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Biopic ohne Kontroversen

"Michael": Jackson-Biopic ignoriert Missbrauchsvorwürfe komplett!

"Michael": Jackson-Biopic ignoriert Missbrauchsvorwürfe komplett!
9 Kommentare - Di, 07.04.2026 von MJ-Caminito
Juristische Vorgaben zwingen das Jackson-Biopic "Michael" zu Änderungen. Das Ergebnis: Ein neu entwickelter dritter Akt, der die „Bad“-Ära ins Zentrum stellt und kontroverse Themen ausspart.

Das Biopic Michael über den „King of Pop“ Michael Jackson startet am 23. April in den Kinos. Im Mittelpunkt steht der Aufstieg Jacksons zum globalen Superstar, wobei der Fokus klar auf seiner Musik und Karriere liegt - kontroverse Aspekte seines Lebens treten in den Hintergrund.

Ursprünglich sah das Konzept aber etwas anderes vor: Eine Szene aus dem Jahr 1993 sollte Jackson vor dem Spiegel zeigen, während im Hintergrund Polizeilichter aufleuchten und Ermittler seine Neverland Ranch durchsuchen. Auch der dritte Akt sollte sich umfangreich mit den damaligen Missbrauchsvorwürfen befassen.

Diese Szenen wurden jedoch komplett entfernt. Grund dafür ist eine Klausel in einer Einigung zwischen dem Jackson-Nachlass und dem Ankläger Jordan Chandler aus den 1990er-Jahren, die jede filmische Darstellung oder Erwähnung Chandlers untersagt. Die Filmemacher und Produzenten erfuhren von dieser Vereinbarung erst nach Abschluss der eigentlichen Dreharbeiten.

Daraufhin wurde das Drehbuch umgeschrieben und ein neues Ende entwickelt. Im Juni 2025 kehrte das Team für 22 zusätzliche Drehtage nach Los Angeles zurück, um den dritten Akt neu zu gestalten und weitere Szenen zu erweitern. Die Nachdrehs kosteten zwischen 10 und 15 Millionen US-Dollar. Der Jackson-Nachlass übernahm diese Kosten, da die Änderungen auf eine von ihm nicht rechtzeitig kommunizierte rechtliche Einschränkung zurückgingen. Im Gegenzug erhielt der Nachlass eine höhere Beteiligung am Film.

Das neue Ende spielt während der „Bad“-Tour und zeigt Jackson auf dem Höhepunkt seiner Karriere, wie er sich auf eine weitere energiegeladene Performance vorbereitet. Der Film betont vor allem die musikalischen Erfolge mit einer Abfolge großer Hits. Exzentrische Verhaltensweisen werden weitgehend vermieden. Stattdessen rückt die komplizierte Beziehung zu seinem dominanten Vater Joe Jackson (gespielt von Colman Domingo) in den Vordergrund. Joe lehnte die Solokarriere seines Sohnes zunächst ab, da er sie als Bedrohung für die Jackson 5 und das Familiengeschäft sah. Weitere thematisierte Aspekte sind die schwere Kopfverletzung, die Jackson 1984 bei einem Pyrotechnik-Unfall während eines Pepsi-Werbedrehs erlitt, sowie der anschließende Missbrauch von Schmerzmitteln.

Michael Jackson wird von seinem Neffen Jaafar Jackson dargestellt. Die Rolle von Janet Jackson kommt im Film nicht vor. Der Jackson-Nachlass war eng in die Produktion eingebunden: Vertreter des Nachlasses sowie Jacksons Sohn Prince (als Executive Producer) waren regelmäßig am Set präsent. Produzent Graham King hatte über Jahre hinweg zahlreiche Gespräche mit Wegbegleitern Jacksons geführt und plante ursprünglich eine Schnittfassung von über dreieinhalb Stunden.

Lionsgate und der internationale Verleihpartner Universal sehen in dem vorhandenen Material Potenzial für mindestens einen weiteren Film. Etwa 30 Prozent des geschnittenen Materials könnten für Sequels genutzt werden. Mögliche Fortsetzungen könnten sich mit späteren Alben wie „Dangerous“ oder „Invincible“, dem Kauf und Ausbau der Neverland Ranch sowie anderen Aspekten von Jacksons Leben beschäftigen. Wie dabei mit rechtlichen Auseinandersetzungen und Vorwürfen aus späteren Jahren umgegangen wird, bleibt offen.

Der ursprünglich für April 2025 angekündigte Kinostart wurde mehrmals verschoben – zunächst auf Oktober 2025, schließlich auf April 2026. Frühe Prognosen rechnen mit einem Eröffnungswochenende von über 55 Millionen Dollar in den USA und einem weltweiten Einspielziel von mindestens 700 Millionen Dollar.

Mit Michael setzt also auch das Biopic auf eine vorwiegend positive, musikzentrierte Darstellung des Künstlers – ähnlich wie bei erfolgreichen Bühnenproduktionen und Shows, die die Vorwürfe ebenfalls aussparen.

Quelle: Variety
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9 Kommentare
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Darkclaw : : Moviejones-Fan
08.04.2026 15:22 Uhr
0
Dabei seit: 24.04.25 | Posts: 382 | Reviews: 1 | Hüte: 12

Ich bin zwiegespalten.

Grundsätzlich lese ich keine Biographien oder sehe mir eigentlich keine Biopics an.

Rocketman und Bohemian Rapsody hingegen habe ich mir angesehen, gebe letzerer den Vorzug.

Michael Jachson ist, auch nach seinem Tod und den Vorwürfen, einer dieser Megastars die trotz allem unerreicht bleiben (werden).

Wer erinnert sich nicht an den Auftag in Wetten dass...? mit Earth Song?

Dass Michael Jackson wohl eine gebeutelte Seele war und sein Vater wohl durchaus Kapital aus den Jungs schlug, das ist wohl unumstritten. Auch dass da wohl mal "nachgeholfen" wurde, kann ich mir sehr gut vorstellen.

Dass Michael Kinder liebt, das lässt sich nicht von der Hand weisen. Und, ja, die Vorwürfe gibt es. Einige mögen echt sein, andere sind vielleicht auch Trittbrettfahrer. Die Thematik ist schwierig und wird wohl auch nie aufgelöst werden. Vielleicht liebt er Kinder auch zu sehr...

Was bleibt für mich? Auf der einen Seite halt eine Biopic, also ein Film, der mich nicht so sehr lockt. Auf der anderen Seite sein Neffe, der ihn spielt, das lockt mich dann doch etwas.

Auch wenn ein Michael Jackson, würde er heute noch leben, eine Person wäre welche gecancelt würde, so bleibe ich dabei, Micheal Jackson hat eine geniale Musik gemacht die ich mir immer anhören werde.

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Kumpeljesus : : Moviejones-Fan
08.04.2026 13:56 Uhr
0
Dabei seit: 10.08.12 | Posts: 827 | Reviews: 0 | Hüte: 12

ich bin da ganz Egoistisch, so einen Film sehe ich mir wegen der Grandiosen Musik an. Keineswegs wegen den Vorwürfen. Ich möchte diesen Film genießen können.

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Mxyzptlk : : Moviejones-Fan
08.04.2026 13:13 Uhr
0
Dabei seit: 29.03.16 | Posts: 575 | Reviews: 3 | Hüte: 13

Ich glaube an die scheiss vorwürfe nicht. Der Mann war schon ne gebeutelte Seele. Seit Kindheitstagen gedrillt um zu arbeiten. In irgendeinem Video hat der mal gesagt dass er Nie eine Kindheit hatte und deswegen kinder liebte, die ihn seine Kindheit gaben. Selbst die Familien welche jahrelang bestritten hatten, das alles unwahr sei und nach seinem Tod auf einmal Kohle sehen wollen. Lächerlich. Culkin hat mal Michael sehr gut beschrieben.

selbst im Tod lässt man den Mann nicht in Frieden.

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Andreas2025 : : Moviejones-Fan
08.04.2026 13:08 Uhr
0
Dabei seit: 22.08.23 | Posts: 536 | Reviews: 0 | Hüte: 19

Einfach den Film genießen gilt für mich. Michael Jackson ist tot, also sollten die welche seine Musik lieben, diesen Film genießen ohne die Schattenseiten.

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ChrisGenieNolan : : DetectiveComics
08.04.2026 12:39 Uhr
0
Dabei seit: 19.08.12 | Posts: 17.752 | Reviews: 21 | Hüte: 415

Ist besser so, das man komplett entfernt wurde... ich möchte mir den film in ruhe geniessen. Ohne diese vorwürfe, was die sache ehe schon 2Bad war ..

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
08.04.2026 11:07 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 12.566 | Reviews: 50 | Hüte: 866

Mich überrascht, dass man tatsächlich geplant hatte dies mit einzufügen. Da der Jackson-Nachlass stark im Film involviert ist und die Familie, nicht zuletzt durch die Besetzung des Neffens, dort ja irgendwie seine Finger mit im Spiel hatte, wäre ich sowieso nicht davon ausgegangen, dass man dies thematisiert.

Die im Text beschriebene Szene mit den Polizeilichtern hätte ich deshalb mutig gefunden, aber auch gut. Denn sie hätte schon ziemlich eindeutig die Thematik angedeutet, ohne ins Detail zu gehen.

Und hier bin ich dabei, dass ich ehrlich gesagt auch sowas nicht in einem Jackson-Film sehen will. Von mir aus kann man es andeuten, aber als Hauptthema des Films - dann wären wir von einem Biopic schon Richtung Krimi gegangen.
Und ich hätte dann doch lieber die Musik im Vordergrund.

Wie gesagt, hätte ich es begrüßt wenn es nicht komplett ignoriert, aber ich will hier dann doch eher in die Magie seiner Musik eintauchen, statt all die Probleme sehen zu müssen. Dafür gibt es genügend Dokus.
Ich war wie bereits geschrieben im Winter im Musical in Hamburg und da hat man ein, zwei mal im Nebensatz die Probleme mit Durchsuchungen angedeutet. Die Drogen/Medikamente waren sogar Bestandteil der Haupthandlung. Und ich war begeistert - und hab mit keiner Sekunde daran gedacht, dass Jackson ja eigentlich auch eine Person ist, die gecancelt gehört. Wenn der Film dies schafft - und rein vom Fokus scheint es sich sehr nah ans Musical zu halten, dann bin ich sehr zufrieden.

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Rotwang : : Moviejones-Fan
08.04.2026 10:59 Uhr
0
Dabei seit: 11.06.20 | Posts: 1.503 | Reviews: 0 | Hüte: 43

Ich denke auch besser ist man lässt es weg, ich bin zwar relativ überzeugt dass es da Vorfälle in welcher Form auch immer gab, ich glaube aber auch dass es Trittbrettfahrer gab und einiges wurde ja auch schon als unwahr etlarvt, deshalb schwierig was man wählen sollte.

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DerDoctor : : Moviejones-Fan
07.04.2026 21:19 Uhr
0
Dabei seit: 07.02.18 | Posts: 98 | Reviews: 0 | Hüte: 4

Kommt darauf an, was man erwartet, ein bisschen Jackson- Magie ist auch nicht schlecht, gibt genug Dokus zu den anderen Themen

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Manisch : : Gutmensch <3
07.04.2026 20:41 Uhr
0
Dabei seit: 19.10.18 | Posts: 1.971 | Reviews: 33 | Hüte: 132

Langweilig.

AfD-Verbot (:

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