Hier dreht sich alles um die News Mit 89 Jahren: Hollywood-Legende Robert Redford ist verstorben. Tausch dich mit anderen Filmfans aus.
@DrStrange
"Jeremiah Johnson" ist schon vorgemerkt. Im Prinzip ist das einzige, was ich bisher vom Film kenne, das bekannte Meme mit dem nickenden Redford^^
"Die drei Tage des Condor" dürfte aus heutiger Sicht auch für MCU-Fans spannend sein, das war vor elf Jahren ja das Vorbild für "Captain America: The Winter Soldier".
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
Brubaker ist auch tatsächlich von den gesehenen mein liebster Film mit Redford.
Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.
@luhp92:
Jaha... da sind schon ein paar Punkte der Gemeinsamkeit mit "The Winter Soldier", aber keine Sorge, der Film steht vollkommen autark.
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
...so, dafür musste ich mir einen Moment Zeit nehmen.
Die Nachricht hat mich am Dienstag tatsächlich ganz schön geschockt und emotional mitgenommen.
Ironischweise konnte ich "früher" mit Robert Redford überhaupt nichts anfangen. Er war für mich der Inbegriff des alten angestaubten Filmstars, der Schönling einer vergangenen Zeit und ohne vorher je einen Film von ihm gesehen zu haben, habe ich eine Antipathie ihm gegenüber entwickelt.
Dann habe ich meinen Schwiegervater kennengelernt, der großer Redford-Fan war. In einer Unterhaltung fiel das Gespräch dann auf Redford und während er schwärmte, erwartete er diese klassische zustimmende nicken, das man eben erwartet wenn man vermeintlich allgemeingültige Aussagen in ein Gespräch mit Gleichgesinnten trägt...woraufhin ich ihm relativ emotionslos zu verstehen gab, dass das leider nicht mein Typ ist...leider nicht...leider gar nicht. Woraufhin er wiederum fassungslos reagierte und mir direkt ans Herz legte mit ihm zusammen Redford-Filme zu schauen. Und was soll ich sagen...
...direkt mit dem ersten Film "Der elektrische Reiter" hat Redford meine Sympathien für sich gewinnen können und mit jedem Film mehr, den ich von ihm sah und je mehr ich mich mit seiner Lebensgeschichte, seinen politischen und gesellschaftlichen Wertevorstellungen usw. auseinandersetzte, desto mehr wurde er zu einem meiner liebsten Personen des öffentlichen Lebens, möchte ich es mal nennen.
Er ist für mich eben nicht nur ein sehr guter Schauspieler und Regisseur, sondern vor allem als Gesamtperson einfach eine außergewöhnliche Erscheinung, die ich mit den Jahren sehr ins Herz geschlossen habe. Gerade diese vermeintlichen Gegensätze, die die Wahrnehmung seiner Lebenseinstellung und seines Auftreten prägten, wie, dem klassischen Westen von Amerika nachzutrauern, aber eben gleichzeitig linksliberal und naturverbunden zu sein, sich für die Rechte von Native Americans einzusetzen, aber in seinen Filmen doch immer irgendwie die Vergangenheit bzw. maximal den Ist-Zustand abzubilden, also eher in Vergangenem zu schwelgen als neues zu wagen, optisch der vermeintliche Hollywoordschönling zu sein, der dies auch durch seine Filmrollen teilweise unterfüttert, sich aber gleichzeitig vom Hollywood-Glamour komplett loszusagen und sich lieber in die Abgeschiedenheit der Natur zurückzuziehen, das alles faszinierte mich.
Als er mit "All is Lost" dann 2014 nochmal einen größer besprochenen Film Kino hatte, war das das erste Mal, dass ich ihn auf der großen Leinwand gesehen habe und dieses Filmerlebnis habe ich auch nochmal besonders abgespeichert, einfach ein toller Film und eine brillante Leistung von Redford.
Die Ankündigung und das Marketing zu seinem letzten Film "Ein Gauner und Gentleman"/ "The Old Man and the Gun" (der seltene Fall wo beide Titel einfach cool klingen) waren für mich dann das perfekte Ende einer wahnsinnigen Karriere. Mit David Lowery war ein Regisseur mit Passion und großen Ambitionen zum Projekt am Werk, der mit großem Respekt, Redford einen würdigen filmischen Abschied bescheren wollte, mit Sissy Spacek das weibliche Pendant zu Redford, die ebenfalls diese Wärme und Größe ausstrahlt wie er selbst. Vom Artdesign des Posters, über den Trailer, Soundtrack bis zum fertigen Film, der ein absoluter Slowburner ist, passte für mich da einfach alles und ich freute mich für ihn, dass er so einen soliden ruhigen und würdigen Abschied feiern durfte, der irgendwie zu seinem Leben passt.
Dahingehend finde ich auch seinen endgültigen Abschied vom Leben irgendwie angemessen respektvoll ihm gegenüber, so blöd sich das anhört, aber...er durfte einfach ruhig und entspannt im Kreise der Familie gehen, ohne Komplikationen, Krankheit oder Krankenhausaufenthalt... Als hätte das Leben ihm damit auch noch einmal Respekt zollen wollen.
Die beiden Worte die ich am Meisten in den Nachrufen zu ihm gehört habe waren "ehrlich & integer", ich denke es gibt schlechtere Adjektive mit denen man in Erinnerung bleiben kann.
- CINEAST -
@CINEAST
Schöne Worte und Einblicke.
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
Mit 89 Jahren: Hollywood-Legende Robert Redford ist verstorben
Moviejones | 16.09.2025