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House of the Dragon

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Rhaenyra die Grausame

Noch mehr Intrigen in "House of the Dragon": Unsere Review zur zweiten Episode!

Noch mehr Intrigen in "House of the Dragon": Unsere Review zur zweiten Episode!
1 Kommentar - Mo, 24.06.2024 von Ian B.
In der zweiten Episode der zweiten Staffel spüren wir die Auswirkungen der Taten von Blut und Käse. Hier ist unsere Review zur Episode.
Achtung, diese Meldung enthält Spoiler!

Bewertung 3,5

Während die erste Episode der neuen Staffel House of the Dragon sich mit dem Tod von Lucerys durch Aemonds Drache Vhagar beschäftigt hat, behandelt die zweite Episode nun die Auswirkungen des Finales der Auftaktepisode. Prinz Jaehaerys’ Ermordung entfacht das Feuer der Rache auch auf Seiten König Aegons. Der Krieg ist nicht nur unvermeidlich, er hat bereits begonnen.

"House of the Dragon" Season 2 Trailer 1 (dt.)

Review zu House of the Dragon Staffel 2 Episode 2

Noch in derselben Nacht von Blut und Käse werden die Untertanen des Roten Bergfrieds auf der Suche nach den Verantwortlichen zusammengepfercht. Unterdessen zerschlägt König Aegon in seinem Zorn das Gebilde seines Vaters von dem alten Valyria. Er ist nicht wie Vyserys und drängt in der folgenden Zusammenkunft des kleinen Rats auf offenen Krieg. Aegon möchte Blut statt Tinte vergießen. Stattdessen gelingt es Ser Otto, den Tod des Prinzen als Waffe zu nutzen, um das gemeine Volk und die Häuser der Sieben Königslande gegen Rhaenyra aufzubringen. Der Leichnam des Prinzen soll durch die Stadt zur Drachengrube eskortiert und dort wie ein wahrer Targaryen verbrannt werden. Widerwillig stimmt Aegon dem zu. Der König fühlt sich allein mit seinem Schmerz, den niemand nachvollziehen kann, niemand außer Helaena. Während der Fahrt durch die Straßen von Königsmund erlebt sie eine Panikattacke. Parallel dazu verhört Larys Blut und lässt Aegon im Nachhinein seiner Wut auf diesen freien Lauf.

Währenddessen wird Rhaenyra auf Drachenstein bewusst, was ihr Verlangen nach Rache hervorbringen kann. Sie verliert ihr bereits instabiles Vertrauen in Daemon, der wiederum überzeugt davon ist, das Richtige getan zu haben. In der privaten Konfrontation mit Rhaenyra zeigt sich seine wahre Sicht auf ihren Anspruch auf den Thron. Die tiefgründige Verbindung zwischen den beiden Figuren bleibt gezeichnet von Vyserys’ Entscheidung, Daemons Anspruch auf den Thron an Rhaenyra zu übertragen. Ohne ihn wird sie sich viel Vertrauen der anderen Häuser gegenüber ihrem Anspruch erarbeiten müssen.

Ser Kriston und Lady Alicent werden von Schuldgefühlen geplagt, hätten sie die Nacht nicht miteinander verbracht, so hätte der Kommandant der Königswache die Eindringlinge möglicherweise aufhalten können. In seiner Schuld wendet er sich an Ser Arryk, der Drachenstein infiltrieren und sich als sein Zwillingsbruder Ser Erryk ausgeben soll, um Rhaenyra in ihren Gemächern zu ermorden. Derweil findet sich Aemond in einem Bordell in Königsmund wieder. Er fühlt sich ebenso schuldig, war es doch seine verlorene Beherrschung, die zum Tod seines Neffen führte. Gleichzeitig ist er von Stolz erfüllt, dass Daemon versucht hat ihn töten zu lassen, er fühlt sich geschmeichelt. Sein merkwürdiges Verhalten gegenüber der Bordellbetreiberin in der ersten Staffel wird nun offensichtlich. Sie erinnert ihn daran, dass die Auswirkungen der Streitereien zwischen den Adligen immer auf das einfache Volk zurückfallen. Der bevorstehende Konflikt zwischen Arryk und Erryk Cargyll steht symbolisch dafür.

Nachdem Aegon seine Vergeltung an Blut bereits bekommen hat, verlangt es ihn noch nach Käse. In dem Wissen, dass er den schuldigen Rattenfänger durch die Befragung von Blut nicht finden könnte, ließ er sogleich alle aus der Stadt hängen. Somit verspielte er sich nicht nur die Sympathie des Volkes, sondern auch die von Ser Otto, der ihn prompt zur Rede stellt. Dabei treffen die Worte der Hand auf taube Ohren. Aegon möchte nicht als schwach angesehen werden und hat noch immer die Worte von Larys Kraft bezüglich Otto als Hand des Königs im Hinterkopf. So wird dem überambitionierten, schonungslos ehrlichen Ser Otto erneut vom König das Abzeichen der Hand aberkannt. An seiner Stelle soll Kriston Kraut die neue stählerne Hand des Königs werden. Der Kommandant der Königsgarde, mit dem Ottos Tochter Alicent ihre niederen Triebe befriedigt. Ihr Zorn auf Kriston wird von ihrem Verlangen nach ihm überschattet.

In Drachenstein per Schiff angekommen, kreuzen sich die Wege zwischen Ser Arryk und Lady Mysaria. Der Weiße Wurm wurde von Rhaenyra freigelassen, sie beide wurden von Daemon verlassen und erkennen ihre Gemeinsamkeiten. Mysaria nutzt die Gelegenheit, die Wache vor dem nahenden Übel zu warnen. Dank ihr wird Ser Arryk in letzter Sekunde von seinem Bruder im Gemach der Königin gestellt und zum Zweikampf herausgefordert. Zwar schafft Erryk es seinen Bruder zu bezwingen, doch kann er mit der Schuld seinen Bruder getötet zu haben nicht leben. Wie bereits im Clegane Bowl in Game of Thrones, endet auch der Cargyll Bowl im tragischen Tode beider Brüder, doch diesmal herbeigeführt durch die Intrigen ihrer adligen Herren.

Fazit

Wie schon in der ersten Staffel von House of the Dragon, lohnt es, sich über das Ende der Episode hinaus damit zu beschäftigen. Wie bereits in Game of Thrones, bietet jede Episode der Serie die dafür nötige Tiefe. Daraus ergibt sich ein Mehrwert, den wenige vergleichbare Serien abliefern können. In dieser Episode "Rhaenyra die Grausame" ist es vor allem die Beziehung der beiden Cargyll Brüder, die uns in Erinnerung bleibt. Diese in Staffel 1 noch eher nebensächlichen Figuren werden nun zu Werkzeugen der Intrigen ihrer Meister. Es ist zunehmend die Seite und der Einfluss des einfachen Volkes, den sowohl House of the Dragon als auch Game of Thrones in späteren Staffeln hervorhebt. Sie lassen ihr Leben für die hohen Lords und Ladys. Wir leiden mit Ser Erryk, wenn dieser seinen Bruder aus Loyalität gegenüber seiner Königin ermorden muss und verstehen die Last der Schuld, die auf ihm ruht.

Generell schafft es die zweite Episode viele Figuren zu emotionalisieren, die bislang noch eher unsympathisch wirkten. Sei es die Lady Mysaria oder auch König Aegon, dessen Zorn und zugleich Trauer seine impulsiven und teils fragwürdigen Taten vermenschlicht. Dennoch bleibt wie schon zwischen Starks und Lannisters ein Ungleichgewicht, was die grundlegende Sympathie gegenüber beiden Seiten des Kriegs angeht. Zumindest in unserem Empfinden sind die Greens tendenziell unbeliebter, als es die Blacks zu sein scheinen. Trotzdem trägt diese Episode einen großen Teil dazu bei, diese Kluft zunehmend zu verkleinern.

Diese zweite Episode wirkt ganz eindeutig wie eine Antwort auf das Ende des Auftakts der zweiten Staffel und schürt weiter das Feuer zwischen beiden Kriegsparteien. Sie beide haben ein Kind verloren und müssen mit der Schuld der Taten ihrer Familie leben. Die Intrigen der ersten beiden Episoden sind spannend und stehen solchen aus Game of Thrones in nichts nach. Dennoch wird es mit der kommenden dritten Episode von House of the Dragon Zeit, zu zeigen, wie sich die Häuser in diesem Krieg final positionieren werden und welche der beiden Seiten zuerst zu den Schwertern bzw. Drachen greift.

Quelle: Sky Deutschland
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1 Kommentar
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Optimus13 : : Sith-Lord
24.06.2024 20:48 Uhr
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Dabei seit: 09.08.16 | Posts: 1.863 | Reviews: 2 | Hüte: 113

Fantastische Folge! Das beste daran: das Schauspiel! Olivia Cooke, Emma DArcy und Rhys Ifans stechen dieses mal wirklich hervor, oberste Klasse. Die Folge ist sehr dialoglastig, aber spannend. We are so back, warte schon sehnsüchtig auf nächste Woche. Toll finde ich auch, wie viel mehr Charakter Dragonstone verliehen wird, das war in GoT einfach viel leerer und unpersönlicher. Nach wie vor kaum Drachen, aber Daemon und Caraxes sollten in der nächsten Folge mehr zu tun haben.

Chaos isn’t a pit. Chaos is a ladder.

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