Nach jahrelangen Spekulationen hat Amazon Prime Video die Live-Action-Serie zu Life is Strange offiziell bestätigt. Die Serie wird von Charlie Covell inszeniert, bekannt durch The End of the F**ing World, und entsteht in Kooperation mit Square Enix, Story Kitchen und der Produktionsfirma LuckyChap.
Laut Variety basiert die Serie konkret auf dem ersten Teil von Life is Strange, der 2015 erschien. Damit rücken Max Caulfield und Chloe Price ins Zentrum, ebenso der mysteriöse Fall um das Verschwinden einer Mitschülerin in Arcadia Bay. Die offizielle Serienbeschreibung klingt vertraut: "Max, eine Fotografie-Studentin, entdeckt, dass sie die Zeit zurückdrehen kann, während sie das Leben ihrer besten Freundin Chloe rettet. Gemeinsam untersuchen die beiden das rätselhafte Verschwinden einer Mitschülerin und decken ein düsteres Geheimnis ihrer Heimatstadt auf – bis Max vor eine unmögliche Lebens-oder-Tods-Entscheidung gestellt wird."
Life is Strange: Zwischen Nostalgie und Hoffnung:
Life is Strange hebt sich von typischen Videospiel-Adaptionen ab – statt brachialer Action dominieren leise Zwischentöne, emotional verwobene Narrative und das Spiel mit Zeit und Konsequenzen. Der Clou: Die Serie muss den schmalen Grat meistern – die treue Fanbasis abholen, ohne sich auf Bekanntes zu verlassen, und zugleich Neugier bei neuen Zuschauenden wecken.
Über das Spiel: Life is Strange
Seit dem ersten Release 2015 hat sich Life is Strange durch seine feinfühlige Inszenierung und die zentrale Rolle von Entscheidungen einen festen Platz in der Game-Kultur erobert. In der neuesten Veröffentlichung, Life is Strange: Double Exposure, schlüpft Max wieder in ihre Rolle – diesmal mit einer neuen Fähigkeit: Sie kann zwischen zwei parallelen Zeitlinien wechseln, in einer lebt ihre Freundin, in der anderen ist sie tot .
Dieses narrative Element macht das Spiel erneut zu einem fesselnden Drama, bei dem der Spieler zwischen zwei Realitäten springt, Entscheidungen abwägen und die Konsequenzen spüren muss. Die emotionale Dichte ist hoch – mal fesselnd, mal etwas zu langatmig. Die Serie könnte diese Rätsel-Spannung kinoreif ausspielen, sofern sie den Detektiv-Ansatz und die innere Zerrissenheit von Max geschickt umsetzt.
Die Life is Strange-Serie verspricht eine intime, mystische Adaption zu werden – getragen von starken Figuren, emotionaler Tiefe und einem künstlerischen Showrunner. Ob Amazon diesem Balanceakt gerecht wird, wird sich zeigen. Die Plattform hat mit ähnlichen Projekten wie The Last of Us oder Fallout bereits beeindruckt. Vielleicht ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, um Arcadia Bay wieder zum Leben zu erwecken.
