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Aufbruch zum Mond (2018)

Ein Film von Damien Chazelle mit Ryan Gosling und Kyle Chandler

Kinostart: 08. November 2018141 Min.FSK12Biographie, Drama
Meine Wertung
Ø MJ-User (21)
Mein Filmtagebuch
Alle 6 Trailer

Aufbruch zum Mond Inhalt

Die Geschichte der ersten Mondlandung durch die NASA mit Fokus auf Neil Armstrong und die Jahre 1961 bis 1969 konzentriert, auf die Opfer und den Preis, die diese gefährliche Mission für Armstrong und die ganze Nation mit sich brachte

Cast & Crew

Wer ist der Regisseur von Aufbruch zum Mond und wer spielt mit?

Regie
Damien Chazelle
Darsteller
Ryan Gosling, Kyle Chandler, Corey Stoll, Jason Clarke, Claire Foy, Patrick Fugit, Pablo Schreiber, Christopher Abbott, Ethan Embry, Shea Whigham, Ciarán Hinds, Brian d’Arcy James, Cory Michael Smith, Lukas Haas
Musik
Justin Hurwitz
OV-Titel
First Man
Format
2D
Box Office
105,69 Mio. $
Der Film erhielt die FSK-Freigabe "Freigegeben ab zwölf Jahren".
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23 Kommentare
1 2
MJ-Pat
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CINEAST : : Moviejones-Fan
23.03.2026 00:20 Uhr | Editiert am 23.03.2026 - 00:52 Uhr
0
Dabei seit: 17.11.09 | Posts: 2.266 | Reviews: 7 | Hüte: 142

Ich habe mir den Film am 22. März 2026 mal wieder angeschaut. (Zum Filmtagebuch)

Zweitsichtung

Nach Project Hail Mary war mir sofort nach diesem Gosling-Astronauten-Streifen, den ich damals schon super fand, aber wo ich durchaus die Kritiken verstehen konnte, die damals etwas enttäuscht von der Ausrichtung des Films waren, wo doch die Trailer einen etwas anderes Film verkauft haben. Weiterhin spielte mit Sicherheit die eigene Wunschausrichtung bzgl. des Films bei einigen mit in die Bewertung hinein, wo man bei dem Thema Mondlandung und nach kurzzeitig vorher erschienenen Filmen wie Gravitiy oder Interstellar durchaus einen epischen Film erwarten könnte.

Nach der heutigen erneuten Sichtung muss ich sagen...dieser Film benötigt eigentlich ein Rebranding, dass ihn klar als bodenständiges Drama deklariert, welches durch vereinzelte Einschübe eine Spur von Eventkino in sich trägt.

Im Grunde ist dies ein Film über einen Familienvater mit posttraumatischer Belastungsstörung, der an einer Tragödie zu zerbrechen droht und sich daraufhin in seine Arbeit flüchtet oder hineintaumelt, die im Grunde auf eine Nichtigkeit in Bezug auf den Nutzen im Kontext des Lebens hinführt, aber im weiteren Verlauf zu noch mehr Trauer, Abschottung und Belastung bei ihm führt, worunter außerdem die Beziehung (die Ehe, die eigentlich keine mehr ist) zu seiner Frau und seinem Umfeld leidet, die gleichzeitig aber auch zu einem Meilenstein der Geschichte führen könnte und von ihm letzendlich eine Reise in die Ungewissheit verlangt. Chazelle schafft es dieses eigentlich reine Drama mit so viel Kinomagie zu würzen, dass man das Gefühl bekommt bzw. es fasst schon physisch spüren kann, was hier emotional in den Figuren im Film vor sich geht, aber man beim Schauen gleichzeitig eine Brücke zu den tatsächlich realen Vorkomnissen zieht man erst durch die Kombination aus beidem wirklich ein Bild davon bekommt, was alles in diesem für Menschheit so wahnsinnig pägenden Stück Geschichte zusammengekommen ist bzw. zusammengewirkt hat.

...noch ein paar lose Gedanken...

- Ryan Gosling spielt den langsam fortschreitenden emotionalen Zerfall seiner Figur hervorragend und bei einigen Momenten hab ich wirklich aufgehört zu atmen bzw. bebte bei mir selbst schon das Gesicht, wie es da bei ihm tat, so viel Intensität steckt hier in seinem Schauspiel und das völlig ohne theatralische „Schauspielmomente“

- Claire Foy spielt die Rolle seiner Frau ebenso großartig und sie hat einige der besten Textzeilen spendiert bekommen...wenn sie z.B. nach einem emotionalen Moment der Panik und in Unwissenheit um die Gesundheit ihres Mannes die Männer hinter dem Projekt im weiteren Sinne als jugendliche Dummköpfe bezeichnet die mit Raketen spielen, bezeichnet oder wenn sie Neil am Ende in die Verantwortung zieht vor dem Abflug mit seinen Söhnen zu sprechen

- die Kamera, insbesondere die IMAX-Sequenzen auf dem Mond sind hervorragend gefilmt. Allein die Kamerafahrt aus der Kapsel heraus auf die Mondoberfläche oder Schwenk von Neil der am Fuß der Kapsel steht un sich umblickt. Auch die Egoperspektive beim Fliegen nach dem Lösen des Schleudersitzes oder die ganzen Interieraufnahmen im Inneren der verschiedenen Fluggefährt sind wirklich beeindruckend

- die Entscheidung sich wirklich kameratechnisch nur auf den eigentlichen Drama-Fokus der Geschichte zu konzentrieren, sich der Versuchung zu widersetzen widersinnig pompöse Großaufnahmen ala Interstellar einzustreuen und stattdessen eine ungeheure Intensität der Szenen zu erzeugen, weil er einfach so unglaublich nah an den Figuren bleibt verlangt mir großen Respekt für Chazelle ab... Klar sind die verwackelten Handkameraufnahmen und die ruckeligen Innenaufnahmen zu Beginn des Films erst einmal ungewohnt...für die breite Masse wahrscheinlich eine unliebsame Entscheidung, aber alle inszenatorischen Kniffe die er hier einbringt haben Hand und Fuß und ordnen sich der Darmaturgie unter...das mag unbequem und optisch wie visuell hier und da herausfordernd für die Zuschauenden sein, ist aber genauso konsequent

- so reduziert, kühl, berechnend und abgeklärt hier vom Schauspiel Goslings bis zur Inszenierung an sich hier vieles wirken mag, so sehr fügt es sich aber auch zu einem großen stimmigen Gesamtbild zusammen technisch gesehen ist der Film hervorragend umgesetzt worden und auch inhaltlich trifft er fast überall die richtigen Töne, von der Kernhandlung bis zu Nebenschauplätzen wie den politischen Hintergründen, wie auch den gesellschaftlichen Auswirkungen und Ansichten zu diesem ganzen Unterfangen findet hier alles in seiner für sich genommen passenden Art und Weise und Umfang seinen Platz

Ein ganz starker Weltraumfahrt-Astronauten-Film der in allen Disziplinen überzeugt, die ihn optisch in diese Einordnung hieven würden, aber eigentlich ein stilsicher inszeniertes kleines Drama über einen großen Mann der Geschichte ist.

Beste Szene...siehe Post unten...

Hoher Unterhaltungswert

Hoher Wiederschauwert!

Klare Empfehlung!

Meine Bewertung
Bewertung

- CINEAST -

MJ-Pat
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CINEAST : : Moviejones-Fan
22.03.2026 23:27 Uhr | Editiert am 23.03.2026 - 00:50 Uhr
0
Dabei seit: 17.11.09 | Posts: 2.266 | Reviews: 7 | Hüte: 142

...Volume hoch...Sound ab und bitte...

Zwei Menschen alleine in einer Weltraumlandefähre...das Ziel: die Mondoberfläche...kein Back up...kein Plan B...keine Sicherheiten...die Kamera ist im Cockpit...die Kapsel wackelt...es rattert...es knarzt an allen Ecken und Enden...ein paar Zentimeter Metall, Schrauben und Muttern zwischen ihnen und dem Weltraum...eine fliegende Seifenkiste...und gleichzeitig das beste was die führenden Ingenieure der Raumfahrt in jahrelanger Kleinstarbeit zusammengewerkelt haben...384.000 Kilometer entfernt von der Erde...der einzige Kontakt...über verrauschten Funk...dutzende Lichter der Amatur blinken und leuchten...der einzige Ausguck nach draußen...eine verwaschene eckige Scheibe, gerade so groß, dass ein Kopf hindurch passen würde...der Radar fällt aus...es muss auf Sicht geflogen werden...niemand hat alles was hier passiert jemals vorher getestet oder erlebt...8 Jahre der Planung und Vorbereitung...zahlreiche Weggefährten haben diese Phase nicht überlebt und sind auf diesem Weg von ihnen gegangen...der mögliche Lohn...ein reines Prestige-Projekt der Regierung das vollendet wurde...nutzlos, sinnlos...egal...für sie geht es jetzt um ihr Leben...Landevorgang kann nicht eingeleitet werden...die Mondoberfläche ist zu uneben...umschalten auf manuelle Steuerung...der Treibstoff geht zur neige...sie brauchen noch Reserven für den Rückweg zur Rakete...immernoch keine Landemöglichkeit in Sicht...Warnleuchten werden der Reihe nach ignoriert und ausgeschaltet...es gibt keine Alternative...Funksprüche von Houston werden beiläufig wegkommentiert...sie können ihnen hier nicht helfen...sie müssen das alleine regeln...Close up auf Gosling der die Fähre steuert...in seinen Augen pures Adrenalin und Entschlossenheit...der Schmerz der vergangen Jahre...die verlorenen Freunde...die vernachlässigte Familie...der Schmerz der Trauer…alles hat hierher geführt...der Tank nahezu bei null...immernoch keine Landemögl-...DOCH DA...der Krater...2:12 min...die Streicher hauen in die Saiten, Bläser und Trompeten...IMAX-Vollbild-Moneyshot-Kameraschwenk von außen der Kapsel auf die Mondoberfläche...der Tank bei 2%...alles rattert, knarzt, wackelt, blinkt rot, piept...extreme close up Gosling...fade out music...

...pure epic.

(Läuft hier in Dauerschleife und so fahre ich jetzt morgens auch erstmal zur Arbeit...^^)

- CINEAST -

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TiiN : : Goldkerlchen 2021
08.09.2024 00:30 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 10.392 | Reviews: 183 | Hüte: 714

Nachdem ich den Film damals recht kritisch aufgenommen habe, gab es nun nach sechs Jahren eine Zweitsichtung. Nicht aber weil mir der Film direkt wieder in den Sinn kam, sondern weil ich mich einfach erneut mit Damien Chazelle beschäftigt habe.

Meine Meinung sowie auch die Bewertung sind überwiegend unverändert geblieben. First Man oder auch Aufbruch zum Mond ist ein sehr persönliches Biopic über Neil Armstrong. Dass Armstrong so ein introvertierter Mensch war und zudem einen persönlichen Schicksalsschlag hatte, dürfte den wenigsten Leuten vor diesem Film bekannt gewesen sein. Das kann der Film sehr gut vermitteln.

Möglicherweise war Armstrong auch tatsächlich so kühl, distanziert und nach außen emotionslos wie ihn Ryan Gosling verkörpert. Auf mich wirkt dies jedoch bei knapp 2,5 Stunden Laufzeit sehr anstrengend. Wem ich durchgehend gerne zugeschaut habe war Claire Foy als Ehefrau Janet.

Die Weltraum- oder auch Flugszenen waren teilweise sehr wild mit einer wackeligen Kamera eingefangen. Sein großes Highlight hat der Film gegen Ende, als man sich tatsächlich dem Mond annähert. Die musikalische Begleitung ist hierbei grandios und die Bilder im Anschluss sehen gut aus.

Ansonsten bleibt ein sehr schwerer Film über einen Mann hängen, der ein großes Päckchen zu tragen hatte. Kein Film den ich mir so schnell ein weiteres Mal angucken möchte. In dieser Hinsicht geht das Empfinden schon etwas in Richtung Joker. Ist auch eine Kunst der Erzählung, brauche ich aber nicht wirklich.

Mir wurde beim Sehen jedenfalls klar, warum ich quasi sechs Jahre lang nicht mehr an den Film gedacht habe.

Meine Bewertung
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StevenKoehler : : Hobbit
27.07.2019 23:43 Uhr
0
Dabei seit: 26.07.18 | Posts: 1.358 | Reviews: 174 | Hüte: 4

Ich habe mir den Film am 27. Juli 2019 angeschaut. (Zum Filmtagebuch)

Meine Bewertung
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StevenKoehler : : Hobbit
27.07.2019 23:43 Uhr
0
Dabei seit: 26.07.18 | Posts: 1.358 | Reviews: 174 | Hüte: 4

Meine Meinung steht fest » Hier ist meine "Aufbruch zum Mond" Kritik

Meine Bewertung
Bewertung
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
30.06.2019 16:14 Uhr | Editiert am 30.06.2019 - 16:15 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 18.948 | Reviews: 188 | Hüte: 692

@Kayin und MB80

Wie ich mittlerweile gelesen habe, war Neil Armstrong ein zutiefst introvertierter und verschlossener Mensch, bei dem selbst seine besten Freunde nicht wussten, was in ihm vorgeht. Dahingehend passt Ryan Gosling als Besetzung im Gegensatz zur Behauptung in meinem Review doch schon perfekt.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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MB80 : : Black Lodge Su
19.05.2019 12:47 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 3.130 | Reviews: 44 | Hüte: 270

Kayin:

Oje, jetzt musste ich aber nochmal nachlesen... ;) Also da ich den Film OV und mit Original Titel gesehen habe wusste ich erst mal gar nicht was du meinst. Ich denke aber nicht dass ich falsche Erwartungen hatte, ich zitiere mich da mal selber:

So ziemlich exakt, was ich erwartet habe... Ein sehr persönliches Biopic über Neil Armstrong sowie eine Dramatisierung des Aktes [...]

usw.

Die Diskussion mit luhp92 ist dann ein bisschen auf die Kamera und Gosling abgedriftet, weil das zwei Punkte sind die er kritisierte und die ich dagegen für zwei Stärkepunkte halte. Aber jetzt verstehe ich wie du zu dem Eindruck kommst es wäre uns vor allem um die Technik gegangen (bzw. den Vergleich zu anderen Filmen).

“Apollo 13“ habe ich lange nicht gesehen, wie gesagt ob der als Vergleichspunkt legitim ist... hrm hrm. „Gravity“ ist natürlich ne ganz andere Geschichte.

Der deutsche Titel, und ich glaube ich habe das irgendwo schon mal geschrieben, hört sich in der Tat an wie ein „Tim und Struppi“ Comic tongue-out

"Fanatical legions worshipping at the shrine of my father’s skull."

MJ-Pat
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Kayin : : Hollywoodstar
18.05.2019 13:26 Uhr
0
Dabei seit: 11.10.15 | Posts: 3.196 | Reviews: 2 | Hüte: 353

@luhp92 und @MB80

Das große Problem für viele ist, dass der deutsche Titel sowas von Banane und deplatziert ist, dass viele Menschen einfach irregeführt sind. An eurer Diskussion merkt man, aber auch bei @flyingkerbecs, dass ihr durch den Titel was anderes, wenn vllt auch unterbewusst, erwartet habt. Der englische Titel (First man) passt da 1000 mal besser und spiegelt wider, um was es wirklich geht, nämlich um Neil Armstrong. Es wird seine Reise, sein Leben erzählt und die Mondlandung ist zwar der Höhepunkt seiner Reise, aber bis dahin musste er wahrscheinlich schwerere Herausforderungen bestehen, vor allem psychisch, als die Mondlandung selbst.

Apollo 13 und Gravity kann man damit überhaupt nicht vergleichen, die spielen weder in der gleichen Liga noch im gleichen Stadion.

Der Film ist mMn auch fürs Kino gemacht, die Wackelkamera auf einem normalen Fernseher stelle ich mir nicht so prickelnd vor, im Kino war es sehr authentisch. Ich habe ihn mir auf 4k Blu Ray geholt und werde ihn mir die Woche anschauen, aber ich weiß jetzt schon, er wird nicht so gut rüber kommen, wie im Kino

"I’ll do my best."

"Your best! Losers always whine about their best. Winners go home and fuck the prom queen."

MJ-Pat
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Parzival : : Kakashi
18.05.2019 12:54 Uhr | Editiert am 18.05.2019 - 12:56 Uhr
0
Dabei seit: 24.11.15 | Posts: 8.667 | Reviews: 58 | Hüte: 446

Biographie- bzw. Dramafilme sind eigentlich nicht so meins, und ich hätte diesen Film wahrscheinlich nicht gesehen, wenn mich das Thema Mondlandung nicht interessiert und die Bewertungen hier auf MJ nicht überwiegend so positiv ausgefallen wären.

Deswegen hab ich ihn mir vor einem Monat bei Amazon Prime für 1 Euro ausgeliehen. Nun, kurz vor Ablauf der Frist hab ich mich endlich entschlossen, ihn zu sehen, davor hatte ich einfach nicht die Lust dazu. Wie gesagt, solche Filme sind halt nicht so meins.

Zum Film an sich hab ich jetzt nicht so viel zu sagen.

Die Schauspieler haben mir gefallen, so auch die Musik, die Effekte (aber nicht immer), es gab emotionale Momente sowie tolle Aufnahmen vor allem im Weltraum.

Was mir nicht gefallen hat ist die Kameraarbeit bzw. die Art, wie der Film gefilmt wurde. Die Kamera war mir oft viel zu unruhig, zudem hat es mir nicht gefallen, aus welcher Perspektive gefilmt wurde. Ich hatte mich auf viele tolle Panoramaaufnahmen gefreut, von denen gab es letztlich aber nur wenige (welche aber klasse waren). Der Film wollte die Erlebnisse aus der Sicht der Charaktere zeigen, was an sich gesehen nicht schlecht ist, denn so konnte man gut miterleben, was sie erlebt haben. So war ich z.B. nach gerade mal 6 Minuten des Films nervlich schon am Ende. Allerdings wird mir schnell übel und durch die Aufnahme aus der Perspektive der Charaktere wurde mir des öfteren etwas schlecht.

Nachdem sich der Film viel Zeit genommen hat, bis er endlich zur Mondlandung gekommen ist, kam mir die Apollo-Mission dann aber zu gehetzt vor, vor allem nachdem sie vom Mond aufgebrochen sind. Klar, der Film heißt "Aufbruch zum Mond" (im Deutschen zumindest) und sollte sich halt auch hauptsächlich auf den schwierigen Weg bis dahin konzentrieren, aber trotzdem kam mir das Ende dann zu plötzlich. Der Film ging zwar schon sehr lange, aber 10 Min mehr oder so hätten ihm nicht weiter geschadet.

Die Effekte des Films haben mir überwiegend gut gefallen, dass der Film dafür den Oscar bekommen hat im Gegensatz zu den anderen Nominierten kann ich jetzt besser verstehen, es war mMn nicht die gleich Art von Effekten wie bei den anderen und das hat mir gefallen.

Ich weiß echt nicht, welche Punktzahl ich dem Film jetzt geben soll...der Film hat mich nicht enttäuscht, aber so richtig zufrieden war ich mit ihm auch nicht. Die super Bewertungen hier kann ich nicht nachvollziehen, ich werd mir mal ein paar Kritiken durchlesen. Wahrscheinlich liegt es einfach daran, dass die Art von Film einfach nicht so meins ist.

Ein guter Film, welchen ich mir aber wahrscheinlich nie wieder ansehen werde.

Da ich mich bezüglich der Punktzahl nicht entscheiden kann, nehme ich einfach die Mitte.

Meine Bewertung
Bewertung

Mein Letterboxd-Profil /// (ehem. FlyingKerbecs) /// aktuelle Anime-Empfehlungen: Sentenced to be a Hero // Hell’s Paradise // JJK (bei Crunchyroll)

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
30.04.2019 00:10 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 8.964 | Reviews: 149 | Hüte: 757

Heute die zweite Sichtung des Films, dieses Mal auf Blu-Ray. Einfach nur ein wahrhaft exzellenter Film, bei dem bei mir kein Auge trocken bleibt. Die Musik sucht ihresgleichen und ist einfach nur perfekt! Auch schauspielerisch perfekt, vor allem von Claire Foy atemberaubend gespielt. Soundtechnisch mit Dolby Atmos hervorragend abgemischt, auch auf Blu-Ray. Fantastisch! Für mich ein perfekter Film.

Weiterhin 10/10 Punkte - Mittlerer Wiederschauwert

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
22.11.2018 23:23 Uhr | Editiert am 22.11.2018 - 23:24 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 18.948 | Reviews: 188 | Hüte: 692

@MB80

Schöner DiCaprio-Diss laughing
Ich hätte den Oscar Michael Fassbender verliehen.

Ich habe in der Szene jetzt keine Anspannung und Intensität gesehen, aber sofern du das so empfindest, ist das für dich ja sehr gut. Dahingehend ist das Zerbrechend des Glases dann der emotionale "Ausbruch".

"First Man mit Focus auf die Personen und das was sie durchmachen mussten. Daher anderer Fokus, besonders in der Kamera."

Ja, das stimmt. Mich hat das weniger gepackt, ich hätte mir da wie gesagt mehr Bilder von außen gewünscht. Zum Beispiel wie die Großbildaufnahme des Starts von Apollo 11, die war beeindruckend!

Mir fällt da noch ein ähnliches Beispiel ein und zwar das Biopic-Survivaldrama "Everest". Im Roman von Jon Krakauer ist man sehr nah bei den Charakteren, in einem Film kann man das aber natürlich nicht so gut darstellen. Da bleiben dann oft nur Menschen in unpersönlicher Bergsteigerkleidung mit vermummten, geschützten Gesichtern, Schneebrillen, etc.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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MB80 : : Black Lodge Su
22.11.2018 20:42 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 3.130 | Reviews: 44 | Hüte: 270

luhp92:

"Das Zerdrücken des Glases ist aber doch keine schauspielerische Leistung, sondern nur ein (wahrscheinlich) praktischer Effekt."

Das sowas keine Leistung ist, ist mir schon klar du Witzbold laughing Oh Moment DiCaprio hat dafür nen Oscar gewonnen...

Was ich meine ist seine Anspannung und Intensität, und die transportiert er. Das Glas ist eher das "Aufwachen" aus dem Schockzustand. Hier auszuflippen wäre für seinen Charakter die falsche Entscheidung gewesen.

Und Filmschubladen hin oder her... Gravity war ja als Achterbahnfahrt entworfen, First Man mit Focus auf die Personen und das was sie durchmachen mussten. Daher anderer Fokus, besonders in der Kamera.

"Fanatical legions worshipping at the shrine of my father’s skull."

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
22.11.2018 18:42 Uhr | Editiert am 22.11.2018 - 18:43 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 18.948 | Reviews: 188 | Hüte: 692

@MB80

"Dass die Astronauten in dieser Situation kaum Kontrolle haben."

Das weiß man ja schon wegen der vorherigen Wackelkamera-Szenen.


"Das heißt aber nicht das er es nicht kann"

Dem stimme ich zu. Wie gesagt, in den Filmszenen mit Bezug zu seiner Filmtochter spielt Gosling klasse und auch in z.B. "Drive" hat sein Charakter ja diverse emotionale Ausbrüche, die Gosling gekonnt auf die Leinwand bringt.

Das Zerdrücken des Glases ist aber doch keine schauspielerische Leistung, sondern nur ein (wahrscheinlich) praktischer Effekt.


Zu "Gravity": Das ist kein Sience-Fiction-, sondern ein Weltraum-Survivalfilm wink
Als solcher war der Film für mich im Kino atemberaubend - sowohl bezogen auf die Spannung als auch auf die Schönheit. Vom Weltraum und dessen Schönheit sieht man in "Aufbruch zum Mond" aber leider nur wenig und in Sachen Spannung kann da meiner Meinung nach nur die Rotationsnotlage von Gemini 8 mithalten.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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MB80 : : Black Lodge Su
20.11.2018 20:52 Uhr | Editiert am 21.11.2018 - 09:28 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 3.130 | Reviews: 44 | Hüte: 270

luhp92:

"In einer Szene wird ja z.B. sekundenlang das verschwommene Armaturenbrett gezeigt, dies enthält null Information für den Zuschauer."

Doch, das ist ja gerade die Information... Dass die Astronauten in dieser Situation kaum Kontrolle haben.

Und zur Ausdruckslosigkeit von Gosling, ich denke sein Problem ist, dass er einfach zu oft "typecasted" wird, und zwar als der stoische, unnahbare Typ. Das heißt aber nicht das er es nicht kann, er zeigt sogar ziemlich viele Nuancen in diesem Film. Und die von dir erwähnte Szene: sehe ich ganz anders, man kann ihm die Anspannung deutlich ansehen, die durch das quasi unbemerkte Zerdrücken des Glases (ist im Trailer, ich bin Spoiler Safe...) noch unterstrichen wird. Er ist ein introvertierter Typ, hätte er plötzlich angefangen herumzuspringen und zu schreiben wäre er out of character gewesen. Also aus der Rolle gefallen, lese zu viele engl. Reviews... Gute Entscheidung von Gosling und Chazelle, zumindest für mich.

Zu den Filmvergleichen, puh... Also Apollo 13, klar, aber den habe ich ewig nicht gesehen. Aber ihn mit Gravity zu vergleichen ist als würde man einen interessanten Artikel mit einer Achterbahnfahrt vergleichen, komplett überspitzt natürlich. Ist halt "ScienceFaction", die als Dramatisierung mMn gut funktioniert.

Oh und ich kann die die Nice Guys empfehlen, da hat Gosling auch etwas mehr "Reichweite".

EDIT:

Hier ist ein Auszug aus dem Review vom A.V. Club, der die Brücke schlägt:

"By reputation, Armstrong could be an intensely private man. That’s what makes Gosling such a brilliant choice to play him. To be honest, the star may be at his least convincing when he’s asked to express big emotions. (His inability to come across as genuinely head-over-heels smitten was one of La La Land’s few crucial flaws.) But there’s arguably no one better at implying a wellspring of feeling someone can’t or won’t convey—the secret, beating heart of an urban samurai getaway driver or an android dreaming of electric sheep."

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MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
20.11.2018 17:12 Uhr | Editiert am 20.11.2018 - 17:16 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 18.948 | Reviews: 188 | Hüte: 692

@MB80

Natürlich soll die Wackelkamera innerhalb der Kapsel das Geruckel simulieren, aber wenn ich als Zuschauer überhaupt nichts sehen und dadurch nicht am Filmgeschehen teilnehmen kann, dann schießt die Nutzung der Wackelkamera über das Ziel hinaus. In einer Szene wird ja z.B. sekundenlang das verschwommene Armaturenbrett gezeigt, dies enthält null Information für den Zuschauer. Darüberhinaus wird die Wackelkamera, wie du schon schriebst, ja auch in Momenten genutzt, in denen das inhaltlich überhaupt keinen Sinn ergibt.

Die Gesichtsaufnahmen geben dem Ganzen etwas Persönliches, sofern man dies bei Goslings ausdrucksloser Mimik in diesen Szenen denn so empfinden kann, bei mir kam da leider nichts rüber. Zumal Chazelle die Gesichtsaufnahmen durch den Helm und Reflexionen der Erde stets limitiert und die Strapazen und die Pionierarbeit Neils Armstrongs dadurch klein und weniger bedeutend erscheinen. "Das Boot" fängt die Klaustrophobie und die kritischen Momente dahingehend mMn wesentlich besser ein.

Das Problem einer zurückhaltenden Performance spiegelt sich hier des Weiteren in der Szene wieder, in der Armstrong vom Tod der Astronauten und einer seiner besten Freunde während des Brandes von Apollo 1 erfährt. Von Trauer und Schock keine Spur, die Szene wirkt daher etwas lasch.

Armstrongs Ehefrau Janet wird ja allein schon inhaltlich als Gegenpol dargestellt (technisch-wissenschaftlicher Fortschritt, Abenteuerlust und Risiko gegenüber Heimat, Familie und Sicherheit), da hätte es einen schauspielerischen Kontrast mMn nicht benötigt. Ein Schauspieler, der es hier mit Claire Foy aufnehmen könnte, hätte den inhaltlichen Konflikt sogar noch verstärken können.

Michael Bay wäre wohl wahrscheinlich der falsche Regisseur für so einen Film gewesen (unabhängig davon müsste ich mir "Armageddon" endlich mal wieder ansehen!), aber wie ich ja schon in meinem Review schrieb: Ron Howard, Alfonso Cuaron, Christopher Nolan und Ridley Scott bekamen das in thematisch ähnlichen Filmen besser hin als Damien Chazelle in "Aufbruch zum Mond". Vor Allem mit "Apollo 13" muss sich der Film da messen lassen, diesem spürt man die Größe und Heldenhaftigkeit der Apollo-Missionen förmlich an.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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