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Daredevil - Born Again

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Teufel vs. Kingpin

Daredevil - Born Again Staffel 2 Review

Daredevil - Born Again Staffel 2 Review
0 Kommentare - 25.03.2026 von Moviejones (F. Bastuck)
Wir haben uns "Daredevil - Born Again" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Review, ob sich diese Serie lohnt.
Daredevil - Born Again Staffel 2

Bewertung: 3.5 / 5

In der zweiten Staffel von Daredevil - Born Again kehrt der Teufel von Hell’s Kitchen erneut zurück, um in New York für Gerechtigkeit zu sorgen. Dabei bekommt er es nach den Ereignissen aus der ersten Staffel dieses Mal nicht einfach nur mit dem Kingpin zu tun, sondern vielmehr mit Bürgermeister Fisk, der sich nicht zurückhält, wenn es darum geht, seine neu gewonnene Macht zu nutzen. Der einstige Straßenkämpfer von einst, der mittlerweile zu einem Helden avanciert ist, muss jetzt zu einem Symbol werden, wenn die Stadt noch gerettet werden soll.

Review zu Daredevil - Born Again Staffel 2

Hin und wieder lässt sich eine Review recht einfach schreiben. In diesem Fall könnte zum Beispiel Folgendes schon fast ausreichen: Wenn euch die erste Staffel von Daredevil - Born Again gefallen hat, werdet ihr auch an der zweiten viel Spaß haben. Beide befinden sich auf einem ähnlichen Niveau und liefern auch inhaltlich sowie im Hinblick auf Inszenierung Ähnliches ab. Es passt daher, dass ursprünglich einmal von einer Staffel mit 16 Episoden die Rede war. Denn diese haben wir im Grunde jetzt auch bekommen, nur eben aufgeteilt auf zwei Staffeln (und mit einer Episode mehr).

Trailer zu Daredevil - Born Again Staffel 2

Ihr braucht euch hinsichtlich der zweiten Staffel also keinerlei Sorgen machen, es gibt keinen nennenswerten Qualitätsverlust. Allerdings auch keine erkennbare Steigerung. Und auch, weil es noch ein paar weitere Punkte gibt, über die wir gerne sprechen möchten, wird diese Review dann eben doch keine ganz kurze.

Action, Story, Inszenierung – alles ist in Staffel 2 genauso gut wie in der Staffel zuvor. Aber es gibt eben keine Ausreißer. Keine wirklich großen Überraschungen. Vor allem bei der Action fällt dies auf. Sie ist gut, sie ist brutal und schonungslos. Aber sie ist nicht anders. Man hat das Gefühl, dies alles schon gesehen zu haben. Es gibt in Staffel 2 keine Actionszene, die besonders heraussticht. Keine, die einem die Kinnlade herunterfallen lässt. Ja, das ist Meckern auf hohem Niveau, das möchten wir hier klarstellen. Und es ist sicherlich auch der eigenen Erwartung geschuldet.

Es gibt in der dritten Episode eine Actionsequenz, die das Potenzial gehabt hätte, herausragend zu sein. Und sie ist auch gut. Ein langer, intensiver One-Shot. Und doch hat sie uns etwas enttäuscht. Die Kamera steht einfach nie still, sie ist ständig in Bewegung. Links, rechts, Kopfüber. Das gibt der Sequenz sicherlich zusätzlich noch Intensität, doch dadurch bekommt man auch kaum etwas von der eigentlichen Action mit. Es wirkt so etwas gemogelt.

Klar, mit einer ruhigen, stillen Kamera muss die Choreografie enorm präzise sein und die Dreharbeiten, vor allem die Vorbereitungen, würden viel länger dauern. Zeit, die man in einer Serienproduktion kaum hat. Das verstehen wir. Aber warum dann überhaupt erst den One-Shot machen? Hatte man vielleicht das Gefühl, man müsse pro Staffel mindestens eine solche Actionsequenz einbauen?

Um es noch einmal klar zu machen: Das ist Meckern auf hohem Niveau. Wir waren mitnichten von dem enttäuscht, was wir in Sachen Action erhalten haben. Wir hätten uns schlicht noch etwas mehr gewünscht, doch dies hat höchstens marginale Auswirkungen auf die finale Bewertung.

Ein paar andere Punkte wiederum haben uns etwas mehr gestört und sind auch verantwortlich dafür, warum unsere Bewertung hier etwas geringer ausfällt als noch in der ersten Staffel. Wenn dies jedoch Anmerkungen sind, die euch nicht stören, was durchaus der Fall sein kann, könnt ihr in der Bewertung ruhig noch einen halben Punkt hochgehen.

Daredevil - Born Again ist angesiedelt im MCU. Wie bei vielen MCU-Produktionen kommen damit positive Aspekte einher, aber auch negative. Es ist nun einmal Tatsache, dass im Sommer die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft, New Yorks wohl größter und bekanntester Held, mit Spider-Man - Brand New Day in die Kinos kommt. In der zweiten Staffel von Daredevil - Born Again ist ganz New York betroffen, nicht nur ein einzelner Stadtteil. Wo zum Teufel steckt Spider-Man? Wieso ignoriert er all das, was gerade passiert? Zumal die Kampagne von Fisk gegenüber maskierten Helden, die Selbstjustiz ausüben, ein zentraler Bestandteil der gesamten Story ist. Etwas, was also auch Spider-Man direkt betrifft. Es macht schlicht keinen Sinn, dass er nicht in irgendeiner Form Teil der Story ist. Obwohl wir aus Sicht der Produktion uns natürlich vorstellen können, warum man Tom Holland und Spider-Man hier nicht einfach so einbauen konnte, so ist sein Fehlen eben für uns doch enorm sichtbar und dadurch auch störend gewesen. Als würde er schlicht nicht existieren. Der Punisher kommt dieses Mal auch nicht vor, doch wenigstens wird er mehrmals erwähnt.

Ein weiterer kritischer Aspekt ist etwas, was man der Serie selbst nur bedingt vorwerfen kann, aber es hat uns einfach gestört. Das Tolle an Filmen oder Serien ist ja, dass sie uns ablenken, uns eine Flucht aus der Realität ermöglichen. Dies ist mit Daredevil - Born Again aber kaum möglich, noch weniger in der zweiten Staffel, weil das hier Gezeigte schlicht viel zu nah an der aktuellen Realität dran ist. So wie Fisk handelt, wie die Leute in seiner Umgebung handeln, das erinnert nicht von ungefähr an einen gewissen US-Präsidenten. Wie mit medialer Propaganda versucht wird, ein Bild zu zeichnen, welches schlicht nicht existiert. Wie Ereignisse verdreht und durch Lügen in ein falsches Licht gerückt werden. Das alles in Verbindung mit Fisks eigener Eingreiftruppe, die 1:1 den ICE-Agenten in den USA nachempfunden ist... Man fragt sich teilweise: Ist dies hier noch Fiktion oder schon Dokumentation? Es war uns persönlich schlicht alles viel zu nah an der tatsächlichen Realität in den USA, als dass wir es wirklich genießen konnten. Wir beneiden jeden, der es kann und für den dies kein Problem darstellt.

Doch kommen wir wieder zum Positiven, bevor wir hier noch den Eindruck erwecken, die neuen Folgen überhaupt nicht zu mögen. Wir müssen nach nun 17 Episoden deutlich sagen: Daredevil - Born Again ist ein voller Gewinn für Marvel-Fans und auch für Disney, denn es gab im Vorfeld ja durchaus Befürchtungen, die neue Serie könnte etwas weichgespülter sein als das, was wir über Netflix bekommen haben. Weit gefehlt. Es ist toll zu sehen, dass es auch im MCU Platz gibt für eine so düstere, ernste Geschichte.

Und ja, natürlich ist Daredevil - Born Again auch brutal. Aber es ist vor allem ein düsteres psychologisches Drama über die inneren Abgründe einzelner Persönlichkeiten. Und gerade dadurch verschwimmen auch immer wieder die Grenzen zwischen Recht und Unrecht. Ging es in Staffel 1 noch um das Ausloten dieser Grenzen, geht es dieses Mal darum, innerhalb dieser zu agieren und auch andere innerhalb dieser Grenzen zu halten.

Vor allem die Schauspieler überzeugen in Staffel 2 erneut auf ganzer Linie. Was kann man noch über Charlie Cox und Vincent D’Onofrio sagen, was nicht bereits lobend über sie gesagt wurde? Sie brillieren auch hier wieder in ihren Rollen und die Serie tut auch das einzig Richtige, nämlich beide als ebenbürtige Hauptrollen zu behandeln. Es ist nicht nur Daredevils Geschichte, die hier erzählt wird, es ist eben auch Kingpins.

Deborah Ann Woll bekommt einige dramatische Szenen, in denen sie glänzen darf, doch am Ende waren wir von ihrer Figur ein wenig enttäuscht. Obwohl immer wieder angeteast wird, wie hart sie das Kämpfen trainiert, sehen wir sie zumeist nur als moralische Unterstützung an Daredevils Seite oder als Botengängerin. Wir hoffen sehr, dass sie in Staffel 3 noch mehr glänzen darf und sich das viele Training spätestens dann auch in tollen Actionszenen auszahlt.

Besonders hervorheben möchten wir Michael Gandolfini, der uns einfach richtig toll gefallen hat in der Rolle von Fisks Unterstützer Daniel Blake. Und mein Gott, sieht der Junge seinem Vater, dem großartigen James Gandolfini, mittlerweile ähnlich. Teilweise war dies schon fast erschreckend, sogar die Art, wie er spricht. In der zweiten Staffel fällt seine Rolle noch etwas größer aus, wofür wir sehr dankbar sind. Denn er darf hier zeigen, dass er mehr als nur ein Abbild seines Vaters ist, sondern auch ein junger Schauspieler mit richtig viel Talent. Da wird noch einiges kommen von ihm.

Natürlich gibt es viele weitere Dinge, über die wir noch sprechen könnten. Doch um Spoiler zu vermeiden, halten wir uns bei einigen Themen etwas zurück und gehen daher auch nicht näher auf die bereits bekannte Rückkehr von Krysten Ritter als Jessica Jones ein. Auch zu Matthew Lillard haben wir noch nichts geschrieben, der bekanntlich in einer nicht näher erläuterten Rolle hier dabei ist. Für manche Dinge müsst ihr die Staffel einfach selbst schauen.

Fazit

Staffel 2 von Daredevil - Born Again macht genau dort weiter, wo die erste Staffel aufgehört hat. Wer also bislang seinen Spaß hatte, wird diesen auch weiterhin haben. Man kann das gute Niveau durchweg halten. Die schauspielerischen Leistungen, vor allem erneut von Charlie Cox und Vincent D’Onofrio, sind durchweg sehr gelungen.

In Sachen Brutalität hält man sich zwar auch in Staffel 2 nicht zurück, fährt diese aber dennoch spürbar ein wenig herunter. Dies passt zur Action, die zwar erneut überzeugen kann, aber nicht mehr zu überraschen weiß. Man hat das alles schon einmal gesehen. Die Action schlägt schlicht nicht mehr so ein, wie zuvor. Dazu passt jedoch, dass die Staffel mehr als ein psychologisches Drama angelegt ist, bei dem es um die tiefen Abgründe einzelner Persönlichkeiten geht.

Manche zu deutliche Parallelen zu aktuellen Ereignissen und die Probleme, die einherkommen, wenn man Teil des MCUs ist, haben unseren Gesamteindruck etwas geschmälert. Doch dies sind sehr individuelle Kritikpunkte, die nicht jeden stören werden. Aber wir konnten sie einfach nicht ignorieren.

Zum Abschluss bleibt nur noch zu sagen, dass die Macher mit Daredevil - Born Again sehr vieles richtig gemacht haben. Staffel 2 hat für uns zwar ein paar mehr Schwächen als die erste, dies trübt aber keineswegs den positiven Gesamteindruck. Wie gut, dass bereits die Dreharbeiten für die dritte Staffel stattfinden.

Daredevil - Born Again Staffel 2 Bewertung
Bewertung des Films
710

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