
Bewertung: 3 / 5
Sind wir mal ehrlich, wer hier Oscarmaterial erwartet, ist völlig fehl am Platz und diesen Anspruch will Cold Storage auch zu keinem Zeitpunkt aufkommen lassen. Es ist ein Film für Genrefans, die 100 launige Minuten mit ein wenig Splatter und einer starken humoristischen Präsenz wünschen. Alle Elemente dieses Films schreien nach Mittelmaß und doch ist genau das seine große Stärke. Er ist mehr als die Summe seiner Teile und so kann man Cold Storage wunderbar entspannt im Kino wegschauen und sich dabei gut amüsieren.
Cold Storage Kritik
Einst ein militärischer Atombunker, jetzt eine fröhliche Self-Service-Lagerstätte für all jene, die nicht wissen, wohin mit ihrem Plunder. Teacake (Joe Keery) und Naomi (Georgina Campbell) sollen als Mitarbeiter des Lagers eigentlich nur Mietern den Zutritt ermöglichen, doch die aktuelle Schicht wird zum Alptraum, denn die Vergangenheit holt die Einrichtung ein. Ein tödlicher Pilz schlummert in den Tiefen der Anlage und droht Mensch & Tier ins Chaos zu stürzen. Zum Glück weiß der ehemalige Spezialagent Robert Quinn (Liam Neeson), wie man die Sache angehen muss und so hat das ungleiche Trio die Aufgabe, die Welt vorm Killerpilz zu retten.
Trailer zu Cold Storage
Cold Storage ist ganz klar einer der Filme, die eine spitze Zielgruppe haben. Als Horrorkomödie gibt es eigentlich kein Segment, in dem der Film übermäßig brilliert. Die Handlung ist funktional, die schauspielerischen Leistungen ausreichend, die Trickeffekte solide und die Logik muss an manchen Stellen einfach ignoriert werden. Aber auch wenn hier nirgendwo Glanzleistungen zu erwarten sind, so ist der Film in allem, was er versucht umzusetzen, gesundes Mittelmaß. In Kombination seiner Elemente ist er mehr als die Summe seiner Teile, denn primär will Cold Storage mit einer spaßigen Handlung und liebenswerten Figuren den Zuschauer 100 Minuten gut unterhalten. Und genau das erreicht er bei einem speziellen Publikum.
Natürlich ist die Story an den Haaren herbeigezogen und es ist unlogisch, dass das Militär einen so gefährlichen Pilz einfach dort lässt, aber ohne diese Logikprobleme, hätten wir auch keinen Film und der versucht zwar mit ein paar gruseligen Szenen Ekel zu erzeugen, doch haben wir es hier dann am Ende doch mit einer Komödie zu tun. Echte Bedrohung will man gar nicht aufkommen lassen, dafür wird viel zu oft die Humorkeule hervorgeholt und das auf eine Weise, dass man die "Guten" einfach nur gern haben kann und die "Bösen" auf jeden Fall das bekommen, was sie verdienen.
Was bleibt über einen Film zu sagen, der zwar weitgehend generisch ist, aber dennoch charmant? Vielleicht kann man Cold Storage ankreiden, dass aus der Idee noch viel mehr hätte gemacht werden können und das vor allem die CGI-Tiere wirklich schlecht umgesetzt wurden. Der Rest erzeugt dann doch überwiegend gute Vibes, vor allem mit einem sympathischen Joe Keery und auch gut gelaunten Liam Neeson.


