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Blade Runner 2049

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An der Laufzeit gescheitert?

Ridley Scott kritisiert "Blade Runner 2049" - Kein 4-Stunden-Cut für uns

Ridley Scott kritisiert "Blade Runner 2049" - Kein 4-Stunden-Cut für uns
10 Kommentare - Di, 02.01.2018 von R. Lukas
Die üppige Laufzeit sieht Ridley Scott als Hauptgrund für das schwache Abschneiden von "Blade Runner 2049". Vielleicht auch deswegen schließt Denis Villeneuve einen noch längeren Director’s Cut aus.

So sehr Blade Runner 2049 auch gelobt wurde, wenn zu wenig Zuschauer ins Kino gehen, nützt es alles nichts. Letztlich erspielte sich der Film nur magere 258 Mio. $ und blieb damit weit hinter den Erwartungen zurück. Aber wie denkt eigentlich Ridley Scott, der Schöpfer des originalen Blade Runner, über die späte Fortsetzung seines Sci-Fi-Klassikers?

Wie man ihn kennt, hält er mit seiner Meinung nicht hinterm Berg. Er müsse vorsichtig sein, was er sagt, so Scott im Vulture-Interview, um dann doch deftige Worte zu wählen. Blade Runner 2049 sei viel zu lang gewesen, und ein Großteil des Drehbuchs sei seins. Ähnliches sagte Scott zuvor schon bei Al Arabiya, als er anmerkte, er hätte den 164 Minuten langen Film um eine halbe Stunde gekürzt, da er langsam und zu lang sei.

Was jedoch meint er mit seiner merkwürdigen Aussage zum Drehbuch? Anscheinend war Scott nicht nur ausführender Produzent, sondern auch ganz wesentlich an der Story-Entwicklung beteiligt, wenngleich das Skript offiziell Hampton Fancher und Michael Green zugeschrieben wird. Elemente wie Joi (Ana de Armas), Agent Ks (Ryan Gosling) digitale Freundin, oder die Suche nach dem mystischen Replikanten-Kind sollen seine Ideen gewesen sein. Ging es im ersten Blade Runner um zwei künstliche Intelligenzen, die sich verlieben und ein Baby zeugen, handelt der zweite Teil davon, was mit dem Baby geschieht, erklärt Scott.

Von der Laufzeit mal abgesehen, wollte er allerdings nicht damit rausrücken, ob er von Denis Villeneuves Sequel enttäuscht war oder was er anders gemacht hätte. Und Blade Runner 2049 hätte sogar noch länger sein können. Die erste Schnittfassung belief sich tatsächlich auf vier Stunden, bestätigte Villeneuve gegenüber ScreenCrush. Deshalb wurde zwischenzeitlich überlegt, Blade Runner 2049 zu splitten und in zwei Teilen zu veröffentlichen, aber diese Idee schaffte es nicht aus dem Schneideraum hinaus.

Obwohl die Vier-Stunden-Fassung ziemlich stark gewesen sein soll, ist die Kinofassung laut Villeneuve die beste Inkarnation des Films. Er persönlich mag sie lieber, weil sie eleganter sei. Druck von oben gab es nicht, vielmehr beschloss Villeneuve selbst, zur Schere zu greifen. Vier Stunden sei zu ausschweifend gewesen, findet er. Erwartet für Blade Runner 2049 also keinen "Director’s Cut" oder "Final Cut", wie sie Scott Jahre später für Blade Runner nachgereicht hat.

Quelle: Vulture
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10 Kommentare
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TiiN : : Goldkerlchen 2021
04.01.2018 16:20 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 6.853 | Reviews: 141 | Hüte: 422

Das ist interpretationssache ;) Ridley Scott mag sicher zunehmend etwas merkwürdig geworden sein, aber er weiß was mit seine Aufgabe als Produzent eines Films ist und dazu gehört die Außendarstellung. Scott ist nicht blöd, würde er Villeneuve öffentlich kritisieren würde das größere Wellen schagen. Schaue dir dazu auch mal die Originalquelle an.

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Greyback : : Moviejones-Fan
03.01.2018 23:03 Uhr
0
Dabei seit: 13.03.15 | Posts: 44 | Reviews: 0 | Hüte: 1

@Tiin,

da verstehst du leider Ridley Scott ganz falsch. Das ist keine Kritik an sich selbst, sondern an Villeneuve. Er ist verärgert über den fehlenden finanziellen Erfolg und macht dafür die Laufzeit verantwortlich. Und das angeblich soo viele Ideen von ihm selbst stammen, gibt er auch indirekt zu selbst lieber Regie geführt zu haben.

Wenn du mehr von Ridley Scotts Interviews in den letzten Jahren gelesen hättest, wüsstest du das der Mann zu keiner Sekunde selbstkritisch ist, sondern völlig von sich eingenommen ist. Wie er zum Beispiel Blomkamp aus dem Weg drängte und sich abfällig über diesen äußerte sagte einiges aus.

Im Alter interessiert sich Scott wohl sehr für das THema KI, so sehr, das er es in Alien Covenant und Blade Runner 2049 reinpressen will und aus zeitlichen Gründen eben nur die Regie bei Covenant übernehmen konnte, was ihm eben zu ärgern scheint.

Blade Runner 2049 hat alles richtig gemacht was Covenant falsch machte, daher gehe ich davon aus das Scott ausser einen Produzententitel nichts mit dem Film zu tun hatte.

Was seine angeblichen Ideen angeht, die er beisteuerte, weder sagt er, dass diese den Film länger machten, noch war dies der Fall.

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TiiN : : Goldkerlchen 2021
02.01.2018 17:35 Uhr
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Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 6.853 | Reviews: 141 | Hüte: 422

@ZSSnake

Hier muss ich Ridley Scott in Schutz nehmen. Denn er möchte eigentlich das genaue Gegenteil bewirken.

Er sagt, dass der Film zu lang war und dass viele Sachen im Skript von ihm stammen -> Er ist Schuld, dass der Film so lang wurde. Das ist dann auch mit eine Aufgabe eines Executive Producers, mehr oder weniger eine Qualitätskontrolle darzustellen. Er wollte bestimmte Inhalte drin haben und letztendlich findet er den Film zu lang. Das ist Selbstkritik.

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IronAvril : : Moviejones-Fan
02.01.2018 15:34 Uhr
0
Dabei seit: 27.11.14 | Posts: 19 | Reviews: 0 | Hüte: 0

Ich verstehe den ganzen Wirbel um das schlechte Einspielergebnis auch nicht, denn es waren für mich gerade die vielen Entscheidungen gegen den Mainstream (die Länge, der behäbige Aufbau und das weitestgehende Fehlen von Action), die den Film in meinen Augen so gut machen. Natürlich schmerzt es alle Beteiligten, dass es kein Finanzieller Hit wurde, aber das war der erste Teil 1982 auch nicht. Und ganu in die selbe Kerbe schlägt der Nachfolger. Und ich als Fan bin einfach überglücklich, dass ich einen tollen Nachfolger habe, anstatt ein seelenloses, aber erfolgreiches Stück Meinstreamunterhaltung. Das soll jetzt nichts gegen solche Filme sein.

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
02.01.2018 15:00 Uhr | Editiert am 02.01.2018 - 15:02 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 8.473 | Reviews: 168 | Hüte: 565

Gut. Die Laufzeit kritisieren kann er ja ruhig, aber ich wäre da anderer Meinung. Ich fand der Film hatte ne sehr ansprechende Länge, nicht so kurz abgehetzt zu wirken aber auch nicht so lang, dass er Szenen zu sehr ausgewalzt hätte oder Filler dabei wäre. Es ist ne Fortsetzung, die ihr Original hinter sich lässt.

Dass Scott nun meint ein Teil der Ideen wären seine: Mag sein, würde ich bei so einem Projekt jetzt aber nicht so raushauen und damit die Autoren kleiner reden als sie sind. Wenns so ist könnte man auch einfach sagen: "ich hab einige Anmerkungen gemacht, die man dann auch im Film Skript berücksichtigte" - klingt jedenfalls nicht halb so abgehoben, wie zu sagen "ein Großteil des Drehbuchs ist meins"

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
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MD02GEIST : : Godzilla Fan #1
02.01.2018 12:53 Uhr
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Dabei seit: 01.01.13 | Posts: 2.409 | Reviews: 26 | Hüte: 197

Ich vermute Scott ist bewusst, dass Drehbuch-Autoren oder Produzenten eben nicht so sehr im Rampenlicht stehen wie ein Regisseur. Und dies wollte er aussagen.

Ich weiß mein Post ist eine Art Für-Sprechung, aber anders kann ich es mir nicht erklären.

Monsters are born too tall, too strong, too heavy—that is their tragedy - Ishiro Honda
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MacFilm : : Moviejones-Fan
02.01.2018 12:32 Uhr
0
Dabei seit: 27.03.14 | Posts: 167 | Reviews: 0 | Hüte: 3

Auch wenn Ridley letzter zeit komische Aussagen von sich gibt so muss ihm hier doch zustimmen. Es hätte wahrscheinlich schon gereicht 10 bis 15 Minuten zu schneiden und der Film würde ein bischen flüssiger sein. Aber im Endeffekt wäre ich trotzdem vom Film enttäuscht gewesen. DA hätte ich mehr erwartet besonders nachdem er so hochgelobt worden ist und dann noch das ziemlich unrunde Ende. Also ein Meisterwerk wie Seinerzeit der erste Teil ist es nicht geworden.

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GeneralGrievous : : Moviejones-Fan
02.01.2018 11:24 Uhr
0
Dabei seit: 18.02.14 | Posts: 1.598 | Reviews: 0 | Hüte: 50

Scott sollte sich erstmal an die eigene Nase fassen und sich stattdessen fragen, was er bei Alien - Covenant falsch gemacht hat. Dazu kommt - von TiiN bereits angesprochen - dass sein Erstling ebenfalls kein finanzieller Hit war. Was reitet Herrn Scott da nun, solche Aussagen zu tätigen? Vielleicht ist es für Ridley Scott so langsam Zeit, in den Ruhestand zu gehen. Denn bei solchen Äußerungen kann ich persönlich einfach nur mit dem Kopf schütteln.

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TiiN : : Goldkerlchen 2021
02.01.2018 10:01 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 6.853 | Reviews: 141 | Hüte: 422

Die sollen sich nicht so über das Einspielergebnis wundern, was haben sie denn erwartet? Der Film geht genau den gleichen Weg wie der Erstling und dieser war ähnlich "erfolgreich" an den Kinokassen.

Was haben die Produzenten erwartet? Dass in der heutigen Welt die Leute für so einen Film die Kinosäle stürmen?

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Musashi : : Moviejones-Fan
02.01.2018 09:20 Uhr | Editiert am 02.01.2018 - 09:22 Uhr
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Dabei seit: 27.01.14 | Posts: 839 | Reviews: 0 | Hüte: 29

Ich würd mir nen Finger abschneiden, um die 4-Stunden-Fassung von diesem Meisterwerks zu sehen! Blade Runner, Dunkirk und Coco waren die einzigen sehenswerten Kinofilme in 2017 für mich...

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