
Mehr als ein Vierteljahrhundert nach dem Start von Jackass kündigt sich das Ende einer der radikalsten Spaßmarken der Popkultur an.
Johnny Knoxville, Mitbegründer und prägendes Gesicht der Reihe, hat im Interview mit dem Rolling Stone bestätigt, dass der kürzlich angekündigte fünfte Kinofilm, der im Sommer startet, den endgültigen Schlusspunkt setzen soll.
„Das wird der letzte Film. Das ist der natürliche Punkt, um aufzuhören“, erklärte Knoxville. Und ganz im Sinne der eigenen Tradition fügte er mit trockenem Humor hinzu: „Also wird er absolut furchtbar werden.“ Als die Interviewerin ihm viel Erfolg wünschte, konterte er augenzwinkernd, man solle vielmehr hoffen, dass es überhaupt nicht gut laufe - es müsse ein „verdammtes Zugunglück“ werden. Genau so habe man es geplant.
Johnny Knoxville Says ’Jackass 5’ "Will Be The Last One": "The Natural Place To End" https://t.co/ghecFbgMpc
— Deadline (@DEADLINE) February 25, 2026
Anfang Januar hatte Knoxville das Projekt selbst via Social Media angekündigt. In seinem Post schrieb er sinngemäß: „Wir starten mit einem Knall ins neue Jahr. Diesen Sommer ist Jackass zurück! Wir sehen uns am 26. Juni im Kino. Mehr Infos folgen, aber ihr solltet es zuerst von uns hören.“ Konkrete Details zu Stunts, Mitwirkenden oder Aufbau des Films blieben zwar aus, doch die Reaktionen der Fans ließen nicht lange auf sich warten.
Was im Jahr 2000 als anarchische MTV-Serie begann, entwickelte sich rasch zu einer langlebigen Marke. Gemeinsam mit Jeff Tremaine und Spike Jonze formte Knoxville ein Format, das Schmerz, Kontrollverlust und kalkuliertes Scheitern zum Prinzip erhob. Auf drei Staffeln folgten mehrere Kinofilme - von Jackass - The Movie über Jackass - Nummer Zwei und Jackass 3D bis zuletzt Jackass Forever. Das Konzept blieb unverändert: Eine eingeschworene Gruppe stellt sich extremen körperlichen Herausforderungen, bewegt sich zwischen Slapstick, Mutprobe und bewusster Selbstgefährdung.
Die körperlichen Konsequenzen waren real. Knochenbrüche, Gehirnerschütterungen und zahlreiche Blessuren begleiteten die Reihe über Jahrzehnte. Dass nun mit dem fünften Film Schluss sein soll, wirkt angesichts des Alters der Beteiligten folgerichtig - Knoxville ist inzwischen Mitte fünfzig!
Dennoch verspricht er kein nostalgisches Auslaufen, sondern ein Finale, das den Markenkern noch einmal zuspitzt: Chaos, Selbstironie und die Lust am kontrollierten Desaster. Wenn Jackass geht, dann nicht leise, sondern mit einem letzten, bewusst inszenierten Kontrollverlust.
Was meint ihr: Ist jetzt der richtige Zeitpunkt für das Ende - oder hätte die Reihe gern noch eine weitere Runde drehen dürfen?
