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Birds of Prey - The Emancipation of Harley Quinn

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Ein bisschen Deadpool

Birds of Prey - The Emancipation of Harley Quinn Kritik

Birds of Prey - The Emancipation of Harley Quinn Kritik
28 Kommentare - 05.02.2020 von Moviejones
Wir haben uns "Birds of Prey - The Emancipation of Harley Quinn" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Birds of Prey - The Emancipation of Harley Quinn

Bewertung: 3 / 5

Birds of Prey - The Emancipation of Harley Quinn ist weder richtig gut noch richtig schlecht. Ein Film der Mitte für die Mitte. Für den Film spricht, dass hier zwar Frauenpower zelebriert wird, ohne aber maßgeblich den Geschlechterkampf zu thematisieren und mit Biegen und Brechen versucht wird, männliche Rollen auf weiblich umzubürsten. Das ist erfrischend und macht Mann als auch Frau viel Spaß, wenn man über die Unzulänglichkeiten hinwegsehen möchte. Denn unter der bunten Comicoberfläche steckt letzten Endes leider nicht viel und bis auf gewohnte Genrekost bekommt der Zuschauer auch nichts geboten. Birds of Prey - The Emancipation of Harley Quinn mangelt es abseits seiner tollen Hauptdarstellerin an Identität und einer grundsätzlichen Zugehörigkeit.

Birds of Prey Kritik

Batman ist verschwunden, sodass Gotham City schutzlos dem Verbrechen ausgeliefert ist, und Harley Quinn (Margot Robbie) hat den Joker verlassen. Als ein junges Mädchen, Cassandra Cain (Ella Jay Basco), über einen Diamanten stolpert, der dem Gangsterboss Black Mask (Ewan McGregor) gehört, verbündet sich Harley mit der Huntress (Mary Elizabeth Winstead), Black Canary (Jurnee Smollett-Bell) und Renee Montoya (Rosie Perez), um sie zu beschützen...

Trailer zu Birds of Prey - The Emancipation of Harley Quinn

Birds of Prey - The Emancipation of Harley Quinn ist unterhaltsam und um Welten besser als die Vollkatastrophe Suicide Squad, die spätestens bei der Zweitsichtung komplett auseinanderfällt. Die zentralen Darsteller haben Spaß, Harley Quinn ist eine tolle Figur, und als erste Comicverfilmung 2020 ist der Film durchaus passabel. Aber dennoch fehlt eine gewisse Identität, dem Film das gewisse Etwas. Nichts, was er macht, ist irgendwie neu oder besonders gut, aber eben auch nicht besonders schlecht. Ganz typische Genrekost, von der es letzten Endes bereits viele Ausprägungen gibt und die Fans des Stoffes sicher auch gefallen wird. Ein Must-see ist Birds of Prey - The Emancipation of Harley Quinn aber nicht geworden und verglichen mit dem oscarnominierten DC-Werk Joker ist der Film weder wegweisend noch mutig.

Gleichzeitig ist der Titel Birds of Prey - The Emancipation of Harley Quinn auch etwas irreführend, denn statt einem weiblichen Suicide Squad ist es eher die Harley-Show. Zwar ist absolut offensichtlich, dass Margot Robbie viel Spaß mit der Rolle hatte, und begeistert so auch den Zuschauer, aber die anderen Figuren werden dadurch zu Statisten degradiert. Harley erinnert dabei an einen anderen Superhelden, denn nicht selten wirkt es so, als wolle man Deadpool kopieren, ohne jedoch den Witzfaktor zu erreichen. Die anderen Girls verkommen zu Nebendarstellern, die ein paar Minuten hier und da mal durchs Bild huschen dürfen. Es obliegt jedem selbst, wie schwer das beim Titel letzten Endes ins Gewicht fällt, doch immerhin weiß auch Ewan McGregor zu gefallen und wirkt regelrecht beschwingt in seiner Rolle. Man hätte jedoch durchaus mehr mit ihm anstellen können.

Diese Nähe zum Merc with a Mouth dürfte in den USA auch vornehmlich zum R-Rating geführt haben, denn der Gewaltgrad ist überschaubar und es wird vor allem geflucht. Hier wäre mehr Individualität wünschenswert gewesen. Dennoch funktioniert Birds of Prey - The Emancipation of Harley Quinn die meiste Zeit ganz gut, sogar als eigenständiger Film, gleichzeitig ist das aber auch ein Störfaktor. Zwar machte Warner in der Vergangenheit klar, weg von diesem festen Korsett eines zusammenhängenden Universums (DCEU) zu wollen, aber das alles hat weiterhin weder Hand noch Fuß. Dem Zuschauer erschließt sich einfach nicht, wohin dieser Film nun gehört und was die Aussage dahinter sein soll.

So gibt es ganz klar die Bindung zum ersten Suicide Squad, schon allein durch Margot Robbie als Harley Quinn, aber optisch distanziert man sich massiv und das Gotham in Birds of Prey - The Emancipation of Harley Quinn erinnert stärker an das Gotham aus Joker. Was fehlt, ist die Identität dieser von Verbrechen verseuchten Stadt und irgendwie auch der dunkle Ritter. Erwähnung findet er kurz, aber das war es auch schon und es stellt sich nun mal Frage, macht der Urlaub?!

Mit Birds of Prey - The Emancipation of Harley Quinn bekommen Fans eine unterhaltsame aber auch recht gewöhnliche Comicverfilmung geboten, bei der zum Glück auf zu exzessiven CGI-Einsatz zugunsten mehr handgemachter Szenen verzichtet wurde. Das hebt sie in diesem Punkt aus der generischen Masse hervor. Das allein reicht aber nicht aus, um den Normalzuschauer bei Laune zu halten. Denn wo der Comicnerd frohlocken mag, ist trotzdem schon mal alles da gewesen. Mangels Alternativen in diesem noch jungen Kinojahr lohnt sich ein Kinobesuch zwar, aber die Erwartungshaltung sollte letztlich nicht zu hoch sein.

Birds of Prey - The Emancipation of Harley Quinn Bewertung
Bewertung des Films
610
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28 Kommentare
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Mabuse : : Moviejones-Fan
18.02.2020 22:16 Uhr
0
Dabei seit: 27.03.11 | Posts: 51 | Reviews: 0 | Hüte: 4

Komme gerade aus dem Kino. Ich habe mich köstlich amüsiert. kann den Film nur empfehlen.

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Boro : : Moviejones-Fan
08.02.2020 16:52 Uhr
0
Dabei seit: 09.12.19 | Posts: 7 | Reviews: 0 | Hüte: 0

Mir hat der Film gefallen. Es wurde gezeigt wie es mit Harley weiter geht und das war auch gut so. Das Batman nicht zu sehen war, sondern nur erwähnt wurde, ist vollkommen in Ordnung. In den Comics, die in Gotham spielen, ist der dunkle Ritter auch nicht immer zu sehen.

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And1 : : Moviejones-Fan
07.02.2020 12:29 Uhr
0
Dabei seit: 24.03.16 | Posts: 329 | Reviews: 0 | Hüte: 1

Also hab den Film gestern gesehen und muss sagen ich war positiv überrascht ein super Film. Von mir persönlich gibt es 9 von 10. Man kann dem Film nur verwerfen das er eine Harley quinn Show ist obwohl das nicht mal schlimm ist da Margot Robbie diese überragend spielt. Außerdem weiß man das auch wenn man den Untertitel des Films genau liest.

wink

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Arieve : : Moviejones-Fan
07.02.2020 11:58 Uhr
0
Dabei seit: 27.04.15 | Posts: 64 | Reviews: 0 | Hüte: 12

@ DCMCUundundund

Der hat aber eine sehr große Comic-Fanboy-Brille auf. Der Film polarisiert, das war aber auch von vornherein klar. Außerdem kann ich einige Argumente absolut nicht nachvollziehen. Nur mal gaaaanz kleines Beispiel: Er reitet mehrfach darauf herum, dass Harley dieses "Rotten"-Tatoo hat. Äh, das hatte sie schon in Suicide Squad. Häre das jetzt weg, wäre das ein Kontinuitäts-Fehler gewesen, auf den man zu recht hätte hinweisen können. Man kann das Design mögen oder auch nicht, aber zu kritisieren, dass ein Flm endlich mal auf Kontinuität achtet ist schon dreist.

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DCMCUundundund : : Moviejones-Fan
07.02.2020 11:34 Uhr
0
Dabei seit: 30.11.17 | Posts: 153 | Reviews: 0 | Hüte: 3

Hier mal ne Kritik von einem echten DC-Fan.
Ich werde übrigens auch nicht ins Kino gehen...


https://www.youtube.com/watch?v=XgrOxFMqZUg

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Beachwater : : Moviejones-Fan
06.02.2020 22:38 Uhr
0
Dabei seit: 26.07.12 | Posts: 121 | Reviews: 0 | Hüte: 6

Ist doch eine wohlwollende Kritik. Freue mich drauf...

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Arieve : : Moviejones-Fan
06.02.2020 13:02 Uhr
0
Dabei seit: 27.04.15 | Posts: 64 | Reviews: 0 | Hüte: 12

@PaulLeger

Sorry dafür, die erste Reaktion war meiner Überraschung geschuldet, dass du gerade diese beiden Filme als positive Gegenbeispiele genommen hast, ist ja nicht so als gäbe es keine DC-Verfilmungen, bei denen man deiner These deutlich eher zustimmen könnte.

Kein Problem! Ich meinte das auch eher insgesamt für DC vs. Marvel. Und ja, das machen heute viele Filme so (und mMn auch richtig). Bei vielen kommt es bei mir aber nicht in der Intensität an wie bei anderen. Z.B. kommt das bei mir ganz subjektiv bei den DC-Filmen viel eher rüber als bei den MCU-Filmen. Wobei es natürlich auch bei den MCU-Filmen Ausnahmen gibt. Endgame natürlich, Iron Man 1 und der Hulk-Film mit Norton. Ich will auch gar nicht sagen, dass die DC-Filme Arthouse wären oder so. Es sind Comicverfilmungen, Abenteuerfilme die in erster Linie unterhalten wollen und sollen. Und ja, auch das MCU hat seit Iron Man 3 (Tiefpunkt für mich) wieder einiges dazugelernt was das angeht..

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PaulLeger : : Moviejones-Fan
06.02.2020 12:20 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 296 | Reviews: 4 | Hüte: 38

@ Arieve

Nur weil man die Filme selber als "anpruchslose Blödelfilme" empfunden hat, müssen das andere nicht zwangsläufig auch tun, oder? Kommt ein wenig arrogant rüber seine eigene Meinung als absolutes Urteil zu sehen, findest Du nicht auch?

Sorry dafür, die erste Reaktion war meiner Überraschung geschuldet, dass du gerade diese beiden Filme als positive Gegenbeispiele genommen hast, ist ja nicht so als gäbe es keine DC-Verfilmungen, bei denen man deiner These deutlich eher zustimmen könnte.

Es ist die klassische Heldenreise, wenn Billy Batson erst einiges lernen muss um am Ende zu dem Held zu werden, den er gerne währe.

Das würde ja für Ducks These vom Marvel-Abklatsch sprechen, denn die klassische Heldenreise wurde davor doch schon etliche Male in Marvelfilmen durchexerziert. Und da stellt sich dann die Frage wieso die dort verhandelten Heldenreisen dann keine nachvollziehbaren Charakterentwicklungen gewesen sein sollen?

Mamoa zeigt dagegen in Aquaman, dass man sein Kindheitstraumata eben nicht einfach nur mit lockeren Sprüchen überspielen und runterschlucken kann. Da gibt es ein paar sehr schöne emotionale Szenen z.B. mit Mera, in denen er zeigt wie sehr das alles doch an ihm nagt. Das hätte ich so gespielt ehrlich gesagt so von einem Quereinsteiger und ehemaligen Wrestler nicht erwartet.

Das kommt mir persönlich jedenfalls 1000Mal realistischer und tiefgründiger rüber als in (fast) jedem Marvel-Film. Aber dort sind solche Töne auch nicht wirklich gefragt. Ich mag das MCU aber trotzdem, weil sie mich gut unterhalten. Die würde ich dann persönlich aber sehr viel eher als "anspruchslose Blödelfilme sehen" als jeden anderen DC-Film seit Man of Steel (mit Ausnahme von Suicide Squad und Justice League).

Auch das ist nichts Besonderes, sondern Standard, der daher auch im MCU schon mehrfach zu sehen war. Da gibt es doch auch einige Beispiele, Tony, Cap, Thor und noch ein paar andere machen dort eine glaubwürdige Charakterentwicklung durch. Und Momoa in allen Ehren aber da gibt es im MCU nun wirklich genügend besser gespielte emotionale Momente, allein in "Endgame" von RDJ, ScarJo und Hemsworth. Oder wenn man Thors Gespräch mit Rocket in "Infinity War" nimmt, da schafft er es auch nicht mehr seinen Schmerz zu überspielen. Oder Tonys Probleme mit seinem Vater, die über mehrere Filme hinweg angerissen werden um dann in Endgame final verhandelt zu werden. Was man diesen zumeist gelungenen Charakterisierungen vorwerfen kann, ist der stets vorhandene Humor, aber da ist "Aquaman" doch kein gutes Gegenbeispiel, denn bei dem ist es doch genauso, dass nach einem Charaktermoment gleich wieder der nächste Gag um die Ecke biegt.

Und schaut man sich einen Film wie "The Winter Soldier" an, der neben den gegensätzlich verlaufenden Charakterentwicklungen von Steve und Natasha noch politisch brisante Fragen nach Big Data und Regierungsskepsis thematisiert, dann frag ich mich wie man so einen Film ernsthaft im Vergleich zu "Aquaman" als anspruchslosen Blödelfilm bezeichnen kann.

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MobyDick : : Moviejones-Fan
06.02.2020 11:55 Uhr | Editiert am 06.02.2020 - 11:56 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 5.485 | Reviews: 144 | Hüte: 387

PaulLeger, Arieve:

Also, diese schäbigen Postkarten-Motiv-Charakterentwicklungs-Storylines gibt es in jedem dieser Filme ( sei es DC oder MCU), das ist sozusagen das kleinste Einmaleins des Geschichtenerzählens, und wurde mittlerweile perfektioniert, das findet ihr in jedem beliebigen Kinderfilm von Illuminati bis Pixar. Dass es ab und zu eben sowas nicht gibt,ist dann der Talentlosigkeit des jeweiligen Regisseurs zuzuschreiben, weil es eigentlich in jeden Film gehört. Selbst SSQ hat da diverse solcher halbgaren Arcs. Und das hat überhaupt nichts mit der Quali des Films an sich zu tun.

Dünyayi Kurtaran Adam
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Arieve : : Moviejones-Fan
06.02.2020 11:24 Uhr
0
Dabei seit: 27.04.15 | Posts: 64 | Reviews: 0 | Hüte: 12

@PaulLeger

Nur weil man die Filme selber als "anpruchslose Blödelfilme" empfunden hat, müssen das andere nicht zwangsläufig auch tun, oder? Kommt ein wenig arrogant rüber seine eigene Meinung als absolutes Urteil zu sehen, findest Du nicht auch?

Beide Filme waren natürlich vordergründig Fun und Action. Aber beide sprachen im Subtext auch einige tiefgründigere charakterliche Dinge recht deutlich an, wie ich fand. Vielleicht habe ich das exkusiv, aber z.B. Shazam! zeigt neben den Witzen und der Action sehr einfühlsam einiges über Familie und Freundschaft. Es ist die klassische Heldenreise, wenn Billy Batson erst einiges lernen muss um am Ende zu dem Held zu werden, den er gerne währe. Mamoa zeigt dagegen in Aquaman, dass man sein Kindheitstraumata eben nicht einfach nur mit lockeren Sprüchen überspielen und runterschlucken kann. Da gibt es ein paar sehr schöne emotionale Szenen z.B. mit Mera, in denen er zeigt wie sehr das alles doch an ihm nagt. Das hätte ich so gespielt ehrlich gesagt so von einem Quereinsteiger und ehemaligen Wrestler nicht erwartet.

Das kommt mir persönlich jedenfalls 1000Mal realistischer und tiefgründiger rüber als in (fast) jedem Marvel-Film. Aber dort sind solche Töne auch nicht wirklich gefragt. Ich mag das MCU aber trotzdem, weil sie mich gut unterhalten. Die würde ich dann persönlich aber sehr viel eher als "anspruchslose Blödelfilme sehen" als jeden anderen DC-Film seit Man of Steel (mit Ausnahme von Suicide Squad und Justice League).

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PaulLeger : : Moviejones-Fan
06.02.2020 11:08 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 296 | Reviews: 4 | Hüte: 38

Die beiden anspruchslosen Blödelfilme Shazam und Aquaman hatten im Gegensatz zu Marvelfilmen gute Charakterentwicklung? Es gibt Sätze, die muss man 10 mal lesen und kann sie immer noch nicht glauben...

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Arieve : : Moviejones-Fan
06.02.2020 10:35 Uhr
0
Dabei seit: 27.04.15 | Posts: 64 | Reviews: 0 | Hüte: 12

@Duck-Anch-Amun

Klar hatten auch die Snyderfilme eine eigene Identität, das kam vielleicht etwas falsch rüber. Ich mag die Snyder-Filme persönlich sehr, auch wenn sie viele vielleicht nocht so mögen. Deshalb bin ich auch ziemlich wütend auf den JL-Film weil er einfach ein Schlag ins Gesicht für Snyder ist.

Was man aber nach Snyder gemacht hat ist, die gemeinsame Verzahnung der Filme zu lockern, keinen einheitlichen Look zu schaffen, sondern jedem Film seine eigene Atmosphäre zu geben, was sich gegenseitig nicht unbedingt widersprechen muss, weil man eben den Ton nimmt, den der Charakter des Hauptprotagonisten vorgibt.

Deshalb sehe ich Shazam! und Aquaman auch nicht als Marvel-Abklatsch. Im Gegensatz zu Marvel haben die DC-Filme nämlich einen eigenen Charakter und ergründen den auch und gehen nicht einfach drüber hinweg und bieten statt dessen One-Liner. Gut, da hat Marvel inszwischen auch schon etwas dazugelernt, aber z.B. Iron Man 2 war ein sehr missglückter Versuch das hinzubekommen. Shazam! hatte einen lockeren, albernen Ton weil der Protagonist ein Kind ist, das eben albern und locker ist. Aquaman hatte auch einen etwas leichteren und kumpelhaft witzigen Ton weil der dargestellte Aquaman eben so ein Charakter ist. Trotzdem hatten beide im Gegensatz zu den Marvel-Filmen eine nachvollziehbare Charkterentwicklung und schlugen auch konsequent emotionale Töne an wenn d9ies angebracht war. Bei Marvel zog man das einfach aufgesetzt plötzlich mal kurz aus der Tasche wenn es gerade passte und bot ansonsten eine lustige Truppe die gerne herumfrotzelt, ohne groß auf die einzelnen Charaktere groß einzugehen. Auf die Spitze hat das ja Captain Marvel getrieben und wie es ausschaut hat man daraus ja vielleicht gelernt. Ansonsten waren die letzten Filme (vielleicht mit Ausnahme von Endgame) die wirklich ehrliche Charakterentwicklung gezeigt haben bei Marvel mMn Iron Man 1 und der Hulk-Film.

Und bei Birds of Prey geht es beileibe nicht nur um die Trennung von Harley und dem Joker. Es geht um die allgemeine Abhängigkeit von Frauen gegenüber Männern. Harley wird mehrmals ins Gesicht gesagt, dass sie nicht allein kann, dass sie einen Mann, einen Beschützer braucht und mit Sicherheit bei nächst bester Gelegenheit sich wieder jemandem an den Hals werfen wird. Auch bei den übrigen Heldinnen geht es im Grunde darum, dass sie sich von Männern, oder etwas anderem abhängig gemacht haben und die Kraft finden müssen sich davon zu befreien bzw. nach Ende der Abhängigkeit die plötzliche Leere überwinden müssen um selbstbewusst etwas eigenständiges aufzubauen. Das kam sehr oft und sehr deutlich im Film zum tragen, daher verstehe ich nicht, warum Moviejones diese Message nicht gesehen haben möchte.

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Ryu : : Moviejones-Fan
06.02.2020 09:53 Uhr
0
Dabei seit: 23.10.17 | Posts: 61 | Reviews: 0 | Hüte: 0

"Schade, dass ihn meine Freundin unbedingt sehen möchte. Von daher lässt es sich wohl nicht vermeiden."

Doch. In dem du ihr sagst, dass sie alleine gehen soll. Hat bei meiner Madame auch geklappt.

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
06.02.2020 09:40 Uhr | Editiert am 06.02.2020 - 09:55 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 7.962 | Reviews: 48 | Hüte: 484

Wenn es mal keine Diskussionen über die Hutvergabe bei einem DCEU-Film geht, dann merkt man, dass selbst das Interesse bei DC- und Genre-Fans super gering war. Da passt dann natürlich die gängige Aussage "war zu erwarten". Und auch ich empfinde so: alles zu diesem Film ließ mich bisher kalt. Und trotzdem hofft man ja immer, dass uns der Film Lügen strafen wird und so manche Überraschung bereithält.

Ich denke trotzdem, dass der Film zumindestens ein "Shazam"-Erfolg wird. Dies scheint den machern wohl zu reichen und wir werden wohl noch weitere verkappte Harley Quinn-Filme bekommen. Ich selbst hab kein riesiges Interesse am Film, da ich aber Freikarten fürs Kino besitze, werd ich mir den Film trotzdem vielleicht mal an einem verregneten Abend ansehen. Immerhin besser als SSQ und bereits dort gefiel mir Margot Robbie.

@Arieve
Die Aussage hinter Birds of Prey ist doch ziemlich deutlich, oder? Es geht um Emanzipation, insbesondere der von Frau gegenüber männlicher Dominanz und das bei eigentlich allen der gezeigten Charakteren.
Ohne den Film gesehen zu haben, kann es aber auch möglich sein, dass dies einfach nicht gut rüberkommt, weil die "männliche Dominanz" durch das Fehlen der "Hauptfigur" einfach nicht gegeben ist. Zudem kennen wir diesen Joker und diese Harley einfach zu wenig und sahen sie zuletzt quasi als verliebte Teenager, als dass die Emanzipation ernst zu nehmen ist.
Zudem will Moviejones sicherlich drauf hinaus, dass diese Emanzipation nach SSQ kommt und man Harley das nächste Mal wieder in einem SSQ-Film sehen wird. Ich bezweifele mal, dass man dies sinnvoll erklären kann.

Außerdem haben die DC-Filme seit Anfang des DCEU endlich eine wirklich eigene Identität was man nach dem Weggang von Snyder und dem hoffentlichen Lernen aus den Skwad- und JL-Desastern nochmal verstärkt hat.
Auch wenn ich sicherlich nicht zufrieden mit Snyders Arbeit war, so hatten diese Filme eindeutig eine Identität und ein gewisses Alleinstellungsmerkmal. Shazam und Aquaman waren doch nix anderes als verkappte MCU-Filme - bunt, humorvoll mit der Marvelformel. Harley ist nun ebenfalls bunt und MJ selbst hat mehrfach den Vergleich zu Deadpool gezogen. Ne eigene Identität sehe ich da nicht.

Jeder Film ist zwar Teil einer größeren Welt, erzählt jedoch seine eigene, losgelöste Geschichte mit der Atmosphäre, dem Look und der Weltsicht, die gerade für den jeweiligen Protagonisten angebracht ist.
An sich kein Problem, wenn diese Filme sich nicht widersprechen wie es bei Aquaman zum Teil war. Bei BoP kann ich dies nicht sagen, aber siehe meine Vermutung oben zur SSQ-BoP-SSQ-Vermutung. Aber Teil einer größeren Welt bedeutet für mich auch immer, dass es zu Crossovern kommen kann und da seh ich das gesamte Batman-Dilemma nicht wirklich als Vorteil...

Ohne den Film gesehen zu haben kann ich Moviejones Argumente und Schlussfolgerung schon nachvollziehen...

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Arieve : : Moviejones-Fan
06.02.2020 09:39 Uhr
0
Dabei seit: 27.04.15 | Posts: 64 | Reviews: 0 | Hüte: 12

Zwar machte Warner in der Vergangenheit klar, weg von diesem festen Korsett eines zusammenhängenden Universums (DCEU) zu wollen, aber das alles hat weiterhin weder Hand noch Fuß. Dem Zuschauer erschließt sich einfach nicht, wohin dieser Film nun gehört und was die Aussage dahinter sein soll.

Eigentlich gerade nicht! Die Aussage hinter Birds of Prey ist doch ziemlich deutlich, oder? Es geht um Emanzipation, insbesondere der von Frau gegenüber männlicher Dominanz und das bei eigentlich allen der gezeigten Charakteren. Da ist die vordergründig erzählte Emanzipation Harleys vom Joker nur die Spitze des Eisbergs. Außerdem haben die DC-Filme seit Anfang des DCEU endlich eine wirklich eigene Identität was man nach dem Weggang von Snyder und dem hoffentlichen Lernen aus den Skwad- und JL-Desastern nochmal verstärkt hat. Jeder Film ist zwar Teil einer größeren Welt, erzählt jedoch seine eigene, losgelöste Geschichte mit der Atmosphäre, dem Look und der Weltsicht, die gerade für den jeweiligen Protagonisten angebracht ist. Da ist Harley, die alles schön subjektiv und durch ihre durchgeknallte Brille erzählt ein schönes Beispiel. Wo beispielsweise der Joker (OK, nicht DCEU) die Tragik und Schwermut eines gebrochenen Psychopaten zeigt, der aufsteht und seine kranke Stimme erhebt (und dabei den Zeitgeist "seines" Gotham trifft) lebt Birds of Prey als Gegenentwurf von der naiv narzistischen Weltsicht einer Harley Quinn, die als Erzählerin "ihrer" Wahrheit natürlich auch die Sicht des Zuschauers auf die Ereignisse färbt. Dabei lernt man die ambivalente Harley sehr gut kennen, wodurch sie nur noch bedingt als Identifikationsfigur taugt, den Film aber trotzdem trägt.

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