
Factorio - Space Age (PC)
Kern der Space Age-Erweiterung ist die Eroberung des Universums. Statt nur auf dem bekannten Planeten Nauvis die Industrie in Gang zu bringen, ist es nun notwendig das All zu erforschen. Die Grundidee dahinter ist ganz ähnlich dem, was wir auch in Dyson Sphere Program vorfinden. Unser Ursprungsplanet bietet nur bestimmte Ressourcen und um weiterführende Forschungen betreiben zu können, ist die Kolonisierung anderer Planeten erforderlich, um dort neue Ressourcen zu erhalten. Doch die Unterschiede in der Ausgestaltung der Weltallerkundung, sind dann doch sehr verschieden. Während DSP die Erforschung eines ganzen Universums und deren Vernetzung in den Mittelpunkt rückt, bleibt bei Space Age die bekannte Spielmechanik die treibende Kraft.
So ist die Anzahl der neuen Planeten begrenzt. Neben Nauvis kommen Gleba, Vulcanus, Fulgora und Aquilo hinzu. Jeder Planet bringt einen Twist für die Spielweise mit. Mal ist der Platz begrenzt, mal muss man Schrott recyclen, mal mit Biomateria hantieren, mal friert alles ohne Hitze zu oder Ressourcen sind unendlich vorhanden. Neue Gegner erschweren euch das Leben auf den anderen Welten und um überall bestehen zu können, ist oft die Technologie einer anderen Welt notwendig. Letztlich sind die Planeten nun unterschiedliche Biome, die euch Vorteile bieten und euch vor neue logistische Herausforderungen stellen. Erreicht werden die Planeten mit euren neuen Weltraumplattformen, die in sich geschlossene Fabriken bilden, deren Zweck der Transport von Materialien ist und die so gebaut werden müssen, dass sie sich selbst versorgen können.
Worshippers of Cthulhu (PC)
Aufbauspiele stehen hoch in der Gunst der Spieler, aber irgendwie sind sie doch immer gleich. Es gilt eine traumhafte Metropole aufzubauen oder dafür zu sorgen, damit die Bewohner überleben. Doch wenn man seine dunkle Spielernatur ausleben will, dann sieht es in dem Genre dünn aus. Hier setzt Worshippers of Cthulhu an, denn hier gilt es zwar auch eine florierende Metropole aufzubauen, aber vor allem deswegen, damit man einen dunklen Kult erschaffen kann, wo mit Menschenopfern den großen Alten gehuldigt wird.
Du bist hier nämlich der Anführer eines Cthulhu-Kultes und da ist der Umgang mit den Stadtbewohnern ein wenig anders. Gestrandet an einem fernen Eiland, wo ein tiefer Schacht tief hinab führt zur versunkenen Stadt R´lyeh. Dort ruht Cthulhu im todesähnlichen ewigen Schlaf. Ihr baut jetzt an der Oberfläche eure Siedlung mit Häusern, Holzfällern, Steinmetzen und was alles eine Siedlung braucht. Es gilt dabei auch hier die Bewohner und deren Ansprüche zufriedenzustellen. Nur besitzt man als Anführer eines Kults noch ein paar mehr Möglichkeiten, denn während wir in anderen Spielern schauen müssen, wie wir mit "unbequemen" Bewohnern fertig werden, können wir sie hier den Großen Alten opfern. Hier liegt auch die Crux, denn die mächtigen alten Gottheiten wollen nicht ignoriert werden und wollen geachtet werden. Deswegen ist Worshippers of Cthulhu auch am besten als Mischung aus Anno 1800 und Against the Storm zu betrachten.
Red Dead Redemption (PC)
Wir waren ein wenig skeptisch, als überraschend ein Remaster von Red Dead Redemption für die Switch und die PS4 vor einem Jahr angekündigt wurde. Kein PC-Port und keine wirklichen grafischen Anpassungen haben wieder mal nur das Minimum erwarten lassen. Nach dem Debakel mit der GTA 1-3 Überarbeitung klingelten alle Alarmglocken, aber nach der Sichtung mussten wir feststellen, dass der letztjährige Port wirklich gelungen war.
Nun ein Jahr später dann die Sensation! Red Dead Redemption kommt auf den PC und zwar in allen gängigen Launchern. Zusammen mit Undead Nightmare wird hier das komplette Paket geboten. Endlich kann man ohne Emulator die Geschichte des Outlaws John Marston erleben, der versucht, die letzten überlebenden Mitglieder der berüchtigten Van-der-Linde-Gang aufzuspüren. Die PC-Fassung punktet dabei vor allem mit höheren und stabilen Frameraten und natürlich auch endlich richtig hohen Auflösungen. Bei der Grafik muss man natürlich ein paar Abstriche machen, da der Port hier letzten Endes der eines über zehn Jahre alten Spiels ist, der noch aus Zeiten der PS3 und Xbox 360-Ära stammt. Da das Spiel aber bereits damals seiner Zeit voraus war und sich deutlich flotter und zugänglicher als der recht langsame Nachfolger spielt, können wir über die Optik gut hinwegsehen und finden sie auch heute noch schick.
Wer Red Dead Redemption schon immer mal spielen wollte, bekommt hier wirklich einen hervorragenden Port. Diesen jetzt aber für 60 Euro auf dem PC zu veröffentlichen, ist aber ein bisschen frech und hier wären für uns 40 Euro angemessener gewesen.
müssen wir aber nach dem Test der PS4-Version sagen, die Portierung ist solide. Klar gibt es nicht all das tolle Zeug wie 60fps und höhere Auflösungen, aber das Spiel lief flüssig und macht trotz der etwas gealterten Grafik immer noch viel Spaß. Gerade weil das Gameplay nicht so träge ist wie im Nachfolger und die Duelle deutlich mehr Spaß machen, haben wir diesen Teil immer mehr geschätzt. Mehr Leidenschaft wäre von Rockstar wünschenswert gewesen und der Preis ist viel zu hoch angesetzt, aber interessierte Gamer machen in einem Sale nichts verkehrt.
Voidwrought (PC, Switch)
Mit der Ankunft des Roten Sterns bricht eine neue Ära an. Das Simulakrum aus dem Kokon will Sekret, das Blut der Götter, von den Monstrositäten sammeln, die es horten. Voidwrought ist eines der vielen aktuell erscheinenden Metroidvanias, welches mit knackigen Sprungmechaniken, abwechslungsreichen Fähigkeiten und Bosskämpfen euch fordern will. Finde mächtige Relikte und Seelen und rüste sie aus, um deinen Spielstil individuell anzupassen. Grabe in den Ruinen der Graustadt, um einen Schrein für dein loyales Gefolge zu errichten. Spielerisch orientiert man sich bei Voidwrought am Genrestandard, grafisch und bei der Oberfläche stand sehr stark Hollow Knight Pate. Letztlich ist Voidwrought ein grundsolider Vertreter des Genres, ohne aber in irgendeinem Bereich besonders hervorzustechen. Daher richtet es sich vor allem an Genrefans und weniger an Neueinsteiger, die haben die Auswahl an deutlich besseren und markanteren Spielen.
Awaken - Astral Blade (PC, PS)
Wem Voidwrought vom Grafikstil nicht so passt, der sollte sich Awaken - Astral Blade anschauen. In diesem Metroidvania erwartet euch eine weniger stilisierte und dafür mehr von Animes angehauchte Grafik. Webe deine eigene Geschichte in diesem dunklen Märchen. In den mysteriösen antiken Ruinen wirst du mit Tania Abenteuer erleben, um ihre Herkunft und ihr Schicksal zu enthüllen. Gibt es eine Überlebenschance am dunkelsten und verzweifeltsten Ort? Kenner des Genres wissen, natürlich wird uns das in Awaken - Astral Blade gelingen, nur der Weg dahin ist mit vielen Herausforderungen und Gegnern gepflastert. Mit 10-15h ist das Spiel gut bemessen, besticht durch sein unterhaltsames und direktes Kampfsystem und weiß auch beim Bossdesign zu überzeugen. Wie Voidwrought ist es aber auch wieder ein sehr gutes, aber eben nicht herausragendes Metroidvania, welches von der Standardformel abweicht.
Blasphemous 2 - Mea Culpa (PC, Xbox, PS)
Blaspehmous 2 meldet sich zurück und der Mea Culpa DLC will euch erneut zur Buße zwingen. Nachdem die Fortsetzung bei den Fans sehr gut ankam. Es verschob aber den Fokus weg von seinem Souls-Gameplay mehr in Richtung Metroidvania. Der Mea Culpa-DLC setzt hier auch weiter an. Das Spiel wird um ein neues Abenteuer erweitert, dazu gibt es neue Bosse, neue Regionen, neue Feinde, Fähigkeiten und Arten der Hinrichtung. Alles dreht sich dabei auch um die neue Waffe, oder die alte Waffe, wie man es halt betrachten will. Das Schwert Mea Culpa hält Einzug und dadurch verändert sich auch die Art und Weise, wie ihr das Spiel spielen könnt. Mit dem DLC wird Blaspehmous 2 weiter abgerundet und bietet Fans ein paar Stunden zusätzlichen Spielspaß. Einen netten Nebeneffekt hat der DLC aber noch zusätzlich, denn auch wenn man diesen nicht kauft, gibt es Änderungen am Basisspiel und Optimierungen. Vor allem das streckenweise angepasste Leveldesign dürfte Fans gefallen, da sie so ein wenig Abwechslung bei einem neuen Durchgang bekommen.
The Planet Crafter - Planet Humble (PC)
Vor einigen Wochen hatten wir euch bereits The Planet Crafter empfohlen. Ein wundervolles Spiel, welches wir euch weiterhin nur wärmstens ans Herz legen können. Das Spiel startete kürzlich in die Version 1.0. Wer Subnautica mag oder Der Marsianer - Rettet Mark Watney, der wird hier seine helle Freude haben.The Planet Crafter ist ein storygeprägtes Survival-Game, bei dem ihr auf einem fremden Planeten ausgesetzt werdet und eure Aufgabe es ist, dort Terraforming zu betreiben. Ihr sammelt Ressourcen, erkundet die Umgebung, baut euch Unterkünfte, Forschungsanlagen und Hilfsmittel, um den unwirtlichen Planeten bewohnbar zu machen. Dabei nehmt ihr im Laufe der Zeit immer mehr Einfluss auf eure Umwelt. Zu Beginn ist die Welt öd und leer, doch schon bald erscheinen in The Planet Crafter Wolken am Himmel, Regen fällt und Ozeane entstehen, Pflanzen wachsen nach und nach und die Tierwelt beginnt zu entstehen.
Der neue DLC Planet Humble ist ein Angebot an langjährige Spieler, die mehr vom Spiel wollen. Geboten wird ein neuer Planet mit eigenen Biomen, neuen Herausforderungen und ein paar neuen Gebäuden. Dadurch wird die Erkundung wieder gefördert, falls man den Originalplaneten schon in- und auswendig kennt. Der neue Planet ist etwa 30% kleiner als die Originalwelt und derzeit noch ein wenig buggy, die Entwickler wollen hier noch nachbessern und auch den Umfang und die Vielfalt noch verbessern. Nett ist, dass man den DLC nur einmal kaufen muss und dennoch mit Freunden gemeinsam spielen kann, auch wenn nur der Host den DLC besitzt. Spielerisch ändert sich ansonsten auch mit Planet Humble nichts, aber das ist bei so einem tollen Spiel auch nebensächlich.
