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Stranger Things

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Ein zufriedenstellendes Finale?

Review: "Stranger Things" - Staffel 5 Vol. 2 & 3 - Ein fast perfekter Abschluss

Review: "Stranger Things" - Staffel 5 Vol. 2 & 3 - Ein fast perfekter Abschluss
14 Kommentare - Mo, 05.01.2026 von Elijah H.
Seit dem Neujahrstag könnt ihr die achte und damit abschließende Episode von "Stanger Things" auf Netflix streamen. Wir klären, ob das Finale der Mystery-Serie gerecht wird.

Das Jahr 2026 beginnt mit einem Knall, denn am 1. Januar ist mit Stranger Things nach knapp zehn Jahren eine der erfolgreichsten Netflix-Serien zu Ende gegangen, die schnell eine Fangemeinde aufbauen und im Laufe der verhältnismäßig kurzen Zeit eine Art Kultstatus erlangen konnte. Neben beeindruckenden Rekorden, wie 1,2 Milliarden Gesamtzugriffe auf die Serie selbst oder das fast schon übliche Abstürzen der Server zum Release, endet also eine Ära, obwohl bereits zahlreiche Spin-offs mit weiteren Geschichten aus der Welt der Duffer Brüder in Aussicht stehen.

Nach unserer Review zu Volume 1 der fünften Staffel, welche ihr hier noch einmal nachlesen könnt, widmen wir uns, natürlich ohne Spoiler, der zweiten Hälfte und somit den finalen vier Folgen, die das Ende des Kampfes gegen Vecna und die Demogorgons markieren soll. Doch gelingt es den Machern, die Geschichte um Elf, Mike und Co gebührend abzuschließen, ohne dabei einen Backlash der Fans (Wir sagen nur Game of Thrones Staffel 8) loszutreten?

Die Handlung setzt nach Vecnas (Jamie Campbell Bower) verheerendem Schlag gegen Will (Noah Schnapp) und seine Freunde an, der aber Hinweise liefert, wie Henry Creel vielleicht doch noch gestoppt werden kann. Hopper (David Harbour) und Elfie (Millie Bobby Brown) versuchen in der Schattenwelt weiterhin, Dustin (Gaten Matarazzo) und die anderen zu finden, während Max (Sadie Sink) Holly (Nell Fisher) hilft, aus dem Gedankengefängnis zu entkommen. Sie erfahren die erschreckende Wahrheit über die andere Seite und enthüllen zugleich den teuflischen Plan von Vecna, welcher sich seinen ganz eigenen Dämonen stellt. Für eine gefährliche Mission müssen die Freunde dann schließlich ein allerletztes Mal zusammenhalten, da nicht nur das Schicksal von Hawkins, sondern das der gesamten Welt auf dem Spiel steht …

Die letzten Episoden von Stranger Things Staffel 5, die alle mit einer Lauflänge von über einer Stunde aufwarten, bieten inhaltlich einige Enthüllungen, die auch große, bislang ungelöste, Rätsel der Serie aufklären. So bekommen wir die langersehnte Antwort darauf, was es mit dem Upside Down denn wirklich auf sich hat, während auch Elvies und Henrys Verbindung wie bereits in Staffel 4 wieder von großer Bedeutung ist. Spannung ist damit für Volume 2 und 3 garantiert, wobei das Finale fast etwas zu sorgsam ist, was den Hauptcast der Serie angeht, dazu aber später mehr.

Schauen wir auf den filmischen Aspekt der Folgen, denn wie es Fans der Serie gewohnt sind, beeindruckt Stranger Things mit dem gefeierten Retro-80s Look, dem Blockbuster-Flair und etwaigen CGI-Schlachten, gerade wenn es um das wirklich bombastische Finale geht. Zwar gibt es durchaus kleinere Momente, in denen man bei genauerem Hinsehen den Greenscreen wegen fehlender Schattierungen erkennt, jedoch sieht man den Episoden ihr jeweiliges Budget von geschätzten 50 bis 60 Millionen US-Dollar definitiv an. Inszenatorisch nehmen neben den Duffer Brüdern auch wieder Hollywood-Größen wie Shawn Levy (Deadpool & Wolverine) oder The Green Mile-Filmemacher Frank Darabont auf dem Regiestuhl Platz, sodass man sicher sein kann, dass auch entscheidende Szenen sehr gut zur Geltung kommen.

Bei dem riesigen Darstellerensemble, was allein in Staffel 5 mit Terminator-Legende Linda Hamilton noch einmal gewachsen ist, stechen, unserer Ansicht nach, vor allem Jamie Campbell Bower und Noah Schnapp heraus. Bower gelingt es nämlich, das komplexe und zerrissene Innenleben von Henry Creel nach außen zu tragen, was besonders bei der Konfrontation mit der Vergangenheit seiner Figur ersichtlich wird. Schnapp hingegen, schafft es, die Charakterentwicklung von Will Byers im Vergleich zu Staffel 1 glaubwürdig darzustellen. Ohne hier zu spoilern, meinen wir an dieser Stelle eine bestimmte Szene aus Episode 7, die trotz großer Aufregung bei Social Media, IMDb und Co dennoch passt und überzeugend gespielt ist. Die erst vierzehnjährige Nell Fisher, die man eventuell aus Evil Dead Rise kennt und die für die Rolle der Holly Wheeler neu gecastet wurde, macht ihre Sache ebenfalls gut, wenn man überlegt, wie viel Screentime ihr im Laufe der Staffel zuteilwird.

Das Ende im Speziellen, wird den Charakteren unserer Meinung gerecht, da man bewusst einen kleinen Spielraum der Unklarheit schafft und nicht den Friede-Freude-Eierkuchen-Weg wählt, um die letzten neun Jahre ausklingen zu lassen. Viel mehr deutet man auch deren Leben nach dem Kampf gegen interdimensionale Kreaturen an und zeigt, dass das Leben weitergeht, auch wenn es womöglich nicht der Ausgang ist, den sich die Fans vielleicht ausgemalt haben.

Also hat Netflix doch eigentlich hier das ultimative Serienfinale zu Stranger Things geschaffen, da wir doch nur Positives in dieser Review zu vermelden hatten, oder? Leider nicht ganz, denn wie wir bereits oben angerissen haben, ist man gerade in der letzten Episoden etwas zu schüchtern, um zu zeigen, was alles auf dem Spiel steht. Hier hätten wir uns bei all dem Hype im Vorfeld einen kleinen Denkanstoß gewünscht, der die Figuren aus der Bahn zu werfen droht und sie daran erinnert, welch große Verantwortung aber auch Last es ist, die Welt retten zu müssen. Dazu kommt, dass uns der Tod eines gewissen Charakters emotional nicht wirklich mitgenommen hat, da jener im Gesamtblick auf die Handlung keinen allzu großen Impact beitrug und vielleicht nicht unbedingt hätte zurückkommen müssen.

Zusammenfassend können wir festhalten, dass die Macher hinter Volume 2 und 3 eine durchgängig spannende, mit Twists gespickte Handlung erzählen und jene mit gewaltigen Effekten im Finale auch abzuschließen und zu inszenieren wissen. Darsteller, wie Jamie Campbell Bower, bringen vielschichtige Charaktere auf die Bildschirme, sodass wir nur wegen fehlender Konsequenz und einem weniger ergreifenden Figuren-Tod 4 von 5 Hüte an die zweite Staffelhälfte verteilen möchten.

Insgesamt würde Stranger Things Staffel 5 damit zwischen 4 und 4,5 Hüten schwanken, was doch einen mehr als zufriedenstellender Abschluss einer Geschichte bedeutet, die nicht nur die Darsteller von der Jugend bis zum Erwachsenenalter begleitet hat.

Erfahre mehr: #Review, #Netflix, #Streaming
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14 Kommentare
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
15.01.2026 20:27 Uhr | Editiert am 15.01.2026 - 20:32 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 18.869 | Reviews: 188 | Hüte: 691

@Duck-Anch-Amun

Entschuldige die späte Antwort, ich kam bisher einfach nicht dazu.

Mit der Umsetzung der Szene bin ich ja auch nicht zufrieden. Ich schrieb es unten schon, zu pathetisch/kitschig aufgezogen in Anlehnung an die Gründung der Gefährten im ersten "Herr der Ringe". Dass da Menschen anwesend sind, die mit Will gar nichts zu tun haben, störte mich ebenfalls, und dass in der Zeit der 1980er Jahre jeder, selbst die Erwachsenen, verständnisvoll reagiert und cool damit ist, wirkte nicht sonderlich glaubwürdig. Mit Blick auf das Ende kann man noch kritisieren, dass bei jedem Hauptcharakter der berufliche Lebensweg geschildert wird, während Will nur mit einem Partner in einer Schwulenbar gezeigt wird, er also lediglich auf seine Sexualität reduziert wird.

Dennoch erklärt Will ja selbst, warum er sich nun öffnen muss, eben um Geheimnisse und Ängste zu überwinden, damit Vecna keinen Angriffspunkt mehr hat und darüber Kontrolle über ihn ausüben kann. Das lenkt nicht von der Handlung ab, sondern war notwendig. (Die Notwendigkeit fällt allerdings womöglich gar nicht auf, weil der Endkampf gegen den Vecna-Mindflayer ein Witz ist, da war jeder Demogorgon schwieriger zu besiegen^^) Die Szene hätte man sicherlich auch früher in der Staffel positionieren können / sollen, auf der anderen Seite kann man die Situation auch so lesen, dass es Will aus Angst bis zum letzten Moment hinausgezögert hat. Und wie erneut unten geschrieben, in Wills Position und seinen Schmerz, die Schwierigkeit des Überwindens und Ausformulierens, darin konnte ich mich zumindest sehr hineinversetzen.

In Staffel 3 war es in der Tat nicht klar, wie es um Will steht, der Fokus liegt allgemeiner und stärker auf seiner Angst vor der Einsamkeit, dem Erwachsenwerden, dem Verlust der Freunde an die Mädels. Warum Will so fühlt, bleibt offen, Homosexualität war eine Möglichkeit von mehreren, er hätte z.B. auch Spätpubertierender oder asexuell sein können, oder die Traumata des Upside Down halten ihn psychisch in der Kindheit fest. Am Ende von Staffel 4 ist es für mich aber eindeutig, dass Will schwul ist, man könnte auch sagen, dass es Will in Staffel 4 selbst erst klar wird, während ihm das in Staffel 3 noch nicht bewusst ist.

Alles betrachtet, wenn man daran zurückdenkt, wie großartig und sensibel Robins Coming Out in Staffel 3 umgesetzt wurde, ist es sehr schade, dass die Duffer-Brüder es so mit Will in Staffel 5 nicht geschafft haben.


@Vermisste Charaktere (Duck, MrBond)

Die Turnbow-Familie scheint in der Scheune gefesselt zu bleiben und wird nicht befreit^^

Dass Suzie und Vickie am Ende fehlen, finde ich ebenfalls schade, bei so vielen Happy Endings für die Hauptcharaktere ist es merkwürdig, dass die beiden fehlen. Aber ich denke mir, die Duffer-Brüder wollten die Szene auf dem Dach auf die klassischen / traditionellen Hauptcharakere der Serie (also diejenigen der älteren Altersspanne) beschränken. Wobei Suzies Schauspielerin Gabriella Pizzolo in einem Interview meinte, Dustin und Suzie hätten sich wahrscheinlich im Jahr zwischen der Handlung von Staffel 4 & 5 getrennt, als Dustin in seiner Trauerphase jeden Menschen von sich gestoßen hat, was in Staffel 5 mit Steve ja auch noch anhält. So gesehen ergibt es Sinn, dass Suzie nicht mehr auftritt.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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MrBond : : Imperialer Agent
09.01.2026 10:34 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 3.957 | Reviews: 24 | Hüte: 609

@Duck

Ich verstehe die Argumente, muss aber selbst zugeben, dass ich die genannten Personen nicht wirklich vermisst habe. Murray am Ende ... joar, okay, hätte tatsächlich noch eine Erwähnung verdient. Letztendlich gab es aber nichts in der Staffel, das mich jetzt so sehr auf glühenden Kohlen zurück gelassen hätte und ich bin rundum zufrieden. Passt für mich. Das Outing war ggf. überflüssig, da das für mich sowieso klar war und es in der großen Runde, in der es stattfand, nicht wirklich sinnvoll war - das wäre im kleinen Kreis (unter den vier Freunden) nachvollziehbarer gewesen - wenngleich ich davon ausgehen würde, dass es gerade seine engeren Freunde ohnehin hätten wissen können. Aber das ist Kritik auf hohem Niveau.

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
08.01.2026 11:27 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 12.398 | Reviews: 48 | Hüte: 840

@MrBond
Tatsächlich hab ich das auch schon gedacht, aber wie gesagt, für mich war halt am Unbefriedigsten, dass nach dem Staffel 4 Ende in Hawkins alles easypeasy zu sein schien.
Was ich ebenfalls vermisst habe:

  • Wo war Suzie? Sie hat zweimal die Welt gerettet und wird dann nicht mal mehr erwähnt. Dustin ist am Tiefpunkt, am Ende macht er seinen Abschluss, er geht aufs College - schade, dass sie nicht mehr vorkam
  • Wo war Max Mutter? Die Serie ist sehr schlecht darin gewesen, realistische Eltern darzustellen. Aber dass sie mal so gar nicht vorkam, nachdem sie in Staffel 4 extra gecastet wurde, war schade
  • Wor war am Ende Vicky? Ds Coming-Out war ein essentieller Moment der Serie und Will wurde durch Robin und die Beziehung zu Vicky gestärkt. Hat wohl nicht geklappt zwischen den Beiden, aber man nimmt sie in den Haputcast auf und lässt sie dann wieder fallen
  • Wo war am Ende Murray? Tatsächlich hätte ich gerne gewusst was der schrille Vogel nun macht, nachdem er mit seinen Verschwörungstheorien letztendlich Recht hatte.
  • Wo waren die Demogorgons? Auch hier sind die Fantheorien einfach besser als alles, was die Macher gemacht haben und nun auch noch gesagt haben. Benioff&Weiss reloaded - dann wäre es besser einfach nix zu sagen und dem Budget die Schuld zu geben.

Am Ende ist für mich leider viel Potenzial liegen geblieben, aber dass ich trotzdem mit dem Finale zufrieden bin und der Epilog für mich alles richtig gemacht hat (außer Suzie, gibt mir den Suzie-Cut!), liegt halt auch daran, dass mir die Figuren so wichtig wurden. Manisch hat da die perfekte Erklärung geleifert, Hut dafür.

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MrBond : : Imperialer Agent
08.01.2026 11:10 Uhr | Editiert am 08.01.2026 - 11:10 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 3.957 | Reviews: 24 | Hüte: 609

Eine Sache ist mir noch eingefallen, die ich gerne noch gesehen hätte, was aber nicht weiter verfolgt wurde: Die Bullys, die Dustin am Anfang zusammen treten, hätten gerne noch eine Abreibung spendiert bekommen können... aber okay - es muss ja nicht immer alles abgegolten werden (auch wenn ich es gefeiert hätte).

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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Manisch : : Moviejones-Fan
08.01.2026 08:36 Uhr | Editiert am 08.01.2026 - 13:03 Uhr
1
Dabei seit: 19.10.18 | Posts: 1.848 | Reviews: 30 | Hüte: 122

Ich bin auch weitestgehend zufrieden mit dem Finale.

Klar, manche Figuren sind irgendwie komplett untergegangen. Persönlich denke ich da vor allem an Mike, der gefühlt irgendwie nullkommanull zu tun hatte. Er wirkte eigentlich nur noch wie ein Love Interest. Aber gut, es ist auch nicht die spannendste Figur. Von daher schon ok, von den anderen mehr zu sehen.

Allerdings hätte ich mir gedacht, dass die 5. Staffel irgendwie ein anderes Setting hat, nach dem Finale der vierten. Noch mehr Vermischung von Monstern in der echten Welt, oder so. Wirkte auf mich schon wie eine kleine Rückgängigmachung.

Und natürlich ist es schwer, den Charme der ersten Tage aufrecht zu erhalten. Immer mehr Wissen, was am Anfang fehlte, ist irgendwann etabliert. Da fehlt dann das Mysterium von früher. Im Gegenzug arbeitet alles auf einen Showdown hin, der immer größer werden muss, als noch zuvor. Damit haben andere Serien und Filme auch zu kämpfen.

Ganz grundsätzlich hatte Stranger Things für mich aber immer eher gewisse Feel Good Vibes, die die Serie ausgezeichnet haben. Die Retro-Welt, Freundschaft, bisschen Naivität...Und die Serie hat es auch immer wieder geschafft, ikonische Bilder o.ä. zu produzieren. Alleine die Intro-Musik, Scoops Ahoy, oder jetzt die Radiostation. Dazwischen ist allerdings viel an eigentlicher Story bei mir verloren gegangen. Schon bei Staffel 4 hätte ich schwören können, es wäre erst Staffel 3. Gedanklich war eine Staffel komplett weg, wo ich nicht sagen konnte, was genau da passiert ist.

Was ich sagen will: Die eigentliche Story ist schon nett, aber ich glaube, am Ende hab ich es eher wegen des Grundgefühls geschaut. Und das hat auch in der letzten Staffel wieder ganz gut gepasst. Ich denke, in dem Fall wird genau dieses Grundgefühl auch eher in Erinnerung bleiben, als irgendwelche Detail-Fragen zur Story und zum Serien-Universum.


AfD-Verbot (:

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MrBond : : Imperialer Agent
05.01.2026 09:31 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 3.957 | Reviews: 24 | Hüte: 609

Viel wurde bereits gesagt. Ich schließe mich den positiven Stimmen an. Ich gehe sogar soweit, zu sagen: Endlich mal wieder eine Serie, die ich direkt noch einmal sehen will - und das kam in den letzten Jahren wirklich selten vor, dass ich direkt "zurückspulen" und unmittelbar das Ganze noch einmal geniesen will. Wirklich ganz großes Kino, große Emotionen - hier passt einfach alles und es ist zum einen schade, dass ich nichts mehr von den Charakteren sehen werde, die mir über die Jahre ans Herz gewachsen sind, und zum anderen, dass ich bei dieser Serie nie wieder die Spannung des "Ersten Mal Schauen" erleben werde.

Mein nächster Wunsch ist ein schönes Mediabook mit allen 5 Staffeln inkl. möglichst vielem Bonusmaterial für`s DVD-Regal.

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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CreasyX : : Moviejones-Fan
04.01.2026 13:43 Uhr
0
Dabei seit: 30.09.23 | Posts: 217 | Reviews: 0 | Hüte: 6

Staffel 5 ist für mich die schwächste, 5 Synchronstimmen ausgetauscht, die Erzählstruktur gefiel mir nicht im Vergleich zu den anderen Staffeln was wohl dem Weg zum Finale geschuldet ist. Mehrere Charaktere waren blass, Elfi, Hopper, Mike, warum war Linda Hamilton noch gleich dabei? Keine Twists, kein Mut, ein Action Finale ohne Spannung. Die 5 Staffel ist einfach mit zu vielen Charakteren überladen, halten die heutzutage keine Kritik mehr aus wenn sie z.b. sie einen der Hauptcharaktere sterben lassen? Ist doch langweilig.

1. Staffel 1

2. Staffel 3

3. Staffel 4

4. Staffel 2

5. Staffel 5

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
04.01.2026 12:38 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 12.398 | Reviews: 48 | Hüte: 840

Volume 2 bleibt für mich wie im anderen Thread eine Enttäuschung. Da das Finale aber gelungen ist, könne ich mir vorstellen, dass man bei einem durchgehenden Rewatch selbst Volume 2 nochmals wohlwollender bewertet. Trotzdem waren da ungewohnte Schwächen, die ich persönlich nicht nachvollziehen kann - das Problm keiner durchgehenden Idee sowie Budgetbegrenzungen sind für mich dann doch am naheliegensten.

Das Finale hat aber sehr vieles wettgemacht, selbst da war es aber nicht perfekt und nicht so episch wie z.B. in Staffel 4. Trotzdem hat es geholfen, dass Hopper, Elfie oder Mike wieder mehr im Vordergrund standen, welche einfach die besten Szenen und Dialoge hatten. Nichts gegen Holly, ihre Darstellerin hat dies überragend gemacht und ich sehe da einen neuen Star aufkommen, aber es war für mich ein Fehler, dass sie plötzlich zur Hauptfigur wurde.

Das Finale ist nicht perfekt, hat aber gerade mit dem Herr der Ringe-ähnlichem Epilog alles richtig gemacht und ich hatte mehrfach die Tränen in den Augen. Das waren einfach schöne Momente, die nochmals zeigen wie gut diese Serie eigentlich ist und wie wichtig diese Welt für einen geworden ist. Parallelen zum eigenen Leben waren ebenfalls da, also ich hab dann doch geheult wie ein Kleinkind zum Ende hin^^

Wie Moviejones schreibt, es ist ein fast perfekter Abschluss - Volume 2 bleibt für mich einfach sehr schwach, aber das emotionale, wenn auch nicht genug epische Finale, hat vieles wettgemacht, weshalb Staffel 5 dann doch auf dem gleichen Niveau wie z.B. Staffel 2 oder 3 bleibt.

@luhp92 und Mxyzptlk
Der Hate gegen diese Folge ist natürlich ziemlicher Mist, wenn der Kritikpunkt die Charakterentwicklung um Will ist. Das ist das typische Bashing von scheinbar zu woken Themen.
Trotzdem kann man definitiv über die Umsetzung sprechen und das war leider einfach nicht gut. Beginnend bei Max Flucht, Szenen die 1:1 aus Staffel 4 waren und trotzdem schlechter aussahen, weniger episch waren und mit einem ewigen Dialog nicht enden wollten. Dann Wills Coming-Out, welches einfach in einem Moment kommt, wo die Kacke am Dampfen ist. Die Welt ist am Abgrund, sie checken allesamt, dass die Zeit knapp wird und haben endlich den finalen Schlachtplan. Und dann nehmen sie sich allesamt (!) Zeit ne kleine Therapiesession zu machen. Und wenn ich alle sage, dann einfach, dass da im Saal Murray, Kali oder Vicky Leute sind, die nicht mal ne Verbindung zu Will haben. Das ist dann doch zu sehr gewollt und hätte durchaus intimer sein können - ich wette das wäre besser angekommen.

Und selbst dann sag ich mir, dass dieses Coming-Out halt von der Handlung ablenkte - denn selbst in Staffel 4 war es nicht mehr als ne Andeutung. Ich behaupte mal, dass Wills Reaktion und sein Verhalten auch einfach auf Einsamkeit und Freundschaft hätten basieren können. In Staffel 3 wird einfach sehr deutlich, dass er noch eher Kind geblieben ist, während die anderen Jungs früher neue Interessen entwickelt haben. Es kommt ja dann zum Streit und der Zerstärung der Burg Byers. In Staffel 4 wird dann daraus, dass Will scheinbar in Mike verknallt ist - aber selbst hier könnte man interpretieren, dass der beste Freund sich eher für ein Mädel interessiert als für einen Kindheitsfreund. Und tatsächlich sind dies Dinge, die es wohl in jeder Freundesgruppe mal gab - so klar war es meiner Meinung halt nie.

Ich finde es gut, dass es in diese Richtung ging, es gab der Figur von Will dann doch eine Entwicklung und sie war nicht nur einfach da. Es ist auch das einfachste Mittel, die Zerissenheit zu zeigen und dadurch bekam Robin, die als Rolle ja ebenfalls einfach nur noch da war, ebenfalls eine neue wichtige Bedeutung. Trotzdem bemängele ich die Umsetzung wie halt auch andere Dinge, die in den ersten 7 Folgen, aber besondern zwischen 5 und 7 nicht so gelungen waren.

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SpiderFan : : Moviejones-Fan
04.01.2026 03:00 Uhr
0
Dabei seit: 06.05.22 | Posts: 1.827 | Reviews: 0 | Hüte: 39

Diese Serie bleibt auf ewig in der Netflix Top 3, was die Serien betrifft. Zumindest für mich.

“You have fought long enough, Galadriel. Put up your sword.”

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
03.01.2026 21:34 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 18.869 | Reviews: 188 | Hüte: 691

@Mxyzptlk

Ja, die Szene wurde langfristig sehr schön aufgebaut über die Zeit hinweg.

Die Inszenierung selbst war mir wie einiges in der Staffel zu drüber, quasi The Fellowship of the Gay, wenn jeder der Freunde seinen Moment hat^^ Aber wenn man selbst in der Situation ist/war, kann man sich sehr gut in ihn hineinversetzen und fühlt seinen Schmerz in der Szene.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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Mxyzptlk : : Moviejones-Fan
03.01.2026 20:34 Uhr | Editiert am 03.01.2026 - 20:58 Uhr
0
Dabei seit: 29.03.16 | Posts: 472 | Reviews: 3 | Hüte: 12

Zu wills coming out . Diese hat perfekt gepasst, nichts künstlich in die Story eingebaut, was seine sexuelle Orientierung angeht. Seit der 4. Staffel schön eingebaut. Völlig meiner Meinung nach unberechtigte Kritik.

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
03.01.2026 20:14 Uhr | Editiert am 03.01.2026 - 20:15 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 18.869 | Reviews: 188 | Hüte: 691

Mir hat Staffel 5 unterm Strich gefallen. Klar ist die Staffel immer etwas drüber und wegen Kontinutätsfehlern, Sentimentalität und Plotarmor leicht angreifbar, aber die Geschichte wurde schon würdig, rund und bittersüß zu Ende erzählt.

Dass man den Charakteren in der letzten Episode ein "Herr der Ringe"-artiges Ende und ebenso entsprechenden Abspann spendiert, ist für eine Serie definitiv außergewöhnlich, das Ende alleine hätte normalerweise eine ganze Episode sein können.

Der Hate gegen Episode 7 (Wills Coming Out) (mit 5,6/10 die am schlechtesten bewertete Episode auf IMDb) ist mal wieder dumm und unnötig, und die Leute scheinen die Serie auch blind gesehen zu haben, weil das spätestens seit Staffel 4 bereits klar war.

Ranking:
Staffel 1
Staffel 2
Staffel 4.2
Staffel 5
Staffel 4.1
Staffel 3

@Cairbre
Es ist so gekommen, wie es immer gekommen ist. In jeder Staffel wird ein Nebencharakter neu eingeführt und groß aufgebaut, der am Ende dann den Tod findet. In Staffel 5 mit Kali zwar nicht neu, aber zumindest wieder eingeführt, nachdem sie nur in der einen "Spin-Off-Episode" in Staffel 2 auftrat.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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Cairbre : : Moviejones-Fan
03.01.2026 18:41 Uhr
0
Dabei seit: 23.11.11 | Posts: 373 | Reviews: 0 | Hüte: 10

Lange darauf hingefiebert hat mich das Finale nicht entäuscht.Auch wenn die Serie in Staffel 4 ihren Peak erreicht hat und in Punkto Spannung und Charakterentwicklung in Staffel 5 abfällt, bleibt für mich ein runder bittersüßer weil wehmütiger Abschluss der Geschichte. Klar gibts ein paar Dinge die man hätte anders gestalten können wie dass der Cast mittlerweile zu gross geworden ist um alle sinnvoll zu beschäftigen und keine wirkliche Spannung mehr aufkommt weil die Serie sich überoffensichtlich nicht traut beliebte Charaktere sterben zu lassen und deshalb niemals wirklich mitgebangt werden muss egal ob jemand aus dem Himmel fällt, explodiert, vom Turm stürzt oder von einem Godzillamonster verfolgt wird aber letzlich gings immer um die Figuren und denen wird man aus meiner Sicht gerecht, insbesondere auch der HdR mäßige Ausklang hat mich gefreut. Nachdem man soviele Stunden mit den Figuren verbracht hat haben sie das auch verdient . Ein Vergleich mit anderen Film- und Streamingserien die sich entschlossen haben zum Ende hin ihre etablierten Charaktere ich sag mal vorsichtig völlig neu zu interpretieren passt daher für mich nicht.

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Mxyzptlk : : Moviejones-Fan
03.01.2026 17:55 Uhr | Editiert am 03.01.2026 - 17:56 Uhr
0
Dabei seit: 29.03.16 | Posts: 472 | Reviews: 3 | Hüte: 12

Puh also ich muss sagen, mich haben die letzten Folgen enttäuscht. Angefangen bei den anderen Synchronstimmen, über Browns nicht vorhanden Lust auf die Rolle, Dustinns nichtvorhandene Freundin, die schwache Einführung von Nummer 8, Hopper DEIN SPOILER fast DEIN SPOILER Selbstopferung DEIN SPOILER ohne an die Konsequenzen zu denken. Der einzige Lichtblick für mich war der Darsteller Schnapp.

Die haben sich viel zu viel Zeit gelassen mit den einzelenen Staffeln.

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