Alles ist möglich: Mark Millar erklärt den Millarworld/Netflix-Deal

Comic-Adaptionen und mehr

Alles ist möglich: Mark Millar erklärt den Millarworld/Netflix-Deal (Update)

4 Kommentare - Mi, 08.11.2017 von R. Lukas - Was Netflix und Millarworld gemeinsam vorhaben, geht über reinen Streaming-Content hinaus. Mark Millar will möglichst schnell möglichst viel und soll es auch bekommen.

Alles ist möglich: Mark Millar erklärt den Millarworld/Netflix-Deal

Update: Mark Millars erstes neues Projekt für Netflix ist bekannt, und es ist - ein Comic! "The Magic Order" wird von Millar geschrieben und von Marvel-Veteran Olivier Coipel gezeichnet, was Millar ganz besonders happy macht. Sechs Teile umfasst der als "Magie meets Mafia" beschriebene Comic (unten das Cover), von denen der erste im Frühling 2018 erscheinen soll. Die Synopsis:

Wir leben in einer Welt, in der wir noch nie ein Monster gesehen haben, und diese Leute sind der Grund dafür, dass wir sicher in unseren Betten schlafen. Fünf Familien von Magiern, die geschworen haben, unsere Welt über Generationen hinweg zu beschützen, müssen gegen einen Feind kämpfen, der sie eine nach der anderen attackiert. Tagsüber leben sie als unsere Nachbarn, Freunde und Arbeitskollegen unter uns, aber des Nachts sind sie Zauberer, die uns vor den Mächten der Finsternis beschützen - solange sie die Finster nicht zuerst erwischt.

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Die Streaming-Weltherrschaft hat Netflix schon, jetzt gilt es, sie weiter und weiter auszubauen, mehr und mehr eigenen Content zu produzieren. Dabei helfen soll der Erwerb von Millarworld, des reichhaltigen Comicverlags von Kick-Ass- und Kingsman-Erfinder Mark Millar. Es gibt kein besseres Zuhause für die Millarworld-Charaktere als Netflix, sagt Millar selbst und erläutert auch, warum.

Ein großes Filmstudio produziere jedes Jahr um die 30 oder 40 Stunden an Original-Content, Netflix dagegen habe allein dieses Jahr über 1.000 Stunden im Angebot und die Zahl steige ja noch. Hätten sie Millarworld an ein typisches Studio verkauft, wären einige dieser Franchises im Laufe der nächsten zehn Jahre ins Kino gerieselt. Als er an seinem ersten Netflix-Meeting teilnahm, so Millar begeistert, wurde aber gleich über die ersten vier, fünf Franchises gequatscht, die sie so schnell wie möglich in Gang bringen wollen.

Ist Netflix bisher fürs Streaming von Filmen und Serien bekannt, eröffnet der Millarworld-Deal eine ganz neue Dimension: das Verlagswesen. Laut Millar ist angedacht, dass Netflix auch seine neuen Buch- und Comicprojekte publiziert. Dies sei jedoch nur ein Teil dessen, was Millarworld mit Netflix plant. Die Idee ist die, dass er ständig neue Geschichten kreiert, die dann in vielen verschiedenen Medien verwertet werden, was in den kommenden Monaten noch genauer erklärt werden soll.

Tatsächlich umfasst der Deal nur von ihm selbst geschriebenes Material, wenngleich Millar nicht ausschließt, dass irgendwann auch andere Autoren herangeholt werden könnten. Bestimmte Titel, die Netflix im Auge hat, erwähnt er nicht, nur dass nichts vom Tisch ist. Ihnen sind keine Grenzen gesetzt, gerade das findet er so spannend. Die diversen Abteilungen von Netflix gehen derzeit den kompletten Millarworld-Katalog durch, um geeignete Stoffe zu sichten. Kick-Ass und Kingsman gehören allerdings nicht zum Netflix-Paket. Millar ließ sie raus, da in beiden Fällen schon langfristige Vereinbarungen mit Matthew Vaughn bestehen.

Bild 1:Alles ist möglich: Mark Millar erklärt den Millarworld/Netflix-Deal

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4 Kommentare - Moviejones distanziert sich von Userbeiträgen.
MisfitsFilms
Marki Mork
Geschlecht | 08.11.2017 | 17:38 Uhr08.11.2017 | Kontakt
Jonesi

Verstehe ich das richtig, dass Netflix hier ein eigenes Universum plant, welches dann Crossover technisch in anderen Serien die in Millars Welt spielen auftauchen?

Wir waren irgendwo in der Wüste, in der Nähe von Barstow ....

Ryu
Moviejones-Fan
08.11.2017 | 17:30 Uhr08.11.2017 | Kontakt
Jonesi

Weiß auch nicht was ich davon halten soll. Würde ja bedueten dass z.B. Nemesis nur auf Netflix abrufbar sein wird, und nicht im Kino laufen kann.

pursuyt
Moviejones-Fan
Geschlecht | 07.11.2017 | 07:03 Uhr07.11.2017 | Kontakt
Jonesi

Ja, da ist schon was dran.

Quentin Tarantino ist so wie eine Kartoffel - nur anders.

Winter
Moviejones-Fan
Geschlecht | 07.11.2017 | 04:52 Uhr07.11.2017 | Kontakt
Jonesi

Irgendwie ist das alles immer ein wiederkehrendes Schema. Ganz gut, aber nix besonderes. Ich weiß nicht, ob bei Netflix nicht vielleicht weniger mal mehr wäre