Mit Maria (Originaltitel: Mary) bringt Netflix ab dem 6. Dezember 2024 eine Geschichte auf die Bildschirme, die gerade zur Weihnachtszeit eine ungewöhnliche Perspektive bietet. Statt der vertrauten Erzählung rund um das göttliche Kind rückt der Film die junge Maria in den Mittelpunkt, eine Teenagerin, die unvorstellbare Bürden tragen muss.
Regisseur D.J. Caruso (Disturbia) wagt sich an eine Neuinterpretation der wohl bekanntesten Geschichte der Menschheit. Verkörpert wird Maria von der 21-jährigen Newcomerin Noa Cohen, die mit ihrer Authentizität das Publikum in die emotionale Zerrissenheit einer Jugendlichen mit übermenschlicher Bestimmung hineinziehen soll. Cohen setzte sich im Casting gegen 75 Konkurrentinnen durch. Kontroversen bleiben dabei trotzdem nicht aus: Die Entscheidung, eine israelische Darstellerin als Maria zu besetzen, führte in den sozialen Medien zu Diskussionen.
Maria ist hier nicht nur die Jungfrau, die ein göttliches Kind zur Welt bringt, sie ist fast selbst noch ein Kind, das sich in einer feindseligen Welt behaupten muss. In der Bibel wird beschrieben, dass Maria und Joseph (Ido Tako) mit dem neugeborenen Jesus nach Ägypten flohen, um der Verfolgung durch König Herodes zu entkommen, der befohlen hatte, alle männlichen Säuglinge in Bethlehem töten zu lassen. Herodes war berüchtigt für seine Skrupellosigkeit und Angst, seinen Thron zu verlieren. Dieser wird von Anthony Hopkins dargestellt, welcher dem Film höhere Aufmerksamkeit beschert und dem brutalen König möglicherweise eine bedrohliche Tiefe geben wird.
Regisseur Caruso zeigt die bekannte Geschichte auf Netflix in einem frischen Licht. Trotz des Castings von Anthony Hopkins und der sorgfältigen Vorbereitung (das Drehbuch wurde über 70 Mal überarbeitet), müssen wir uns aber überraschen lassen, ob Maria nur ein Bibelfilm von vielen sein wird oder ein Weihnachtsfilm, der uns wirklich überzeugt.
