
Denn nach fast vier Jahrzehnten im Fernsehen und dem Erreichen der 800. Episode steht für Showrunner Matt Selman eines fest: Ein klassisches Serienfinale wird es für Die Simpsons nicht geben.
In einem kürzlich geführten Interview machte Selman unmissverständlich klar, dass die langlebigste Animationsserie der Fernsehgeschichte keinen traditionellen Abschied plant. „Wir werden niemals ein Serienfinale machen.“, erklärte er.
Statt eines großen Schlussakts bleibt Springfield auch am Ende im gewohnten Zustand - wie wir es Woche für Woche, Episode für Episode kennen. Die Familie Simpson wird also für immer im erzählerischen Reset-Modus verweilen, ohne bleibende Konsequenzen und sentimentale Abschiedsgesten. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel: So bleibt etwa der Tod von Maude Flanders, Zahnfleischbluter Murphy oder Mona Simpson dauerhaft bestehen - seltene Veränderungen, die vom ansonsten unveränderlichen Reset-Modus abweichen.
Als Begründung eines ausbleibenden Finales verweist Selman auf ein Special, das vor rund anderthalb Jahren ausgestrahlt wurde. In dieser Episode bündelte die Serie sämtliche bekannten Final-Klischees in einer selbstironischen Parodie. „Wir haben alle denkbaren Ideen für ein Serienfinale in einer einzigen Folge verarbeitet.“, so Selman. Damit sei im Grunde bereits alles gesagt worden - ein echtes Finale würde dem Prinzip der Serie widersprechen. Die Simpsons haben ihr eigenes Ende gewissermaßen mitten im Lauf der Serie durchgespielt und zugleich entkräftet.
’The Simpsons’ Showrunner Declares "We’re Never Going To Do A Series Finale" After 800 Episodes https://t.co/CWvGwk0ttR
— Deadline (@DEADLINE) February 14, 2026
Nach Selmans Verständnis funktioniert das Format wie Und täglich grüßt das Murmeltier: Die Figuren erleben Abenteuer, ohne sich dauerhaft zu verändern. Selbst dramatische Ereignisse verlieren meist ihre Konsequenz. „Die Serie ist nicht dazu gedacht, sich zu ändern. Jede Woche starten die Figuren wieder von vorn, nur dass sie es nicht bemerken - und Sterben kommt dabei kaum vor.“ Sollte die Serie eines Tages tatsächlich enden, dann ohne Pathos. „Es würde schlicht eine gewöhnliche Episode sein, in der die Familie Simpson zu sehen ist.“ Vielleicht mit kleinen Anspielungen, aber ohne großes Abschiedsgedöns.
Die Ursprünge der Simpsons reichen zurück ins Jahr 1987, als Matt Groening die Figuren als Kurzsegmente in der Tracey Ullman Show entwickelte. Am 17. Dezember 1989 startete die Serie offiziell bei Fox. Inzwischen läuft in den USA bereits Staffel 37. Die 800. Episode mit dem Original-Titel „Irrational Treasure“ wird am 15. Februar ausgestrahlt - ein Meilenstein, der dennoch nicht als Vorbote eines Endes verstanden werden soll. Erst kürzlich wurde die Serie um weitere Staffeln verlängert. Zudem ist ein neuer Kinofilm angekündigt, der in den USA am 03. September 2027 starten soll.
