In Hollywood kann ein einziger Satz lange nachhallen - vor allem, wenn er von Quentin Tarantino stammt. Der Regisseur gilt als einer der einflussreichsten Filmemacher seiner Generation, aber auch als jemand, der seine Meinung unverblümt äußert. Genau das bekam kürzlich Matthew Lillard (Scream, Scooby-Doo, Five Nights at Freddy’s) zu spüren.
Matthew Lillard says Quentin Tarantino dissing him "sucked" and felt like he got "punched in the mouth" because he would "love" to be in a Tarantino movie: “I think he’s a lovely filmmaker... [it] just was kind of a bummer."
— Variety (@Variety) February 23, 2026
“It felt like I had died and was in heaven watching… pic.twitter.com/tcbR4j7tCA
In einem Podcast-Gespräch mit Bret Easton Ellis stellte Tarantino kürzlich seine 20 Lieblingsfilme des 21. Jahrhunderts vor. Dabei lobte er Paul Thomas Andersons There Will Be Blood, übte jedoch scharfe Kritik an einzelnen Darstellern. Paul Dano nannte er „mickrig“ und den „schwächsten verdammten Schauspieler in der SAG“. Auch Owen Wilson und Matthew Lillard erwähnte er in einem negativen Zusammenhang - um ihre Arbeit kümmere er sich nicht besonders.
Für Lillard kam diese Einschätzung unerwartet. Im Interview mit People reagiert der Schauspieler nun offen auf die Aussagen. „Es war ziemlich beschissen.“, sagt er ehrlich. Tarantino sei für ihn ein außergewöhnlicher Künstler, mit dem er jederzeit gerne arbeiten würde. Gerade deshalb habe ihn das Urteil besonders getroffen. Es habe sich angefühlt wie „ein Schlag ins Gesicht“.
Doch was darauf folgte, überraschte ihn. Zahlreiche Kollegen stellten sich öffentlich hinter ihn. George Clooney verteidigte Lillard, Dano und Wilson und erklärte, es wäre ihm eine Ehre, mit ihnen zu arbeiten. Auch Regisseur Mike Flanagan sowie viele Fans signalisierten Unterstützung.
„Ich habe gesehen, wie viele Menschen sich gemeldet haben, um zu sagen: ‚Hey, du bist toll, mach weiter so‘“, berichtet Lillard. Die Solidarität habe ihm vor Augen geführt, wie sehr seine Arbeit geschätzt werde, unabhängig von der Meinung eines einzelnen Regisseurs.
Tarantinos direkte Art ist seit jeher Teil seines öffentlichen Auftretens. Doch der Vorfall zeigt, wie stark Worte in einer Branche wirken können, in der Anerkennung und Wahrnehmung entscheidend sind.
Für Lillard bleibt die Episode zwar „eine Enttäuschung“, zugleich aber auch eine Erfahrung, die ihm Rückhalt und Bestätigung brachte. Vielleicht sagt das am Ende mehr über die Branche aus als so manche Podcast-Aussage.
