Spectre

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Spectre Kritik

Spectre Kritik
4 Kommentare - 06.08.2017 von Rubbeldinger
In dieser Userkritik verrät euch Rubbeldinger wie gut Spectre wirklich ist.
Spectre

Bewertung: 2.5 / 5

James Bond - Spectre

Achtung! - Spoileralarm!

Trotz meiner egtl eh schon zwiespältigen Meinung zu den Craig-Bonds, hab ich mich aufgrund von mehrfachen Aussagen von Freunden dazu hinreissen lassen, mir diesen Film nochmals anzusehn!

Er ist auf meine Liste gewandert, und ich wollte diese egtl auf die lange Bank schieben, aber, wieso auch immer, überkam mich nach einigen anderen Filmen in dieser dunklen und stürmischen Nacht, unverhofft das Gefühl, dass diese Nacht der langen Nächte, dafür herhalten muss um diesen Film nun heute Nacht nochmals zu sehn, urplötzlich, aus heiterer Nacht heraus! Und was kam dabei heraus, als ich diesen Film nun nach längerer Zeit erneut sah? Eine Bestätigung!

Ich mochte James Bond schon immer, seit ich Stilecht, laut meiner Erinnerung, die Reihe als Kind mit "Doctor No" begann! Ich mochte die Klischees die diese Reihe für sich aufbaute, Klischees die ein hohes Qualitätsniveau hielten, selbst wenn sie manchmal Kitsch waren, bis der letzte Brosnan-Bond in die Kinos kam, und diese derart ausreizte, dass es einfach zuviel war, und damit den Abstieg besiegelte!

"Spectre" - Wieder einer dieser Filme die mich in Prozent gesehn, fast komplett überzeugt hätten, aber einige Brecher dies verhindert haben, etwas am Anfang, Größtenteils am Ende, und damit dasselbe Bild hinterließen wie alle bisherigen Craig-Bonds!

Während der letzte Brosnan-Bond die Klischees überspannt hat, haben die Bonds danach versucht es zu "Untertreiben", sogar versucht eine Art "Arthouse" zu sein, und das haben sie ja auch fast geschafft, aber verschlucken sich dann aber gewaltig an ihrer eigenen Stil-Dominanz!

Schon das Intro ist unfreiwillig komisch! Ich hatte in Erinnerung dass das einführende Lied total unaussagekräftig und belanglos war, aber ich hatte die Scene vergessen wie das immer traurig ausschauende, in Stein gemeißelte Gesicht von Craig von zwei sexy Ladies umschmiegt wird, und in diesem Zusammenhang eher ängstlich und damit lustig wirkt!

Aber dann wirds trotz perfekter Kameraarbeit weniger lustig!

Schießt am Anfang des Films Bond etwa bewußt auf die Bombe? Die Bombe die dann wahrscheinlich Dutzende Menschen das Leben gekostet hat, was halt passiert, wenn man inmitten einer von Festlichkeiten überfluteten Großstadt ein Gebäudeeck weggesprengt wird, das er später dann damit entschuldigt, dass noch viel mehr Unschuldige hätten sterben müssen, wenn er die Bombe hätte springen lassen? Warum nicht ein paar früher abgegebene, gezielte Kopfschüsse und das alles wäre gegessen gewesen? Das ist nicht der Bond den ich kenne, dies ist ein "Mir-Egal-Bond"!

Dann der Kampf im Helikopter! Der Pilot ist damit beschäftigt die Maschine zu fliegen, und kann sich nur am Rande mit der Bekämpfung Bonds beschäftigen, also warum lässt ihn Bond nicht einfach so lange in Ruhe, bis der Helikopter nicht mehr über einer sehr großen Menschenmenge schwebt, mitten in einer von Feierlichkeiten tobenden Großstadt!

An spectretionaler Action fehlt es diesem Film nicht! Meisterhafte und beeindruckende Kämpfe und stimmige Kameraarbeit an allen Ecken, aber das Ganze dann wirkt oft einfach zu sehr in die Länge gezogen, was die Handlung angeht!

Aber am meisten hat mich dieser Film am Ende gestört, ab seinem entkommen vom Hirnbohrer-Stuhl, das man so leicht sehr viel logischer und sinnvoller hätte gestalten können, weil eine Bombe in der Mitte des Raumes explodieren zu lassen, öffnet noch keine Computergesteuerten Sicherheitssysteme und öffnet auch keine vorher versiegelten Türen, nur um einen kurzzeitig zum Superhelden mutierten Bond, selbst in den obskursten Situationen übermächtig agierenden Bond entkommen zu lassen! Es gibt einfach einen Unterschied zwischen massivem Glück und Schwachsinn! Das sollte wohl eine Hommage an die alten Bonds sein, wirkt hier aber fehl am Platze! Immer präsent ist das Thema totale Überwachung, das dann aber mal kurz für die Zeit der Flucht außer Kraft gesetzt wird! Ebenso alles mit Leichtigkeit in die Luft zu sprengen, soll klassisch sein, wirkt aber doch etwas zu übertrieben!

Ebenso der Schluß! Wenn es um etwas so wichtiges geht, markiert man doch nicht alle paar Meter den Fluchtweg für seinen Todfeind, um ihn nicht nur entkommen zu lassen, sondern die Gelegenheit zu geben einen im eigenen Unterfangen aufzuhalten! In den alten Filmen war es Überheblichkeit, die die Schurken dazu gebracht hat, sich abwegige Methoden auszudenken um ihren alten Widersacher dahinzuraffen, in Fallen zu stecken aus denen Bond letztendlich entkommt! Aber hier ist es einfach nur die blanke Dummheit, hin zur totalen Verblödung!

Man stellt ja alles bereit was Bond zur perfekten Flucht braucht, vom Pfeil an der Wand, über einem absolut für Fallschutt unnützen Fangnetz, hin zum bereitstehenden Boot, das abfahrbereit auf die Hauptdarsteller wartet! Das unsichtbare Auto dieses Films!

Stilvoll geht die Welt zugrunde!

Das Ganze soll an klassische Bond-Situationen erinnern, wirkt aber nur billig!

Ich wünsch mir nicht nur einen neuen, besseren Bond, sondern eine totale Neuausrichtung der Reihe, wieder hin zu nachvollziehbaren Situationen die trotz ihrer absurden Herangehensweise, doch mehr Sinn ergeben als dieses Sodbrennen hier!

Sry Bond, aber du kriegst für deinen Mittelteil 4/5 Hüten, aber durch deine nicht Nachvollziehbarkeit am Anfang, und durch dein Massaker am Ende nur 2.5/5 Hüten!

Wie alle anderen Craig-Bonds, ein sehr guter Actionfilm, aber kein wirklich guter Bond, nicht über die gesamte Filmlänge hinweg zumindest, und das soll er aber sein, denn wo James Bond draufsteht, sollte auch James Bond drin sein!

Spectre Bewertung
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510
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4 Kommentare
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MobyDick : : Moviejones-Fan
23.10.2017 11:59 Uhr | Editiert am 23.10.2017 - 12:04 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 2.159 | Reviews: 13 | Hüte: 108

Ich finde ehrlich gesagt, dass ihr den Film sogar fast zu gut bewertet. Für mich ist Spectre gefühlt einer der schlechtesten Bond-Filme aller Zeiten. Es passt einfach gar nichts an diesem Film, weder am Anfang, noch in der Mitte und erst recht nicht in der Mitte. Und da passt es einfach ins Bild, dass hier wirklich keiner überzeugen kann, ausser Lea Seydoux, die ich eigentlich überhaupt nicht bahaben kann, aber hier sieht sie einfach Bombe aus. Und sonst: Hanebüchen bis zum geht nicht mehr. Selbst die angeblich spektakuläre Action ist für mich einfach lächerlich. Ich erinnere mich einfach nicht, wann ich mich zuletzt so wg. Bond geärgert habe wie bei diesem Film. Ich habe auch das Gefühl, dass Craig mit all seinen Extravaganzen und seinem Buddy Mendes das gesamte Franchise spekatkulär gegen die Wand fahren seit der Insel-Inception-Sequenz in Skyfall. Bis dahin finde ich Craigs Bond richtig klasse, aber dann kommt dieser für mich absolut unverständliche Bruch und es wird einfach ein nicht aufhören wollendes ständiges Unterbieten jeglichen vorangegangen nicht vorhandenen Niveaus. Und das obwohl alle Zutataen eigentlich da sind. Das ist fast so als hättest du Wasserkocher voller Wasser für ein Tee und müßtest nur den An-Knopf-drücken, stattdessen beisst du ins Kabel. Was soll das? Und deshalb finde ich es auch sehr sehr schade, dass sie Craig noch einmal überredet haben, weiter zuz machen.

Nachtrag: Meine Wertung höchsten 2 von 10 bzw. 1 von 5

Dünyayi Kurtaran Adam
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MrBond : : Moviejones-Fan
23.10.2017 11:36 Uhr | Editiert am 23.10.2017 - 11:37 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 1.963 | Reviews: 9 | Hüte: 224

@Rubbel

Dem ist nichts hinzuzufügen und spiegelt meine Meinung in weiten Teilen wider. Kameraarbeit fand ich top - vor allem diese wunderbare und superlange Kamerafahrt am Anfang des Films (gefühlte 5 Minuten ohne Schnitt), aber storytechnisch konnte mich der Film nicht abholen. Zu konfus fängt das ganze an und verläuft sich in ein Action-Gewitter ohne Sinn und Verstand.

Wie Du schon sagtest: Man versucht sich an diversen Referenzen Richtung klassische Bonds (der Hirnbohrstuhl soll wohl Hommage an die klassische "Kreissägen-Liege" sein), die jedoch komplett in die Hose gehen. Ich frage mich, was Sam Mendes da geritten hat... Da wird jemandem zweimal in den Kopf gebohrt, nur um hinterher ganz im Stile eines Superhelden, ohne jegliche Blessuren, aufzustehen, in den nächstbesten Helikopter zu steigen, und abzuhauen...

Zu allem Überfluss ist Waltz für mich (hier) kein überzeugender Bösewicht und Ralph Fiennes kein überzeugender M (vermutlich sehe ich in seiner fiesen Visage zu sehr den Bösewicht aus Schindlers Liste). Waltz bekommt viel zu wenig Screentime. Seine Figur bekommt nicht die nötige Entwicklungszeit und letztlich muss ich auch zugeben, dass er in den letzten Filmen immer die selbe Person gespielt hat. Was bei Inglorious Basterds noch erfrischend neu war, ist mittlerweile irgendwie abgenudelt.

Ich gebe 2/5 Hüte.

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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Rubbeldinger : : Moviejones-Fan
07.08.2017 14:30 Uhr
0
Dabei seit: 31.08.15 | Posts: 1.738 | Reviews: 7 | Hüte: 49

@Tim

Die Bonds hatten eben immer etwas leicht Comichaftes Überzogenes an sich, das hat viel von dem Charm der Filme ausgemacht und hat auch die Optik mit beeinflußt! Selbst die etwas ernsteren zwei Teile mit Timothy Dalton ließen dies noch sehr oft durchblitzen! Wenn die Craig-Bonds dies versuchen, wirkts immer etwas Fehlplatziert und überzogen, weils eben nicht zum restlichen Film passen will!

Da kann soviel Perfektion am Werke sein wie will, das verhält sich wie Rosinen im Teig eines wunderbar aufgegangenen Hefezopfs, wenn man keine Rosinen mag, schmeckts trotzdem nicht mit jedem Bissen!

All Hail To Skynet!

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Tim : : King of Pandora
06.08.2017 19:40 Uhr
0
Dabei seit: 06.10.08 | Posts: 2.673 | Reviews: 192 | Hüte: 55

Kann der Kritik nur zustimmen. Für mich aber die Craig-Bonds von Teil zu Teil einfach massiv abgebaut. Casino Royale war wirklich gut und der Versuch etwas anders zu machen. Danach begann die Talfahrt und habe auch nie nachvollziehen können, was an Skyfall so toll gewesen sein soll oder wieso Spectre von vielen als klassischer Bond bezeichnet wurde. Beides waren keine guten Film, voll mit Logikfehlern und viel zu langwieriger Handlung, die nichts aussagte. Mir fehlt bei Bond inzwischen die Leichtigkeit, auch der Humor kommt einfach zu kurz. Die früheren Bonds haben sich eben nie zu ernst genommen und das fehlt einfach heutzutage.

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