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MJ-Spieletipp

Der MJ-Spieletipp: Die Erben von "Command & Conquer"!

Der MJ-Spieletipp: Die Erben von "Command & Conquer"!
2 Kommentare - Fr, 18.04.2025 von Moviejones
Wir präsentieren euch den MJ-Spieletipp und passend zu Ostern haben wir euch eine ganze Reihe an tollen Spielen für die Feiertage mitgebracht.
Der MJ-Spieletipp: Die Erben von "Command & Conquer"!

The Last of Us - Part II - Remastered (PC)

Wir müssen zugeben, dass wir den Hype um The Last of Us nie gänzlich begriffen haben. Spielerisch wurde viel Potenzial liegen gelassen, doch wo das Spiel punkten konnte, war bei der Atmosphäre, der Handlung und der Dynamik zwischen Joel und Ellie. Dort konnte Naughty Dog aufsetzen, als es die Fortsetzung The Last of Us - Part II im Jahr 2020 veröffentlichte. Das Gameplay wurde verbessert, doch womit man wirklich Neuland betrat, war die noch gewaltigere, anspruchsvolle und emotionale Reise, die der Spieler mit den Figuren durchlebte. Fünf Jahre später steht dieses Meisterwerk passend und sicher nicht zufällig zum Start der zweiten Staffel von The Last of Us für den PC zur Verfügung.

Noch immer steht die komplizierte Beziehung zwischen Joel und Ellie im Mittelpunkt, neu dabei ist aber Ellies Freundin Dina. Wer den ersten Teil nicht gespielt hat, sollte dies vorher lieber nachholen, so versteht man viel besser die dem Spiel zugrunde liegende Dynamik. Doch wir wollen gar nicht spoilern, denn die Story über Rache und Gewalt ist das Herzstück und wird den Spieler mehr als einmal an seine Grenzen führen. The Last of Us 2 ist intensiv und das sowohl aus dem Betrachtungswinkel der Gewalt heraus als auch bei den behandelten Themen. Wir begleiten hier keine Übermenschen, sondern im Kern extrem zerbrechliche Menschen in einer chaotischen Welt. Vieles erinnert dabei an die Erfolgsserie The Walking Dead und das ist auch sicher so gewollt. Aber The Last of Us 2 ist kein Plagiat und macht dies immer wieder deutlich.

Nachdem der erste Teil auf dem PC eine Weile gebraucht hatte, bis er in einem tauglichen Zustand war, präsentiert sich The Last of Us - Part II in einem viel besseren Zustand. Auch hier erwarten uns viel mehr Einstellungsmöglichkeiten bei der Grafik, höhere Auflösungen und Frameraten verglichen zur Konsole. Inhaltlich braucht ihr aber auf keinen neuen Content zu hoffen, der ist identisch zur Konsolenversion.

Tempest Rising (PC)

Was waren das noch für Zeiten, als wir 1995 mit NOD und GDI um die Vorherrschaft von Tiberium kämpften und klassische RTS-Spiele für viele Jahre zum dominanten Genre gehörten, welches inzwischen nahezu ausgestorben ist. Nahezu, aber nicht vollständig und vor in den letzten Jahren versuchen immer mehr Entwickler das totgeglaubte Genre wiederzubeleben. Ein dabei heiß erwartetes Spiel ist Tempest Rising und wir können mit Freude verkünden, die Warterei hat sich gelohnt. Tempest Rising ist wirklich ein beinahe frecher Versuch uns ein neues Command & Conquer zu präsentieren, welches uns EA nicht liefern möchte. Mit GDF und Tempest Dynasty stehen euch zwei Fraktionen zur Verfügung, die beim Namen, den Einheiten, den Gebäuden und der Philosophie so dicht an die großen Originale angelehnt sind, dass ein Schritt weiter wohl Anwälte auf den Plan rufen würde.

Spielerisch erwartet euch bei Tempest Rising ganz klassische RTS-Kost, die durch die Unreal Engine 5 in die Moderne katapultiert wird. Basenbau, Tempest abernten, Einheiten ausheben und dann in explosive Schlachten führen. Schnelles, unkompliziertes Gameplay, welches endlich mal nicht nur im Multiplayer gefeiert wird, sondern mit zwei zur Verfügung stehenden Kampagnen auch Solisten erfreut. Wie im Original dürft ihr entweder mit der GDF und der Tempest Dynasty um die Vorherrschaft in Tempest Rising kämpfen. Die Missionen sind abwechslungsreich, bieten Zwischenziele und führen nach und nach immer neue Einheiten ein, was die Neugier des Spielers weckt. Zwischen den Missionen gibt es Briefings und kurze Actionsequenzen. Hier wäre es cool gewesen, hätte man wie früher auf echte Schauspieler und CGI-Sequenzen gesetzt, statt alles in Ingame-Grafik zu präsentieren. Aber die Zeiten davon sind vermutlich vorbei, aber wir vermissen sie so sehr.

Forever Skies (PC)

Forever Skies beschreibt sich selbst als First Person-Survival Spiel auf einer postapokalyptischen und ruinierten Erde. Dies trifft auch zu und trifft genau jenen Nerv bei den Spielern, die gern in Spiele wie The Planet Crafter oder Eden Crafters abtauchen. Während diese trotz ihrer Survival-Komponenten durchaus cozy sind, ist Forever Skies stärker im Survival-Segment zu verorten. Statt eines festen Baustandorts ist eure Basis in diesem Spiel eine fliegende Festung, die euer Zuhause darstellt und sukzessive von euch ausgebaut wird. Die Festung hält euch am Leben, ermöglicht euch neue Dinge zu bauen und mit ihr erreicht ihr neue Regionen in der Welt. Euer Interesse sind die unterschiedlichsten Biome und deren dort zu findenen Ressourcen. Nicht nur Nahrung ist wichtig, sondern seltene Metalle und Items, die es euch ermöglichen neue Dinge zu craften und euer Flugschiff fit zu machen für gefährlichere Orte auf der Karte.

Hier spielt dann auch der gefährlichere Aspekt von Forever Skies hinein, der ein großer Unterschied zu The Planet Crafter oder Eden Crafters ist. Kaum habt ihr irgendwo euren Fuß auf den Boden gesetzt, müsst ihr auch schon mit Gegnern rechnen, die euch nach dem Leben trachten. Entsprechend ist es hier auch notwendig Waffen zu craften und einzusetzen, wollt ihr auf der todbringenden Welt überleben. Der Actionanteil wird in einzelnen Momenten dann durchaus nach oben getrieben und von der ruhigen Erkundung bleibt beim ansteigenden Adrenalin nicht viel übrig. Hier ist Forever Skies dann auch wieder ein bisschen mehr mit Subnautica verwandt, auch wenn dort die Gegner unsterblich waren und euch Waffen nicht weit gebracht haben.

Etwas schade ist, dass Forever Skies seine Point of Interests etwas aus der Retorte wirken und sich schnell wiederholen. Hier merkt man dem Spiel an, dass es eben keine AAA-Produktion ist und seine Ecken und Kanten hat. Andererseits macht diese Sperrigkeit an einigen Stellen auch den Charme dieser Spiele aus, die nicht auf den absoluten Massenmarkt zugeschnitten sind und gar keine Kanten haben, an denen man sich stoßen könnte.

Commandos - Origins (PC)

Was waren das noch für Zeiten, als Commandos 1-3 für spannende Strategieabende sorgte und wo die Teile schneller auf dem Index landeten, als man überhaupt im Einsatz war. Klassiker bleiben Klassiker und nachdem alle drei Teile inzwischen eine HD-Frischzellenkur erhalten haben, wird es endlich Zeit für etwas Neues. Während das Genre der taktischen Echtzeitstrategie vor allem durch das inzwischen geschlossene Studio Mimimi Games (Desperados 3, Shadow Tactics, Shadow Gambit) fortgeführt wurde, lag die große alte Commandos Marke brach. Mit Commandos Origins soll sich das nun ändern. Erneut werdet ihr auf gefährliche Missionen mit euren Spezialisten geschickt, und müsst mitten im 2. Weltkrieg Einsätze gegen Deutschland führen. Dabei bleibt man im Kern der Marke treu, modernisiert das Interface, die Grafik und versucht insgesamt eine gute Zugänglichkeit hinzubekommen.

Wie immer hat jeder eurer Commandos spezielle Stärken und Schwächen, die es im Einsatz geschickt einzusetzen gilt. Gegner müssen gezielt umgangen oder heimlich ausgeschaltet werden, Entdeckung führt fast immer zum Reload. Doch obwohl das Kerngameplay identisch ist, kommt Commandos Origins nicht an die Vorgänger heran. Dies liegt vor allem daran, dass die Level teilweise zu schlauchig sind und auch die "richtigen" Lösungen oft nicht in der Hand des Spielers liegen. Statt einer recht freien Lösungsfindung für die Missionen, muss man sich zu oft an die Vorgaben und den idealen Weg der Entwickler halten. Hier hatte Mimimi Games bei seinen Spielen ein besseres Gespür, im Gegensatz zu den Claymore Games Studios bei Commandos Origins. Daneben trüben noch einige Bugs den Spielspaß und auch einige fehlende Funktionen von früher, die hoffentlich noch nachgereicht werden. Insgesamt ist Commandos Origins ein solides Strategiespiel, aber steht im Schatten anderer Spiele des Genres.

Night is Coming (PC)

In Night is Coming verschlingt die Dunkelheit unaufhaltsam die Lande und zwingt die Überlebenden, sich im Wald zu verstecken, wo jeder neue Tag ein Kampf gegen den Tod ist. Du sollst eine Gruppe von jenen anführen, die von drohender Angst gedemütigt sind: Errichte und entwickle deine Siedlung, sammle Ressourcen und schütze dein Volk vor Monstern, die im Dunkeln lauern. Kümmere dich um die Siedler und bringe ihnen Handwerke und militärische Fähigkeiten bei, damit ihr nächster Sonnenuntergang nicht ihr letzter ist.

Night ist Coming ist der neueste Beitrag im Survival-Aufbaugenre und versucht eine gesunde Mischung aus Banished und They Are Billions zu sein. Individuelle Siedlerkontrolle, dauernd die Gefahr diese den Naturgewalten, Hunger oder Krankheit anheimfallen zu sehen und dann die Monster, die in regelmäßigen Abständen eure Siedlung heimsuchen. Aktuell befindet sich Night ist Coming im Early Access und das merkt man dem Spiel auch deutlich noch an. Interessierte Spieler sollten sich derzeit auf eine Reihe von Bugs einstellen und einen recht unverzeihlichen Schwierigkeitsgrad, selbst auf den niedrigen Stufen. Die Grundzutaten lassen aber immerhin aufhorchen, auch wenn es derzeit bessere Spiele in dem Genre gibt.

Phantom Brave - The Lost Hero (PC, PS)

Neben der Disgaea-Reihe überzeugte Nippon Ichi auf der PS2 auch mit einer Reihe von anderen Strategiespielen. Neben Spielen wie Makai Kingdom oder Soul Nomad & the World Eaters war vor allem Phantom Brave ein spannender Versuch, das Genre der rundenbasierten Taktikrollenspiele neu zu erfinden. Statt Schachbrettmuster konnte man sich hier frei auf der Karte frei bewegen und Figuren wurden nicht einfach platziert, sondern mussten mit der Heldin Marona an Objekte in der Welt gebunden werden. Denn sie hatte die Fähigkeit Phantome zu beherrschen und diese an Steine, Bäume und Blumen zu koppeln. Je nach Objekt änderten sich dann die Basiswerte der beschworenen Einheit und machte diese stärker oder schwächer. Nachdem der Klassiker bereits auf dem PC veröffentlicht wurde, kommt nun über 20 Jahre später mit Phantom Brave - The Lost Hero eine Fortsetzung.

Erneut stellt sich Marona mit ihren Freunden einer dunklen Bedrohung und hilft jenen, die in Not sind. Das Kernspielprinzip bleibt gleich und ist abseits der strategischen Ebene nicht groß unterschiedlich zur Disgaea-Reihe. Ihr kämpft euch durch unterschiedliche Missionen, beseitigt die Gegner und levelt eure Figuren ins Unermessliche. Zwischen den Kämpfen erwarten euch Zwischensequenzen, die leichtfüßig und oft albern die Story voranbringen oder die Beziehungen der Figuren unterstreichen. Dank HD-Grafik sieht es deutlich hübscher aus als früher und spielt sich flüssig und flott.

Mandragora - Whispers of the Witch Tree (PC, PS)

Mandragora - Whispers of the Witch Tree ist der neueste Versuch Metroidvania und ein wenig Soulslike zu kombinieren. Die Menschheit hat die Welt den Monstern ausgeliefert. Die Leute von Faelduum verstecken sich hinter Ziegelmauern und Palisaden der Unwissenheit, die von ihren Anführern errichtet wurden. Freude und Glück sind begehrte Juwelen außerhalb der Reichweite der Massen. Das ist nicht die Welt, die dir versprochen wurde. Reise bei Nacht und erobere sie zurück.

Das Kerngameplay ist genretypisch und besteht aus Erkundung, besiegen von Gegnern und Bossen und das Erlangen von neuen Fähigkeiten, um immer wieder neue Regionen freizuschalten oder geheime Orte zu finden. Ein unverwüstliches Spielprinzip, welches auch hier gut funktioniert. Dazu gibt es deutlich mehr Items als sonst und genauso wie der Talentbaum wird hier auch bei den ARPGs kopiert, was viele Freiheiten in der Spielweise ermöglicht.

Interessierte sollten momentan auf jeden Fall noch ein wenig warten. Denn auch wenn die Grundzutaten bei Mandgragora stimmen, so trüben eine Reihe von Bugs noch den Spielspaß. Auch die Steuerung könnte noch responsiver sein und Meldungen von Spielern über ein seltsames Verhalten der Startdatei und warnende Virenscanner schrecken momentan noch etwas ab.

Erfahre mehr: #Videospiele, #Spieletipp
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2 Kommentare
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Rotwang : : Moviejones-Fan
05.05.2025 14:39 Uhr | Editiert am 05.05.2025 - 14:47 Uhr
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Dabei seit: 11.06.20 | Posts: 1.432 | Reviews: 0 | Hüte: 42

@MrBond

Ja das Dune Spiel kam meine ich zeitnah zu einem anderen Dune-Spiel raus, das eine war adventure-mäßig, dehalb hieß das eine da 2 obwohl es kein zweiter Teil war sondern ein zweites Spiel. II war dann das von dir erwähnte Echtzeit Strategie Game.

Dune & Dune II

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MrBond : : Imperialer Agent
05.05.2025 14:14 Uhr | Editiert am 05.05.2025 - 14:17 Uhr
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Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 3.961 | Reviews: 24 | Hüte: 609

Die News ist jetzt zwar schon ein paar Tage alt, aber jetzt bin ich doch darüber gestolpert... insbesondere da der Titel "Command & Conquer" fällt. Meine Fresse, war das Spiel geil. Alleine schon die Installation des Spiels war ein Hingucker, gefolgt von der genialen Intro- und Zwischensequenzen. Ich kaufte mir damals extra die hierzulande indizierte US-Version, da diese nochmal ein Quäntchen brutaler, als die deutsche Version war. Die Soldaten der US-Version waren "echte" Menschen, mit entsprechendem roten Pixelblut (was man ehrlich gesagt aufgrund der niedrigen Auflösung sowieso nicht richtig erkennen konnte), wobei die deutschen "Androiden" völlig unspektakulär einfach nur - unter metallenem Knirschen - umfielen und sich nicht mehr bewegten. Und wer erinnert sich nicht an die martialische Zwischensequenz, in der Kane dem GDI-Typen die Birne wegballert.

Aber zurück zum Spiel. Kannte jemand noch das Dune-Spiel, das ja Vorgänger von Command & Conquer war? Das war richtig bockschwer, da man noch jedes Mal einzelnen Einheiten selektieren musste um diese zu den entsprechenden Zielen zu schicken. Und wenn man nicht aufpasste, wurde die halbe Truppe auf dem Weg zum Gegner durch Sandwürmer aufgefressen. C&C hatte dann zumindest schonmal den großen Vorteil, dass man mehrere Einheiten mittels Rahmen selektieren konnte, wenngleich die Soldaten genauso "dumm" waren und - wenn man nicht aufpasste - durch ein Tiberiumfeld rannten, das nunmal giftig für Menschen war.

Und auch wenn die KI teilweise ziemlich doof war und es diverse Bugs gab (wie z.B. die Sandsäcke, die vom Gegner nicht angegriffen wurden - so konnte man quasi eine lange Sandsackmauer bis in die gegnerische Basis bauen und dort wiederum einen bewaffneten Abwehrturm direkt vor dessen KI-Nase setzen (Gebäude mussten immer an andere eigene Gebäude oder eben Sandsäcke angrenzen)... oder was man auch irgendwann taktisch ausnutzte, war die Tatsache, dass der KI-Gegner immer das nördlichste Gebäude mit Atomschlag, oder Ionenkanone angriff. So stellte man möglichst immer ein billiges Gebäude möglichst weit nördlich - und ganz weit weg vom eigenen Construction-Yard - auf... hach war das cool), es war ein Spiel, das mich Tag und (vor allem) Nacht am PC hielt.

Tempest Rising muss ich auf jeden Fall ausprobieren, auch wenn ich die Zeit von damals leider nicht mehr aufbringen kann. Danke auf jeden Fall für den Tipp!

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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