Das beste Filmjahr aller Zeiten?

TiiN | 03.05.2020
Ich habe in der Diskussion zu Fight Club gesehen, dass MB80, luhp92 und MobyDick sich ausgetauscht haben, dass 1999 eines der besten Filmjahre war. Das zum Anlass möchte ich nutzen um eine Diskussion und zeitgleich einen Sammelthread zu starten. Wir wollen hier außerordentlich gute Filmjahre herauskristallisieren. In der Folge könnte man anschließend mit den gesammelten Erge... weiterlesen

Ich habe in der Diskussion zu Fight Club gesehen, dass MB80, luhp92 und MobyDick sich ausgetauscht haben, dass 1999 eines der besten Filmjahre war.

Das zum Anlass möchte ich nutzen um eine Diskussion und zeitgleich einen Sammelthread zu starten. Wir wollen hier außerordentlich gute Filmjahre herauskristallisieren. In der Folge könnte man anschließend mit den gesammelten Ergebnissen eine Wahl erstellen. :)

Als ersten Schritt sollte man aber nur erstmal das Filmjahr und die großartigen Filme nennen. Ergänzungen sind natürlich immer möglich. So dass wir dann irgenwann am Ende eine Auflistung haben wie:

<Filmjahr>

  • Film 1
  • Film 2
  • .
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46 Kommentare
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PaulLeger : : Moviejones-Fan
30.05.2020 23:20 Uhr
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Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 411 | Reviews: 3 | Hüte: 53

@ luhp92

Zunächst mal sorry für die späte Antwort, aber ich hatte in den letzten Tagen nicht die Zeit für einen ausführlichen Beitrag.

Diese Lesart lässt sich ja gerade explizit in den Filmen finden.

Ja, aber das fällt für mich unter die oberflächlichen Verweise, oder was trägt der Film denn jetzt Substantielles zum Themenkomplex Zweiter Weltkrieg bei? Da geh ich bei der Prequel-Trilogie schon eher mit, aber die gehört eben nicht mehr zu den 80ern.

Inwiefern ist denn Zemo ein tragischer Antagonist?

Seine Familie ist als Kollateralschaden bei einem Einsatz der Avengers zu Tode gekommen, dadurch wird er ja erst zum Antagonisten der Avengers.

Leia ist eine Prinzessin, die selbstbewusst und frech auftritt, Männer in ihre Schranken weist, nicht nur gerettet werden muss, sondern auch selbst ordentlich Arsch tritt, aktiv in die Handlung und das politische Weltgeschehen eingreift und zur Führungsperson aufsteigt.

So neu war das 77 aber auch nicht mehr, die in dieser Hinsicht für das US-Kino maßgebliche New Hollywood-Bewegung existierte da schon seit einem Jahrzehnt. Und dass sie wirklich als gleichberechtigte Heldin neben Luke und Han gezeigt wird, würde ich auch nicht unterschreiben.

Die banalen und merkwürdigen Dialoge in der OT wurden dann ja auch von diversen Personen ausgebessert und finden sich dementsprechend nicht mehr in den fertigen Filmen. Daher weiß ich jetzt nicht, was das für ein Argument sein soll.

Ich meine natürlich die Dialoge, die im Film sind, die sind immer noch derart banal, dass man sich fragt, wie schlecht erst die ursprünglich vorgesehenen gewesen sein müssen.

Über das mangelnde Talent von Mark Hamill und Carrie Fisher lässt sich sicherlich streiten, aber was bringt der beste Schauspieler, wenn der Rest nicht stimmt? Eine gute Schauspielleistung kann einen schlechten Film aufwerten und erträglicher machen, ihn aber nicht retten. Und gerade in den MCU-Ensemblefilmen der Russos kommen die Schauspieler ohnehin nicht mehr zur Geltung.

Die besten MCU-Vertreter sind ja auch weit davon entfernt schlechte Filme zu sein, daher sehe ich wiederum hier jetzt das Argument nicht. Zumal ich der nächsten These mit den Russo-Ensemblefilmen ohnehin widersprechen würde, da Szenen wie z.B. von RDJ, als Stark bewusst wird, wer seine Eltern umgebracht hat oder Johansson, als Natasha über ihre "Familie" spricht, im Rahmen eines Blockbusters durchaus beachtenswert sind.

Bis auf "The Dark Knight" und "Spider-Man" in jedem der genannten Franchises.

In "Herr der Ringe" stirbt keine einzige Hauptfigur, wenn Boromir oder Theoden als Hauptfiguren durchgehen, dann müsste man im MCU analog auch Vision, Quicksilver, Yondu oder Frigga nennen, die alle schon vor Endgame gestorben und nicht zurückgekehrt sind.

Zunächst einmal ist es meiner Ansicht nach nicht eindeutig, dass Bruce Wayne tatsächlich überlebt, es könnte sich dabei auch um eine Wunschvorstellung Alfreds handeln.

Gegen deine Theorie spricht allerdings, dass am Ende ja auch Lucius Fox gezeigt wird, der entdeckt, dass Bruce zuvor den Autopiloten repariert hatte. Außerdem (hier bin ich mir aber nicht ganz sicher, da es schon lange her ist) meine ich, dass Alfred Selina nie gesehen hat, daher wäre es schon komisch, dass er in seiner Fantasie trotzdem Anne Hathaway als Waynes Partnerin imaginiert. Hätte Nolan das wirklich offen lassen wollen, hätte er ja einfach eine brünette Frau von hinten zeigen können, die sich nicht zur Seite dreht.

Abseits davon, wenn man vom Überleben ausgeht, ist es eine äußerst befreiende Szene und zugleich ein perfekter Schlussstrich unter dem Handlungsbogen und Bruce Waynes Charakterentwicklung.

Und wieso sollte das Ende der Infinity-Saga kein perfekter Schlussstrich unter die gegensätzlichen Charakterbögen von Tony Stark und Steve Rogers sein, der eine vom verantwortungslosen Egomanen zum Helden, der bereit ist sich selbst zu opfern und der andere vom obrigkeitshörigen, pflichtbewussten, ja geradezu selbstlosen Soldaten zu einem Befehle Hinterfragenden (Cap 2 und 3), der ganz am Ende dann auch einfach mal sein privates Glück an die Stelle der Pflichterfüllung setzt?

Welche Bewandtnis erfüllt der Thanos-Cliffhanger denn speziell für "Thor: Ragnarok"?

Das MCU ist nun mal das erste derart große zusammenhängende Filmuniversum, ihm die Querverweise der Filme untereinander vorzuhalten ist da in etwa so wie in einer Komödie die hohe Frequenz an lustigen Szenen zu monieren. Aber trotzdem mal ein Versuch eine inhaltliche Brücke der Mid-Credit-Szene zur Handlung von Ragnarök zu ziehen:

Ragnarök führt unter anderem ja auch Lokis Entwicklung zum Good Guy fort, am Ende des Films ist er fast gleichberechtigter Held neben Thor, Hulk und Valkyrie. Dass er dennoch nicht ganz aus seiner Haut kann, zeigt sich als er beim Untergang Asgards in einem Rückfall in alte Verhaltensmuster den Tesserakt an sich nimmt und damit im Grunde erst Thanos Sieg ermöglicht, denn sonst wäre der Space Stone für diesen wohl unerreichbar geblieben. Die Mid-Credit-Szene kann somit neben ihrer offensichtlichen Cliffhanger-Funktion auch als Rückgriff auf Lokis Moment der Schwäche und dunkles Vorzeichen, dass seine Zukunftsaussichten trotz seiner Wandlung wohl doch nicht so glücklich sind wie die Schlussszene vor den Credits suggerierte, gelesen werden.

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