Moviejones.de ist ein kostenloses Angebot, welches sich durch Werbung refinanziert. Adblocker minimieren die Einnahmen monatlich um 40%. Wenn du möchtest, dass wir auch in Zukunft unsere Redakteure bezahlen können, deaktiviere bitte deinen Adblocker.

Du willst dennoch keine Werbung oder diese deutlich minimieren?

Hier mehr erfahren
Moviejones finanziert sich nur über Werbung
Möchtest du MJ helfen, deaktivere bitte deinen Adblocker. Falls du dennoch weniger Werbung sehen willst und das sogar kostenlos, erfährst du hier mehr.
Filmglossar

Das große Film ABC: Was macht eigentlich ein Gaffer? Gaffen?!

Das große Film ABC: Was macht eigentlich ein Gaffer? Gaffen?!
0 Kommentare - Sa, 22.08.2015 von Moviejones
Beim Dreh eines Filmes sind viele unterschiedliche Personen in differenzierten Bereichen beschäftigt. Wer was macht, verrät euch unser Filmglossar.
Das große Film ABC: Was macht eigentlich ein Gaffer? Gaffen?!

Wir alle lieben Filme und wir sind jedem Regisseur dankbar, der ein gutes Händchen beweist. Doch hinter der Produktion eines Films steckt oftmals viel mehr als wir Zuschauer zu sehen bekommen, oft eine riesige Crew, die auch als Filmstab bezeichnet wird. In unserem Special lernt ihr die einzelnen Bereiche der Filmproduktion kennen und erfahrt, wer sich hinter welcher Bezeichnung versteckt.

Die gesamte Auflistung ist untergliedert in Vorbereitung, Aufnahme und Nachbearbeitung, damit ein ungefähres Bild entsteht, wie eine Filmproduktion aufgebaut ist.

Vorbereitung

Die Vorbereitung umfasst alle Berufe, die sich mit dem Film selbst und seiner Schaffung befassen, bevor der eigentliche Dreh überhaupt begonnen hat. So leitet der Regisseur (Director) beispielsweise die gesamte Vorbereitung, während er dabei öfters von seinen Assistenten unterstützt wird. Als Leitfigur gehört er zu den wenigen Instanzen, die sowohl bei der Vorbereitung, als auch beim Set und der Nachbereitung aktiv ist.

Der Drehbuchautor (Screenwriter / Screenplay) befasst sich, in Zusammenarbeit mit dem Dramaturgen, mit dem Skript für das gesamte Werk, wobei sich Letzterer insbesondere mit der Übertragung von Literatur auf Film beschäftigt. Ist die ungefähre Storyline vorhanden, so kann das Casting die notwendigen Schauspieler engagieren. Der Umfang des Castings definiert sich durch den Filmtyp, der angestrebt wird. Während eine klassische Komödie mit normalen Schauspielern auskommt, kann ein Actionfilm auch einen Stuntman voraussetzen, der ebenfalls angeheuert werden muss. Ist auch dies geschafft, so sind die klassischen Aufgaben der Vorbereitung erfüllt - die Beschaffung notwendiger finanzieller Mittel durch die Produzenten (Producer) steht dabei auf einem anderen Blatt.

Die künstlerischen Elemente werden primär durch die Szenenbildner (Production Designer)  organisiert, die bei allen Schritten der Filmerschaffung aktiv wirken. So beschäftigt sich der Locationscout beispielsweise mit der Beschaffung passender Filmorte, die im Film vorkommen sollen und nicht durch Requisiten erschaffen werden können. Letzte werden in Außen- sowie Innenrequisiten unterteilt (Prop Master & Stand-by Prop), während Erbauer bestimmter Elemente wie Bühnenbilder oder Verantwortliche für die Kulissen (Leadman) ebenfalls aktiv sind. Je nach Bedarf können diese auch mit den Requisiteuren zusammenarbeiten.

Bild 1:Produktion für
Produktion für "Klauberger - Der Film" (Arbeitstitel)
© 2011 Korenchukfilms/Panta Re Production

Die Aufnahme

Sind alle Vorbereitungen für einen Film getroffen, so kann mit dem eigentlichen Dreh des Films begonnen werden, wobei dort natürlich ganz andere Aufgabenfelder vorhanden sind. So erhält die Regie Unterstützung vom sogenannten Script Supervisor oder der Continuity. Während der Supervisor in erster Linie jegliche Veränderungen am Skript protokolliert, die eventuell während der Aufnahmen vorgenommen werden, beschäftigt sich die Continuity mit der Aufgabe, verschiedene Szenen-Anschlüsse zu kontrollieren, damit die Verbindung zweier Elemente reibungslos abläuft. Der Regieassistent erfährt während der Aufnahme ebenfalls eine wichtige Rolle, da Entscheidungen durch seine Mithilfe schneller getroffen sowie übermittelt werden können.

Künstlerisch existieren vergleichbare Aufgaben wie sie auch bei den Vorbereitungen bereits vorhanden waren. So achtet der Maskenbilder (Make-up Artist) in Zusammenarbeit mit dem Kostümbildner (Costume Designer) darauf, dass die Schauspieler exakt das Bild annehmen, dass die Regisseure auch im Kopf haben, während die Baubühne (Set Builder) mit der Kulissenbauleitung auf die Erhaltung jeglicher Requisiten achtet. Auch Mitarbeiter für Spezialeffekte (Special Effects) sorgen dafür, dass durch die nachfolgende Bearbeitung passendes Material produziert wird. Besonders wichtig sind diese für Actionfilme, da sie Explosionen oder ähnliche Sachen simulieren.

Bild 2:Filmklappe
Filmklappe
© 2011 Korenchukfilms/Panta Re Production

Weiterhin ist auch nun die Kamera aktiv tätig und wird vom Director of Photography beziehungsweise Cinematographer geleitet. Primär besteht die Aufgabe der "Kamera" darin, die Gestaltung und Aufnahme des Films zu regulieren, was auch Ablichtung und Betreuung mit einschließt. Dabei definiert sich die Benennung des jeweiligen Berufs durch die explizite Anwendung der Kamera. So wird der Kameramann, der die sogenannte Steadicam verwendet (ein Halterungssystem, damit Film und Bild nicht zu sehr verwackeln), als Steadicam-Operator bezeichnet. Die Kamerabühne (Dolly Grip) sowie der Standfotograf (Still Photographer) sind weitere Beispiele, um die verschiedenen Anwendungsbereiche zu verdeutlichen.

Das Licht wird prinzipiell vom Oberbeleuchter (Gaffer) geleitet, der eng mit dem Kamerateam zusammenarbeitet. Der klassische Beleuchter (Electrician) und Erster Lichttechniker (Best Boy Electrician) arbeiten parallel mit dem Lichtbestimmter (Color Timer) zusammen, der alles zum Thema Farben weiß.

Die Nachbearbeitung

Nach der eigentlichen Aufnahme des Films ist das gesamte Filmmaterial zwar vorhanden, muss jedoch noch passend bearbeitet werden, um das Gesamtprodukt - wie wir es im Kino oder Zuhause zu sehen bekommen - zu kreieren. Das Material selbst wird vom Schnitt (Editor) bearbeitet. Dabei werden die ganzen Aufnahmen des Sets überarbeitet, geschnitten und zusammengesetzt, wobei das Endprodukt entsteht. Die beliebtesten und gängigsten Schnittprogramme im Profibereich sind Avid und Final Cut - nachfolgend seht ihr einen Avid-Schnittplatz.

Eventuell können bei diesem Vorgang auch Leute aktiv sein, die sich mit Visuellen Effekten (VFX) beschäftigen. Beim Ton hingegen sind beispielsweise Personen wie der Tontechniker (Sound Editor), der sich mit der eigentlichen Aufnahme von Ton beschäftigt, oder der Tongestalter (Sound Designer), der kreative Veränderungen am Ton vornimmt, aktiv. Müssen bestimmte Geräusche für das Werk produziert werden, so kommt der Geräuschemacher (Foley Artist) ins Spiel - man denke nur an den typischen Sound der Lichtschwerter aus der Star Wars-Reihe.

Bild 3:Avid-Schnittplatz
Avid-Schnittplatz
© Stephanie Spichala

Vor der Vollendung eines Films wird typischerweise noch die Musik eines Filmkomponisten eingearbeitet, wobei die Arbeit bereits viel früher beginnt. Soll der Film auch in anderen Ländern erscheinen, so zieht man klassischerweise noch Synchronsprecher hinzu, wobei die originalen Stimmen der Schauspieler herausgeschnitten werden, um durch Sprecher des eigenen Landes ersetzt zu werden.

Nachfolgend haben wir euch bekannte Bezeichnungen alphabetisch aufgelistet. Was ist ein Cinematographer? Was macht ein Foley Artist? Hier findet ihr es!

A

Abspann: Allseits bekanntes Ende des Films, in dem die gesamten Beteiligten an der Filmproduktion genannt werden.

Art Director: Früher gern auch Set Designer genannt, ist der Art Director der Chef der Bühnenbauer. Er beaufsichtigt die Handwerker am Set und damit die Konzeption der Setbauten und der  Requisiten.

Assistant Director: Regie-Assistent, der auch mal Anweisungen erteilt, wenn der Regisseur abwesend ist und Anlaufstelle für alle ist, die am Set ein Problem haben.

B

Boom Operator: Tonassistent, der den allseits beliebten "Galgen" mit dem Mikro über die Köpfe der Schauspieler hält, immer hoffend, dass es nicht zu tief baumelt und die Szene neu gedreht werden muss.

Box Office: Einspielergebnisse eines Films an den Kinokassen.

C

Camera Operator: Kameraassistent, der für die Kamerafahrt verantwortlich ist.

Carpenter: Als Tischler baut er die Möbel für die Produktion.

Casting: Auswahlprozess der Schauspieler für einen Film.

Casting Director: Prüft während eines Castings die Bewerber für Sprechrollen, die später mit dem Regisseur und dem Produzenten ausgewählt werden. Auch wenn er nicht direkt den Auswahlprozess steuert, assistiert er den Schauspielern beim Vorsprechen als Dialogpartner.

Cinematographer: Der Kameramann kümmert sich verständlicherweise um die Kamera und die Aufnahmen an sich.

Co-Producer: Produzent, der für bestimmte Bereiche des Produktionsmanagements verantwortlich ist.

Construction Coordinator: Als Cheftischler für den Bau der Filmsets hauptverantwortlich, auch Construction Manager genannt.

Costume Designer: Für das Design der Filmkostüme zuständig.

Cutter: Der Schnittmeister (der in Hollywood Editor genannt wird) ist verantwortlich für den Filmschnitt und damit für die dramaturgische Ordnung des Films.

D

Director: Der Regisseur leitet die gesamte Filmproduktion und ist verantwortlich für den Dreh. Angefangen beim Aussuchen der Schauspieler, dem Durchackern des Drehbuchs und der Entscheidung, wann die Szene im Kasten ist.

Director of Photography: Der Kameramann ist für die Bildgestaltung des Films verantwortlich und nach dem Regisseur die zweitwichtigste Person am Set.

E

Editor: Der Schnittmeister ist verantwortlich für den Filmschnitt und damit für die dramaturgische Ordnung des Films.

Executive Producer: Der "geschäftsführende Produzent" ist mit für die Gesamtherstellung des Films verantwortlich und bestimmt die inhaltlichen und finanziellen Rahmenbedingungen, ohne zwingend in einzelne künstlerische oder technische Aspekt der Herstellung einbezogen zu sein.

F

Foley Artist: Geräuschemacher beziehungsweise Sounddesigner, der im Nachhinein mit verschiedenen Hilfsmitteln Geräusche nachahmt, z.B. Wasserplätschern, und den Film nachvertont. Benannt nach Jack Foley, der in Hollywood ein System entwickelte, womit man Geräusche einem Film nach dem Drehen zufügen konnte.

G

Gaffer: Oberbeleuchter, ergo für die Beleuchtung zuständig und damit für jede Lichtstimmung der Filmszenen.

Grip: Als Grips werden die Helfer am Set bezeichnet.

H

Head Painter: Leitender Maler am Set.

Hair Stylist: Die Haar-Stylisten sind für die Frisur der Schauspieler verantwortlich und arbeiten eng mit Maskenbildnern und Kostümdesignern zusammen.

K

Key Grip: Person, die am Set für die Einstellungen und Wartung der Technik zuständig ist.

Key Make-Up Artist: Person, die für das Make-Up der Schauspieler verantwortlich ist.

Key Scenic Artist: Kunst-, auch Prospektmaler.

L

Location Manager: Mitarbeiter, der die Auswahl der Drehorte plant und koordiniert.

M

Miniature Designer: Der Chef der Modellbauer sorgt dafür, dass bestimmte Gegenstände, Fahrzeuge, Raumschiffe u.ä. in kleinerem Maßstab nachgebaut werden.

Music Editor: Sozusagen der Cutter für den Soundtrack, der zusammen mit dem Regisseur und dem Komponisten entscheidet, welche Stellen des Films mit Musik unterlegt werden.

N

Negative Editor: Der Negativ-Editor arbeitet im Kopierwerk mit dem Originalfilm, d.h. Negativ des Films. Sobald der Editor seine Schnitte vollendet hat, gibt er die Arbeitskopie an den Negativ-Cutter weiter. Dieser editiert nun das Negativ entsprechend dieser Kopie 1:1.

O

Off: Beschreibt, wenn etwas nicht im Bild zu sehen ist, z.B. der Sprecher, der die Handlung aus dem Hintergrund beschreibt.

P

Producer: Der Produzent ist für die finanzielle Seite und Realisierung des Films zuständig. Darüber hinaus sucht er auch den Drehbuchautor und Regisseur mit aus.

Production Designer: Bühnenbildner oder Ausstatter, der bestimmt, wie die Bauten des Films aussehen werden.

Production Manager: Errechnet das Budget, erstellt den Zeitplan, leitet den Produktionseinkauf und stellt die Filmcrew ein.

Property Master: Requisiteur am Set, der alle beweglichen Requisiten am Drehort überwacht - Tassen, Waffen, Kopfhörer, Autoschlüssel u.v.m. Sobald ein Requisit gebaut und nicht gekauft werden kann, baut es der sogenannte Property Maker nach.

Publicist: Er schreibt die Pressemitteilungen, Kurzbiographien der Stars, ist Anlaufstelle für Bildmaterial und lädt Journalisten zu den Dreharbeiten ein.

R

Re-Recording Mixer: Tonmischer, der die Töne im Studio gegeneinander ausbalanciert und mischt.

Regisseur: Der Regisseur leitet die gesamte Filmproduktion und ist verantwortlich für den Dreh. Angefangen beim Aussuchen der Schauspieler, dem Durchackern des Drehbuchs und der Entscheidung, wann die Szene im Kasten ist.

S

Scenic Artist: Kulissenmaler, der die Oberflächen der Wandkulissen bemalt.

Score: Filmmusik, die die Handlung untermalt.

Screenplay Writer: Der Drehbuchautor ist einer der wichtigsten Personen. Entweder hat er selbst eine Idee für ein Drehbuch oder er bekommt den Auftrag von einem Produzenten, einen bestimmten Stoff filmtauglich zu machen.

Script Supervisor: Person, die aufpasst, welche Teile des Skripts verfilmt worden sind und Protokoll über die Aktionen der Schauspieler und deren Position führt, damit der Regisseur den Drehtag später nachvollziehen kann.

Set Decorator: Requisiteur, der verantwortlich ist für die Dekoration einzelner Setbauten.

Sound Editor: Der leitende Tontechniker ist für die Konzeption und Realisierung des Soundtracks zuständig. Er mischt die Geräusche und die Musik im richtigen Verhältnis zueinander ab, über die dann schlussendlich der Regisseur entscheidet.

Stills Photographer: Fotograf, der parallel zum Dreh Fotos vom Set aufnimmt, die presserelevant sind.

Stunt Coordinator: Verantwortliche Person, die Stunts und ihre Ausführung durch die Stuntmen überwacht.

Stuntman: Wird eine Szene zu gefährlich für die Darsteller, übernehmen meistens Stuntmen die Aufnahmen. Es gibt aber auch Ausnahmen, zu denen beispielsweise Tom Cruise gehört, der sich nicht zu schade ist, auch heikle Szenen selbst zu drehen.

T

Ton Cutter: Auch Sound Editor. Der leitende Tontechniker ist für die Konzeption und Realisierung des Soundtracks zuständig. Er mischt die Geräusche und die Musik im richtigen Verhältnis zueinander ab, über die dann schlussendlich der Regisseur entscheidet.

Transportation Coordinator: Der Transportchef sorgt dafür, dass alle Beteiligten rechtzeitig zu den verschiedenen Drehorten kommen.

U

Unit Manager: Aufnahmeleiter und eigentlich Mädchen für alles. Er holt Drehgenehmigungen ein, kümmert sich um das Catering oder organisiert die Umkleidewagen für die Stars. Darüber hinaus ist er auch für Verwaltungsarbeiten zuständig.

Unit Publicist: Er schreibt die Pressemitteilungen, Kurzbiographien der Stars, ist Anlaufstelle für Bildmaterial und lädt Journalisten zu den Dreharbeiten ein.

Interessante Meldungen
Aktuelle News
Mehr zum Thema
Mehr zum Thema
DVD & Blu-ray
AmazonAmazonAmazonAmazonAmazon
Horizont erweitern

Was denkst du?