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Ash, that transmission - Mother deciphered part of it. It doesn't look like an S.O.S. ...
Auf welchem Platz liegt Aliens - Die Rückkehr?

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Eine Liste von MB80 mit 6 Filmen (Letztes Update: 21.04.20)
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Hinterhältige Androiden? Ein Biest, dass wohl gezielt entworfen wurde, um maximal feindselig und abstoßend auf uns zu wirken? Mehr oder weniger subtile Anspielungen bzw. Thematisierung von Sex über den Ursprung des Lebens bis zu künstlicher Intelligenz?

Das interessanteste an den "Alien" Filmen ist wahrscheinlich, dass so viele verschiedenen Regisseure und Autoren an ihnen mitgewirkt haben. Das gibt jedem Film der originalen "Tetralogie" einen ganz eigenen Geschmack (die neueren Prequels sind wieder von Scott, aber thematisch deutlich anders).So hat dieses scheinbar simple Sci-Fi Horror Gerüst eine überraschende Flexibilität, wodurch auch in den schwächeren Teilen durchaus interessante Elemente zu finden sind...

Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt
#1
Filmstart: 25.10.1979
Alles fing damals mit einem trashigen kleinen Script namens "Star Beast" und genau einer guten Szene an. Ein paar Überarbeitungen später, mit einem verrückten Schweizer Künstler und einem visuell talentierten (Jung-)Regisseur an Bord, steht ein moderner Klassiker und Meisterwerk des "Pacing", der nicht umsonst an Filmschulen zum Thema Spannungsaufbau vorgestellt wird.

Ganz großes Kino.
Aliens - Die Rückkehr
#2
Filmstart: 13.11.1986
Relativ frisch zurück von seinem Erfolg mit "Terminator" nimmt sich J. Cameron der Fortsetzung an. Was abgeliefert wird, ist eine Art Action-Remake des Originals, aber dafür ein wirklich gutes. Wie man es von Cameron gewohnt ist mit einem stromlinienförmigen Drehbuch versehen, bei dem die Zahnräder schön zusammen greifen.
"Mehr, mehr, mehr" scheint das Motto zu sein. Kann trotzdem nicht darüber hinweg täuschen, dass er eigentlich wenig Neues bringt, und den Aliens sogar etwas von ihrem Schock-Faktor nimmt. Plus das er trotz höherem Budget ne Ecke billiger aussieht.
Alien - Covenant
#3
Filmstart: 18.05.2017
Der letzte Teil ist ein interessantes Cross-over aus dem Original und "Prometheus", und einer der stärksten des Franchises. Hat einige kleinere Drehbuchprobleme, und leidet an einem Problem der späteren Filme: zu viele Charaktere, von denen viele Kanonenfutter sind. Eine extrem starke Regie von Herrn Scott, interessante Abhandlungen über künstliche Intelligenz und Kreativität sowie ein doppelter Fassbender verschaffen dem alternden Alien Franchise hier aber zu neuen Höhen.
Prometheus - Dunkle Zeichen
#4
Filmstart: 09.08.2012
Erst über-hyped, dann kriminell unterbewertet. Hat vielleicht das wackeligste Drehbuch der gesamten Reihe, man kommt aber nicht drum herum, Scott’s pompösen cross-over aus "Alien" Prequel und "2001" eine gewisse Faszination abzugewinnen. Vielleicht etwas überambitioniert, aber auch wenn man den Film zu tode Nitpicken will funktioniert er immer noch als abstraktes Remake des Originals. Wenn das so Sinn macht...
Alien 3
#5
Filmstart: 03.09.1992
David Finchers Erstwerk, von dem er am liebsten nichts mehr wissen will. Ohne fertiges Drehbuch und mit permanenten Einmischungen vom Studio lässt sich auch nicht gut arbeiten. Von der Handlung her, die in der Kinofassung einige krasse Handlungslücken hat, wohl der einfachste Film der Reihe (die inoffizielle Special Edition fixt das). Ist aber trotzdem mit Referenzen gespickt, und viele fanden durch die AIDS Lesart einiges interessantes an dem Film. Punkte in der "Feelz good" Kategorie kann man aber nicht erwarten.
Alien - Die Wiedergeburt
#6
Filmstart: 27.11.1997
Schwankt irgendwo zwischen einem "Spoof" der ganzen Reihe, und einigen der besten Szenen (die Szene mit den gescheiterten Experimenten). Das rothaarige Adoptivkind der Reihe muss man glaube ich mit einer Portion Humor nehmen. Aber sogar der schwächste Teil der Reihe langweilt zumindest nicht.
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23 Kommentare
MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
26.04.2020 18:15 Uhr
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Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 1.532 | Reviews: 27 | Hüte: 122

Luhp92:

Ich meinte schon den Chestburster, und die Reaktion ist durchaus angemessen. Wegen etwas in der Größenordnung einer Katze feuert man in einem Raumschiff nicht mit brennbarem oder explosivem um sich.

Wollte mich aber auch nicht an Details der Sequenz festbeissen, mir ging es ja eher um die Nachvollziehbarkeit der Entscheidungen in den verschiedenen Filmen.

“Ich bin der große Verräter. Es darf keinen größeren geben!“

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
25.04.2020 20:51 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.848 | Reviews: 142 | Hüte: 448

@ZSSnake

Habe ich den Film gerade falsch in Erinnerung und macht die Crew tatsächlich mit einem Elektroschocker Jagd auf den Chestburster? In meiner Erinnerung tun sie das nur beim Facehugger.

Sollten sich meine Erinnerungen trüben und MB80 tatsächlich den Chestburster meinen, halte ich die Reaktionen jedoch für noch absurder. Welche tollwütige Katze oder Vergleichbares wächst im Körper einen Menschen heran und sprengt dessen Brust mit Todesfolge?^^

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
25.04.2020 19:24 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 8.391 | Reviews: 164 | Hüte: 553

@Luhp92:

Es ging glaub ich bei dem "Wurm" um das Alien - welches eben auch als es die Chest geburstet hat ja noch ziemlich winzig ist und eher auf dem Level einer tollwütigen Katze eingeordnet würde von der Crew schätze ich.

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
25.04.2020 12:37 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.848 | Reviews: 142 | Hüte: 448

@MB80

"Generell bin ich da relativ tolerant weil a) nur der Zuschauer weiß, dass er in einem Horrorfilm ist (die Charaktere leider nicht, außer in "Scream") b) Menschen sind Neugierig c) Menschen machen unüberlegte Sachen, besonders in Stress-Situationen."

Ja, das ist bei mir genauso, vieles in "Prometheus" zum Beispiel geschieht ja auch aus Neugier und Stress/Panik heraus. Zu nennen wäre da auch die viel kritisierte Szene, in der Shaw und Vickers vor dem rollenden Raumschiff weglaufen. Aber du hast schon Recht mit der Aussage, dass es in "Prometheus" Wissenschaftler und trainierte Personen sind, während es sich in "Alien" nur um normale Arbeiter handelt.

"Einen kleinen Wurm würde ich auch eher mit einem Elektroschocker jagen"

Nur ist das ja kein kleiner Wurm, sondern ein Wesen, dass sich auf Kanes Gesicht festgeklammert hat, ihn locker hätte erwürgen können und ihm einen Vorsatz in den Hals geschoben hat. Und das weiß ja auch die Crew. Dementsprechend hätte ich mich da definitiv anders verhalten.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
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MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
23.04.2020 11:17 Uhr | Editiert am 23.04.2020 - 11:18 Uhr
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Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 1.532 | Reviews: 27 | Hüte: 122

@luhp92:

"Da werden auch neugierig die unbekannten Alien-Eier beäugt und man geht mit einem Stock auf Jagd nach dem Facehugger, obwohl man weiß, was er mit Kane angestellt hat. "

Mmmmh, da gibt es schon Unterschiede. Das was du in dem Satz beschreibst ist ja dieses typische "Verhalten in Horrorfilmen Klischee". Generell bin ich da relativ tolerant weil a) nur der Zuschauer weiß, dass er in einem Horrorfilm ist (die Charaktere leider nicht, außer in "Scream") b) Menschen sind Neugierig c) Menschen machen unüberlegte Sachen, besonders in Stress-Situationen.

Des Witz in Original ist ja, dass die Maßnahmen der Besatzung immer eigentlich angemessen sind, aber nur wenn das Alien auch nach ihren Regeln spielen würde. Einen kleinen Wurm würde ich auch eher mit einem Elektroschocker jagen als direkt mit einem Flammenwerfer, wüsste ich dass er in ein paar Stunden 2.5 Meter größer ist würde ich das wohl lassen... genau so funktioniert auch die spätere "wir teilen uns auf" Szene: Das Klischee würde verlangen, dass das Alien die sentimentale Ripley angreift, dass es aber einfach Parker und Lambert attackiert kommt überraschend und verdeutlicht, wie schlecht Ripleys Karten am Ende sind. Durch die Panik und den Zeitdruck ist das kurzzeitige Trennen der Truppe auch glaubwürdig.

Dagegen, wieder beispielhaft, die Entscheidung der Crew bzw. von Oram in "Covenant", den alternativen Planeten anzufliegen. Das ist im Rahmen der Motivation der Crew, und des Charakteres von Oram (Druck, sich als Führungskraft zu beweisen), völlig ok. Es bleibt aber dieses leichte "Augenbraun-heben", ob eine Crew eine über Jahrzehnte geplante Mission zu einem anderen Planeten einfach so wegen eines aufgefangenen Signals umkoordinieren würde. Das ganze ist noch komischer dadurch, dass die Lösung dafür eigentlich im Original geliefert wurde ("Special Order so-und-so.."). Und so Kleinigkeiten, und ich sage bewusst Kleinigkeiten denn ich sehe dem Film wegen seinen Stärken ja sehr positiv gegenüber, ziehen sich durch viele Handlungspunkte im Film.

Und bei "Prometheus" haben wir dann die genannte Szene mit dem Geologen. Wieder, Panik, kann ich irgendwie verstehen, aber sehr unglaubwürdig wenn man bedenkt, dass er eigentlich auch psychologisch etc. auf alles Mögliche bei einer Mission jenseits der erforschten Grenzen vorbereitet sein müsste. Da steht halt der Bedarf des Drehbuches, dass wir die erste Horror-Szene brauchen und den Effekt des "Schleimes" demonstrieren müssen, einfach im Fordergrund. Ideales Drehbuch ist das aber nicht.

So, hoffe das macht einigermaßen Sinn.

@eli4s:

"Starship Troopers steht da deutlich drüber, finde ich."

Also gerade die CGI von "Troopers" ist nicht so gut gealtert, aber vor allem finde ich den Vergleich nicht so gut weil das im Gegensatz zu "Aliens" ne reine Satire ist wink

“Ich bin der große Verräter. Es darf keinen größeren geben!“

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eli4s : : Moviejones-Fan
22.04.2020 19:40 Uhr
0
Dabei seit: 22.02.12 | Posts: 2.276 | Reviews: 29 | Hüte: 82

@luph92

hmm, klar, bin kein Actionfilm. Aber einem guten kann ich schon auch mal was abgewinnen. Ich fand es eben besonders enttäuschend von Cameron, den ich sonst schon auch schätzen kann und der - da stimme ich dir zu - durchaus ein Händchen hat für sowas...Und Sigourney Weaver kann den Film meiner Meinung nach dann auch nicht retten. Starship Troopers steht da deutlich drüber, finde ich.

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
22.04.2020 18:23 Uhr | Editiert am 22.04.2020 - 18:25 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.848 | Reviews: 142 | Hüte: 448

@MB80
"Zum Verhalten der Charaktere: das die sich manchmal eher so verhalten, wie es das Drehbuch benötigt, als es uns als Zuschauer glaubhaft wäre"

Dieses Verhalten findet sich auch schon in Scotts Original. Da werden auch neugierig die unbekannten Alien-Eier beäugt und man geht mit einem Stock auf Jagd nach dem Facehugger, obwohl man weiß, was er mit Kane angestellt hat. Und je nachdem, wie man die Gegenüberstellung von Überlebensinstinkt und Tierliebe gewichtet, kann man sich auch an der Solo-Rettungsmission der Katze stören. In jedem Fall konnte ich deshalb diese Kritik an "Prometheus" und "Covenant" nie nachvollziehen.

@eli4s
"aber gar nicht nachvollziehen kann ich die Lobpreisungen für Camerons Aliens. Für mich ein 08/15 Actionfilm mit Klischeefiguren abseits von Ripley und ein stinklangweiliges Geballer."

Prinzipiell eine nachvollziehbare Kritik, wenn man wie du kein Fan von Actionfilmen ist. Als solcher zählt der meiner Meinung nach aber schon zur Spitzenklasse, für Action hat Cameron aber auch generell ein Händchen. Zudem gefällt mir die Vietnamkriegsallegorie, das Militärisch-Taktische und der leicht überzogene US-Patriotismus, "Aliens" hat da schon etwas mit Verhoevens "Starship Troopers" gemein.

Und 08/15 ist "Aliens" alleine schon deshalb nicht, weil der Film Sigourney Weaver als erste Actionheldin der Filmgeschichte etablierte.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
22.04.2020 16:13 Uhr
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Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 1.532 | Reviews: 27 | Hüte: 122

@eli4s:

Hui, so harsche Wort hört man selten für "Aliens". Normalerweise ist der meistens in der Top 3, aber das jemand den wirklich als schlecht abwertet ist selten. Der ist bei mir aber auch ein wenig in der Gunst runter, besonders weil die Dialoge der Marines in der ersten Hälfte einen ziemlichen 80er Mief verbreiten. Gut, das soll unterstreichen, dass die Angeber in der zweiten Hälfte mal auf ihr Maß gestutzt werden, aber ich will im Sequel zum ersten Teil nicht an "Phantom Commando" erinnert werden.

@PaulLeger:

"Aus dem Alien-Script hätte auch ein generischer 0815-Streifen werden können..."

Richtig, und ja, mein Statement ist natürlich auch kein Absolut (oder zumindest angreifbar). Vielleicht habe ich mich nicht ganz klar ausgedrückt. Wie ZSSnake auch schrieb, seine Talente will ich Scott nicht abspechen, dass ist etwas, was er auch bei mittelmäßigen Scripts "on top" bringt. Aber man merkt bei seinen Filmen schon manchmal, dass er holprige Dialoge oder Plot Points nicht so gut wegpuffern kann. Das Beispiel mit dem Geologen aus "Prometheus" ist da glaube ich ganz gut. Und das beißt sich dann vielleicht besonders damit, dass er aus seinen Schauspielern immer 1A Leistungen raus holt. Einzelne Szenen in sich kann er maximal ausreizen, so z.B. die berühmte "Geburt-Szene" im Original wo die Schauspieler nicht genau wussten was passiert, aber wenn die ganze Handlung nicht gut fließt. ich hoffe jetzt mache ich mich klarer.

“Ich bin der große Verräter. Es darf keinen größeren geben!“

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PaulLeger : : Moviejones-Fan
22.04.2020 15:20 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 366 | Reviews: 3 | Hüte: 45

@ MB80

Die Tatsache, dass seine Filmographie durchaus viele starke Streifen enthält, obwohl er die Bücher nicht selbst schreibt, zeugt davon, dass er zumeist ein gutes Händchen dafür hat, aber ich gebe zu, dass ich mich da zu weit aus dem Fenster gelehnt habe. Die Aussage, seine Filme seien nur so gut wie das Drehbuch (übrigens ein Vorwurf, den ich zu einem weiteren Regisseur des Franchise, nämlich Fincher, auch schon oft gehört habe) ist aber genauso übertrieben. Aus dem Alien-Script hätte auch ein generischer 0815-Streifen werden können, zumal sein Impact da ja sogar messbar ist, z.B. wurde Ripley erst auf sein Betreiben hin zur Hauptfigur.

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
22.04.2020 14:21 Uhr
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Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 8.391 | Reviews: 164 | Hüte: 553

@MB80:

Ein Kritiker meinte mal, beim Scott kann man nie die Schauspieler oder die Ästhetik bemängeln, aber seine Filme sind immer genau so gut wie das Script. Ganz aggressiv sieht man das bei "The Counselor" und "Exodus": der erste komplettes Kuddelmuddel, der zweite ein totaler flat-liner. Ein gutes Drehbuch auszusuchen ist bei Scott hit or miss.

Sehe ich genauso. Ich glaube sogar Scott hat das mal in nem Interview irgendwo im Bonusmaterial einer seiner Filme selbst geäußert, dass er kein Autor ist und das auch weiß. Er kann eventuell mal ne Szene schreiben, aber das war es dann auch. Und das ist eben auch sein Hauptproblem. Inszenierung, Darsteller und generell das Art-Design und die Cinematographie sind bei Scott immer Top Notch, aber hat er ein schlechtes Skript bleibt der Film IMMER hinter den Möglichkeiten zurück. Weil er selbst einfach nicht das Talent in diesem Bereich hat, sowas durch Rewrites in Eigeninitiative zu kompensieren.

Was auch völlig fine ist, das ist ja auch nicht unbedingt sein Job, sorgt aber leider auch dafür, dass er immer mal wieder hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Was schade ist, da ich ihn als Regisseur immer noch für einen der besten seiner Zunft halte.

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eli4s : : Moviejones-Fan
22.04.2020 12:22 Uhr
0
Dabei seit: 22.02.12 | Posts: 2.276 | Reviews: 29 | Hüte: 82

Also vieles von dem, was hier besprochen wurde, kann ich nachvollziehen. Das Original natürlich vorne. Ich persönlich mochte Prometheus und finde auch Alien 3 besser als sein Ruf.

Ich habe es zwar schon oft gesagt, aber gar nicht nachvollziehen kann ich die Lobpreisungen für Camerons Aliens. Für mich ein 08/15 Actionfilm mit Klischeefiguren abseits von Ripley und ein stinklangweiliges Geballer. Für mich auch ein ästhetisch sehr unschön anzusehender Film. Nimmt wirklich auch den Schockfaktor raus, wie MB80 erwähnt. Für mich nicht nur in der Reihe weit hinten, sondern auch generell was zum Links liegen lassen.

An "Die Wiedergeburt" kann ich mich ehrlich gesagt gar nicht erinnern... erinnere mich aber, dass der Film früher als ich tatsächlich noch Fernsehzeitschriften "gelesen" habe, immer die der Höchstpunktzahl bei "Action" und "Spannung" ausgewiesen bekam - das war für mich als Kind ausreichend Indiz für einen guten Film^^.

MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
22.04.2020 10:54 Uhr | Editiert am 22.04.2020 - 15:14 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 1.532 | Reviews: 27 | Hüte: 122

@luhp92, ZSSnake:

Da James Franco ja von ca. 50% aller Menschen als höchst irritierend wahrgenommen wird, gibts dafür evtl. noch Bonuspunkte wink

@PaulLeger:

Ich denke, in der Theorie war Scott da auch dran interessiert. Als erster Drehbuchautor war auch Jack Paglen ("Transcendence") an Bord, aber ich vermute, ein endloser Austausch zwischen Shaw und David wurde dann doch als zu dröge angesehen (plus Scott und co. haben sich wohl "Transcendence" angesehen und sich gedacht: WTF und OMG).

Das die Actionsequenzen weniger sorgfältig gemacht sind, da würde ich widersprechen. Gerade dier Angriff im hohen Gras, die Fluchsequenz und der finale Teil am Ende sind extrem gut dirigiert. Die Duschszene... na gut, die Szene gebe ich dir wink

Zum Verhalten der Charaktere: das die sich manchmal eher so verhalten, wie es das Drehbuch benötigt, als es uns als Zuschauer glaubhaft wäre, das Problem haben sowohl "Prometheus" als auch "Covenant". Ist beim zweiten aber besser gelöst mMn. Wenn der Geologe beim Vorgänger auf einmal Panik bekommt und mit einem Kollegen einfach abhaut beim Anblick alter Knochen, nicht so gut. Das Oram die Gefahr, die von David ausgeht, unterschätzt, ist aber früh in seinem Charakter etabliert (Komplex zwischen religiösem Überlegenheitsgefühl plus Beweisdruck als Führungsperson).

"Man kann Scott ja viel vorwerfen aber nicht, dass er nicht wüsste wie ein gutes Drehbuch aussieht..."

Ufff, also ich würde Scott ja GENAU DAS vorwerfen. Ein Kritiker meinte mal, beim Scott kann man nie die Schauspieler oder die Ästhetik bemängeln, aber seine Filme sind immer genau so gut wie das Script. Ganz aggressiv sieht man das bei "The Counselor" und "Exodus": der erste komplettes Kuddelmuddel, der zweite ein totaler flat-liner. Ein gutes Drehbuch auszusuchen ist bei Scott hit or miss.

“Ich bin der große Verräter. Es darf keinen größeren geben!“

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Tarkin : : Moviejones-Fan
22.04.2020 00:40 Uhr
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Dabei seit: 10.10.17 | Posts: 1.305 | Reviews: 0 | Hüte: 18

ich finde Alien - Die Wiedergeburt ist besser als sein Ruf. Von Prometheus war ich nur etwas enttäuscht und von Covenant sehr.

"Die fliegen jetzt."

"Die fliegen jetzt?"

"Die fliegen jetzt!"

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PaulLeger : : Moviejones-Fan
22.04.2020 00:33 Uhr | Editiert am 22.04.2020 - 00:39 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 366 | Reviews: 3 | Hüte: 45

Meine Theorie zu Covenant ist ja, dass Scott ursprünglich voll auf ein straightes Prometheus-Sequel gehen wollte, also die ganzen dort aufgeworfenen philosophischen Fragen vertiefen und auf den typischen "Crew kämpft gegen Aliens"-Plot komplett verzichten wollte. Da Prometheus aber an den Kinokassen kein großer Hit war, hat ihm das Studio den 0815-Alien-Plot reingequatscht und so wenig Lust wie Scott darauf hatte, hat er diesen Teil dann auch inszeniert.

Da wird sinnbefreit die Hauptdarstellerin des Vorgängers off-screen getötet um sie durch ein Lookalike zu ersetzen, der größte Name des Casts (abseits von Fassbender) regelrecht verwurstet und die ganze Crew verhält sich so dämlich, dass die Teens aus dem sechsten Teil eines beliebigen 80er-Jahre-Slashers im Vergleich wie Nobelpreisträger wirken.

Man kann Scott ja viel vorwerfen aber nicht, dass er nicht wüsste wie ein gutes Drehbuch aussieht, diesen ganzen Unfug wird er also bewusst im Film belassen haben, weil ihm dieser Teil eben komplett egal war. Da ich die von Scott deutlich sorgfältiger durchdachten Sequenzen mit David aber klasse finde, stört mich der ganze Action-Unsinn gar nicht so sehr.

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
21.04.2020 22:16 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 8.391 | Reviews: 164 | Hüte: 553

Produzenten "Also Ridley...so ein männlicher Protagonist wäre schon cool mal wieder."

Ridley "Jow, ich hab James Franco mit drin, der ist der Captain der Covenant."

Produzenten "Oh super, hoffentlich ist er wichtig für die Handlung."

Ridley "Klar, er bringt sie erst ins Rollen! Ich hab einige echt schöne Szenen mit ihm gedreht."

Produzenten "Alles klar, wir sind gespannt."

Ridley "Hahahaha, brennen sollst du, Franco!"

Produzenten "Was war das?!"

Ridley "Ach nichts, nichts."

wink

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
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