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Primeval | 08.01.2012
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7557 Kommentare
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
25.12.2025 21:00 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 18.857 | Reviews: 188 | Hüte: 691

Pfau - Bin ich echt? (2024, Deutschland 2025)

Matthias arbeitet für eine Rent-a-Friend-Agentur und vermietet sich an Menschen, für die er in bestimmte Rollen schlüpft (Freund, Sohn, Lebenspartner, ...), bis er sich in seinem Schauspiel verliert und den Bezug zur eigenen Identität und Realität verliert. Falls diese Realität überhaupt existiert, da jeder Mensch gesellschaftliche Rollen spielt und vortäuscht.

Wenn man sich von Ruben Östlund inspirieren lässt, erhält man auch Ruben Östlund? Gesellschaftskritik als platte Satire mit platter Metaphorik, mit Ausnahme zweier starker Szenen am Ende (Theater, Geburtstagsparty). Darüberhinaus so bissig dargeboten wie eine 100-minütige Yoga- oder Achtsamkeitsübung.

Zumindest am Wiener Schmäh kann man sich erfreuen und Albrecht Schuch überzeugt in der Hauptrolle wie immer. Sollte Theresa Frostad Eggesbø ("Ragnarok") jetzt internationale Karriere machen, erfreut mich das noch mehr.

Bei "Pfau" handelt es sich um das Spielfilmdebut von Bernhard Wenger und um den österreichischen Beitrag für die Oscars 2026.

4 von 10 Punkten

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
30.12.2025 02:35 Uhr | Editiert am 30.12.2025 - 02:43 Uhr
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Harvest (2024, in Deutschland 2025)

Elegischer Folk-Mittelalterwestern. Erzählt wird von einer isolierten, bäuerlichen Gemeinde irgendwo in Schottland, die nach und nach den Kontakt zu Natur, Ackerland, Heimat und Tradition verliert, sobald ihr einfaches, hartes und abergläubisches Leben von Fremden gestört wird und ein Landvermesser / Kartograph sowie Feudalismus / früher Kapitalismus einziehen.

Vergleichbar mit Terrence Malick und Kelly Reichardt oder entfernt mit "The VVitch" und "The Wicker Man".

Geschossen auf 16mm, "Harvest" sieht sehr schön aus und wirkt wie aus alter Zeit, herausragendes Colorgrading.

Hat mir gefallen, aber für den Film muss man schon sein^^

Mit Caleb Landry Jones, Harry Melling, Frank Dillane und Rosy McEwen. Von Athina Rachel Tsangari, der Partnerin von Yorgos Lanthimos aus seiner griechischen Zeit.

7 von 10 Punkten

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=EbCcz0OzhtQ
Clip 1: https://www.youtube.com/watch?v=7QK5y_TxXAA
Clip 2: https://www.youtube.com/watch?v=54QvWl6hN1o
Clip 3: https://www.youtube.com/watch?v=PjcJF6KVdVY

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
14.01.2026 18:30 Uhr | Editiert am 14.01.2026 - 22:09 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 18.857 | Reviews: 188 | Hüte: 691

Goliath II (1960)

Ein charmanter und witziger Disney-Kurzfilm über einen sehr kleinen, indischen Elefanten, der sich seinen Platz in der Herde erkämpfen und Gefahren des Dschungels meistern muss.

Es ist im Prinzip "Das Dschungelbuch" nur ohne Mogli und es verwundert daher auch nicht, dass sich diverse Elemente des Kurzfilms (Animation, Inhalt, Humor) in der Kipling-Adaption wiederfinden.

Als Erzähler der Geschichte fungiert Disney-Stammsprecher Sterling Holloway (z.B. Kaa), den Herdenpatriarchen und Vater spricht J. Pat OMalley, der dies mit Colonel Hathy später nochmal wiederholte. Die Rolle des bösen Tigers übernimmt "Looney Tunes"-Ikone Mel Blanc.

"Goliath II" läutete Disneys silbernes Zeitalter ein, mit der Fotokopie wurde mit Erfolg ein neues und billigeres Druck- und Kopierverfahren ausgetestet und auf dem Regiestuhl nahm der gebürtige Münchener Wolfgang Reitherman Platz, der danach auch sämtliche abendfüllende Zeichentrickfilme der 1960er und 1970er Jahre (u.A. "Das Dschungelbuch") inszenieren sollte.

Oscar-nominiert für den Besten animierten Kurzfilm 1961.

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MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
17.01.2026 19:03 Uhr | Editiert am 17.01.2026 - 19:17 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 18.857 | Reviews: 188 | Hüte: 691

Spermageddon (2024, in Deutschland 2025)

Was ist, wenn Spermien Gefühle hätten? Der norwegische "Inside Out" über Pubertät, Masturbation, Pornokonsum, das Erste Mal, Verhütung und Abtreibung, den Pixar (verständlicherweise) nie drehen würde.

In einer kurzweiligen und äußerst komischen Sause von 80 Minuten erzählt Tommy Wirkola in "Spermageddon" auf progressive Weise von der ersten sexuellen Erfahrung zweier Teenager und der Reise der Spermien (u.A. Aksel Hennie) durch den Körper, dreht dabei den Regler für anzügliche Wortwitze auf vollen Anschlag und überrascht obendrein noch mit einigen großartigen Musicalnummern, die im Prinzip auch aus "Big Mouth" stammen könnten.

Definitiv ein Geheimtipp des letztjährgen Filmjahres!

Trailer
https://www.youtube.com/watch?v=39NqjiExlTo

7,5 von 10 Punkten

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MJ-Pat
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CINEAST : : Moviejones-Fan
17.01.2026 21:07 Uhr
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Dabei seit: 17.11.09 | Posts: 2.240 | Reviews: 7 | Hüte: 139

@luhp92

Ich habe ihn letztens auch aufgrund der Trailersichtung bei Kino+ angeschaut (ich nehme an du bist auch über Kino+ auf ihn aufmerksam geworden ;)

Ich muss aber sagen...ich fand den dermaßen bescheuert laughing

Ich habe dem nicht mal einen Tagebucheintrag spendiert, so mies fand ich den.

Das ist natürlich absolut ein Special Interest-Film und wer diese Art Humor und Überdrehtheit mag, für den mag das genau das richtige sein, aber ich habe mich gefühlt wie mit 10 Jahren, 39° Fieber und dem Schauen der Fiebertraum gewordenen The Tex Avery Show im Vorabend Programm... danach ging es mir damals noch schlechter als vorher. (Ich verlinke hier nichts, Gehirnzellen schrumpfen beim Schauen des Serien-Intros auf eigene Gefahr)

- CINEAST -

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
18.01.2026 05:29 Uhr | Editiert am 18.01.2026 - 05:30 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 18.857 | Reviews: 188 | Hüte: 691

@CINEAST

Ja, über Kino+ bin ich zuerst auf den Film aufmerksam geworden, Schröck und Schlogger haben den ja gefeiert. Andere aus der meiner Bubble (Leinzi und CatBitesYou sind auch hier auf MJ) mochten den ebenfalls.

Der Humor ist natürlich speziell, hat aber voll meinen Geschmack getroffen^^

Die Tex Avery Show war als Kind eine meiner Favoriten, diese könnte ich mir heutzutage aber wahrscheinlich auch nicht mehr ansehen, haha.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
20.01.2026 20:00 Uhr | Editiert am 20.01.2026 - 20:01 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 18.857 | Reviews: 188 | Hüte: 691

Der Ersatz (Surogat) (1961)

Eine solipsistische Komödie des jugoslawischen Animationsstudios Zagreb Film (Dušan Vukotić), welche sehr kreativ und witzig mit geometrischen Formen und dem Auf- und Abblasen von Gegenständen spielt, und sich über einen Mann lustig macht, der nicht versteht, wie man sich richtig gegenüber Frauen verhält.

1962: Der erste nicht-US-amerikanische Film, der den Oscar für den Besten animierten Kurzfilm gewinnt. Ferner handelt es sich um den einzigen, jugoslawischen Oscar-Gewinn.

Zu sehen auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=u59XkVwL1Sk

8 von 10 Punkten


Ein Platz an der Sonne (O místo na slunci) (1959)

Inhalt (Zitat Wikipedia): "Zwei Männer streiten sich um einen kleinen sonnigen Fleck auf einem Strand am Meer. Ihr Zank und Streit hat zur Folge, dass der sonnige Fleck verschwindet und beide Männer in der Dunkelheit zurückgelassen werden."

Ein tschechoslowakischer Film und quasi ein Vorbild für Pixars "Day & Night".

Oscar-nominiert für den Besten animierten Kurzfilm 1961.

Zu sehen auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=BB7oKL1ibQs

6,5 von 10 Punkten


High Note (1960)

Quasi eine Strichmännchen-Musik-Actionkomödie. Noten-Männchen bauen ein Notensystem, ein Noten-Dirigent möchte "An der schönen blauen Donau" spielen, wird dabei aber von einer betrunkenen Note und dem Trinklied "Little Brown Jug" gestört.

Witzig und kreativ, hat meiner Meinung nach aber noch Luft nach oben.

Oscar-nominiert für den Besten animierten Kurzfilm 1961.

Zu sehen auf Facebook oder Vimeo
https://www.facebook.com/watch/?v=1447433483065445
https://vimeo.com/548401442

5,5 von 10 Punkten

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MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
27.01.2026 19:24 Uhr | Editiert am 27.01.2026 - 19:30 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 18.857 | Reviews: 188 | Hüte: 691

Icarus Montgolfier Wright (1962)

22. August 1970: In der Nacht vor dem ersten bemannten Flug zum Mond erträumt sich der verantwortliche Astronaut den Beistand von Ikarus, der Brüder Montgolfier und der Brüder Wright zur Bewältigung seiner Aufgabe.

Was folgt, ist eine eindrucksvolle Bebilderung und erhabene Erzählung (James Whitmore) des menschlichen Entdeckergeistes, des Traums vom Fliegen und des (wortwörtlichen) Griffs nach den Sternen. Die archaisch und monumental anmutenden Zeichnungen mit ihren goldenen, roten und braunen Farbtönen erwecken Urtümlichkeit, es wirkt so, als würde man Griechische Klassik mit Denis Villeneuves "Dune"-Werken kombinieren, ich kann das gerade nicht besser beschreiben.

Der Film basiert auf einer Kurzgeschichte des Autoren Ray Bradbury ("Fahrenheit 451"), der sie zusammen mit Autor George Clayton Johnson ("Logan´s Run", "The Twilight Zone") für den Film adaptierte.

Oscar-nominiert für den Besten animierten Kurzfilm 1963.

Zu sehen auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=lm5kylavY3Y

7,5 von 10 Punkten


The Hole
(1962)

Ein afroamerikanischer und weißer Bauarbeiter unterhalten sich während der Arbeit, gesprochen werden die beiden Männer vom Jazz-Musiker Dizzy Gillespie und vom Western-Schauspieler George Mathews in einer 15-minütigen Improvisation. Ihr Gespräch wechselt fließend zwischen privaten, arbeitsbezogenen und politischen Themen hin und her, Meinungen und Standpunkte werden ausgetauscht, speziell dreht sich ihr Gespräch um Was-wäre-wenn-Szenarien eines Atomangriffs. Es handelt sich um ein urnatürliches Gespräch, wie es sich zu jeder Zeit (also auch heute) zwischen zwei zufälligen Menschen entwickeln könnte, und gleichzeitig vermittelt es ein Gesamtgefühl für die gesellschaftliche und politische Lage der 1960er Jahre und wie sich die Menschen in den USA dazu verhielten.

Kombiniert wird dies mit, für John und Faith Hubley charakteristisch, surrealistischen Animationen, die im Finale ihren Höhepunkt finden, wenn man sich nach einem Unfall und lauten Krachen nicht sicher sein kann, ob die beiden Bauarbeiter auf die normale New Yorker Skyline blicken oder auf eine atomare Verwüstung.

Oscar-ausgezeichnet als Bester animierter Kurzfilm 1963, für John Hubley ist es nach 1960 die zweite Auszeichnung als Independant-Experimentalfilmer und das mal wieder verdient, wobei ich oben genannten "Icarus Montgolfier Wright" als noch etwas stärker empfand.

Zu sehen auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=PGB3eudJwOU

7 von 10 Punkten

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
04.02.2026 19:13 Uhr | Editiert am 04.02.2026 - 23:34 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 18.857 | Reviews: 188 | Hüte: 691

Oscars 1931

Wie es der Zufall will, habe ich mir zuletzt drei Filme dieser Oscar-Verleihung angesehen.


Pioniere des wilden Westens
(Cimarron)

Ein Westernepos, welches die (unrechtmäßige) Entstehung und Entwicklung des US-Staates Oklahomas schildert, wobei vor allem der Beginn mit dem Oklahoma Land Run als großangelegtes Setpiece heraussticht. Für damalige Verhältnisse handelt es sich beim Umgang mit den Indigenen um einen überraschend progressiven Film, mitunter kann man den Film sogar als Prequel zu Martin Scorseses "Killers of the Flower Moon" auffassen.

Der Gewinner der Oscars mit sieben Nominierungen und drei Auszeichnungen, darunter für den Besten Film. Es handelt sich um den ersten und einen von vier Western, welcher bisher den Oscar für den Besten Film gewinnen konnte und es sollten 59 Jahre vergehen, bis dies mit "Der mit dem Wolf tanzt" erneut einem Western gelang.

Marokko

Der zweite der sieben Filme, die Regisseur Josef von Sternberg und Marlene Dietrich zusammendrehten, Marlene Dietrichs erster US-amerikanische Film, der ihr auch direkt ihre erste (und einzige) Oscar-Nominierung einbrachte. Es handelt sich um ein Liebesdrama, im marokkanischen Mogador (heute Essaouira) entspinnt sich eine Dreiecksbeziehung zwischen einer selbstbewussten und verführerischen Barsängerin (Dietrich), einem reichen Gentleman (Adolphe Menjou) und einem einfachen Fremdenlegionär (Gary Cooper), ein bisschen vergleichbar mit "Casablanca". Die Stadt Mogador wurde komplett am Set entworfen, wird von Josef von Sternberg aber sehr atmosphärisch eingefangen. Marlene Dietrich spielt einnehmend, ist Zigarette rauchend im Smoking mit Zylinder die Coolheit in Person und sorgte in einer Barszene mit dem Küssen einer Frau für einen kleinen Skandal, eben eine bisexuelle Filmikone.

Skippy

Den Film bei den Oscars kann man fast nur als Kuriosum bezeichnen. Es handelt sich um ein Kinderabenteuer vergleichbar mit den "Kleinen Strolchen", im Zentrum steht Skippy, ein aus Sicht seines Vaters verzogener Junge aus der gehobenen Mittelschicht, der sich lieber im aufregenderen, benachbarten Slum Shantytown herumtreibt und sich dort mit dem armen Jungen Sooky anfreundet. Ein reiner, charmanter und liebenswürdiger Film aus Kindersicht, Raufereien und das Spielen auf den Straßen, zur großen Herausforderung wird es, ein paar Dollar zusammenzutreiben, um ihren Hund zu befreien, den sich der jähzornige Nachbar als Pfand genommen hat, weil er sie für das Einwerfen seiner Windschutzscheibe verantwortlich macht. Gegen Ende nimmt der Film dabei sogar noch eine dramaturgisch starke und reife Entwicklung, als Skippy erfährt, dass sein Lokalpolitiker-Vater Shantytown abreißen lassen möchte.

Skippy wird gespielt vom neunjährigen Jackie Cooper, den man am meisten wohl als Perry White aus den Superman-Filmen kennt, nominiert als Bester Hauptdarsteller, bis zum achtjährigen Justin Henry für "Kramer gegen Kramer" 1980 der jüngste nominierte Schauspieler und in der Kategorie des Hauptdarstellers bis heute der jüngste. Sooky wird gespsielt von Robert Coogan, dem Bruder des populären Kinderschauspielers Jackie Coogan (siehe Charlie Chaplins "The Kid"). Norman Taurog gewann den Regie-Oscar, im Vergleich mit der Konkurrenz eine merkwürdige Entscheidung, aber den Oscar erhielt er wahrscheinlich für seine Leistung, den großen Kindercast zu stemmen. Taurog war 32 Jahre alt, der jüngste Regie-Oscar-Gewinner bis Damien Chazelle für "La La Land" im Jahr 2017. "Skippy" basiert auf einem Comic-Strip und damit handelt es sich bis "Black Panther" 2019 um die einzige Comicverfilmung, die für den Besten Film nominiert wurde.


Die Oscars 1931 halten ferner noch bereit den einflussreichen Gangsterfilm "Der kleine Cäsar", der die Blütezeit des Gangsterfilms in den 30er-Jahren einläutete, das frühe Howard-Hawks-Kriminaldrama "Das Strafgesetzbuch" und die Komödie "The Front Page" von Lewis Milestone ("Im Westen nichts Neues"). Die kamen heute noch auf meine Liste.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
10.02.2026 18:51 Uhr | Editiert am 10.02.2026 - 18:53 Uhr
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Oscars 1964 Beste animerte Kurzfilme


The Critic
(1963)
Eine Satire über abstrakte Filmkunst und Filmrezeption, geschrieben und gesprochen von Mel Brooks. Für die Laufzeit okay.
Mel Brooks konnte die Oscars bereits vor "Frühling für Hitler" ^^

https://www.youtube.com/watch?v=PramR5oxn50


Automania 2000 (1963)
Eine herausragende Science-Fiction-Satire von John Halas und Joy Batchelor ("Animal Farm") über den Einfluss von Auto-Obsession, exzessivem Konsum und unkontrollierter Technologie auf Gesellschaft und Umwelt, hinter dem Charme, der Niedlichkeit und dem Hurmor des Zeichentrickstils und der Erzählung verbirgt sich dystopischer Horror. Der erste britische Kurzfilm bei den Oscars.

https://www.youtube.com/watch?v=b-ymlIN2slQ


My Financial Career (1962)
Eine Komödie von Gerald Potterton ("Heavy Metal") über einen neurotischen Mann, der in einer Bank ein Bankkonto eröffnen möchte. Funktionierte für mich weniger, weil ich dem Mann seine soziale Verängstigung überhaupt nicht abgenommen habe, dafür verhält er sich in seinem Auftreten und gedanklichen Selbstgesprächen zu selbstbewusst. Außerdem zieht sich der Witz für sieben Minuten zu lange hin.

https://www.youtube.com/watch?v=9IV6xT00ZZ4

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MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
13.02.2026 18:41 Uhr | Editiert am 13.02.2026 - 18:42 Uhr
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Two People Exchanging Saliva (Deux personnes échangeant de la salive) (2024)

Ein Liebesdrama angesiedelt in einer dystopischen Welt, in der das Küssen verboten ist und Geld als Bezahlmittel durch Ohrfeigen ersetzt wurde. Als hätte Yorgos Lanthimos einen französischen Arthosue-Film gedreht.

Über die Logik der Regeln dieser Dystopie sollte man nicht allzu viel nachdenken, es lohnt sich mehr, das Liebesdrama zu fühlen, sich an der schönen Cinematographie sowie am Spiel von Zar Amir Ebrahimi ("Holy Spider", "Tatami") und Luàna Bajrami ("Porträt einer jungen Frau in Flammen") zu erfreuen.

Oscar-nominiert für den Besten Kurzfilm 2026.

Zu sehen beim The New Yorker:
https://www.newyorker.com/video/watch/two-people-exchanging-saliva

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
14.02.2026 00:33 Uhr
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How To Make a Killing (Un ours dans le Jura) (2024, in Deutschland 2025)

In einer kleinen Gemeinde im französischen Teil des Jura-Gebirges: Ein einfaches Ehepaar überfährt aus Versehen zwei Drogendealer, nimmt das Drogengeld im Wert von zwei Mio. Euro an sich und versucht, den Unfall zu vertuschen.

Was sich daraus entwickelt, ist eine charmante, morbide und winterliche Provinz-Kriminalkomödie; der Film wurde als "Fargo trifft Eberhofer-Krimi" beworben und genau das trifft hier auch zu.

7 von 10 Punkten

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