Im Comic hat es funktioniert und auf dem Papier sieht die Idee gut aus. Man nehme beliebte Superhelden, gebe jedem einen eigenen Film, verwebe alle Filme etwas miteinander und produziere dann ein Zusammentreffen aller Figuren in einem Film. Klingt nach einem Patentrezept für den ultimativen Superhelden-Streifen. Doch so gut The Avengers auch auf dem Papier klingt, ist die Gefahr sehr groß, den Film zu verhunzen. Dessen ist sich auch Robert Downey Jr. bewusst und meint, wenn sie es nicht richtig angehen, wird der Film blanker Müll.
Dabei sind die kommenden Probleme nicht unlösbar. Aber jemand muss sich damit auseinandersetzen. Downey Jr. ist sich sicher, dass mit Iron Man ein guter Ausgangspunkt geschaffen wurde. Regisseur Jon Favreau wollte den Film möglichst realistisch gestalten und genau genommen gibt es keine Szene, die außerhalb des Vorstellbaren liegt. Doch sobald man aber über Walhalla, riesige Supersoldaten und grüne Mutanten spricht, bedarf es weiteren Diskussionsbedarfs.
Die Kommentare von Robert Downey Jr. sind mehr als interessant. Auch wir fragen uns schon länger, wie Marvel die Gratwanderung in The Avengers schaffen möchte. Wie ist es möglich, das realistische Setting von Iron Man mit den anderen Comicwelten zu verschmelzen? Dabei stellt Hulk nur ein kleines Problem dar und auch Captain America ist ohne weiteres unterzubringen. Doch mit der Thor-Figur kann man sehr leicht ins Lächerliche abdriften und nachhaltig die Hauptfilmreihen schädigen. Vor allem, da nach The Avengers auch ein Iron Man 3 geplant ist.
Doch wie setzt man diesen Film um, wenn The Avengers nicht der erwartete Blockbuster wird...
