Hat mir im Großen und Ganzen ganz gut gefallen. Insbesondere der Part, wenn Angst und vage Vermutungen das soziale Miteinander untergraben. Ebenso ist der Protektionismus der hier von den Figuren an den Tag gelegt wird durchaus zeitkonform.
Mir hat der Film etwas zu lange gebraucht, um in Gang zu kommen. An zwei, drei Stellen kamen dann doch Klischees auf. Und aus dem Titel sowie dem Sohn (der ein bisschen wie der passive Held erschien?) bin ich nicht ganz schlau geworden. Vielleicht kann da jemand mal eine Interpretation abgeben.
So ein Film, bei dem man schon nach wenigen Minuten von den Figuren und Dialogen festgenagelt vor dem Screen hängt. Dem trägen Tag und Abend zum Trotz habe ich das Handy umgehend aus der Hand gelegt. Ein wunderbarer, humanistischer Film über Rollen-und Familienmodelle, über das Erwachsenwerden, das ein Leben lang währt und über das Leben und die Liebe selbst über Generationen hinweg. Spezifisch, wie universell. Spannend erzählt. Toll besetzt. Und Annette Bening tanzt zu Black Flag.
Sicher der schwächste Film, den Herr Wheatley bisher gemacht hat. Die schrulligen Figuren und Dialoge machen ja am Anfang noch ein bisschen Spaß, aber spätestens wenn das Geballer einsetzt wird es sehr, sehr zäh. Sein postmoderner Gangsterfilm, der an Reservoir Dogs erinnert, versucht das Genre ironisch aufzubrechen, hat aber eigentlich nichts zu sagen. Insbesondere fand ich aber auch den Schnitt oft irritierend und ich konnte oft die Figuren in der eigentlich überschaubaren Lagerhalle nicht immer klar zu einander verorten. Schade eigentlich, bin ja sonst ein Fan. Wie seine Figuren ein bisschen schlampig hier in seiner Arbeit.