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Star Trek - Der Film

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Star Trek - Der Film Kritik

Star Trek - Der Film Kritik
3 Kommentare - 02.07.2026 von DrStrange
In dieser Userkritik verrät euch DrStrange, wie gut "Star Trek - Der Film" ist.
Star Trek - Der Film

Bewertung: 3.5 / 5

Nachdem die Originalserie um Kirk, Spock & Co. relativ abrupt nach drei Staffeln im Jahr 1969 beendet wurde, dauerte es wirklich 10 Jahre bis zu einem erneuten Lebenszeichen, was damals gar nicht so sicher war, ob hier wirklich was kommen mag, denn eigentlich war die Serie ein ziemliches Nischending. Angestachelt durch den Erfolg des ersten Star Wars Films, wagte man aber eine neue Reise und diesmal nicht als Serie, sondern eben gleich auf die große Leinwand.

Obwohl also bis heute noch diese Kluft existiert zwischen den Fanlagern, hat „Star Trek“ zumindest zu einem gewissen Anteil seine „Wiedergeburt“ dem „Star Wars“ Franchise zu verdanken.

Der Film hat damals ein wirklich sagenhaftes Budget von etwa 40 Millionen vernascht, was für Ende der 70er ne ganze Stange war, aber es hat sich am Ende auch ausgezahlt. Ich kann mich erinnern, als ich den Film das erste mal gesehen habe, welche Augenpracht das war. Man konnte kaum glauben, dass man es hier mit dem aus der Serie gewohnten „Raumschiff Enterprise“ zu tun hat.

Heute in Zeiten von CGI-Overkills, wird das keinen Hund mehr vor die Tür locken, aber ich habe mir hier meine Begeisterung bewahren können, und finde den Film auch heute noch erstaunlich. Gerade wenn ich solch gelungenen praktischen Effekte sehe, könnte ich auf die heutigen Blockbuster sehr schnell verzichten.

Aber der Film hatte es nicht leicht und das hat sich auch bis heute nicht geändert. Obwohl „Star Trek – Der Film“ eigentlich ein Paradebeispiel für das Franchise darstellt, ganz im Sinne von Schöpfer Gene Roddenberry, mit all seinen liebgewonnenen Charakteren und dem durch und durch philosophischen Ansatz, der wirklich den ganzen Film durchzieht, im Prinzip die Handlung darauf aufbaut, ist er am Ende zu lang geraten.

Man hat hier eigentlich eine Episode der Serie, aufgeblasen auf einen Kinofilm mit 132 Minuten. Was auch wirklich der Wahrheit entspricht. Die Story war als Pilotfolge für die nie entstandene Serie „Star Trek: Phase Two“ angedacht, bevor sich Paramount für einen Kinofilm entschied.

Das war damals schon wahrnehmbar und auch heute nicht zu leugnen. Ich habe bei der aktuellen Sichtung mal aufgepasst und alleine bis die Enterprise das Raumdock verlässt, vergehen über 36 Minuten, in denen nicht besonders viel Relevantes geschieht. Naja, mir macht es trotzdem Spaß Shatner zuzusehen, wie er Leute zulabert, aber das mag halt nicht jedem gefallen.

Im Gesamtbild überwiegen für mich bei „Star Trek – Der Film“ ganz eindeutig die positiven Seiten, von denen m.E. genügend vorhanden sind. Wenn man den Film für „langsam und langweilig“ hält, hat man wahrscheinlich „Star Trek“ nicht verstanden, oder ist beim falschen Franchise gelandet. Siehe das heutige „New Trek“ und die Kurtzman-Projekte. Genau wie die Filme aus der Feder von J.J. Abrams, die vielleicht unterhaltsame Actionfilme sind, aber „Star Trek“ ist das nicht, außer dem Namen nach.

Ich finde der Film war ein guter Neuanfang und spätestens mit der legendären Fortsetzung „Der Zorn des Khan“ ließ man alle Kritiker verstummen und schrieb Franchise Geschichte.

Wer klassisches „Star Trek“ liebt, wird mit diesem Film kaum seine Probleme haben.

Star Trek - Der Film Bewertung
Bewertung des Films
710

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3 Kommentare
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MrBond : : Imperialer Agent
02.07.2026 10:20 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 4.037 | Reviews: 26 | Hüte: 621

@DrStrange

Gute geschrieben... kurz und knackig. Ich möchte mal das ein oder andere kommentieren.

"Obwohl also bis heute noch diese Kluft existiert zwischen den Fanlagern, hat „Star Trek“ zumindest zu einem gewissen Anteil seine „Wiedergeburt“ dem „Star Wars“ Franchise zu verdanken."

Ich denke mal, ohne Star Wars hätte es Star Trek - Der Film in dieser Form nicht gegeben. Man hätte vermutlich wirklich die Serie Phase Two gedreht, die sich kaum von der Ursprungsserie unterschieden hätte. Mit der Begeisterung für Weltraum-Geschichten, die durch Star Wars entfacht wurde - und vor allem, die Effekte, die plötzlich möglich waren, sollten die Initialzündung für Star Trek sein. Daher resultiert auch Deine Aussage:

"Ich kann mich erinnern, als ich den Film das erste mal gesehen habe, welche Augenpracht das war. Man konnte kaum glauben, dass man es hier mit dem aus der Serie gewohnten „Raumschiff Enterprise“ zu tun hat."

Die Tatsache, dass man ein riesiges Raumschiff-Modell gebaut hatte und mit der atemberaubenden Aufnahmetechnik (Dykstraflex aus Star Wars), war auch eine Minutenlange Kamerafahrt um die Enterprise herum ein Moment, bei dem sich der gemeine Trekkie im Kino einen runterholte (sorry für die plakative Ausdrucksweise... ist positiv gemeint ^^). Das Gefühl von "Größe" konnte so manche Länge des Films kompensieren.

"Wenn man den Film für „langsam und langweilig“ hält, hat man wahrscheinlich „Star Trek“ nicht verstanden, oder ist beim falschen Franchise gelandet."

Das weise ich entschieden zurück. Jemandem vorzuwerfen, er habe Star Trek nicht verstanden, weil er die Art und Weise kritisiert, wie der Film umgesetzt wurde, ist anmaßend. Ich selbst habe die Originalserie (TOS) geliebt... als Star Trek - Das Nächste Jahrhundert kam, dachte ich nur "es kann nur einen geben, und der heißt Kirk (und seine Crew)! Und was ist das überhaupt für ein hässliches Raumschiff?" - erst einige Zeit später konnte ich mich mit der Picard-Enterprise arrangieren und sie (mit allen Crew-Mitgliedern) liebgewinnen. Heute mag ich beide Serien (wobei TOS zugegebenerweise schon ziemlich angestaubt wirkt), weil sie die Philosophie von Star Trek leben.

"Siehe das heutige „New Trek“ und die Kurtzman-Projekte. Genau wie die Filme aus der Feder von J.J. Abrams, die vielleicht unterhaltsame Actionfilme sind, aber „Star Trek“ ist das nicht, außer dem Namen nach."

Sehe ich genauso. Die Personen verhalten sich zum großen Teil einfach dumm - selbst Spock nimmt man seinen intellektuellen Vorteil gegenüber anderen nicht mehr ab, Handlung weicht Action, Emotionen werden mit dem Holzhammer eingeprügelt, für Charakterentwicklung werden abstruse Ist-Situationen konstruiert, damit auch der uninteressierteste Zuschauer sofort die Motivationen kapiert.

"Wer klassisches „Star Trek“ liebt, wird mit diesem Film kaum seine Probleme haben."

Kann ich leider nicht unterschreiben. Ich liebe das klassische Star Trek und habe dennoch meine Probleme mit dem ersten Spielfilm. Es ist nicht so, dass er für mich ein Totalausfall wäre - also weniger, als 3 Hüte würde ich dem Film auch nicht geben -, aber er wird nie den qualitativen Stellenwert anderer Beiträge aus dem Universum haben.

Und die Tatsache, dass man mit Star Trek II - trotz kommerziellem Erfolg des ersten Films - quasi ein Reboot mit deutlich weniger Budget vornahm, deutet darauf hin, dass Star Trek nicht wirklich das Vertrauen genoss, das zu einer klassischen Fortsetzung geführt hätte. Man könnte mir jetzt natürlich vorwerfen, dass ich "Star Trek nicht verstanden habe, oder beim falschen Franchise gelandet bin", weil ich das höhere Tempo der Folgefilme besser fand. Aber nichts-desto-trotz atmen diese Filme genauso die originale, philosophische Star-Trek-Luft, aber auf einer anderen, etwas düstereren Ebene, mit ein bisschen mehr Action und Drama. Aber insbesondere Charakterentwicklung, menschliche Fehler und das resultierende "Lernen" aus den Fehlern, stehen hier deutlich im Fokus.

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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DrStrange : : Moviejones-Fan
02.07.2026 09:31 Uhr
0
Dabei seit: 07.05.12 | Posts: 3.915 | Reviews: 67 | Hüte: 151

@CountDooku

Man muss auch sagen, dass das Budget nach oben geschossen ist, weil man nach der Hälfte der Produktion nochmal von vorne beginnen musste. Wie du schon sagtest... ein chaotischer Dreh, heute würde so ein Film untergehen, aber sie haben es wirklich noch richtig gut hinbekommen.

Ich finde den Film auch ganz gut, wenn auch schwächer als die anderen Filme.

Ich bin ja eh kein beinharter Fan der Filme, sonder eher der Serien, aber diesen hier sehe ich noch eher auf der Habenseite. Später gab es doch mehrere Filme die deutlich schwächer waren.

Diese Kluft zwischen den Fanlagern von "Star Trek" und "Star Wars" ist für mich unverständlich. Ich verstehe nicht, warum man nicht beides mögen soll.

Ein wenig seltsam, vor allem wenn es dann wirklich giftig wird. Ich war immer mehr Trekkie, schau mir aber die Star Wars Filme genauso an und kann damit meinen Spaß haben... naja, früher halt, als SW noch gut war.

Mal schauen, wie "Star Trek" nach dem Ausscheiden von Kurzman aussehen wird. Ich hoffe, dass es nicht noch schlimmer wird.

Nun, noch ist Kurtzman nicht draußen. Wobei ich stark damit rechne, dass die Zusammenarbeit auf die eine oder andere Weise "beendet" wird. Höchstwahrscheinlich recht unspektakulär, damit es kein großes Ding wird.

Nächstes Lebenszeichen sollte die ComicCon in San Diego Ende Juli sein. Da wird zwar der Fokus auf "Strange New Worlds Staffel 4" und "Starfleet Academy Staffel 2" liegen, aber es ist schwer davon auszugehen, das sie den kommenden Film offenbaren, an dem die "Dungeons & Dragons" Macher derzeit arbeiten.

"The Wheel weaves as the Wheel wills"

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CountDooku : : Moviejones-Fan
02.07.2026 08:43 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.11 | Posts: 620 | Reviews: 6 | Hüte: 2

Ich finde den Film auch ganz gut, wenn auch schwächer als die anderen Filme.

Das langsame Pacing ist zeitweise ganz angenehm, vor allem dank der Musik von Jerry Goldsmith.

Laut Making Ofs wurde ohne finales Script gedreht, was den Dreh sehr erschwert hat.

Der chaotische Dreh und das überzogene Budget haben dafür gesorgt, dass Gene Roddenberry bei den Filmen nur noch eine Beraterfunktion hatte und Harve Bennett für die Produktion verantwortlich war.

Ich hab mal gelesen, dass schon vor Star Wars die Überlegung im Raum stand, einen Film zu machen. Allerdings war man nie mit dem Skript zufrieden.

Diese Kluft zwischen den Fanlagern von "Star Trek" und "Star Wars" ist für mich unverständlich. Ich verstehe nicht, warum man nicht beides mögen soll.

Mal schauen, wie "Star Trek" nach dem Ausscheiden von Kurzman aussehen wird. Ich hoffe, dass es nicht noch schlimmer wird.

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