A24 hat in einem intensiven Bieterverfahren der vergangenen Monate, von dem auch wir berichteten, die Film- und Fernsehrechte am ikonischen Horror-Franchise Texas Chainsaw Massacre erhalten.
The Texas Chainsaw Massacre could be roaring back to life — this time in the form of a TV series. https://t.co/eBm7OXzaQr
— The Hollywood Reporter (@THR) February 5, 2026
Das Studio hat sich bisher vor allem durch Independent-Horrorfilme einen Namen gemacht. Bereits jetzt liegen konkrete Pläne vor: Zunächst soll eine Serie entstehen, gefolgt von einem Kinofilm. Die Serie wird von Glen Powell als Ausführender Produzent betreut. Der Schauspieler, unter anderem bekannt aus Filmen wie Top Gun - Maverick und The Running Man, stammt aus Texas und hat das Original von 1974 wiederholt als einen seiner Lieblingsfilme bezeichnet. Powell wird jedoch nicht vor der Kamera stehen, sondern über seine Produktionsfirma Barnstorm die Entwicklung begleiten. Als Regisseur ist JT Mollner verpflichtet, der zuletzt mit dem Kult-Hit Strange Darling und dem Drehbuch zur Stephen King-Adaption The Long Walk Aufmerksamkeit erregte.
Mollner betont in einer Stellungnahme seinen Respekt vor dem Original: „Ich habe öffentlich gesagt, dass ich kein Interesse daran habe, perfekte Filme neu zu verfilmen, und das Original ist ein perfekter Film. Ich habe großen Respekt vor Tobe Hooper und Kim Henkel, weil sie etwas Gewagtes und wirklich wegweisendes geschaffen haben, das bis heute als Goldstandard des Horror-Genres gilt. Als die Idee für eine Erkundung dieser Welt in serienform an mich herangetragen wurde, habe ich darin eine frische Herangehensweise gesehen, um alles Bestehende zu ehren und auszubauen. Das ist der einzige Weg, auf dem ich das machen wollte, und ich kann mir keine besseren Partner für dieses Konzept vorstellen als A24. Das ist wirklich eine Ehre.“
Details zur Handlung, Besetzung, Episodenanzahl oder einem möglichen Sender/Streaming-Dienst stehen noch aus. Es soll sich nicht um eine direkte Neuverfilmung oder Fortsetzung handeln, sondern um eine eigenständige Erweiterung des Universums. Parallel dazu entwickelt A24 einen separaten Kinofilm, der narrativ nicht mit der Serie verbunden sein wird und JT Mollner ist an diesem Projekt nicht beteiligt. Auch hier fehlen noch konkretere Angaben.
Die Serie soll jedoch priorisiert werden und noch vor dem Film erscheinen. A24 positioniert sich damit weiter im Bereich ambitionierter Horror-Formate, ähnlich wie bei der geplanten Freitag der 13.-Prequel-Serie Crystal Lake für Peacock. Die Frage bleibt, ob das Studio dem rohen, verstörenden Charakter des Originals von 1974 gerecht werden kann oder ob es eine moderne, nuanciertere Interpretation anstrebt.
Nach über 50 Jahren Franchise-Geschichte könnte dies eine der spannendsten Neuausrichtungen seit Langem werden.
