
++++Update vom 19.08.2026:
Ob die Warnungen einzelner Kinos und die Diskussion um die FSK-12-Freigabe tatsächlich eine Rolle gespielt haben, lässt sich natürlich nicht sagen. Auffällig ist allerdings, dass The End of Oak Street in Deutschland einen eher schwachen Kinostart hingelegt hat. Die J.J.-Abrams-Produktion mit Anne Hathaway und Ewan McGregor kam am Startwochenende auf 79.379 Besucher und blieb damit hinter den Erwartungen an ein großes Abenteuer mit Dinosauriern und Parallelwelten zurück.
Auch in den USA lief der Start nur solide, wie ihr in unserer Box-Office Analyse nachlesen könnt.
Möglicherweise zeigt sich hier ein grundsätzliches Problem der Positionierung: The End of Oak Street klingt zunächst nach einem klassischen Abenteuerfilm, enthält aber deutlich härtere Szenen, als manche Eltern bei einem Film mit Dinosauriern erwarten dürften. Wenn Familien deshalb unsicher sind, für welches Alter der Film tatsächlich geeignet ist, könnte das zumindest ein zusätzlicher Faktor sein.
Belegen lässt sich ein Zusammenhang zwischen der FSK-Diskussion und dem schwachen Start allerdings nicht. Die Zahlen zeigen zunächst nur: Das potenzielle Familienpublikum blieb zum Start weitgehend aus.
++++News vom 14.08.2026:
Dinosaurier, eine Familie und eine Parallelwelt: The End of Oak Street klingt zunächst nach einem großen Abenteuer für ein breites Publikum. Doch ein Kino in NRW schlägt nun Alarm: Nach einer Sneak-Preview seien Besucher und Mitarbeiter angesichts der FSK-12-Freigabe teilweise entsetzt gewesen.
Grund sind offenbar mehrere drastische Szenen: Über längere Passagen würden Menschen, darunter auch Kinder, von Dinosauriern gejagt. Menschen würden gefressen, zudem seien auch herausgerissene Gliedmaßen zu sehen. Gerade für jüngere Dino-Fans könnte der Umstand irritierend sein, dass die sonst oft als faszinierende oder sogar freundliche Wesen wahrgenommenen Dinosaurier hier plötzlich auch Kinder jagen und töten. Das passt möglicherweise nicht ganz zu dem Weltbild, das manche Kinder bislang von ihren Lieblingssauriern haben.
Das Lumen warnt deshalb davor, sich von der FSK 12 und dem Szenario eines vermeintlich familienfreundlichen Dinosaurierfilms täuschen zu lassen. Das Kino empfiehlt Eltern ausdrücklich, keine jüngeren Kinder mitzunehmen, und spricht sich freiwillig für eine Orientierung ab 14 Jahren aus.
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Wichtig dabei: Das Kino kann die offizielle FSK-Freigabe natürlich nicht ändern. Auch entscheidet nicht Das Lumen darüber, welche Altersgrenzen rechtlich gelten. Bei einer FSK 12 greift zudem die bekannte Parental-Guidance-Regelung, durch die auch Kinder ab sechs Jahren in Begleitung einer personensorgeberechtigten Person ins Kino dürfen.
Was ein Kino allerdings kann: eine eigene Empfehlung aussprechen und Eltern auf Inhalte hinweisen, die aus Sicht der Betreiber für jüngere Kinder möglicherweise ungeeignet sind.
Doch woran erkennt man eigentlich, ob ein Film für das eigene Kind geeignet ist? Mit dieser Frage und dem aktuellen Stand der Forschung zu Medieninhalten und Altersfreigaben haben wir uns bereits in einem anderen Artikel beschäftigt.
