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Nymphomaniac (Part 2) (2014)

Ein Film von Lars von Trier mit Charlotte Gainsbourg und Stellan Skarsgård

Kinostart: 03. April 2014123 Min.FSK16Drama
Meine Wertung
Ø MJ-User
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Nymphomaniac (Part 2) Bewertung

Nymphomaniac (Part 2) Inhalt

Eine ganze Nacht lang reden Seligman und Joe miteinander. Joe erzählt dem Junggesellen, der sie mit in seine Wohnung genommen hat ihre Lebensgeschichte: Ihre erotischen Abenteuer und schonungslosen Experimente geraten zunehmend zu einem Zwang. Die Schilderung ihrer Suche nach Sex, nach Lust und nach Befriedigung ist für Seligman faszinierend, immer wieder versucht er, Erklärungen zu finden.

Cast & Crew

Wer ist der Regisseur von Nymphomaniac (Part 2) und wer spielt mit?

OV-Titel
Nymphomaniac (Part 2)
Format
2D
Der Film erhielt die FSK-Freigabe "Freigegeben ab sechzehn Jahren".
Zur Filmreihe Nymphomaniac gehört ebenfalls Nymphomaniac (Part 1) (2013).
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6 Kommentare
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
15.12.2019 19:19 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 13.073 | Reviews: 145 | Hüte: 465

@MB80

Mir zumindest liegen keine Infos über Lars von Triers nächstes Filmprojekt vor.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
11.12.2019 22:41 Uhr
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Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 1.628 | Reviews: 30 | Hüte: 134

luhp92:

"Zum Beispiel der Weltuntergang aus "Melancholia". "

DAS habe ich sogar gesehen (ich habe "Melancholia" als einzigen auch echt im Kino gesehen. Habe ich erwähnt, dass... ach, ja...), und dass "The House that Jack built" eigentlich Triers Selbstverarbeitungstherapie nach diesem Film ist auch. wink

Würde den zuletzt genannten aus dem Grund auch eher als einen schwächeren von seinen Filmen anordnen, weil er doch arg wie lediglich ein Nachgedanke von "Nymphomaniac" daher kommt.

Gibt es eigentlich schon Neuigkeiten von seinem nächsten Projekt?

“Ich bin der große Verräter. Es darf keinen größeren geben!“

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
11.12.2019 20:18 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 13.073 | Reviews: 145 | Hüte: 465

@MB80

Schön, dass dir der Film gefallen hat smile

Noch mehr als "Nymphomaniac" basiert übrigens "The House That Jack Built" auf von Triers früheren Werken, der enthält sogar eine Szene, in der zig Filmschnipsel aus seinen früheren Filmen zu sehen sind. Zum Beispiel der Weltuntergang aus "Melancholia". Die wird man nur zuordnen können, wenn man alle Filme gesehen hat (was ich natürlich auch noch nicht getan habe^^).

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
09.12.2019 22:49 Uhr
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Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 1.628 | Reviews: 30 | Hüte: 134

PaulLeger:

Ja, es hat begonnen... aber so richtig wink

"Aber warum guckst du die Filme eigentlich in der falschen chronologischen Reihenfolge? "

Gute Frage, aus reiner Neugierde denke ich... Ich überlege aber, tatsächlich als nächstes den "Antichrist" bei den Hörnern zu nehmen, dann fällt mir bestimmt die Szene auf. Außerdem habe ich "Melancholia" schon gesehen, aber damit hätte ich dann schon mal die Depressions-Trilogie durch (Juhuu?).

Dass das generell in der richtigen Reihenfolge mehr Sinn macht ist natürlich korrekt, also solange man Wert drauf legt irgend eine Entwicklung zu beobachten.

“Ich bin der große Verräter. Es darf keinen größeren geben!“

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PaulLeger : : Moviejones-Fan
09.12.2019 19:04 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 428 | Reviews: 3 | Hüte: 59

@MB80

Endlich hast du deine Reise in den Abgrund gestartet wink

Aber warum guckst du die Filme eigentlich in der falschen chronologischen Reihenfolge? Eine der für mich besten Szenen in "Nymphomaniac" konntest du so gar nicht richtig genießen, weil sie eine direkte Referenz an "Antichrist" ist. Da baut von Trier für Kenner des früheren Films perfekt eine Erwartung auf, die er dann unterläuft, das wirkt aber eben nur bei Vorkenntnis so richtig.

Überhaupt ist es wie ich finde eigentlich immer zu empfehlen die Filme eines Regisseurs in der richtigen Chronologie zu schauen.

MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
08.12.2019 23:17 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 1.628 | Reviews: 30 | Hüte: 134

Uffza... Mit seinen 326 Minuten ist der Directors Cut von Nymphomaniac ein echtes Monster von einem Film (auch wenn es eigentlich zwei sind). War es das wert? Absolut. Universale Empfehlung für alle? Hell, no...

Also, um das direkt mal los zu werden, auch wenn es die meisten nicht überraschen wird: ja, Trier hat hier einen Porno gemacht, oder besser einen Essey-Film mit pornografischen Szenen, aber es ist der unattraktivste Porno den man sich vorstellen kann. Eher eine Abhandlung über Sucht bzw. die Suche nach der Befriedigung von Bedürftnissen, aber da hört es bei weitem nicht auf.

So, wie geht Trier das Material an? Grob gesagt erzählt er die Geschichte von Joe (Gainsbourg), einer Sexsüchtigen, in Retrospektive, aber da Trier keine zwei Ficks (höhö..) auf klassische drei-Akt Struktur oder so gibt wird das ganze in klar definierten Kapiteln erzählt. Dabei werden die Erlebnisse immer von Seligman (Skarsgard) kommentiert, der versucht Parallelen zu Religion und Kultur zu finden, und ständig versucht Analogien (DAS Stilelement des Films) zu bilden. Dadurch entstehen teilweise abstruse, teilweise hochinteressante Dialoge von zwei Menschen, die jeweils versuchen, auf völlig unterschiedlichen Wegen einen Sinn im Leben zu finden.

Einige Episoden treffen dabei hart, einige zünden nicht so gut. Der Höhepunkt ist wahscheinlich die über eine Abtreibung, in der Trier ein sehr aggressives Statement für die Entscheidungshoheit der möglichen Mutter macht, indem er das Beratungssystem vor einer Abtreibung als bevormundend und, gelinde gesagt, idiotisch darstellt. Gleichzeitig zeigt er dann den Akt einer Abtreibung in komplett abstoßendem Detail (ich bin bei Filmen relativ hart im nehmen, aber wenn ich mich bei einer Szene angewiedert abwende heißt das schon was) und konfrontiert den Zuschauer eiskalt mit den Konsequenzen.
Weniger treffend: Die Episoden mit Joes Vater, die zwar versuchen Joe eine menschliche Seite zu geben, und ihr auch attestieren wollen, eine normale menschliche Bindung eingehen zu können, aber relativ zäh und mäandernd ablaufen ohne wirklich etwas essentielles über ihre Entwicklung auszusagen.

Der Film ist konfrontierend, provokativ und hat einige Aussagen zu machen. An anderen Punkten lässt er den Zuschauer mit einem unangenehmen Gefühl des Suches zurück, was wohl auch Triers Intention war. Wenn er eine Sache klar kommunizieren will, und das macht die letzte Szene überdeutlich klar, dann dass wir als Gesellschaft bei allen Erklärungsversuchen weiblicher Sexualität weiterhin quasi keinen Respekt entgegen bringen.

Die Kinoversion, die deutlich kürzer ist, ist übrigens bei Netflix. Aber bitte nicht mit der Omi sehen.

“Ich bin der große Verräter. Es darf keinen größeren geben!“

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