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Foundation

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Optisch ein Fest

Das Serien-Ereignis unserer Zeit? Unsere Review zu "Foundation" Staffel 2!

Das Serien-Ereignis unserer Zeit? Unsere Review zu "Foundation" Staffel 2!
3 Kommentare - Sa, 16.09.2023 von Moviejones, F. Bastuck
"Foundation" entwickelt sich stetig zur vielleicht besten Science-Fiction-Serien aller Zeiten. Hier ist unsere Review zu Staffel 2.
Achtung, diese Meldung enthält Spoiler!

Staffel 1 wusste bereits zu beeindrucken, spätestens Staffel 2 macht klar, dass wir es bei Foundation wohl mit einer der besten Science-Fiction-Serien aller Zeiten zu tun haben, erst recht, was das optische betrifft. Mehr als einmal ließ die Serie einen staunend zurück und wusste dabei auch erzählerisch zu überzeugen.

Wir hatten leider nicht die nötige Zeit für wöchentliche Reviews zu den einzelnen Folgen der zweiten Staffel, möchten aber wenigstens für die Staffel als Ganzes eine veröffentlichen. Denn die Serie hat es einfach verdient, die nötige Aufmerksamkeit zu erhalten. In der Hoffnung, dass der ein oder andere von euch die Folgen noch nachholt, werden wir sehr zurückhaltend mit Spoilern sein. Staffel 1 solltet ihr aber gesehen haben. Und wenn nicht: Worauf wartet ihr noch?

"Foundation" Season 2 Trailer 2

Review zu Staffel 2 von "Foundation"

Der große Unterschied in der neuen Staffel ist wohl die veränderte erzählerische Struktur. Umspannte die Geschichte in Staffel 1 mehrere Jahrzehnte und hatte dementsprechend einige Zeitsprünge und erzählte Handlungen auf unterschiedlichen Zeitebenen, wird die Handlung in Staffel 2 wesentlich linearer erzählt. Am deutlichsten zusehen ist dies bei den Cleons. Erlebten wir in Staffel 1 gleich mehrere Inkarnationen, so durchleben wir Staffel 2 schlicht mit dem immer gleichen Bruder Tag, Bruder Morgen und Bruder Dämmerung. Und dies kommt der Geschichte durchaus zugute.

Auch wenn es keine zeitlichen Sprünge gibt, so ist die Staffel dennoch in drei Handlungsstränge aufgeteilt. Zum einen eben die Cleons. Das Imperium ist in der Krise, wie von Hari Seldon einst vorhergesagt. Nicht nur droht der Krieg mit der Foundation, auch plant Bruder Tag eine radikale Veränderung der über Jahrhunderte andauernden Herrschaft durch die Cleons: Er will heiraten und einen Erben zeugen. Als Braut wurde Königin Sareth ausgewählt, Kaiserin von Cloud Dominion. Bruder Morgen und Bruder Dämmerung hegen Zweifel am Vorgehen ihres Bruders und stellen Nachforschungen an. Bruder Dämmerung muss dabei feststellen, dass die Cleons gar nicht so frei sind, wie sie immer dachten und deckt dabei ein schockierendes Geheimnis auf. In diesem Zuge spielt auch Demerzel, der Roboter und Beraterin der Cleons, eine große Rolle und wir erfahren mehr über ihre Rolle in der Geschichte. Und natürlich besitzt auch Königin Sareth eine ganz eigene Agenda.

Dieser ganze Storystrang fühlt sich sehr nach Game of Thrones an. Intrigen, Geheimnisse, Enthüllungen ziehen sich hier durch die ganze Staffel.

Die dritte Handlung dreht sich um die Foundation und ihre Vorbereitungen für den Krieg mit dem Imperium. Dies spielt parallel zu den Handlungen rund um die Cleons, also auch hier keine Zeitsprünge mehr wie noch in Staffel 1. Wir sehen die Foundation auf Terminus, die 138 Jahre nach den Ereignissen in Staffel 1 an Macht in den Randgebieten gewonnen hat, abgeschnitten vom Imperium, welches von all dem noch nichts weiß. Inzwischen ist die Foundation in die religiöse Phase eingetreten und Priester verbreiten das Wort von Hari Seldon auf anderen Planeten. Das Gebilde auf Terminus erwacht erneut und Hari sendet eine Warnung heraus, dass die nächste Krise der Foundation bevorsteht. Um diese zu überstehen, werden zwei Priester auf eine wichtige Mission geschickt, um eine Schlüsselfigur für den bevorstehenden Kampf zu rekrutieren. Es geht um nichts weniger, als die Vernichtung von Terminus zu verhindern. Denn auch das Imperium bereitet sich vor und hat einen ehemaligen General reaktiviert, der herausfinden soll, was die Foundation plant.

Dreht sich der erste Handlungsstrang hauptsächlich um Intrigen und Geheimnisse, geht es hier wesentlich actionlastiger, aber auch humorvoller, zu.

Der dritte und letzte Handlungsstrang dreht sich natürlich um Gaal Dornick und ihre biologische Tochter Salvor Hardin, die am Ende von Staffel 1 endlich aufeinandergetroffen sind. Zusammen mit Hari lautet ihre Mission, eine zweite Foundation zu gründen. Diese Handlung findet größtenteils getrennt von den übrigen Ereignissen in dieser Staffel statt. Im Laufe ihrer Reise treffen wir auf eine Gruppe von Telepaten auf dem Planeten Ignis, die sich als äußerst wichtig für die Gründung der zweiten Foundation erweisen könnten, oder aber als äußerst gefährlich. Vor allem Salvor könnte hier zur Schlüsselfigur werden, da ihre Fähigkeiten weiter wachsen.

Dieser Handlungsstrang bietet zwar auch Action und sogar Intrigen, ist aber vor allem der mystische Teil dieser Staffel. Wir bekommen zwar einige Antworten, aber auch viele neue Fragen.

Fazit

Nicht nur ist der Handlung in dieser Staffel viel besser zu folgen, auch bietet sie mit den drei unterschiedlichen Handlungssträngen jede Menge Abwechslung. Wir tauchen noch tiefer in den Mythos rund um die Foundation ein, erfahren mehr über die Cleons und auch die Action kommt wahrlich nicht zu kurz. Genauso wenig wie das Drama. Vor allem die Story rund um den General Bel Riose und seinem Eheman und stellvertretenden Befehlshaber Glawen Curr hat uns bis zuletzt bewegt und ist ein Highlight dieser Staffel.

Etwas anstrengend fanden wir dagegen die ganze Geschichte rund um die Telepaten-Kolonie. Hier wirkte es ein wenig so, als würde die Geschichte zu sehr auf der Stelle treten und so manches war auch ein wenig zu vorhersehbar. Es wirkte im Ganzen etwas gestreckt, damit man die Geschichte auch über die ganze Staffel erzählen kann. Obwohl Hari, Gaal und Salvor eigentlich die Hauptfiguren der Serie sind, gerieten sie dadurch in dieser Staffel etwas in den Hintergrund.

Über jeden Zweifel erhaben ist natürlich die Optik. Wie schon in Staffel 1 weiß auch die zweite Staffel in Sachen Effekte und Ausstattung wahrlich zu begeistern. Wohl keine andere Serie aktuell oder jemals zuvor sah so unfassbar gut aus. Sie schaffen es zudem, das epische Gefühl der Vorlage gekonnt einzufangen. Hier muss man einfach auch Apple ein Kompliment machen, denn auch die vielen anderen Serien auf AppleTV+ zeigen, dass diese Optik kein Zufall ist. Aber Foundation schießt hier einfach den Vogel ab. Mann kann nur hoffen, dass die mit Sicherheit hohen Kosten auch Rechnung tragen und wir noch einige Staffeln bekommen werden.

Keine Zweifel, mit Foundation haben wir es schon jetzt mit einer der besten Science-Fiction-Produktionen aller Zeiten zu tun, und wir meinen damit sowohl Serien als auch Filme. Denn diese Serie könnte problemlos im Kino laufen und würde so einige Blockbuster alt aussehen lassen. Staffel 2 steht der ersten dabei in nichts nach. Wenn es in den kommenden Jahren auf diesem sehr hohen Niveau weitergeht, sprechen wir bei Foundation von dem Serien-Ereignis unserer Zeit, nicht mehr und nicht weniger.

Quelle: AppleTV
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3 Kommentare
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DrStrange : : Moviejones-Fan
18.09.2023 10:02 Uhr
0
Dabei seit: 07.05.12 | Posts: 3.100 | Reviews: 53 | Hüte: 114

Im Großen und Ganzen kann ich mit der Review von MJ durchaus mitgehen und habe diesbezüglich an anderer Stelle schon meinen Senf dazu beigetragen.

Mit solchen Aussagen der Superlative wie

Wenn es in den kommenden Jahren auf diesem sehr hohen Niveau weitergeht, sprechen wir bei Foundation von dem Serien-Ereignis unserer Zeit, nicht mehr und nicht weniger.

wäre ich aber mal etwas vorsichtiger. Das hat dann eher dieses "Weißer als Weiß" Niveau. Was soll "unserer Zeit" denn überhaupt bedeuten ? Die letzten 14 Tage ? Die letzten 10 Jahre ? Bezogen auf alle Genres oder nur auf SciFi ? Die Serie ist momentan eh noch im "Beweismodus" und zusätzlich fallen mir da eine ganze Menge anderer Serien ein, welche hier berechtigt in Konkurrenz treten könnten.

Dann hätten wir da noch das obligatorische

Dieser ganze Storystrang fühlt sich sehr nach Game of Thrones an. Intrigen, Geheimnisse, Enthüllungen ziehen sich hier durch die ganze Staffel.

Also zum einen ist "Foundation" schon mal ein anderes Genre und Intrigen, Geheimnisse, Enthüllungen gab es auch schon in "Dallas".

Die Tonalität und die Charakterzeichnungen bei "Foundation" sind ganz anders gelagert als bei GoT. Es gibt eindeutige Gesinnungsschwerpunkte der Protagonisten und Antagonisten. Auch der typische "George R.R. Martin - Malkasten-Mix" fällt hinten runter.

Also wie gesagt... Hype-Superlativen einschränken und genrebezogene Schubladen beachten, dann wirkt es im Gesamten einfach glaubwürdiger.

"The Wheel weaves as the Wheel wills"

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Geraldjones : : Moviejones-Fan
18.09.2023 00:33 Uhr
0
Dabei seit: 05.12.22 | Posts: 11 | Reviews: 1 | Hüte: 0

Ich kann der Kritik nur zustimmen. Eine solche Opitk und eine Story die mit Wendungen so umschlägt gibt es sonst nicht. Ein Muss für Sci Fi Fans. Notfalls Apple für einen Monat buchen, wenn man das nicht gesehen hat ist man kein Fan.

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MacFilm : : Moviejones-Fan
16.09.2023 14:02 Uhr | Editiert am 16.09.2023 - 14:03 Uhr
0
Dabei seit: 27.03.14 | Posts: 220 | Reviews: 0 | Hüte: 4

Die trailer haben schon ordentlich Laune gemacht und nun solch eine Kritik! Leider habe ich kein Apple plus...frown

Allerdings wenn disney so weiter macht, wechsel ich doch mal die Beiden Dienste aus.

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