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Toy Story 3

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Intelligenter Kinderspaß

Toy Story 3 Kritik

Toy Story 3 Kritik
0 Kommentare - 04.08.2010 von Moviejones
Wir haben uns "Toy Story 3" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.

Bewertung: 4.5 / 5

Am 29. Juli startete Toy Story in die dritte Runde und ein wenig wundern wir uns ja schon, dass diese plastischen Spielzeuge ein ums andere Mal Rekorde knacken. 1995 erschien der erste Teil Toy Story als erster vollständig computeranimierter Film überhaupt und rief große Aaahs und Oooohs hervor. Toy Story 2 knüpfte vier Jahre später an die erfolgreichen Zeiten an und nun holt Pixar nach vielen tollen anderen Filmen 11 Jahre später Woody, Buzz und all die anderen drolligen Gestalten wieder hervor. Ob ihnen ein Triple gelingt?

Zum Filminhalt: Andy, der Junge dem die ganzen Spielzeuge gehören, ist inzwischen ein 17-jähriger Teenie, der sich anschickt, aufs College zu gehen. Die Mutter hat natürlich wie alle Eltern Angst vorm Abschied, setzt ihm aber eine Frist, sein altes Kinderzimmer auszuräumen und unliebsame Sachen entweder auf den Dachboden zu bringen - oder wegzuwerfen. Als Andy seine alten treuen Gesellen Woody, Buzz Lightyear, Jessie, Herr und Frau Kartoffelkopf und die anderen sieht, entscheidet er sich, alle bis auf Woody auf den Dachboden zu bringen. Woody möchte er gern mit aufs College nehmen. Die Spielzeuge haben Angst vorm Abschied, meinen aber, der Dachboden mit dem verstaubten Fernseher hat auch seinen Reiz. Doch durch einen dummen Zufall kommt alles ganz anders und Andys Mutter bringt alle Toys in den "Sunnyside Kindergarten". Dort werden sie von den anderen Spielzeugen, allen voran dem rosafarbenen Plüschbären Lotso, wärmstens empfangen. Doch schnell finden unsere Neuankömmlinge heraus, dass offenkundige Freundlichkeit oft nur aus purem Eigennutz geschieht und der Sunnyside Kindergarten seinem Namen leider nicht alle Ehre macht...

Trailer zu Toy Story 3

Natürlich gibt es vor Toy Story 3 auch den üblichen Vorfilm. Dieser hier heißt Day & Night und toppt vielleicht nicht so manchen seiner Vorgänger, aber die Grundidee ist wieder klasse. Nun aber zum Haupfilm. Faszinierend ist, wie es Pixar immer wieder schafft, "toten" Figuren Leben und Emotionalität einzuhauchen. Wir erinnern uns an Oben, als der alte Mann in einer kurzen Rückblende sein Leben Revue passieren lässt und man in den paar Minuten für sich selbst erkennt, dass viele Träume oft nicht umsetzbar sind und fast wehmütig wird. Diese Minuten gingen näher als viele Filme mit echten Darstellern und hier muss man einfach vor Pixar den Hut ziehen. Und so ist es auch mit Toy Story 3: Man kann die Trauer der Spielzeuge, ihren geliebten Andy für immer zu verlieren, nachvollziehen und fühlt sich auch selbst an die Zeit erinnert als es hieß Dachboden oder Müll?. Insofern sind diese "banalen Trickfilme" oft realitätsnaher und kritischer als viele Realfilme.

Daneben gibt es natürlich auch für Kinder viele Stellen, an denen sie lachen werden, aber wir kamen nicht umhin uns zu fragen, ob die Einordnung "Freigegeben ohne Altersbeschränkung" wirklich so passend ist. Es gibt Stellen in Toy Story 3, die insbesondere für Kinder emotional recht belastend sein könnten - aber wahrscheinlich werden es die lieben Kleinen gar nicht so empfinden. Schließlich hieß es früher auch immer bei besorgten Eltern, dass Kinder die Seiten "Liebe, Sex und Zärtlichkeit" in der BRAVO überlesen, wenn sie es als uninteressant erachten. Natürlich ist Toy Story 3 ein großer Spaß und kein Horrorfilm, aber speziell so manche Abschiedsszene (wir wollen niemanden spoilern) hat es in sich. Daneben ist es faszinierend festzustellen, wie Pixar süß dreinblickenden Plüschis eine Autorität verpassen kann, dass man in mancher Szene regelrecht Schiss bekommt (wir sagen nur Lotso und das Heulbaby...). Großartig gemacht, da kann sich so mancher Regisseur eine Scheibe abschneiden und an dieser Stelle ein Lob an Lee Unkrich.

Eigentlich gibt es auch keine nennenswerten negativen Punkte an Toy Story 3. Der Film ist emotional, spannend, flott erzählt und ohne große Längen. Die neuen Spielzeuge - unter anderem ein Igel mit bayerischem Dialekt und die Love Story zwischen Ken und Barbie - sind sehr erheiternd und sowohl Groß als auch Klein werden im Kino ihren Spaß haben. Der Film erinnert einen an die eigene Kindheit und es ist schön, sich an seine eigenen Plüschkumpels zu erinnern (mein lieber Rex *schnüff* ...sorry, wir driften ab).

Unser Fazit: Wir geben Toy Story 3 9 von 10 Punkten und wer sich jetzt fragt, warum bei dieser Kritik keine volle Punktzahl fällt: Es gibt tolle Filme (Toy Story 3) und es gibt Filme, die wie für einen gemacht sind und bei denen man aus dem Kino geht und paralysiert ist (10-Punkte Filme). Und wenn man das so betrachtet, ist Pixar ein toller Wurf gelungen.

Toy Story 3 Bewertung
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