
Ende Januar wagt Marvel einen stilistischen Neustart: Wonder Man setzt bewusst nicht auf Weltuntergangsszenarien oder Multiversumschaos, sondern auf Satire und Selbstreflexion. Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Nach einem Jahr, das hinter den Erwartungen vieler Fans und Beobachter zurückblieb, wird derzeit deutlich kritischer über Richtung, Qualität und Übersättigung des Marvel-Franchise diskutiert. Gleichzeitig wirft mit Avengers - Doomsday bereits das nächste große Kinoereignis seine Schatten voraus.
Im Zentrum von Wonder Man steht der Schauspieler Simon Williams (Yahya Abdul-Mateen II), der zwar über echte Superkräfte verfügt, diese aber geheim halten muss. Statt die Welt zu retten, kämpft er vor allem um seine Karriere. Als er dem heruntergekommenen Trevor Slattery (Ben Kingsley) begegnet und von einer geplanten Neuverfilmung mit dem Titel Wonder Man erfährt, sieht er seine große Chance gekommen. Ironischerweise wäre er für die Hauptrolle perfekt geeignet – darf das aber niemandem sagen.
Hier ist der neue Trailer auf Englisch:
Die ersten Kommentare unter dem Video klingen insgesamt erstaunlich wohlwollend. Viele schreiben, dass der Trailer besser aussieht als erwartet, loben den ungewöhnlichen Stil und haben Spaß an der selbstironischen, fast schon metahaften Art, mit der die Serie auf Superhelden-Müdigkeit reagiert. Statt Ablehnung gibt es viel Humor und ehrliche Überraschung darüber, wie „anders“ sich Wonder Man anfühlt. Man merkt: Die Leute sind vorsichtig, aber offen und einige scheinen wirklich zu hoffen, dass Marvel hier mal wieder etwas wagt, das aus der Reihe fällt.
Produziert wird Wonder Man von Destin Daniel Cretton (Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings ), der gemeinsam mit Andrew Guest (Brooklyn Nine-Nine) das Drehbuch verantwortet. Die Serie wird von Marvel Studios als Teil der nächsten MCU-Phase bei Disney+ veröffentlicht – Start ist der 27. Januar 2026. Disney+ zeigt Wonder Man in Deutschland ab dem 28. Januar 2026, in den USA einen Tag früher.
