
Rotes Licht, grünes Licht? Das ist in dieser News nicht etwa auf die Netflix-Hitserie Squid Game bezogen, sondern auf einen gecancelten Star Wars-Film, dessen Entwicklung von Kylo-Ren-Mime Adam Driver enthüllte wurde und vergangenes Jahr unter der Fangemeinde großen Wellen schlug. The Hunt for Ben Solo hätte dieser geheißen und mit Oscarpreisträger Steven Soderbergh (Traffic - Macht des Kartells) als beteiligten Regisseur eine interessante Personalie vorweisen können. In einem neuen Interview mit BKMag ging der Filmemacher auf seine Reaktion und die von Ex-Lucasfilm-Präsidentin Kathleen Kennedy ein, nachdem er erfahren hatte, dass man das Projekt einstampfte.
So sei der 63-Jährige damals davon ausgegangen, für die nächsten zwei Jahre an einem Star-Wars-Film zu werkeln, da ebenfalls Lucasfilm zugesagt hatte. Zuvor habe er mit Driver bereits zweieinhalb Jahre lose an dem Film gearbeitet, bis Disney doch zum Entschluss gekommen sei, die Entwicklung nicht weiter voranzutreiben. Dementsprechend habe man auch intern auf diese plötzliche Entscheidung reagiert: „Wir waren alle frustriert. […] Der angegebene Grund war „Wir glauben nicht, dass Ben Solo noch am Leben sein könnte.“. Und das war alles, was man uns sagte. Und da lässt sich nichts machen, weißt du, außer darüber hinwegzukommen.“ Natürlich habe auch Kennedy das Canceling von The Hunt for Ben Solo ähnlich aufgenommen, meinte Soderbergh.
Driver und er sollen sich dazu abgesprochen haben, wie man das Thema an die Öffentlichkeit tragen will: „Schau, sprich oder kommentiere nicht das Warum. Sag einfach, was passiert ist, weil wir nicht mehr wissen, als das.“ Den sonst eher polarisierten Fans reichte dieses Statement seitens Adam Driver anscheinend aus, um im Oktober 2025 mit groß angelegten Protesten für den Film zu kämpfen. Neben Aktionen auf dem New Yorker Times Square organisierte man sogar ein Flugzeug mit einem Banner, auf dem der Hashtag SAVE #THEHUNTFORBENSOLO zu lesen war.
Fraglich bleibt, ob der genannte Grund tatsächlich der richtige oder der einzige war, um das recht vorangeschrittene Projekt doch wieder den Stecker zu ziehen. Vermutlich werden wir weder den Film noch die Antwort auf diese Frage je zu Gesicht bekommen, beziehungsweise erfahren.
Steven Soderbergh On Giving Disney Nearly Three Years Of "Free Work" For Unmade 'Star Wars' Sequel: "We Were All Frustrated" https://t.co/QIfHFd5egv
— Deadline (@DEADLINE) February 18, 2026
