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Hilft das?

Netflix & Co. sollen in deutsche Filme investieren!

Netflix & Co. sollen in deutsche Filme investieren!
7 Kommentare - Fr, 06.02.2026 von MJ-TiiN
Müssen Streamingdienste bald die deutsche Filmbranche unterstützen? Zudem soll die Filmförderung verdoppelt werden. Aber führt mehr Geld auch zu besseren Filmen?

Die deutsche Filmlandschaft hat es im Vergleich etwa zu den USA deutlich schwerer, wenn es um die Finanzierung geht. Während in Amerika große Studios über enorme finanzielle Mittel verfügen, sind bei deutschen Produktionen meist zahlreiche Filmförderanstalten beteiligt. Das wird häufig schon zu Beginn eines Films sichtbar, wenn vor dem eigentlichen Start eine lange Liste an beteiligten Institutionen und Unternehmen eingeblendet wird.

Die Bundesregierung plant nun, die deutsche Filmförderung stärker zu unterstützen und dabei auch die großen Streamingdienste stärker in die Pflicht zu nehmen. Ein aktueller Vorschlag sieht vor, dass Anbieter wie Netflix, Prime Video oder Disney+ künftig acht Prozent ihres in Deutschland erzielten Nettoumsatzes in die hiesige Filmwirtschaft investieren sollen. Frankreich verfolgt ein ähnliches Modell – dort liegt die Investitionspflicht sogar bei 20 Prozent. Der entsprechende Gesetzesentwurf soll noch vor Ostern vom Bundeskabinett beschlossen werden.

Unabhängig davon plant die Bundesregierung, die wirtschaftliche Filmförderung des Bundes von derzeit 125 Millionen auf 250 Millionen Euro pro Jahr zu erhöhen – eine Verdoppelung der entsprechenden Bundesmittel.

Beide Maßnahmen klingen zunächst hilfreich. Dennoch bleibt die Frage, wie die zusätzlichen Mittel konkret eingesetzt werden. Das deutsche Fördersystem gilt als komplex, da bei einer Filmproduktion häufig viele verschiedene Förderer, Unternehmen und Investoren mit unterschiedlichen Interessen beteiligt sind und ein Mitspracherecht haben. Mehr Geld mag zwar helfen, aber die Schwierigkeit dürfte weiterhin im System dahinter liegen.

Dass das deutsche Kino dennoch regelmäßig erfolgreiche Produktionen hervorbringt, hat auch das vergangene Jahr gezeigt. So konnte etwa Das Kanu des Manitu große finanzielle Erfolge feiern. Daneben überzeugten zahlreiche kleinere Produktionen (z.B. Heldin, In die Sonne schauen), die vor allem inhaltlich und künstlerisch Aufmerksamkeit erhielten.

Quelle: Tagesschau
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7 Kommentare
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PaulLeger : : Moviejones-Fan
07.02.2026 11:19 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 2.922 | Reviews: 18 | Hüte: 310

@ Serum

Die sind scharf auf unsere Steuergelder die in Form von Fördergeld ohne Kredit und Rückzahlungspflicht an die jeweiligen Studios verschenkt werden, wenn diese Szenen in Deutschland, oder Ganze Filme in deutschen Studios wie z.B. Babelsberg drehen.

Das ist falsch, wenn der betreffende Film Gewinn erwirtschaftet, dann muss die Fördersumme zurückerstattet werden.

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TiiN : : Goldkerlchen 2021
07.02.2026 09:20 Uhr | Editiert am 07.02.2026 - 11:40 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 10.620 | Reviews: 190 | Hüte: 727

Bis auf Inglourious Basterds waren die anderen genannten Werke doch ziemliche Gurken. Wie Manisch schon sagte, hat es bei den Basterds inhaltlich auch sehr viel Sinn gemacht.
Die großen Blockbuster aus Hollywood kommen ohne europäische Fördergelder sehr gut zurecht denke ich.

Wenn in Zukunft deutsche Produktionen mehr Geld zur Verfügung haben ist das per se sicherlich nicht schlecht. Aber wie CptCrook schon sagt macht das Geld allein leider nicht so viel aus. Im schlimmsten Fall wird der nächste Till Schweiger-Film in der Produktion einfach nur teurer. Es wäre schön, wenn man dazu kommt, dass es Filmemachern in Deutschland leichter gemacht wird, ihre Werke auch zu finanzieren.


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Manisch : : Gutmensch <3
07.02.2026 09:01 Uhr
0
Dabei seit: 19.10.18 | Posts: 1.995 | Reviews: 33 | Hüte: 135

@Serum

Wobei z.B. Inglourious Basterds schon halbwegs Sinn ergibt vom Setting.

Ob die Summe trotzdem finanziell nötig gewesen wäre, sei aber dahingestellt...

AfD-Verbot (:

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GPJ : : Popcornologe
07.02.2026 08:06 Uhr
0
Dabei seit: 26.09.24 | Posts: 1.353 | Reviews: 5 | Hüte: 82

Interessant! Wie werden Fördergelder denn mit dem Budget verrechnet?

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Serum : : Moviejones-Fan
06.02.2026 20:59 Uhr | Editiert am 06.02.2026 - 21:06 Uhr
0
Dabei seit: 25.01.15 | Posts: 539 | Reviews: 0 | Hüte: 15

"Während in Amerika große Studios über enorme finanzielle Mittel verfügen, sind bei deutschen Produktionen meist zahlreiche Filmförderanstalten beteiligt. "

Komisch!
Wieso drehen dann gerade große US Studios Szenen oder gar Ganze Filme in Deutschland?
Richtig!
Weil sie hier bis zu maximal 25 Mio € an Fördergeld pro Film von der deutschen Filmförderung erhalten können.
Die sind scharf auf unsere Steuergelder die in Form von Fördergeld ohne Kredit und Rückzahlungspflicht an die jeweiligen Studios verschenkt werden, wenn diese Szenen in Deutschland, oder Ganze Filme in deutschen Studios wie z.B. Babelsberg drehen.

The Matrix Resurrections ist bisher der einzigste Film, der das Maximum an Fördergeldern in Deutschland erhielt, er wurde komplett in den Babelsberg Studios gedreht.

The Matrix Resurrections (Warner Bros.): 25.000.000 €
Riddick 4: Furya (Universel) 18.923.309 €
John Wick: Chapter 4 (Lionsgate): 19.800.000 €
The Hunger Games: The Ballad of Songbirds & Snakes: 19.300.000 €
Charlie’s Angels (Sony): 10.100.000 €
The Monuments Men (Sony/Fox): 8.500.000 €
Uncharted (Sony): 8.130.000 €
A Cure for Wellness (Fox): 8.100.000 €
Eternals (7.500.000 €)
Inglourious Basterds (Universal): 6.800.000 €
Hitman: Agent 47 (Fox): 4.100.000 €

Auch Netflix und Amazon profitieren von der Filmförderung, die Serie 1899 wurde z.B. mit 10.000.000€ gefördert.

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CptCrook : : Moviejones-Fan
06.02.2026 18:11 Uhr
0
Dabei seit: 20.05.20 | Posts: 266 | Reviews: 0 | Hüte: 5

Wer mit wenig Geld keinen guten Film dreht, schafft es mit mehr Geld schon gar nicht.

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Manisch : : Gutmensch <3
06.02.2026 18:07 Uhr
0
Dabei seit: 19.10.18 | Posts: 1.995 | Reviews: 33 | Hüte: 135

"Während in Amerika große Studios über enorme finanzielle Mittel verfügen, sind bei deutschen Produktionen meist zahlreiche Filmförderanstalten beteiligt."

Naja, am Ende greift selbst Hollywood immer gerne lokale Förderungen ab und dann fragt man sich in den Credits "Hä?"...

Ich weiß gar nicht mehr, hat nicht das ZDF Magazin nicht mal eine Folge über die Filmförderung in Deutschland gemacht? Am Ende haben die viel mehr ein qualitatives Problem. Viel zu oft die selben Gesichter und viel zu oft ziemlich schwache Drehbücher. Und das wollen sie den Streamingdiensten jetzt auch nich aufzwingen. Mein Beileid.

AfD-Verbot (:

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