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Die Odyssee

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Kritiker feiern das IMAX-Epos

"Die Odyssee": Erste Reaktionen - Nolans größter Film?

"Die Odyssee": Erste Reaktionen - Nolans größter Film?
54 Kommentare - Di, 07.07.2026 von MJ-Caminito
Die ersten Pressevorführungen von Christopher Nolans "Die Odyssee" haben stattgefunden - und die Reaktionen fallen überwiegend euphorisch aus.
"Die Odyssee": Erste Reaktionen - Nolans größter Film?

Mit Die Odyssee wagt sich Christopher Nolan an einen der berühmtesten Stoffe der Weltliteratur, und die Erwartungen sind enorm.

Nach den ersten Pressevorführungen deutet nun vieles darauf hin, dass dem Oscarpreisträger erneut ein außergewöhnliches Kinoereignis gelungen sein könnte - zumindest wenn man den ersten Stimmen Glauben schenkt.

Die Odyssee erzählt die Geschichte des griechischen Helden Odysseus (Matt Damon), der nach dem Trojanischen Krieg eine lange und gefährliche Heimreise nach Ithaka antritt, um zu seiner Frau Penelope (Anne Hathaway) und seinem Sohn Telemachus (Tom Holland) zurückzukehren. Der Film ist zugleich der erste Spielfilm, der vollständig mit IMAX-Kameras gedreht wurde.

Die nun veröffentlichten Social-Media-Reaktionen fallen überwiegend euphorisch aus. Das aufwendig produzierte Historienepos wird von vielen Kritikern als visuell überwältigend, emotional packend und technisch beeindruckend beschrieben.

Besonders gelobt werden die spektakulären Bilder, die monumentalen Actionsequenzen und die Besetzung. Mehrere Kritiker bezeichnen den Film als Christopher Nolans bislang größtes Werk.

So schreibt Time Out, Die Odyssee sei „dicht, aber zugänglich“ und verbinde großes Spektakel mit emotionaler Tiefe. Besonders Samantha Morton wird für ihre Darstellung hervorgehoben.

IndieWire sieht in dem Film einen überraschend natürlichen Nachfolger zu Oppenheimer. Zwar sei das Werk etwas zu ausladend, der starke Schlussakt mache dies jedoch mehr als wett.

Auch Variety zeigt sich begeistert und spricht von einem „triumphalen, spektakulären Epos“. Neben Matt Damon und Anne Hathaway werden insbesondere Tom Holland, Robert Pattinson, Lupita Nyong’o und John Leguizamo für ihre Leistungen gelobt.

Noch deutlicher fällt das Urteil von The Independent aus. Dort wird Die Odyssee als „Nolans größter Film bislang“ bezeichnet. Die zahlreichen monumentalen Set-Pieces seien allesamt atemberaubend inszeniert, während Tom Holland in seiner Rolle als Telemachus seine bislang beste Leistung abliefere.

Auch Digital Spy hebt die spektakulären Actionsequenzen und den mitreißenden Score hervor. Zwar könnten Puristen einzelne Änderungen gegenüber der literarischen Vorlage kritisch sehen, als Kinoerlebnis sei der Film jedoch kaum zu übertreffen.

Collider empfiehlt den Film ausdrücklich im IMAX-70-mm-Format und beschreibt ihn als „atemberaubendes Erlebnis“, das beim zweiten Ansehen sogar noch gewinne.

Der US-Kritiker Eric Davis spricht schließlich von einem „absoluten Triumph“ und einer der größten Leistungen in Christopher Nolans Karriere. Besonders das Production Design, die Horrorelemente und die Darsteller - allen voran Robert Pattinson - hätten ihn überzeugt. Für ihn sei Die Odyssee das Kinoereignis des Sommers und möglicherweise sogar des gesamten Jahres.

Wie üblich handelt es sich bei den ersten Stimmen um Reaktionen unmittelbar nach den Pressevorführungen. Ausführliche Kritiken mit einer differenzierteren Einordnung werden in den kommenden Tagen folgen.

Die Odyssee startet am 16. Juli in den Kinos.

Wie fallen eure Erwartungen aus? Glaubt ihr, dass Christopher Nolan mit Die Odyssee an den mega Erfolg von Oppenheimer anknüpfen kann?

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54 Kommentare
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ChrisGenieNolan : : DetectiveComics
13.07.2026 14:15 Uhr
0
Dabei seit: 19.08.12 | Posts: 17.733 | Reviews: 21 | Hüte: 414

@ Mxyzptlk: Ich bin tatsächlich mittlerweile stille Leser geworden als aktiv. Manchmal gebe ich mein Senf dazu. Aber oft eher nur am Rande und lesen ruhig mit smile

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Mxyzptlk : : Moviejones-Fan
13.07.2026 11:56 Uhr
0
Dabei seit: 29.03.16 | Posts: 559 | Reviews: 3 | Hüte: 12

@chrisgenienolan yapay he is back

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ChrisGenieNolan : : DetectiveComics
12.07.2026 22:45 Uhr
0
Dabei seit: 19.08.12 | Posts: 17.733 | Reviews: 21 | Hüte: 414

@chrisgenienolan genüsslich Popcorn ißt und die Show genießt. Apropos, wo steckst du Kollege?

@ Mxyzptlk: Du weißt ja nicht wie recht du hast heart

MJ-Pat
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CINEAST : : Moviejones-Fan
11.07.2026 08:36 Uhr | Editiert am 11.07.2026 - 08:45 Uhr
1
Dabei seit: 17.11.09 | Posts: 2.285 | Reviews: 7 | Hüte: 146

An die "neutralen" beschwichtigenden User und die die TiiN und GPJ zustimmen:

Euer Anliegen in allen Ehren, aber wenn diese Grundsätze auf die sich hier jetzt alle einschwören von vorneherein gewahrt worden wären, dann hätte es gar keinen Aufschrei gegeben. Den hätte es auch die letzten zig Male nicht gegeben, wenn eben z. b. ein DrStrange in der Lage wäre, direkt mit einem sinnvollen Post in die Diskussion einzusteigen, anstatt jedes Mal mit verwerflichen, diskriminierenden oder rassistischen Kurzbemerkungen aufzufallen. Das er dazu in der Lage ist sieht man ja hinterher, aber selbst dann distanziert er sich nur halbherzig von diesen Aussagen.

Ich sehe hier auch keine rechts-links Debatte, sondern eine rechts (zumindest im Wort, mehr kann man hier ja nicht bewerten) legt vor und (von mir aus) "links" springt jedes Mal zum Block.

Ich finde es eher bedenklich, dass selbst hier mittlerweile so eine mildernde Umstände-Verteidigung aufgebaut wird für Aussagen die einfach nicht okay sind.

Wenn es um eine inhaltliche Diskussion geht, dann führt man seinen Punkt halt inhaltlich aus. Das kann auch mal emotional passieren, aber emotional heißt nicht gleich diskriminierend, rassis... usw.

Das ist ja für den Großteil hier scheinbar eine machbare Aufgabe, dann kann man das auch von den immer gleichen Stressmachern erwarten und dann folgt darauf auch eine sachliche Diskussion.

Der Unterschied ist nun mal gewaltig, ob ich schreibe...

"Meine Güte, es nervt nur noch, dass historische Figuren heutzutage anscheinend nicht ein Mal geschichtlich akkurat umgesetzt werden können. Gibts jetzt nur noch Fantasyfilme im historischen Gewand wo jeder alles spielen kann?"

oder

"War ja klar, dass Helena auch hier wieder eine Black Beauty sein muss"

Ersteres empfinde ich persönlich zwar als dümmliche und sehr eingeschränkte Sichtweise und auch grenzwertig schwammig formuliert unter so einer News und man muss auch mit ordentlich Gegenwind für so eine Platte Aussage rechnen, aber man erkennt den eigentlichen Kern der Aussage und es ist erstmal nur eine Meinung über die man streiten kann.

Letzteres - steht natürlich sinnbildlich für den Strange-Kommentar - ist massiv rassistisch und bietet überhaupt keine Diskussionsgrundlage und gehört einfach nur verurteilt. So schwer ist das ja nicht...

@DrStrange (das war deine Verteidigung zur sehr zaghaften Kritik von GPJ)

Du wirfst mir wegen der Formulierung „Helena von Kenia“ indirekt vor, ich würde irgendwelche Codes oder Anspielungen verwenden. Das ist ehrlich gesagt ein ziemlich billiger Versuch, die eigentliche Kritik zu umgehen. Ich habe die Besetzung kritisiert, nicht die Schauspielerin als Person. Wer daraus sofort etwas anderes macht, führt eine Debatte, die ich gar nicht geführt habe.

Dann trag deine Kritik halt auch inhaltlich korrekt vor und lass solche schwachsinnigen Word-Droppings. Ansonsten hast du dein Thema halt selbst alles Erster verfehlt...

- CINEAST -

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GPJ : : Popcornologe
10.07.2026 16:37 Uhr | Editiert am 10.07.2026 - 16:39 Uhr
0
Dabei seit: 26.09.24 | Posts: 1.220 | Reviews: 4 | Hüte: 75

Lieber Serum.

Du schreibst, ich habe ihn wegen 3 Wörtern als Nazi/Rassist beleidigst

Ich habe jetzt meine Worte nochmal angeschaut. Ich schrieb:

Wer hier "Helena von Kenia" schreibt, ruft bei Menschen wie mir ein Schaudern hervor. Ich packe jetzt auch keine "Keule" aus, frage mich aber, was man in einem Forum wie MJ damit hervorrufen will. Für solche Kommentare wurden doch X und facebook erfunden. Es geht auch nicht um die drei Worte allein, der Kontext in dem diese stattfinden, ist Dr. Strange sicherlich bekannt.

Das ist schon ein feiner Unterschied. Ich nenne niemanden pauschal "Nazi oder Rassist", ich benenne Aussagen, das ist die Pflicht eines öffentlichen Forums. Wenn Du das anderst siehst, so sei es halt so.

Ich wurde jetzt auch hier schon zehnmal in Schubladen gesteckt, seis drum.

Du erinnerst mich deswegen irgendwie an meine Lehrer, den ganz gleich wie oft Strange darauf hinwies, das er kein Rassist ist, hast du ihn immer wieder als solchen abgestempelt.

Bei allem Respekt für Deine Biografie und dass ich Dich an den Lehrer erinnere. Ich bin nicht dein Lehrer und will damit auch nichts zu tun haben.

In Zukunft gilt jetzt der nüchterne Verweis, und wir hoffen, dass es ausreicht.

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Serum : : Moviejones-Fan
10.07.2026 15:10 Uhr | Editiert am 10.07.2026 - 15:12 Uhr
0
Dabei seit: 25.01.15 | Posts: 526 | Reviews: 0 | Hüte: 15

@GPJ
Die Hausregeln gelten aber auch genauso für dich, weshalb es etwas scheinheillig ist, wenn du jemand anderen wegen 3 Wörtern als Nazi/Rassist beleidigst und in eine Schublade steckst, aber am Ende dann den Gegenüber auf die Hausregeln hinweist, obwohl du diese doch genauso ignoriert hast und die Ganze Zeit wegen den 3 Wörtern den Strange als Nazi angegangen bist.

Ich habe auch die deutsche Staatsbürgerschaft und sogar in meiner Geburtsurkunde unter Nationalität Deutsch stehen, trotzdem wurde ich meine komplette Schulzeit von vielen Lehrern als Russe abgestempelt, ganz gleich wie oft ich darauf hinweiste, das ich in Kasachstan geboren bin und meine Urgroßeltern Väterlich, als auch Mütterlichseits aus Deutschland in die Ukraine siedelten und als der 2.te Weltkrieg ausbrach nach Kasachstan geflochen sind, ich somit bis auf die Russische Sprache nichts mit Russland gemeinsam habe, doch während die Ukrainer als Ukrainer gelten, obwohl diese früher genauso Russisch als Hauptsprache hatten, galt ich bisher immer als Russe weil ich Russisch kann.
Du erinnerst mich deswegen irgendwie an meine Lehrer, den ganz gleich wie oft Strange darauf hinwies, das er kein Rassist ist, hast du ihn immer wieder als solchen abgestempel.
Was in meinen Augen pure Diskrimnierung des gegenüber ist.

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Mxyzptlk : : Moviejones-Fan
10.07.2026 12:54 Uhr
0
Dabei seit: 29.03.16 | Posts: 559 | Reviews: 3 | Hüte: 12

Ich stelle mir gerade vor wie @chrisgenienolan genüsslich Popcorn ißt und die Show genießt. Apropos, wo steckst du Kollege?

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GPJ : : Popcornologe
10.07.2026 12:44 Uhr
0
Dabei seit: 26.09.24 | Posts: 1.220 | Reviews: 4 | Hüte: 75

Ja, das ist wohl der einfachste Weg.

Dein Kommentar widerspricht den Regeln, bitte korrigiere den Satz xy.

Hier sind reihenweise beleidigende Aussagen nicht korrigiert worden. Lassen wir diese als Mahnmal der Unwissenheit stehen. Und hoffen auf eine goldene Zukunft in der MJ Kommentarspalte.

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MrBond : : Imperialer Agent
10.07.2026 12:37 Uhr
1
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 4.057 | Reviews: 27 | Hüte: 627

@GPJ

Ein guter Impuls, die Diskussion wieder auf die filmischen Aspekte zu lenken. Die Hausregeln sind dafür die beste Basis. Da Begriffe wie "unwahr" oder "diskriminierend" im Einzelfall oft Auslegungssache sind, fände ich einen frühzeitigen, neutralen Moderationshinweis bei Grenzfällen ("Leute, bitte sachlich bleiben" oder "Dein Kommentar widerspricht den Regeln, bitte korrigiere den Satz xy") oft der entspannteste Weg für alle Seiten. Das "Zurückschiessen" hilft m.M.n. am wenigsten - und es widerspricht oft ebenfalls den Hausregeln.

Das verhindert, dass eine sachliche Debatte ungewollt emotional wird. Lasst uns einfach wieder über den Film sprechen.

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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GPJ : : Popcornologe
10.07.2026 12:03 Uhr | Editiert am 10.07.2026 - 12:04 Uhr
0
Dabei seit: 26.09.24 | Posts: 1.220 | Reviews: 4 | Hüte: 75

Diese ganze Rechts-Links-Diskussion können wir uns sehr gerne sparen.

Indem sich einfach jeder daran hält:

5.3 Du verpflichtest dich, ausschließlich filmbezogene und sachliche Kommentare zu erstellen. Es ist dir untersagt:

unwahre, obszöne, pornografische, gewaltverherrlichende, jugendgefährdende, diffamierende, diskriminierende, beleidigende, bedrohende oder strafbare Äußerungen als Kommentare zu veröffentlichen,

Und wenn wir sagen, dass wir dass als beleidigenden, unwahren oder diskriminierenden Beitrag wahrnehmen, dann macht einfach bitte kein Drama draus, sondern akzeptiert es oder fragt freundlich nach. Es ist doch ganz einfach.

Das sind die Hausregeln. Wer hier schreibt, muss sich daran halten.

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Caminito : : Moviejones-Fan
10.07.2026 11:39 Uhr
0
Dabei seit: 25.02.25 | Posts: 65 | Reviews: 0 | Hüte: 7

@MrBond: Chapeau!!

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MrBond : : Imperialer Agent
10.07.2026 11:27 Uhr
2
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 4.057 | Reviews: 27 | Hüte: 627

Ich finde ebenfalls die Argumentation von @TiiN sehr passend. Es ist echt schade, wie schnell sich die Fronten verhärten. Eigentlich haben wir hier ein total spannendes Thema, aber statt über den Film zu reden, driften wir sofort in einen politischen Kulturkampf ab.

Dabei läuft in der Denkweise auf beiden Seiten gerade einiges schief. Warum müssen wir eigentlich jede Meinung sofort auf einer Links-Rechts-Achse einordnen? Es gibt in der Öffentlichkeit eine besorgniserregende Tendenz, alles, was von der eigenen Sichtweise abweicht, sofort als "radikal" oder "extrem" zu brandmarken. Dieses binäre Schwarz-Weiß-Denken blockiert jede echte Diskussion. Man kann eine Besetzung aus rein handwerklichen oder literarischen Gründen unpassend finden, ohne rassistisch oder rechtsradikal zu sein. Und man kann ein modernes Casting verteidigen, ohne einer linksradikalen Agenda zu folgen. Grundsätzlich stecken hinter beiden Seiten völlig legitime Denkmuster.

Das zeigt sich auch bei den Medien, die hier als Vorwurf in den Raum geworfen werden (Tichy/Reichelt). Nur weil ein Medium oder eine Meinung dem Mainstream widerspricht, ist das noch lange kein Teufelszeug oder automatisch "Nazi-Sprech". Kontroverse Debatten und kritische Gegenstimmen – auch abseits des medialen Hauptstroms – sind kein Zeichen von Radikalismus, sondern ein absolut legitimer und vor allem notwendiger Bestandteil einer lebendigen Demokratie.

Wenn wir diese ideologischen Schubladen und die gegenseitige Delegitimierung mal weglassen, stecken hinter der Debatte zwei absolut nachvollziehbare Ansichten, über die man wunderbar sachlich streiten kann:

  1. Die Perspektive der Werktreue: Es ist völlig verständlich, wenn man sich als Film- oder Literaturfan eine Besetzung wünscht, die sich eng an die historische oder mythologische Vorlage hält, um die Immersion zu wahren. Helena ist nun mal eine Figur der griechischen Antike. Das ist eine legitime Sichtweise auf Kunst.
  2. Die Perspektive der künstlerischen Freiheit: Auf der anderen Seite nutzt das Kino seit jeher Neuinterpretationen. Hier zählt der Gedanke, dass Mythen universelle Geschichten sind und die schauspielerische Leistung oder eine neue Facette schwerer wiegen als die optische Exaktheit zur Vorlage. Auch das ist ein völlig legitimer Ansatz.

Mich würde interessieren, was diese Entwicklung für die Zukunft des Kinos allgemein bedeutet: Müssen Filme heute immer öfter als politisches Statement herhalten, anstatt als reine Kunstwerke bewertet zu werden? Und wie schaffen wir es, wieder über die Inszenierung und das Handwerk zu diskutieren, ohne uns gegenseitig die demokratische Legitimität abzusprechen?

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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Caminito : : Moviejones-Fan
10.07.2026 10:12 Uhr | Editiert am 10.07.2026 - 11:04 Uhr
1
Dabei seit: 25.02.25 | Posts: 65 | Reviews: 0 | Hüte: 7

@TiiN: Sehr schön reflektiert. smile

Genau dieser Satz ist für mich der Kern der ganzen Diskussion: „Vielleicht einfach mal versuchen, andere Meinungen zu akzeptieren und nicht jede kritische Betrachtung irgendwie negativ zu unterfüttern.“

Extreme sind nie gut - weder links noch rechts!

Ich habe bei deinem Beitrag das Gefühl, dass du als einer der Wenigsten versuchst, die Intention hinter Aussagen zu betrachten, anstatt sofort das Schlechteste zu unterstellen. Das geht in der heutigen Zeit leider zu oft verloren.

Mit dir könnte ich mir gut vorstellen, bei einem Bier über Gott und die Welt zu diskutieren, auch kontrovers, ohne ständig das Gefühl zu haben, jedes Wort auf die Goldwaage legen zu müssen oder befürchten zu müssen, sofort in irgendeine Schublade gesteckt zu werden wink

MJ-Pat
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CINEAST : : Moviejones-Fan
10.07.2026 02:43 Uhr | Editiert am 10.07.2026 - 03:22 Uhr
0
Dabei seit: 17.11.09 | Posts: 2.285 | Reviews: 7 | Hüte: 146

Nur weil ein Schulhofrüpel sein Verhalten hinterher immer wieder wieder eloquent erklären und argumentativ (seiner Sicht) stichhaltig untermauern kann und im Unterricht sonst ja auch immer mal ganz informative Referate hält, macht es die vorangegangenen Aktionen nicht weniger verurteilungswürdig:

Nicht die Betroffenen oder die Umstehenden sind in der Bringschuld herauszufinden, was die vorherige Aktion wohl hervorgerufen hat oder Entschuldigungen zu erfinden, warum wieso weshalb man ja auch irgendwie das Verhalten oder die Motivation dahinter erklären kann, sondern der Rüpel selbst.

Er hat sich einfach genauso an gängige Umgangsformen zu halten wie andere auch. Sobald er den gesellschaftlich abgesteckten Rahmen verlässt, macht es eine Diskussion ab dem Punkt sinnlos, wenn nicht die Einsicht existiert, dass es diesen Rahmen gibt und er ihn selbst überschritten hat. Wenn sich dieses Verhalten, diese Uneinsicht, bei offensichtlichem Fehlverhalten immer wieder wiederholt und immer wieder die Opferrolle eingenommen wird, indem man versucht den Blickwinkel auf die Situation so zu verzerren, dass man ein nachvollziehbares Konstrukt der eigenen Position erschafft, dass die die entscheidenden Punkte des Fehlverhaltens ausklammert, abschwächt oder ignoriert wird es halt ermüdend und extrem nervig und belastend für die restliche Gemeinschaft. (Nebengedanke dazu: Warum man darüber überhaupt diskutieren muss, was vor Gericht z.B. selbstverständlich ist - inkl. Konsequenzen, ist mir immer wieder unbegreiflich)

Dieses anschließende Rumgejammere, dass man ja nur - aus Gründen - (es werden an dieser Stelle schwachsinnige Allgemeinphrasen als Begründung angeführt, die eigene Verteidigung ist ja auch relativ dünn, wenn das Offensichtliche offensichtlich stattgefunden hat) in die Ecke des Rüpels geschoben wird, macht es halt albern und witzlos, da irgendeinen Kern einer sinnvollen Diskussion auszumachen, mit dem man weitermachen kann, weil allgemeingültige Umgangsformen einfach ignoriert werden.

Wenn man sich nicht darauf einigen kann, dass es gewisse Grundregeln für ein respektvolles Miteinandern im gesprochenen Wort, wie auch im Handeln gibt und wenn allgemeingültige Umgangsformen als "persönliche Ansicht und diskussionswürdig" herabgestuft werden und wenn bewusst ignoriert wird, dass gewisse Grauzonen nun mal auch sehr nah am roten - nicht sagbaren - Bereich liegen (wenn man sie nicht vernünftig ausdrücken und erklären kann und man sie deshalb vielleicht einfach ganz rauslässt um sich nicht bewusst in eine bestimmte Ecke zu manövrieren), dann hat man mit den entsprechenden Konsequenzen gefälligst zu leben und sie auszuhalten.

Kleinen Kindern muss man zugestehen, dass sie noch nicht alles überblicken und muss gelegentlich Dinge für sie hier und da in ein gewisses Licht rücken, damit sie begreifen, warum dies oder jenes okay oder nicht okay ist. Von einem Erwachsenen kann ich das in Eigenregie erwarten und spätestens wenn Kritik kommt, muss ich auch mal einen Schritt zurück machen können und mein eigenes Verhalten reflektieren, gerade wenn ich anscheinend immer wieder der Stein des Anstoßes für ausladende Diskussionen bin... da scheint der Fehler vielleicht nicht immer nur bei allen anderen zu liegen, auch wenn ich aus meiner Sicht vielleicht gute Gründe für meine Sichtweise habe.

Empathiefähigkeit, Selbstreflexion und Perspektivwechsel sind Entwicklungsschritte, die bei manchen leider nicht besonders ausgeprägt vorzufinden sind.

PS: Wahnsinn, was hier noch für Äußerungen getätigt werden. Man könnte meinen, manche haben wirklich Jahre und Jahrzehnte des gesellschaftlichen Diskurses über gesellschaftliche Umgangsformen unter einem Stein verpennt.

Andere wiederum bewegen sich hier aus meiner Sicht auf dünnem Eis was die Akzeptanz von "Meinungen" angeht, wenn sie eine gute Intention dahinter vermuten.

Jetzt mal Allgemein gesprochen: Ich finde nicht, dass man absolute No-Gos weglächeln sollte, weil "eigentlich ist es ja sonst auch immer ganz nett mit ihm/ihr" und "ja, sooo schlimm fand ich die Aussage jetzt nicht" oder "hat die Person ja nicht ganz so gemeint".

Warum sollte man sich gerade in Zeiten wie diesen wo gewisse Strömungen sich immer weiter ausbreiten und Grenzen des sagbaren verschoben werden, immer wieder auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einlassen und damit immer wieder passiv-unbewusst (oder gleichgültig) doch ein bisschen von diesen "schlechten Tendenzen" zu- und sich verbreiten (das Internet zumüllen) lassen, was Stück für Stück etablierte Werte einer Gesellschaft untergräbt.

Klar, ist das hier "nur" ein kleines Filmforum, aber jeder kleine Stein der in die falsche Richtung auf den nächstgrößeren zu rollt ist nun mal einer zu viel, egal ob der der den ersten ins Rollen gebracht hat das vorsätzlich intendiert hat oder nicht.

Ja bitte? - Ich möchte lösen...das gesuchte Wort ist "Alltagsrassismus".

Richtig, unter anderem...

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht - ist so ein kluger Altherrenspruch, aber gerade in diesen Diskussionen entscheidend wie ich finde. Wer unwissentlich - vereinfacht gesagt - "falsche" Narrative bedient und nach entsprechenden Hinweisen darauf, Einsicht in diesem Punkt zeigt und anschließend trotzdem seine Sichtweise erklärt bleibt in der Folge meist trotzdem ein gern gesehener Diskussionspartner, wer hier gleich "Ja, wer bestimmt denn was falsches Narrative sind" schreit und andere für diese Unterstellung ankachelt, kann sich im Grunde gleich wieder zu den anderen Rüpeln in die Ecke stellen und hat halt gar nichts begriffen.

- CINEAST -

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
09.07.2026 22:43 Uhr | Editiert am 09.07.2026 - 22:45 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 12.517 | Reviews: 48 | Hüte: 856

@TiiN
Da verstehe ich auch die Aussage mit den Erfolgen und dem Studium nicht. Selbst wenn sie in Kenia groß geworden wäre, hätte dass so eine Karriere auch nicht ausgeschlossen. Kenia ist ein wunderschönes, bereisenswertes Land mit fantastischen Menschen.
Nein, ich sehe es auch nicht als Beleidigung "Helena von Kenia" zu schreiben, aber man muss halt auch wissen, dass man damit zündelt. Hier wird sie ja dann schlussendlich rein auf das Äußerliche reduziert, indem es darum geht, dass sie halt nicht von da her ist, wo alle anderen her sind. Also ich wusste z.B. nicht, dass sie in Kenia geboren wurde - ist vielleicht Allgemeinwissen, aber ich musste nun googlen. Meine Äußerung zum Studium - sie hätte genauso gut in den USA auf die Welt kommen können - wie hätte man es dann bezeichnet? Sie ist Staatsbürgerin der US und dort einen Großteil ihres Lebens verbracht - wird aber in dem Kontext hier auf die Herkunft reduziert. Also rein meiner Meinung nach.

Von Holland oder Damon hat man auch nix bzgl. London oder Boston gelesen. Und das stört mich halt in dem Kontext hier - ansonsten sehe ich es schon ziemlich ähnlich wie DrStrange und dazu stehe ich. Hätte er diese Bezeichnung einfach weggelassen, wäre es vielleicht auch nicht so eskaliert - wobei, Beleidigungen gab es ja hier nie und es wurde gesittet diskutiert. Ich denke DrStrange wollte bisschen zündeln - meine Einschätzung und dies hat er letztendlich erreicht. Man kann das Casting auch dämlich finden ohne explizit die Herkunft so in den Fokus zu stellen - denn Helena aus den USA hätte er wohl nicht geschrieben. Zendaya, deren Casting er auch kritisierte, nannte er ja auch nicht die kalifornische Athena.

Danke auch für die Hüte, wobei ich die lieber nicht hätte. Finde es immer schade, wenn ausgerechnet bei solchen Themen die Hüte kommen. Da wäre es mir schon lieber, die Hüte wären nicht da, denn dann hätte es diese Diskussion auch nicht gegeben. Und stattdessen hätten wir über den Film reden können^^

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