorlage. Beide hielten nicht viel von seinem Skript, am allerwenigsten von der Idee, Zeichentrickszenen einzubauen. Thompson war deswegen regelrecht beleidigt. Also Cox raus, Gilliam rein und her mit einem ganz neuen Drehbuch - inklusive Zeichentrickszenen.

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Superman 2 - Allein gegen alle

Superman 2 - Allein gegen alle wurde gleichzeitig mit Superman gedreht, bei beiden Filmen hieß der Regisseur Richard Donner. Doch das blieb nicht so. Als etwa drei Viertel des Sequels im Kasten waren, war Feierabend für Donner, dem die Produzenten die Schuld am überzogenen Budget und Zeitplan gaben. Zudem wollte man mit dem Sequel eine komödiantischere Richtung einschlagen, als er es tat. Die Produktion wurde gestoppt und erst fortgesetzt, als sich Superman als Hit erwies, dann unter Regie von Richard Lester. Bei Cast und Crew hielt sich die Begeisterung über den Wechsel in Grenzen.

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