Die fantastische Reise des Dr. Dolittle

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Buchstäblich im (Drachen-)A****

Mehr zum "Dolittle"-Debakel: Robert Downey Jr. nicht schuldlos

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5 Kommentare - Do, 06.02.2020 von R. Lukas
War Stephen Gaghan der falsche Regisseur? Hatte Robert Downey Jr. zu viel Einfluss? Musste der Drache furzen? Der Flop, der sich "Die fantastische Reise des Dr. Dolittle" nennt, wird weiter analysiert.
Achtung, diese Meldung enthält Spoiler!
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Die fantastische Reise des Dr. Dolittle nimmt für Universal Pictures kein gutes Ende. Eine Menge war schon über den ersten großen Box-Office-Flop des Jahres zu lesen, aber der Hollywood Reporter dröselt ihn noch genauer auf. Mit bislang 127,6 Mio. $ (weltweit, wohlgemerkt) hat der Film nicht mal annähernd sein aufgeblähtes 175 Mio. $-Budget wieder reingeholt, und das wird er auch nicht mehr. Bis zu 100 Mio. $ Verlust drohen in der Endabrechnung. Fast ebenso schlimm ist allerdings, dass Universal die Hoffnung auf ein neues Familien-Franchise begraben muss.

Als das Studio im Herbst 2018 die erste Schnittfassung von Regisseur (Syriana) sah, wurden mehrere Probleme festgestellt. So soll sich diese Version nicht wie ein Familienfilm angefühlt haben, es mangelte an komödiantischen Elementen und - in Anbetracht dessen, dass es um sprechende Tiere geht, besonders bedenklich - an visuellen Effekten. Einem Insider zufolge wurde deutlich, dass dies nicht die Art von Film war, bei der Gaghan hätte Regie führen sollen. Da nützte es auch nichts, dass man ihn mit den besten Leuten umgab.

Universal suchte bei Seth Rogen Rat, der den Co-Autor seiner Bad Neighbors-Filme, Brendan O’Brien, an Bord holte und mit ihm einen Plan dafür aufstellte, was zu tun wäre, um Die fantastische Reise des Dr. Dolittle lustiger zu machen. Doch Rogen war zu sehr mit anderen Projekten beschäftigt, um dabeibleiben zu können. Als nächstes wandte sich das Studio an Chris McKay (The LEGO Batman Movie). Er versuchte, einen kostengünstigen Weg für die Nachdrehs zu finden, machte die Story stärker missionsorientiert und den Jungen im Film, der zuvor Dolittles Sohn war, zum Lehrling des Doktors. Dann jedoch bot sich McKay die Chance auf einen eigenen Film (Paramounts The Tomorrow War mit Chris Pratt), und er stieg aus. Der Stab wurde an Jonathan Liebesman (Zorn der Titanen) weitergereicht, der mit McKay bei den Teenage Mutant Ninja Turtles-Nachdrehs zusammengearbeitet hatte, während Gaghan die ganze Zeit über involviert blieb.

Obwohl es keine großen Reibereien, keine Machtkämpfe oder konkurrierenden Cuts gegeben haben soll, waren letztendlich zu viele Köche in dieser Küche. Und was in einem solchen Fall mit dem Brei passiert, weiß ja jeder. Zu diesen Köchen zählte auch Hauptdarsteller Robert Downey Jr., der aktiv in den kreativen Prozess eingriff - überhaupt sollen er und Produzentin Susan Downey, seine Eherau und Produktionspartnerin, vorrangig die kreative Kontrolle gehabt haben. Wenngleich ein Kurs für den dritten Akt des Films gesetzt war, wollte Downey Jr. eine andere Richtung einschlagen. Er soll es gewesen sein, der in letzter Minute die "geniale" Idee hatte, Dolittle dem Drachen einen Einlauf verpassen und Gegenstände aus dem Hintern ziehen zu lassen, um ihm Erleichterung zu verschaffen. Eine an der Postproduktion beteiligte Person formuliert es so: Wenn Iron Man einem etwas sage, höre man Iron Man auch zu.

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5 Kommentare
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Mahoney : : Moviejones-Fan
08.02.2020 03:09 Uhr
0
Dabei seit: 26.06.13 | Posts: 293 | Reviews: 0 | Hüte: 6

Sprechende Tiere sind teuer, aber das es gleich 175 Mio für dieses Experiment sein müssen - selbst schuld! Jedes Kind hätte das gewusst, nur die Leute in Hoollyywwoodd nicht.

Venus and Serena in the Wimbeldon arena

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Snips : : Moviejones-Fan
07.02.2020 07:50 Uhr
0
Dabei seit: 15.11.18 | Posts: 119 | Reviews: 0 | Hüte: 3

Ich denke das wird über-analysiert. Wahrscheinlicher ist, dass diesen Stoff einfach derzeit niemand sehen will, weil er aufgrund des aktuellen Zeitgeistes und dem was ansonsten im Kino en vogue ist kein Publikum hat.

Vermutlich hat Universal gedacht: Bekannter Titel, ultra-bekannter Darsteller - wird schon, ohne mal überhaupt kurz zu hinterfragen, ob der Stoff überhaupt viel Interesse beim aktuellen Kino-Puplikum wecken könnte, oder eine Fanbase hat, die weitere Kino-Gänger mobilisieren könnte.

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
06.02.2020 09:15 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 8.506 | Reviews: 35 | Hüte: 527

Viele Köche verderben den Brei die 3000te...
Man kann mittlerweile oftmals schon im Vorfeld erahnen wie ein Film abschneiden wird, wenn man die Probleme hinter den Kulissen mitbekommt. Expertise zu fragen und Hilfe zu suchen ist ja nicht schlimm, aber alleine Rogen, Gaghan oder McKay sind vom Humor komplett unterschiedliche Leute.
Der Drachenfurz würde ich jetzt auch nicht als Untergang des Films bezeichnen, das Interesse war vorher ja schon gegen null. Und dass ein Drache mitspielt wusste ich nicht mal, also wird dies zwar die Kritiken beinflussen, aber sicher nicht die Lust auf den Film im Vorfeld.

Die Sache mit RDJ, wobei der Drachenwitz gut zum Rogen-Humor passen würde..., finde ich jetzt nicht überraschend. Seine Ehefrau ist Produzentin, normal, dass er was zu sagen hat und Mitspracherecht genießt. Man muss ja jetzt nicht so tun, als würden die Downeys zu Hause nie über das Projekt arbeiten oder strikte Trennung zwischen Beruf und Privatleben machen. RDJ spielt ja da mit, weil es produziert wird von ihnen (oder umgekehrt).
Ich finde jetzt nicht, dass man dies z.B. mit Tom Cruise und der Mumie vergleichen kann.

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ChrisGenieNolan : : DetectiveComics
06.02.2020 06:02 Uhr
0
Dabei seit: 19.08.12 | Posts: 14.999 | Reviews: 4 | Hüte: 318

Wenn Iron Man einem etwas sage, höre man Iron Man auch zu.

Iron Man ist toooooooooot... wie dumm sind die den. Tja.. dann trägt die alle: Schauspieler, Drehbuchautor, Producer, Directors und das Studios schuld an der untergang von dieser Film.

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BeTa : : Moviejones-Fan
06.02.2020 00:35 Uhr
0
Dabei seit: 11.02.15 | Posts: 632 | Reviews: 1 | Hüte: 12

War für mich ein Flop mit Ansage und auch wenn Robert Downey Jr dabei ist, er ist und bleibt Iron Man, nicht mehr und nicht weniger.

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