Arrival

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Arrival Kritik

Arrival Kritik
8 Kommentare - 13.10.2016 von Moviejones
Wir haben uns Arrival für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Arrival

Bewertung: 4.5 / 5

Ob wir allein dort draußen im Universum sind, ist eine Frage, die sich wohl jeder schon einmal gestellt hat. Zwar ist es höchst unwahrscheinlich, dass wir die einzigen Lebewesen in einem schier endlosen Kosmos sein sollen, aber Glauben ist nicht Gewissheit. Doch was passiert, wenn intelligente Außerirdische wirklich an unsere Tür klopfen? Viele Filme haben sich des Themas bereits angenommen und neben netten Exemplaren wie E.T. gab es auch genug aggressive Invasoren. Mit Arrival erleben wir einen neuen Vertreter in diesem Genre, der die Frage nach dem Gut und Böse lange Zeit offen lässt und so tappen die Protagonisten wie der Zuschauer lange im Dunkeln.

Warum sind sie hier? Ohne Vorwarnung erscheinen rund um den Globus zwölf Raumschiffe unbekannter Herkunft. Ob die Außerirdischen in friedlicher oder aggressiver Absicht gekommen sind, ist absolut unklar und da eine Kommunikation mit den fremden Besuchern nicht möglich ist, soll die Sprachwissenschaftlerin Dr. Louise Banks (Amy Adams) zusammen mit dem Physiker Ian Donnelly (Jeremy Renner) einen Weg finden, sich mit den Aliens auszutauschen, um hinter deren Motivation zu kommen. Doch die Verständigung ist ein mühsamer Prozess, denn während Banks und Donnelly immer mehr Erkenntnisse gewinnen, läuft ihnen die Zeit davon, denn viele Nationen wollen ein militärisches Zeichen setzen...

Trailer zu Arrival

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Arrival Filmkritik

Was tun wir, wenn sie ankommen? Wer glaubt, Außerirdische kämen immer in Frieden und wären die Heilsbringer für eine gebeutelte Gesellschaft, wurde in der Kinovergangenheit oft eines Besseren belehrt. Hier machten es sich viele Autoren und Regisseure in der Vergangenheit einfach, denn nicht selten waren es humanoide Lebewesen oder die typischen Marsmännchen, die klar verständlich ihr Anliegen vortrugen. Aber was ist, wenn wir auf eine gänzlich andere Spezies treffen, die sich von unserer nicht nur äußerlich, sondern in allen Formen des Denkens, Handelns und Kommunizierens unterscheidet? Wie verständigt man sich mit solchen Wesen?

Dies ist die große Frage, der Denis Villeneuve mit Arrival nachgehen möchte und er setzt sich so ganz klar von Effektregisseuren wie Roland Emmerich ab, der dieses Jahr mit seiner Alieninvasion Independence Day - Wiederkehr zeigte, dass er nicht nur verlernt hat, Regie zu führen, sondern auch nichts weiter kann als Krach, Boom, Bang. Villeneuve hingegen distanziert sich von solchen simplen Ideen, er will den Zuschauer und seine Figuren herausfordern und so haben Amy Adams und Jeremy Renner alle Hände voll zu tun, einen Weg zu finden, eine Kommunikation herzustellen und die Sprache der Außerirdischen zu verstehen. Ein langer und zäher Prozess, bei dem der Zuschauer mitgenommen und fasziniert wird. Denn viele der in Arrival gestellten Fragen sind absolut offensichtlich, aber nur wenige von uns dürften darüber je nachgedacht haben.

Dieser sehr wissenschaftliche Ansatz, der wenig Raum für visuelle Spielereien lässt, dürfte dem einen oder anderen etwas langatmig erscheinen, bleibt das große Effektgewitter über die Laufzeit von zwei Stunden hinweg aus. Und auch wenn die Frage nach dem Gut und Böse lange Zeit unklar bleibt, wird dennoch schnell klar, dass sich Villeneuve eher dem utopischen Lager zugetan fühlt. Bedeutet dies ein Happy End? Dies wird nicht verraten. Arrival gibt Antworten auf Fragen, die der Film aufwirft, lässt aber die Tür dennoch weit offen zur Interpretation, weil spätestens im letzten Drittel eine Richtung eingeschlagen wird, die der Zuschauer zu Beginn nicht erwarten dürfte. So würzt Villeneuve seine Utopie durchaus mit einigen dystopischen Elementen und gerade im Finale mit einem bittersüßen Grundthema. Dies wird auch durch die Farbgebung des Films verstärkt, denn mit seinen recht kalten und trostlosen Motiven fällt es schwer, optimistische Gefühle zu entwickeln. Aber dies unterstreicht nur die Ungewissheit, die die ganze Zeit wie ein Damoklesschwert über Arrival schwebt.

Arrival Bewertung

Arrival ist ein Science-Fiction-Film, der mit seiner ruhigen Erzählung sich vor allem an Genrefans richtet, die mal wieder einen Film sehen wollen, welcher mehr Hirn als bloß Sehnerven fordert. Statt dem großen Effektgewitter erwartet uns hier ein hochgradig intelligenter Film, der sich mit den unzähligen Facetten und Stolpersteinen beschäftigt, die solch ein Erstkontakt mit sich bringt und an die viele von uns wohl noch nicht mal in ihren kühnsten Träumen gedacht haben. Wenn Denis Villeneuve so in seiner Karriere weitermacht, freuen wir uns schon auf viele weitere spannende Filme von ihm und können es kaum erwarten, was er nächstes Jahr mit Blade Runner 2049 vollbringt. Großes Kino, bitte mehr davon!

Arrival Bewertung
Bewertung des Films
910
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8 Kommentare
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fbHans-dieter : : Moviejones-Fan
26.02.2017 08:03 Uhr
0
Dabei seit: 25.02.17 | Posts: 1 | Reviews: 0 | Hüte: 0

Ja hier trifft Realität auf Fiction !

Während des Films sind Leute aus dem Kino gegangen!

Ich bin tätsächlich eingeschlafen!

Meine Frau hat mich angestupst weil ich schnarche!

Eine Kackophonie für Augen und gehör.

Jede höhere Lebensform muss Kausalität, Mathematik und Logig beherschen bzw verstehen.

Und nicht Waldorfschülermäsig Singen,Klatschen und Malen.

Aber unter Kritikern ist wohl "inn" auch den grössten scheiss hochzujubeln.

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theduke : : Moviejones-Fan
22.11.2016 02:28 Uhr
0
Dabei seit: 12.11.13 | Posts: 5.342 | Reviews: 10 | Hüte: 278

@MJ nun verblüfft ihr mich aber enorm. Selten das ich von Euch eine so hohe Punktevergabe gesehen habe. Amy Adams ist nicht gerade der Stern am Hollywoodhimmel und seit MoS ist ihre Person die schlimmste weibliche Fehlbesetzung der letzten Kinojahre. Als zu Arrival vor Monaten der erste Trailer erschien interessierte mich der Film und Amy erinnerte mich als Figur irgendwie an Jodie Foster, denn zum ersten mal versprühte AA hier einen gewissen Charme, ein zum Film passendes Wissen und eine Art richtig gezeigte Neugierde die man bei ihren bisherigen Filmfiguren immer vermisst hatte. Alles erinnert hier sehr an Contact und auch etwas an Mission to Mars. Beides keine Filme für das Massenmedium Kino, beides aber gute anspruchsvolle Filme.

Super Kritik von Euch.

Wer denkt im Internet kann man Punkte erlangen um der Größte zu sein, der ist im realem Leben oft der Kleinste.
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MetroidFan1991 : : Moviejones-Fan
27.10.2016 18:04 Uhr
0
Dabei seit: 17.10.13 | Posts: 305 | Reviews: 0 | Hüte: 4

Intressante Kritik und fast alle Hüte, das gab es schon lange nicht mehr, Die alten Filme habe ich damals auch geschauht und fande sie ganz unterhaltsam.Also jetzt bin ich sehr gepaannt darauf.

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sublim77 : : Moviejones-Fan
26.10.2016 09:18 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 2.362 | Reviews: 19 | Hüte: 153

Bei Arrival habe ich über die letzten Monate echt meine Meinung geändert. Zu Beginn hatte ich so gar kein Interesse an dem Film. Aber nach eurer Kritik und dem letzten Trailer, bin ich echt gespannt auf Arrival. Ich meine, können viereinhalb Sterne lügen...wir werden sehenwink

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

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TiiN : : Pirat
26.10.2016 07:38 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 3.240 | Reviews: 75 | Hüte: 104

klingt sehr spannend, ich freue mich drauf. Wird mal wieder Zeit für nen guten Film.

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Strubi : : Hexenmeister
15.10.2016 17:31 Uhr
0
Dabei seit: 30.08.10 | Posts: 3.102 | Reviews: 2 | Hüte: 41

Scheinbar endlich mal wieder ein Film, auf den man wirklich gespannt sein kann. Freut mich!

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LindaFB : : Splitter
15.10.2016 16:37 Uhr
0
Dabei seit: 03.10.16 | Posts: 428 | Reviews: 0 | Hüte: 6

Erster Eindruck erinnert sehr an den guten B-Movie EPOCH (Torus – Das Geheimnis aus einer anderen Welt) von 2001.

"Kennen sie mich noch? Hm? Hm?"

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Beachwater : : Moviejones-Fan
14.10.2016 19:17 Uhr
0
Dabei seit: 26.07.12 | Posts: 111 | Reviews: 0 | Hüte: 6

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