Der zweifache Oscar-Gewinner Tom Hanks übernimmt die Rolle von Abraham Lincoln in Lincoln in the Bardo, einer neuen Filmadaption des gleichnamigen Romans von George Saunders. Die Produktion vereint Live-Action-Szenen mit Stop-Motion-Animation und möchte einen der intimsten Momente im Leben des ehemaligen Präsidenten filmisch erkunden.
Lincoln in the Bardo – Ein neuer Blick auf eine historische Figur
Im Gegensatz zu klassischen Lincoln-Biopics, die oft den amerikanischen Bürgerkrieg oder seine politische Karriere in den Mittelpunkt stellen, konzentriert sich Lincoln in the Bardo auf Lincolns emotionalen Umgang mit dem Tod seines elfjährigen Sohnes Willie. Die Geschichte entfaltet sich in einem Zwischenreich, dem "Bardo". Es ist inspiriert vom Konzept aus buddhistischer Tradition, in dem historische und erfundene Figuren miteinander interagieren, während sie Lincolns innere Reise durch Trauer, Liebe und Empathie beleuchten.
Die Romanvorlage gewann 2017 den renommierten Booker Prize und wurde zum internationalen Bestseller.
Cast und Produktionsteam hinter Lincoln in the Bardo
Die Regie führt Duke Johnson, der gemeinsam mit Charlie Kaufman für den Stop-Motion-Film Anomalisa bekannt wurde. Johnson bringt seine Erfahrung mit animierten und surrealen Erzählformen in das Projekt ein und steuert gemeinsam mit Autor George Saunders selbst das Drehbuch bei.
Die Produktion liegt bei Starburns Industries, einem Studio, das für experimentellere Animationsformate bekannt ist. Tom Hanks produziert über seine Firma Playtone gemeinsam mit seinem langjährigen Partner Gary Goetzman; weitere Produzenten sind Paul Young und Devon Young Rabinowitz, während Saunders, Steven Shareshian und Aaron Mitchell als Executive Producer fungieren.
Neben Tom Hanks in der zentralen Rolle als Lincoln wird erwartet, dass ein Ensemble aus historischen und fiktiven Figuren den narrativen "Chor" bildet, der Lincolns Gefühlslage und Perspektiven spiegelt. Konkrete Besetzungen weiterer Rollen sind bisher noch nicht vollständig bekanntgegeben worden. Es finden sich aber folgende Namen: Alanah Bloor, Anna Delphi Evans, Mary Birdsong, Jordan Luke Gage und Zachary Timmis.
Thematisch steht der persönliche Verlust, die Reflexion über Leben und Tod und das menschliche Vermögen zu Liebe und Mitgefühl im Zentrum der Adaption. Damit hat der Film einen Ansatz, der weit über klassische historische Narrative hinausgeht.
Die Produktion des Films findet aktuell in London statt, wo sowohl die Live-Action-Sequenzen als auch der Mix mit Stop-Motion-Animation realisiert werden sollen. Ein offizieller Starttermin für den Kinostart steht derzeit noch nicht fest.
