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Wir (2019)

Ein Film von Jordan Peele mit Lupita Nyong’o und Elisabeth Moss

Kinostart: 21. März 2019116 Min.FSK16Horror, Thriller
Meine Wertung
Ø MJ-User (10)
Mein Filmtagebuch
Alle 4 Trailer

Wir Inhalt

Adelaide Wilson kehrt mit ihrem Ehemann Gabe und ihren zwei Kindern für einen idyllischen Sommerausflug ins Haus ihrer Kindheit an der nordkalifornischen Küste zurück. Verfolgt von einem unerklärlichen, unbewältigten Trauma aus ihrer Vergangenheit, das durch eine Serie gruseliger Zufälle noch verstärkt wird, spürt Adelaide ihre Paranoia auf höchste Alarmstufe ansteigen. Sie ist sich immer sicherer, dass ihrer Familie etwas Schlimmes widerfahren wird. Nachdem sie einen angespannten Strandtag mit ihren Freunden, den Tylers, verbracht haben, kehren Adelaide und ihre Familie in ihr Ferienhaus zurück. Als die Dunkelheit hereinbricht, entdecken die Wilsons die Silhouetten von vier Gestalten, die sich an den Händen halten, während sie auf der Einfahrt stehen...

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Cast & Crew

Wer ist der Regisseur von Wir und wer spielt mit?

Drehbuch
OV-Titel
Us
Format
2D
Der Film erhielt die FSK-Freigabe "Freigegeben ab sechzehn Jahren".
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12 Kommentare
MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
05.04.2019 19:27 Uhr | Editiert am 05.04.2019 - 19:28 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 7.943 | Reviews: 156 | Hüte: 446

@ luhp:

Goldwaage ist eine Sache, aber völliger Unfug ist ne andere. Ich kann mich durchaus mit den Elementen anfreunden, die abstrakter sind - aber dann soll der Film bitte auch abstrakt bleiben (wie man das machen kann, sieht man z.B. bei mother! sehr gut, der nicht logisch zerfallen kann, weil die gesamte Handlung von Grund auf metphorisch aufgebaut ist) und nicht hanebüchen versuchen irgendwelche Logik reinzupressen, die so garnicht zum Rest der Idee passen will. So wirkt es eben in der zweiten Hälfte, als wollte man sich nicht vollends dem Konzept verschreiben, sondern doch wieder nen halbernsten Regierungskommentar noch mit reinpacken, der nicht aufgeht. Wie gesagt, sehr viele gute Ideen und Ansätze, viel zum nachdenken, aber so ein high-concept-Film steht und fällt für mich damit, wie sehr ich den Weg mitgehen kann, den er mir da zeigt. Und wenn am Ende alles irgendwie zerbröselt, dann ärgert mich das eben, weil ich über ne Stunde voll bei allem an Bord bin, was Us mir vermitteln will, nur damit er am Ende aus clever verschachteltem Social-Commentary ne platte Regierungsverschwörung kredenzt.

Nicht falsch verstehen, dadurch wird nicht aus ner potenziellen 10/10 auf einmal ne 3/10 oder so. Aber wenn mich ein Film unzufrieden entlässt, dann zieht das mein Gefühl für den Film eben runter und ärgert mich. Ein gutes Ende ist ebenso wichtig wie eine gute Mitte und ein guter Anfang. Und wenn das nicht gelingt, wird aus nem cleveren Meisterwerk schnell ein okayer Film, der aber eben zerfahren wirkt und es nicht schafft die ganze Strecke zu gehen. Um ne endgültige Wertung dranzuschreiben müsste ich den mindestens nochmal sehen, aber vom Bauchgefühl aufgrund des Kinogangs her, kann ich da nicht mehr als 6/10 geben.

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
05.04.2019 19:11 Uhr | Editiert am 05.04.2019 - 19:13 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.485 | Reviews: 166 | Hüte: 376

@Petra82 und ZSSnake

Ich sehe das wie MB80, bei so einem Konzept sollte man Logikfehler nicht auf die Goldwaage legen. Das, was "Us" als Horror-Comedydrama inhaltlich und atmosphärisch rüberbringen möchte, gelingt ja schließlich einwandfrei.

Zu den Spoilern:

"Warum hat sie nie versucht den Untergrund zu verlassen?"
Weil sie sich aufgrund der veränderten sozialen und bildungstechnischen Umgebung den Untergrund-Menschen angepasst hat und eine von ihnen wurde.

"Warum ist ihre "andere" an nem Ort "gelagert", an dem sie nicht mal lebt sondern nur im Urlaub mit ihren Eltern ist?"
So, wie ich das verstehe, ist befindet sie sich da nicht dauerhaft. Die Untergrund-Menschen bewegen sich ja immer parallel zu den Bewegungen der Oberflächen-Menschen mit und dementsprechend dann auch vom Heimatort hin zum Urlaubsort.

Die Sache mit der Regierungsverschwörung hat mir auch nicht wirklich gefallen, da hätte ich ebenfalls eine andere Erklärung bevorzugt.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
03.04.2019 13:20 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 7.943 | Reviews: 156 | Hüte: 446

@ Luhp:

Warum hat sie nie versucht den Untergrund zu verlassen? Wer hat die da unten weiter versorgt, nachdem das Projekt aufgegeben wurde? Wie haben die es geschafft sich US-Weit zu koordinieren, da es ja nicht nur lokal beschränkt passierte? Warum ist ihre "andere" an nem Ort "gelagert", an dem sie nicht mal lebt sondern nur im Urlaub mit ihren Eltern ist? Wie haben die im Untergrund alle relevanten Informationen für den Coup gesammelt ud wie haben sie das in ihren Bunkern koordiniert bekommen?

Sehr viele Elemente die logisch nicht nachvollziehbar waren und auch nicht aufgelöst werden, nicht mal implizit. Nach hinten raus hätte es mehr Sinn gemacht (@petra82), wenn man bei der abstrakten Struktur geblieben wäre und es ggfs auch übernatürlich "erklärt" hätte, anstatt da ne Regierungsverschwörung draus zu basteln. Dann hätte es zumindest strukturell nicht vor so vielen Problemen gestanden.

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
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MB80 : : Cheddar Goblin
03.04.2019 13:01 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 821 | Reviews: 17 | Hüte: 56

luhp92:

"...das geschieht aber auf universeller Ebene und bezieht sich nicht explizit auf Rassismus gegenüber Schwarzen."

Das sagt der Peele im Interview auch, nicht das zentrale Thema des Filmes.

ZSSnake, Petra82:

Das der Film ein bisschen seine Struktur verliert habe ich tatsächlich schon ein paar mal gelesen. Ob für mich Logiklöcher bei so einem abstrakten Konzept im Weg stehen... ich werde sehen (und hören). Sehen, nicht nur schauen, um mal Schmitt Jr. zu bemühen wink

“Ich bin der große Verräter. Es darf keinen größeren geben!“

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Petra82 : : Schneefeger
03.04.2019 12:23 Uhr
0
Dabei seit: 07.10.08 | Posts: 1.908 | Reviews: 15 | Hüte: 68

@ZSSnake:

Bin da vollkommen bei dir. Viele interessante Ansätze, fällt aber in der Umsetzung auseinander. Mir fehlt auch etwas an ganz simpler Logik (wie überleben die da unten, wer führt/ernährt usw.?) , so dass sich der Film einfach runder anfühlt. Nichts gegen die spannenden Hintergrundgedanken, aber dafür muss der Rahmen stimmen.

Warum bin ich nicht aus Stein wie du...?

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
03.04.2019 12:20 Uhr | Editiert am 03.04.2019 - 12:20 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.485 | Reviews: 166 | Hüte: 376

@MB80
In "Us" wird schon die Angst vor dem Fremden sowie das "Wir und die Anderen" thematisiert, das geschieht aber auf universeller Ebene und bezieht sich nicht explizit auf Rassismus gegenüber Schwarzen. Vielmehr zeigt der Film, was geschieht, nachdem die schwarze Familie endlich in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist.

Ja, die Trailer usw. sind recht spoilerfrei und gehen nicht über den ersten Akt hinaus.

@ZSSnake
Inwiefern fällt der Film für dich auseinander bzw. welche Widersprüche und Logiklöcher meinst du?

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
03.04.2019 11:18 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 7.943 | Reviews: 156 | Hüte: 446

@ MB80:

Ich muss nach dem Kinogang sagen, dass der Film thematisch viel Gutes zu bieten hat aber inhaltlich dermaßen auseinanderfällt gegen Ende, dass er letztlich mehr Frust als Lust war für mich. Ich hatte hohe Erwartungen und war dann eher enttäuscht, weil Get Out inhaltlich zwar teils in abstruse Regionen ging, aber doch eine funktionierende Dramaturgie und innere Logik besaß.

Us regt definitiv zum Nachdenken und Hinterfragen an, lässt dabei aber eben auf Storyebene irgendwann alle Zügel fallen und verstolpert sich in Widersprüchen und Logiklöchern. Könnte man drüber wegsehen, mich hat es genervt.

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
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MB80 : : Cheddar Goblin
03.04.2019 11:00 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 821 | Reviews: 17 | Hüte: 56

Nachdem ich jetzt endlich meine Hausaufgaben gemacht habe und Get out gesehen habe sind die Erwartungen an Us natürlich hoch, hoch, hoch...

Gesteigert wurden sie gerade noch durch das interessante Interview von Jordan Peele mit Simon Mayo bei BBC5 (Kermode and Mayo), in dem Peele über seine Idee zu Us, unsere Angst vor Doppelgängern, seine Schauspieler und natürlich darüber, ob der Film wieder das Thema Rasse/Hautfarbe aufgreift, sinniert (Er tut es nicht... sagt zumindest Peele, Simon Mayo war sich da nicht so sicher).

Die Spoiler gehen nicht über den Trailer hinaus, der zum Glück nicht mehr als den "Aufschlag" preisgibt.

“Ich bin der große Verräter. Es darf keinen größeren geben!“

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ferdyf : : Alienator
25.03.2019 01:26 Uhr
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Dabei seit: 04.02.13 | Posts: 2.338 | Reviews: 5 | Hüte: 78

Wenn Get Out 4.5 Hüte hat, muss ich Wir einen Ganzen abziehen. Tendenz gen 4 Hüte.

Ein sehr interessanter Film bzw. Geschichte, extrem starke Darsteller und genug Mindf*ck Momenten und einem schönen Plottwist.

Manches lief nicht ganz rund, aber der Film müsste definitiv nochmal gesehen werden.

Solide Arbeit von Peele

Meine Bewertung
Bewertung
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
24.03.2019 12:20 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.485 | Reviews: 166 | Hüte: 376

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
24.03.2019 00:34 Uhr | Editiert am 24.03.2019 - 00:35 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.485 | Reviews: 166 | Hüte: 376

Ein gutes und toll gespieltes Horror-Comedydrama mit ordentlicher Gesellschaftskritik.

Jordan Peele wirft einen Blick auf die US (doppeldeutiger Titel) und deren kapitalistische Gesellschaft. Die Oberschicht beschäftigt sich damit, wer über die meisten Konsumgüter und besseren Statussymbole verfügt, während die Unterschicht als Abfall in der Kanalisation verscharrt wird, dort degeneriert und sich kriminalisiert. Abwandlungen sind dennoch möglich, die soziale Umgebung formt den menschlichen Charakter.

Kann ich weiterempfehlen!

Meine Bewertung
Bewertung

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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