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James Bond Reihe
Auf welchem Platz liegt James Bond - Stirb an einem anderen Tag?

James Bond Reihe

Eine Liste von luhp92 mit 25 Filmen (Letztes Update: 14.10.21)
Nicht einverstanden? » Verwalte deine eigenen Toplisten!

Wenn man Bond-liebende Eltern hat, wächst man als Kind unweigerlich mit diesen Filmen auf. Als Kind fand ich es immer cool, wenn ich einen dieser Filme sehen durfte oder wenn ich einen Teil zufällig im Fernsehen entdeckte.

Aus heutiger Sicht finde es besonders amüsant, wie ich die Bondfilme im Kindesalter eingeordnet habe. Für mich waren das alles alte Filme und da machte ich auch keinen Unterschied zwischen den ersten Connery- und den letzten Brosnan-Teilen. Ein Wandel vollzog sich erst 2006, als ich zum ersten Mal von "Casino Royale" hörte. Ein neuer Bond mit einem neuen Schauspieler! Und der läuft sogar im Kino! Wenn man als Kind mit dem Wissen aufwächst, dass jeder Bond im TV läuft, denkt man natürlich nicht daran, dass sie eigentlich für das Kino produziert wurden^^

"Casino Royale" sah ich 2006 nicht im Kino, wohl aber jeden der folgenden Fortsetzungen. Nichtsdestotrotz sprengte Craigs Erstlingswerk meine kompletten Erwartungen und zeigte mir, was aus der Agententhematik alles rauszuholen ist. Bei einem Vergleich mit den alten, klassischen Bonds fällt mir dabei jedes mal auf, dass ich mich an so gut wie gar nichts mehr erinnern kann und einige der Bondfilme womöglich auch noch nie gesehen habe.

Das möchte ich jetzt ändern, "Spectre" erweckte da irgendwie mein Interesse.

To be continued...

James Bond - Octopussy
#25
Filmstart: 06.06.1983
Wenn sich James Bond mit originalem Tarzan-Schrei an Lianen durch den Dschungel schwingt und wilde Tiger mit einem lockeren Spruch dressiert, ist definitiv ein filmischer Bond-Tiefpunkt erreicht. Das ist dann nicht mehr unterhaltsam, sondern einfach nur peinlich. Sicherlich könnte man sich an dieser Stelle fragen: "War ’Moonraker’ nicht genauso übertrieben?" Ja war er, aber dort störte die Absurdität nicht, sondern hat sich wunderbar in den Film eingefügt. Atmosphärisch und inhaltlich (Bondgirl, Schurken) liegen obendrein Welten zwischen beiden Filmen.

Hat man mit Octopussy tatsächlich mal die Möglichkeit eines weiblichen Bondschurken, wird dieses Potential gnadenlos verschenkt. Statt einer Auseinandersetzung gibt es eine Heilung durch Charme und Sex, statt ernstzunehmenden Handlangerinnen gibt es eine Pyjamaparty mit schlechten Kampfchoreographien. Die eigentlichen Schurken sind stattdessen dann doch wieder zwei Männer. Einer davon ist ein Sowjetgeneral, der sich die Abrüstungsgedanken der NATO zu Nutze machen und einen militärischen Gegenschlag durchführen möchte. Statt Bedrohung auszustrahlen, wirkt er wie ein Kind, dem man sein Eis weggenommen hat. Alles in allem bietet der Film viel Standardkost. Negativ fallen ebenfalls die im Vergleich zu früheren Filmen noch offensichtlicheren Sexwitze und die Tennisschläger-Prügelszene auf. Zur Info: Bonds indischer Kontaktmann wird von einem damaligen Tennisprofi dargestellt und die Drehbuchautoren hielten es für eine gute Idee, ihm einen Tennisschläger in die Hand zu drücken und das Verprügeln der Schurken vom Straßenpublikum mit Oh’s und Ah’s kommentieren zu lassen.

Wenn sich "Octopussy" wegen irgendetwas lohnt, dann sind es die indischen und deutschen Drehorte, der Kampf auf dem Zugdach sowie die Octopus-Facehugger-Anspielung.
James Bond - Stirb an einem anderen Tag
#24
Filmstart: 20.11.2002
Lex Luthor hat sich die psychopathische Olle von Bruce Wayne klargemacht und auf Island eine Festung der Einsamkeit errichtet. Superman findet das gar nicht toll, leiht sich das unsichtbare Auto von Wonder Woman, angelt sich die geile Catwoman und verpasst mit ihr den Schurken eine ordentliche Tracht Prügel.
Ach, das war ein James Bond Film? Ich bin verwirrt...

Und das Traurige an der ganzen Sache ist: "Stirb an einem anderen Tag" hatte mit dem düsteren Nordkorea-Plot zu Beginn und den Reminiszenzen an die alten Filme zum doppelt runden Geburtstag (40 Jahre Bond, 20. Bond-Film) genügend Potential für einen interessanten und spaßigen Beitrag zum Franchise.
Was stattdessen leider folgt, sind ein grauenhafter Song von Madonna, genmanipulierte und facegeliftete Nordkoreaner als lahme Schurken, eine vollkommen abstruse und uncharmante Geschichte sowie eine große Auswahl an Actionszenen mit schlechten CGI-Effekten. Zwischendurch sorgen immerhin der hervorragend choreographierte Schwertkampf, Q´s digitales Trainingsprogramm sowie die weiblichen Reize von Halle Berry und Rosamund Pike für positive Abwechslung.

Immerhin wurde das Franchise mit "Stirb an einem anderen Tag" so sehr gegen die Wand gefahren, dass nicht nur der Darsteller ausgetauscht, sondern auch der Stil grundlegend verändert wurde. Wieder mehr in Richtung Timothy Dalton, sogar noch radikaler. Auf Brosnan folgt Craig und mit "Casino Royale" der für mich beste Bondfilm überhaupt. Also muss ich diesem Mist hier dafür wenigstens dankbar sein^^
James Bond - Man lebt nur zweimal
#23
Filmstart: 12.06.1967
Wenn Technikspielchen und Effekte über eine spannende und logische Handlung siegen, wenn Sean Connery mehr als Actionheld denn als Spionageermittler fungiert. Nicht, dass die Gadgets und Actioneinlagen keinen Spaß machen würden, aber sie stecken so dermaßen in ihrer Zeit fest, dass es nahezu unmöglich ist, sie ernstzunehmen. Glücklicherweise für den Film kann ich mich an "Man lebt nur zweimal" relativ gut aus meiner Kindheit erinnern und freute mich dementsprechend über Szenen, die ich wiedererkannte. Trotzdem wirkt Vieles einfach nur übertrieben und unglaubwürdig.

Schade eigentlich, denn Spectres Plan, Raumschiffe zu stehlen, um einen dritten Weltkrieg zu provozieren, hätte großes Potential für einen guten Bondfilm gehabt! Die Szenen, welche sich um die Raumschiffe drehten, waren ganz klar die besten und atmosphärischsten im gesamten Film! Für eine durchgehend überzeugende Atmosphäre mangelt es der Geschichte allerdings an interessanten und bedrohlichen Spectre-Handlangern. Ja, selbst Blofelds Gesichtsoffenbarung verpuffte aufgrund der schlecht gealterten Maske. Äußerst ärgerlich, weil hier der Film ausnahmsweise mal gar keine Schuld trägt! Des Weiteren hatte ich bei Sean Connery das Gefühl, dass er teilweise (evtl. wegen seines Frust-Ausstiegs aus der Reihe?) etwas neben sich stand. Auch von Japan als Setting war ich etwas enttäuscht, weil es oft nur als Aufhänger für die Actionszenen diente.

P.S.: Den Bond-Song fand ich nicht sonderlich ansprechend, aber die Melodie war für mich als Teil der "Generation Robbie Williams" natürlich allseits bekannt. Ich habe nicht schlecht gestaunt, denn von diesem Melodie-Cover wusste ich bisher überhaupt nichts^^
James Bond - Der Morgen stirbt nie
#22
Filmstart: 18.12.1997
Ich weiß gerade nicht, ob ich "Der Morgen stirbt nie" vor oder hinter "GoldenEye" einordnen soll. In Sachen Action legt dieser Teil einen ordentlichen Zahn zu und das nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ. Pierce Brosnan scheint der geborene Typ dafür zu sein und mit Michelle Yeoh steht ihm nun auch ein tatkräftiges Bondgirl zur Seite, mit der er ein paar tolle Combos raushauen kann.

Ansonsten schneidet "Der Morgen stirbt nie" jedoch in allen Belangen etwas schlechter ab als sein Vorgänger, was eventuell auch an meiner gewachsenen Filmerfahrung liegen mag. Als Kind mochte den Schurken mit dem Stealth Boot, heutzutage kann mich eine solche Handlung nicht mehr hinter dem Berg hervorlocken. Oder besser gesagt: Sie könnte es, wenn jemand ein gutes Drehbuch schreibt und nicht nur den Standardwendungen folgt. Immerhin wird der Schurke von Jonathan Pryce gespielt, den ich wegen seiner Rollen in PotC und GoT sympathisch finde. Man merkt ihm den Spaß und die Verspieltheit vollkommen an, die er in den Schurken Elliot Carver gesteckt hat, leider leider ist er dabei kein bisschen bedrohlich. Götz Otto als Carvers Schläger Stamper konnte ich überhaupt nicht ernstnehmen, der war gar nichts. Ansonsten konnte mich der Bondsong nicht überzeugen und die Bond-kritischen Untertöne, die in "GoldenEye" wenigstens angedeutet wurden, hat man nun komplett eingestellt. Schade!
James Bond - GoldenEye
#21
Filmstart: 28.12.1995
Der Song "GoldenEye" von Tina Turner ist absolut überragend, nur leider kam irgendjemand auf die dumme Idee, eine 130minütige, langweilige Geschichte drumherum aufzublasen.

Das ist also Pierce Brosnans Bond-Debut, welches so viele Fans der Reihe mögen. Für mich verwunderlich. Bedeutend verwunderlicher finde ich allerdings die Tatsache, dass mit Martin Campbell hier der Regisseur am Werk war, welcher mit "Casino Royale" ein unvergleichliches Agentendrama geschaffen hat. Nichtsdestotrotz muss ich "GoldenEye" als Bond-Fan meinen Respekt zollen, denn ohne diesen Film hätte das Franchise wohl eine ganz andere Richtung eingeschlagen. Nach einer sechsjährigen Leinwandabstinenz wegen Rechtestreitereien wurde die Reihe durch einen Neuanfang gerettet, der in Ansätzen ein paar radikale Neuerungen mit sich brachte. Am deutlichsten sticht dabei Judi Dench heraus, mit der zum ersten Mal eine weibliche M etabliert wurde, welche das Franchise 17 Jahre lang prägte. Sie hat hier obendrein keine Angst davor, unbequeme Wahrheiten über Bond auszusprechen:
"I think you’re a sexist, misogynist dinosaur. A relic of the Cold War, whose boyish charms, though wasted on me, obviously appealed to that young woman I sent out to evaluate you."

Leider kommt danach nicht mehr viel und falls doch, sorgt Campbell dafür, dass die kritische Auseinandersetzung in Sympatheibekundungen an Bond und Humor ertränkt wird. Mit der durchaus interessanten Grundthematik des sowjetischen Scherbenhaufens in den 90ern weiß Campbell relativ wenig anzufangen, denn anstatt spannender Spionage erwarteten mich Langeweile und übertriebene, jedoch ordentlich inszenierte Actionsequenzen. Daher kommen Schauspieler wie Sean Bean, Robbie Coltrane und Gottfried John leider nur geringfügig zur Geltung, können den Film aber immerhin durch ihre Gesichter bereichern. Famke Janssen nervt dagegen gewaltig, was war ich froh, als ihr schurkisches Bondgirl endlich draufging! Zu guter Letzt muss ich sagen, dass Pierce Brosnan als schmieriger, geleckter Action-Bond einen klasse Job macht, mich diese Interpretation allerdings kaum anspricht. Nichtsdestotrotz: Die Panzerszene in Sankt Petersburg sollte jeder mal gesehen haben!
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13 Kommentare
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
15.10.2021 00:07 Uhr | Editiert am 15.10.2021 - 00:11 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 14.561 | Reviews: 161 | Hüte: 520

@ObiWan

Danke :-)

Ja, diese Art des charakterbetonten und übergreifenden Geschichtenerzählens, mit der die Bond-Reihe nahzu komplett umgekrempelt wurde, begeistert mich sehr. Das liegt aber auch daran, dass mich die Craig-Bond-Filme in der Jugend und im jungen Erwachsenenalter maßgeblich geprägt und mich nun insgesamt 15 Jahre lang begleitet haben, die werden für mich immer einen besonderen Platz inne haben.

Das Positive hier an "Spectre" aus deiner Sicht, ohne den Film gäbe es diese Liste wohl gar nicht^^ Nach dem Film war ich so heiß auf "James Bond", dass ich mir die ganze Reihe von vorne angesehen habe, manche Teile nach der Kindheitssichtung wieder aufgefrischt, manche zum ersten Mal gesehen.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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ObiWan : : Moviejones-Fan
14.10.2021 10:59 Uhr
0
Dabei seit: 19.02.21 | Posts: 37 | Reviews: 0 | Hüte: 1

Deine Top-3 sind aber sehr speziell... wink

Die beiden schwächsten Craig Streifen an 2 und 3 zu setzen ist schon interessant. Man muss Goldfinger nicht an 1 haben, Casino Royal macht sich da tatsächlich ganz gut, aber hinter Spectre und Keine Zeit zu sterben ist schon echt. mir fehlt das passende Wort, hehe...

Deine Beschreibungen und Erläuterungen sind natürlich trotzdem einen Hut wert. Tolle Liste!

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
20.12.2020 22:59 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 14.561 | Reviews: 161 | Hüte: 520

@FlyingKerbecs

Danke smile Ja, unser Ranking unterscheidet sich deutlich^^

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

MJ-Pat
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FlyingKerbecs : : Kakashi
20.12.2020 21:37 Uhr
0
Dabei seit: 24.11.15 | Posts: 6.036 | Reviews: 38 | Hüte: 315

Wollte hier ja auch noch reinschauen, hätte es fast vergessen. Nette Liste, ausführliche Texte. Zum Ranking sage ich mal nix.^^

Finding the right comment signature is super easy, barely an inconveniance.

MJ-Pat
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Batman76 : : Moviejones-Fan
04.05.2018 18:44 Uhr
0
Dabei seit: 12.12.11 | Posts: 1.022 | Reviews: 0 | Hüte: 83

@luhp92

Sehr gute Liste mit sehr guten Anmerkungen. Ich teile deine Reihenfolge nicht unbedingt, aber kann deine ausführlichen Begründungen trotzmde nachvollziehen.

Chapeau!

"With great power comes great responsibility!"

"To boldly go, where no one has gone before!"

"Bei der Macht von Grayskull, ich habe die Zauberkraft!"

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MobyDick : : Moviejones-Fan
04.05.2018 11:20 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 6.357 | Reviews: 165 | Hüte: 495

luhp:

Ganz relaxed, läuft ja nicht weg, wollte nur mal nachfragen, ich weiss ja wie es ist, wenn man eine ganze Latte an Filmen und Serien vor sich herschiebt :-)

Dünyayi Kurtaran Adam
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
04.05.2018 11:16 Uhr | Editiert am 04.05.2018 - 11:17 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 14.561 | Reviews: 161 | Hüte: 520

@MobyDick

Nein, ich habe noch keinen der von dir empfohlenen Filme gesehen wink
Kommt aber noch. Ich schaue Filme und Serien dann, wenn ich sie schaue, also wenn ich Lust dazu habe. Erzwingen schadet da nur.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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MobyDick : : Moviejones-Fan
17.08.2017 16:04 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 6.357 | Reviews: 165 | Hüte: 495

luhp:

Harry Palmer war der realistischere Gegenentwurf zum Over-the-top James Bond, und fällt in die Riege der etwas kritischeren Agentenfilme der 60er Jahre wie zB auch Das Quiller Memorandum und Der Brief an Peking (oder "aus"?, ich weiss es nicht mehr).

Du darfst dir jetzt keinen Actionblockbuster erwarten sondern eher sowas in Richtung "König, Dame, AS, Spion". Leider war nach 3 Filmen Schluß mit der Reihe, vor allem auch weil der dritte Film ziemlich exzentrisch ausfiel und gar nicht zum bisherigen Stil passte (wen wundert es bei Ken Russel als Regisseur). Wurde aber soweit ich weiß von BBC in den 1990ern nochmal als Fernsehreihe reaktiviert, mit einem gealterten Michael Caine in seiner Paraderolle.

Vor allem zeithistorisch betrachtet finde ich die ersten beiden Filme auch heute noch sehr schön zu schauen, nebenbei wird Michael Caine als mindestens zweitcoolster Brite aller Zeiten nach Connery etabliert. Spätestens mit Get Carter ist er für mich die Nr 1.

Dünyayi Kurtaran Adam
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TiiN : : Goldkerlchen 2021
16.08.2017 22:14 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 6.856 | Reviews: 141 | Hüte: 422

Eine wahnsinnig ausführliche Liste, luhp92, dafür einen Hut!

Zwar habe ich alle James Bond Filme gesehen, aber dadurch, dass es inzwischen 24 sind und ich sie teilweise schon längere Zeit nicht mehr sah, fällt es mir sehr schwer daraus eine nachvollziehbare Liste zu erstellen und gegenüber zustellen.

Dir ist das besser gelungen und das freut mich smile

Ebenso freut mich, dass bei dir Timothy Dalton nicht so schlecht weg kommt. Meiner Meinung nach werden er und auch George Lazenby immer bei solchen Bond-Diskussionen zu schlecht bewertet.

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
16.08.2017 21:42 Uhr | Editiert am 16.08.2017 - 21:57 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 14.561 | Reviews: 161 | Hüte: 520

@MobyDick

Ich könnte ausrasten! Da hat mich die gestern und heute aufkommende Diskussion wieder hierhin getrieben und ich habe vorhin 1-1,5 Stunden an einer Antwort gesessen, nur damit mein Internet beim Posten abkackt. Alles weg! ARGHH!!

Ich hoffe du verstehst es, wenn ich den Kommentar jetzt nicht nochmal schreibe, sondern hier nur auf die Sachen antworte, die ich für wirklich beantwortenswert halte. Im Prinzip findest du meine Meinung ja ohnehin ausführlich in der obigen Liste, die du wahrscheinlich schon geelsen hast.

Du hast Recht, Bond-Filme muss man tatsächlich im zeitlichen Kontext betrachten, ansonsten könnte man die meisten Filme aufgrund ihrer Staubschicht und ihrer rassistischen und sexistischen Untertöne in die Tonne kloppen. Deswegen gefallen mir auch in der Regel die Bondfilme am besten, welche die Figur kritischer betrachten. Darüberhinaus darf man nicht vergessen, dass die Bondfilme vor allem in den 60ern, 70ern und 80ern eine Eskapismusfunktion inne hatten. Eine Welt, in welche die westliche Bevölkerung vor dem Kalten Krieg und der Gefahr eines Dritten Weltkriegs bzw. Atomkriegs flüchten konnte und in der die Bedrohung durch einen sympathischen, charmanten Helden abgewendet wurde.

Von Harry Palmer habe ich noch nie etwas gehört, danke für den Tipp!

Sean Connery:
1) Feuerball
2) Goldfinger
3) Dr. No
4) Diamantenfieber
5) Liebesgrüße aus Moskau
6) Man lebt nur zweimal
- Sag niemals nie

Die Connery-Filme leben ungemein von seinem Charme und flotten Sprüchen, in "Man lebt nur zweimal" merkt man allerding schon, dass er keinen Bock mehr auf die Rolle hatte. "Feuerball" (u.A. das Meeresetting), "Goldfinger" (u.A. Gert Fröbe) und "Dr. No" (mehr Ermittler & Detektiv mit Köpfchen als Actionheld mit Fäusten) sind absolut großartig. "Diamantenfieber" okay bis gut, aber teilweise ziemlich dämlich und der Übergang von Lazenby zu Connery wirkt ziemlich konstruiert, da gebe ich dir Recht. "Man lebt nur zweimal" ist ein Tiefpunkt, Style over Substance, mehr Action und Gadgets als Inhalt. "Sag niemals nie" habe ich nie gesehen und ehrlich gesagt auch nicht vor. Ebenso wie die beiden früheren "Casino Royale"-Filme gehört der ja ohnehin nicht zum Kanon.

George Lazenby:
1) Im Geheimdienst Ihrer Majestät
2) leider keiner frown

George Lazenby war ein großartiger Bond in einem Film, der seiner Zeit weit voraus war und dementsprechend in den 60ern keinen allzu guten Stand hatte. Die Blaupause für das, was ca. 40 Jahre später "Casino Royale" werden sollte, ich hätte gerne mehr von Lazenby gesehen! Vor allem, da er hier noch unter den Connery-Altlasten zu leiden hatte.

Roger Moore:
1) Der Mann mit dem goldenen Colt
2) Im Angesicht des Todes
3) Moonraker
4) In tödlicher Mission
5) Leben und sterben lassen
7) Der Spion, der mich liebte
8) Octopussy

Mit seinem Klamauk mal Top, mal Flop. "Der Mann mit dem goldenen Colt" steht hier eindeutig an der Spitze, Bond wird kritisch betrachtet, indem ihm Christopher Lee als Spiegelbild entgegengestellt wird. "Im Angesicht des Todes" ist ein würdiger Abschluss, in dem Moore noch einmal bravourös zurückkehrt. Christopher Walken, Grace Jones, der Nebencast und inhaltlich der Eintritt in das Zeitalter der Computertechnik. "Moonraker" hat mir wie dir sehr gefallen, ein absurder und übertriebener, aber eben auch cooler und herzerwärmender Quatschfilm. Großartiger Eskapismus, der auf der Science-Fiction-Welle der späten 60er und der 70er Jahre surft. "In tödlicher Mission" leidet unter Moores Klamauk, die Bootverfolgungsjagd aus "Leben und sterben lassen" hätte ich gerne als Kurzfilm, "Der Spion, der mich liebte" wirkt wie aus besseren Connery-Filmen zusammengeschustert und "Octopussy" ist er absolute Bond-Tiefpunkt! Wenigstens darf der Oktopus einen Facehugger spielen^^

Timothy Dalton:
1) Lizenz zum Töten
2) Der Hauch des Todes

El Gurko landet bei dir auf Platz 10? Das überrascht mich jetzt! Nach Connery und Craig ist Dalton mein Lieblingsdarsteller, weil er in zwei Filmen mitspielte, die beide ein düsteres und kritischeres Bild von Bond zeichneten. "Lizenz zum Töten" sollte ja schon ähnlich radikal wie "Casino Royale" ausfallen, leider entschied man sich letztendlich doch dagegen. Die Frischzellenkur war nach dem Klamaukopa Moore aber dringend nötig. Mit "Lizenz zum Töten" steigerte sich Dalton noch, Bond geht auf einen Rachefeldzug und mit somit dekonstruiert. Der direkte Vorläufer von "Casino Royale".

Pierce Brosnan:
1) Die Welt ist nicht genug
2) GoldenEye
3) Der Morgen stirbt nie
4) Stirb an einem anderen Tag

Pierce Brosnan, den geleckten Actionbond, mochte ich als Kind, hat aus heutiger Sicht meiner Meinung nach aber nur einen gute Bondfilm gedreht und das ist "Die Welt ist nicht genug". Hier überzeugt nicht nur Sophie Marceau als erste Hauptschurkin, neben Robert Carlyle und Robbie Coltrane hat mir auch der realpolitische Inhalt (NATO, naher Osten, Russland, Türkei, Ölpipeline) sehr gefallen. "GoldenEye" haben wir den wahrscheinlich besten Bondsong zu verdanken, danach kommt aber nicht mehr viel und die aus den Dalton-Filmen gewohnte kritische Auseinandersetzung findet sich hier nur in Ansätzen. "Der Morgen stirbt nie" hat geniale Actionszenen und eine tolle Kombi aus Brosnan und Yeoh, inhaltlich ist er aber noch mieser als "GoldenEye" und hinterfragt wird gar nichts mehr. In "Stirb an einem anderen Tag" fahren Superman und Catwoman in Wonder Womans unsichtbarem Auto zur Festung der Einsamkeit, weil Lex Luthor dort Batmans Frau gefangen hält. Keine Ahnung, wie man den doppelt runden Geburtstag (40 Jahre Bond, der 20. Bondfilm) so gegen die Wand fahren kann. Aber immerhin kam deswegen "Casino Royale", also muss ich dem Film irgendwo sogar noch dankbar sein^^

Daniel Craig:
1) Casino Royale
2) Specte
3) Skyfall
4) Ein Quantum Trost

"Casino Royale" ist die Bond-Revolution schlechthin und einer meiner absouten Lieblingsfilme, der mich emotional so berührt, dass es mir ziemlich schwerfällt, dies in Worte zu fassen. Im Fall von "Spectre" verweise ich mal wieder auf meine Kritik, mir gefällt die kritische Betrachtung der Digitalisierung, Christoph Waltz als Blofeld ist klasse und die übergreifende Handlung macht die Craigreihe noch besser als die Summe ihrer Einzelfilme. Auch wenn ich in der Minderheit bin, mit Wolfgang Schmitt, Chewbacca und ZSSnake (?) und bartacuda (?) habe ich immerhin ein paar Mitstreiter^^ "Skyfall" mag ich trotz der TDK-analogen Schwächen ebenfalls sehr, auch das Ende überzeugt mich, obwohl viele es als "James Bond allein zu Haus" betrachten. "Ein Quantum Trost" empfinde ich wie du ebenfalls als unterbewertet, nichtsdestotrotz bleibt es für mich ein mittelmäßiger Film. Mal meisterhaft, mal katastrophal. Möglicherweise seiner Zeit voraus? Mit "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" hat der Film mehr gemein als gedacht.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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MobyDick : : Moviejones-Fan
14.06.2017 00:58 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 6.357 | Reviews: 165 | Hüte: 495

So jetzt aber...

Zunächst einmal möchte ich etwas dazu ausführen: Ich bin ebenfalls mit den Jmes Bond Filmen aufgewachsen, und irgendwie sind meine liebsten Filme eigentlich die mit Roger Moore. Nicht weil ich sie gut finde, ganz und gar nicht. Eher weil es für mich einfach Trash in Reinkultur ist, so wie Moore die Rolle mit zunehmender Dauer überhaupt nicht mehr ernst nimmt und Bond so der Lächerlichkeit Preis gibt (mit Hornbrille, schlechtem Toupet und Hosen bis zu den Achseln kriegt er trotzdem jede 21 jährige Exagentin ab und rettet nebenher mit jeglichem flapsigen Spruch auf den Lippen die Welt) ist einfach ein göötliches Guilty Pleasure für mich. Wenn es also nach der Qualität geht, sind vielleicht höchstens 5 Filme für mich richtig gut. Der Rest ist eher so lala, aber die Filme sind auch immer in ihren jeweiligen Zeitbezug zu setzen. daher wird auch nicht der aktuellste Film besonders gut bewertet werden. Hinzu kommt, dass es mindestens zweimal eine Agentenreihe gab, die deutlich Bond überlegen war, weil eben nicht so gelackt (1960er Harry Palmer und neues Jahrtausend Bourne), aber egal, darum geht es hier nicht. Also hier meine Bond-Rangliste:

1. Goldfinger: Mit Abstand auf Platz 1 hier stimmt einfach alles und der Film ist DIE Blaupause für alle künftigen größenwahnsinnigen Gegner, ohne jemals erreicht zu werden.

2. Liebesgrüße aus Moskau: Ein knallharter Bond mit einem legendären Kampf mit Robert Shaw. Connery verströmt Machismo pur und ist dabei immer faszinierend betörend, dieses Charisma wird Craig versuchen zu imitieren jedoch nie so perfektionieren.

3. Im Geheimdienst ihrer Majestät: Komplett unterschätztes Juwel mit dem vielleicht denkwürdigsten Finale eines Bond-Films... Sehr schade dass es hier nicht richtig weiterging, Zumindest wird in der Craig Ära ähnlich gelagert zugehen, teilweise

4. Casino Royale: Das nenne ich mal ein Reboot - sehr sehr gute Neuauflage

5. Feuerball: Ein weiterer Klassiker zu dem eigentlich nicht gesagt werden muss

6. Quantum Trost: Komplett unterbewerteter Film der Reihe. Hier wird da weitergemacht, wo es auch nach Geheimdienst Ihrer Majestät hätte weitergehen sollen, aber nie tat: Bond wurde verletzt, verlor die Frau die er liebte und ist auf Rachefeldzug. Gleichzeitig wird die Origin Story des noch ungehobelten Bonds von Casino Royale weitergeführt und im Laufe des Films wird er gezähmt und ist am Ende der scheinbar emotionslose immer coole adrette Bond wie wir ihn kennen.

7. Man lebt nur zweimal: Connery hat einfach die besten Filme gemacht.

8. Leben und Sterben lassen: Der erste Moore ist auch der Beste. Moore setzt Bond seinen unverwechselbaren ironischen, snobistischen Humor auf und hat uns alle. Doch wenn wir ehrlich sind, ist das der zweite Film der ironischen (Moore) Ära, dazu gleich mehr...

9. Diamantenfieber: Connerys erste Rückkehr zu Bond ist einfach nur eine reine Verarsche, die gar nichts ernst nimmt, so wird beispielsweise Bonds Rache für den Tod seiner Frau noch vor dem Vorspann lapidar abgehandelt und der Film gurkt von einer coolen Szene zur nächsten. Im Prinzip ist das der erste Moore Film, nur noch ohne Moore.

10. Lizenz zum Töten: Harter Anti-Bond-Bond, fällt zwar aus der Reihe, aber das im positiven Sinn. Kurzes Fazit, wie den Film hier einordne würde, damit wir mal sehen, wo ich den Hauptteil der Bondfilme einordne: Maximal 6 Punkte!

11. Goldeneye: Brosnans erster Bond ist auch sein bester, zumal hier noch der Anschein erweckt wird, dass man sich ernsthaft und kritisch der Agentenproblematik stellen möchte

12. Der Mann mit dem Goldenen Colt: Von vorne bis hinten eine Farce, aber supergeil und lustig gemacht.

13. Der Morgen stirbt Nie: Das Team Yeoh/Brosnan macht Spass und selten hatte Bond eine so ebenbürtige Kampfpartnerin

14. Skyfall: Sehr schwierig den Film richtig einzuordnen, aber ich denke er gehört wirklich so weit unten hin. Warum? Die erste Hälfte ist allererste Sahne, mit das Beste, was Bond hervorgebracht hat. Bis zu dem Moment, als sie auf dieser "Inception"-Insel landen. da kommt noch eine geniale Ratte-frißt-Ratte Geschichte, aber dann implodiert der Film so derbe, dass einem Hören und Sehen vergeht: Bardems Charakter wird zu einem typischen entstellten Bondbösewicht degradiert, der urplötzlich hanebüchene Entscheidungen trifft. Bond flieht total sinnbefreit auf das Anwesen seiner Eltern, wo es zu einem beschissenen und unspannenden Showdown im Stile von Straw Dogs für Superarme kommt, mit einem Ende, das es in keinster Weise in sich hat. Das wirklich perfide am ganzen ist, dass das ganze derart ikonisch in Szene gesetzt wird, dass man glaubt etwas hochqualitatives vorgesetzt bekommen zu haben. Auch die tatsache, dass eine wirklich patente Agentin plötzlich zu einem Heimchen mutiert, weil sie mit dem Stess nicht klarkommt ist in dieser überspitzten Darstellung ein sehr reaktionäres Frauenbild (Miss Moneypenny). Ich könnte ewig so weitermachen, und meinem noch immer schwelenden Ärger über dieses verschwendede Potential, also lieber weiter mit der Liste

15. Moonraker: Erneut ein Quatschfilm, aber einer der so over the top ist, dass er Spass macht

16. Dr No. Seien wir ehrlich Dr No ist kein guter Bond, aber er legt unmal den Grundstein, und hat das wohl berühmteste Bond-Girl

17. Der Hauch des Todes: Ein Bond typisch für seine Zeit, heute komplett veraltet und leider nicht so zeitlos wie alle älteren Bond-Filme, die in dieser Liste deutlich weiter oben sind

18. Der Spion der mich liebte: Ich habe nie verstanden, was die Leute an diesem Bond so toll finden, er ist höchsten Mittelmass.

19. In Tödlicher Mission. Hier geht es langsam aber sicher in Richtung Lustmolch und Alter Widerling Bond, aber Moore ist so distinguiert britisch, dass es immer noch Spass macht - irgendwie - ihm zuzschauen. Gut ist hier schon lange kein Bond mehr.

20. Die Welt ist nicht genug: Brosnans Abstieg beginnt hier mit einem unmotivierten, recht ideenlos ach so überraschenden und mehrdimensionalen Bösewicht in Form von Sophie Marceau. In dieser region ärgere ich mich meistens eher über die Filme als dass ich sie gut finde.

21. Im Angesicht des Todes: Moores letzter Auftritt ist nicht sein schlechtester aber sher nah dran. Das merkwürdige Gespann Christopher Walken und Grace Jones retten den Film vor der Totalkatastrophe.

22. Sag Niemals Nie: Als Remake eine Gurke mit allerlei Rumgegurke, Lustlos, unmotiviert, nicht den Dreck unter dem Fingernagel von feuerball wert. Hätte Connery doch auch hier noch Nein gesagt...

23. Octopussy: Moore at his worst. Was ihn dennoch vor der roten Laterne rettet ist die gnadenlose Selbstironie, die Moore so überragend beherrscht.

24. Stirb an einem anderen Tag: Tja Brosnan hat diese Selbstironie nicht und landet daher auch hinter Moore.

25. Spectre: Wo anfangen? Der Film ist wirklich einfach nur schlecht und eigentlich eine Karikatur der besten Bond Filme. da wird dann auch mal einfach eine groteske Bruder-Story dazu gedichtet, die von vorne bis hinten stinkt. Und ähnlich Bardem wird auch Walz komplett verheizt. Die Actionszenen sind allesamt recht schlecht inszeniert und Mendez zelebriert seine ikonich gewollten Szenen noch stärker als in Skyfall. Eigentlich ist das der Film, vor dem Craig hätte aussteigen sollen. Oder ein anderer Regisseur, oder eine andere hirnverbrannte Story, oder oder oder ... Ach ja Bewertungstechnisch 3 Punkte...

Dünyayi Kurtaran Adam
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MobyDick : : Moviejones-Fan
13.06.2017 23:45 Uhr
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Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 6.357 | Reviews: 165 | Hüte: 495

Sehr schöne und ausführliche Beschreibung, dafür ein Hut. Werde mir mal meine Reihenfolge überlegen und hier reintun, so als Vergleich... wink

Dünyayi Kurtaran Adam
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
28.11.2015 03:03 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 14.561 | Reviews: 161 | Hüte: 520

Wenn man Bond-liebende Eltern hat, wächst man als Kind unweigerlich mit diesen Filmen auf. Als Kind fand ich es immer cool, wenn ich einen dieser Filme sehen durfte oder wenn ich einen Teil zufällig im Fernsehen entdeckte.

Aus heutiger Sicht finde es besonders amüsant, wie ich die Bondfilme im Kindesalter eingeordnet habe. Für mich waren das alles alte Filme und da machte ich auch keinen Unterschied zwischen den ersten Connery- und den letzten Brosnan-Teilen. Ein Wandel vollzog sich erst 2006, als ich zum ersten Mal von "Casino Royale" hörte. Ein neuer Bond mit einem neuen Schauspieler! Und der läuft sogar im Kino! Wenn man als Kind mit dem Wissen aufwächst, dass jeder Bond im TV läuft, denkt man natürlich nicht daran, dass sie eigentlich für das Kino produziert wurden^^

"Casino Royale" sah ich 2006 nicht im Kino, wohl aber jeden der folgenden Fortsetzungen. Nichtsdestotrotz sprengte Craigs Erstlingswerk meine kompletten Erwartungen und zeigte mir, was aus der Agententhematik alles rauszuholen ist. Bei einem Vergleich mit den alten, klassischen Bonds fällt mir dabei jedes mal auf, dass ich mich an so gut wie gar nichts mehr erinnern kann und einige der Bondfilme womöglich auch noch nie gesehen habe.

Das möchte ich jetzt ändern, "Spectre" erweckte da irgendwie mein Interesse.

To be continued...

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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